DE529652C - Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren - Google Patents

Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoselösungen unter Verwendung von nur einem Fällbad nach dem Spulenspinnverfahren Die Herstellung von Kunstseide aus Celluloselösungen nach dem Viscoseverfahren erfolgt technisch durch Einspritzen von Viscose aus Spinndüsenöffnungen in Schwefelsäuresalzlösungen, wobei die zu verwendenden Spinnbäder in ihrer Wirkungsweise der Viscose, bzw. den gewünschten Kunstprodukten angepaßt werden müssen.
  • Für den Koagulations- und Zersetzungsprozeß sind hauptsächlich zwei Methoden, kurz das Ein- und Zweibadsystem, bekannt.
  • Bei dem Einbadsystem wird der aus der Düse ausgespritzte Viscosestrahl im Fällbad zersetzt und meist auf Spulen aufgenommen, wobei der Faden eine gewisse Menge Fällbad auf die Spule mitnimmt, die die Durchkoagulation bzw. Zersetzung der Fäden vollständig macht.
  • Bei dem Zweibadsystem wird außer dem einen Koagulationsbad ein zweites Bad, das sogenannte Oberbad, verwendet, in dem die Spulen mit dem aufgewickelten Faden rotieren. Dieses zweite Bad soll die Restkoagulation der Fäden herbeiführen und besteht meist aus verdünnter Schwefelsäure, die vielfach Salzbeimischungen enthält.
  • Das Zweibadsystem krankt an der Unübersichtlichkeit der Maschinen, behindert den Arbeiter beim Wechseln .der Spulen und Umlegen der Fäden und beeinflußt das Arbeiten insofern nachteilig; als die Spulen innen und außen nach dem Abnehmen von Säure triefen. Bei den Vorzügen des Einbadverfahrens hat sich ein Nachteil herausgestellt, der besonders bei stärkeren Titern auftritt, daß nämlich die von dem aufgespulten Faden mitgenommene Säure zur restlosen Durchkoagulation vielfach nicht ausreicht und die Qualität des ersponnenen Fadens stark herabsetzt. Dieses zeigt sich besonders, wenn tiefere Raumtemperaturen die von den Fäden mitgerissene Säure schneller abkühlen und die Zersetzungskraft herabdrücken.
  • Es wurde nun gefunden, daß die erwähnten Übelstände dadurch beseitigt werden, daß nach Abnahme der Spulen von den Spinnmaschinen eine Nachkoagulation nachträglich dadurch vorgenommen wird, daß verdünnte Schwefelsäure oder Schwefelsäuresalzlösungen, beispielsweise mittels Druckgefälles, durch die aufgespulten Gespinste hindurchbefördert werden, wobei das Druck- oder Saugverfahren für sich allein oder kombiniert angewendet werden kann.
  • Der Fortschritt dieses Verfahrens besteht darin, daß man zur Nachkoagulation nicht mehr der umständlichen Oberbäder bedarf, sondern nach dem Einbadverfahren auch Gespinste stärkerer Titer, die bei den gebräuchlichen Bädern oft eine vollständige Koagulation nicht erleiden, herstellen kann, indem man die Nachkoagulierung erst nach dem Spinnen auf den für die Spulenwäsche bevorzugten Druck- und Saugvorrichtungen folgen läßt, bei denen die Waschflüssigkeiten durch die Gespinste mittels Druckgefälles hindurchgeschickt werden. Nach dem Verfahren der Erfindung wird in der Weise gearbeitet, daß die Kunstprodukte von den Spinnmaschinen, die als Einbadmaschinen gebaut sind, abgenommen und in die Waschapparatur, in der neuerdings auch die Gesamtnachbehandlung, wie Entschwefeln, Bleichen, Säuern usw., vorgenommen wird, eingesetzt werden. Es wird jetzt nicht sofort gewaschen, wie es bisher üblich war, sondern es wird zunächst ein Nachkoagulierungsbad mittels Druckgefälles hindurchgeschickt, welches die restlose Zersetzung der Fäden hervorruft. Erst hierauf erfolgt die eigentliche Wäsche.
  • Das Verfahren besitzt den großen Vorteil, daß bei nicht genügender Koagulation stärkerer Titer irgendwelche Apparaturänderungen nicht vorgenommen zu werden brauchen, daß vielmehr die Nachkoagulation ohne Aufwendung besonderer Mittel in den vorhandenen Apparaturen ausgeführt werden kann.
  • Die bisher bekannten Nachkoagulierungsmaßnahmen wurden auf den Spinnmaschinen selbst vorgenommen.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, zur leichteren Entfernung der Verunreinigungen aus den Fäden die auf Spulen gesponnenen Gespinste mit verdünntem Spinnbad zu waschen, doch wurde dieses Verfahreji lediglich zur Reinigung angewendet, da lslie -verdünnte Säure für bestimmte, den Faden verunreinigendeVerbindungen ein besseres Lösevermögen besitzt. Eine Nachkoagulation der gefällten Fäden sollte durch diese Maßnahme nicht bewirkt werden.
  • Auch beim Streckspinnverfahren ist es bekannt, die aus dem Spinntrichter kommenden vorgefällten, aber noch nicht gehärteten Fäden einen langen Luftweg beschreiben zu lassen, bevor sie auf dem Haspel der Härteflüssigkeit ausgesetzt werden oder aber die auf dem Haspel gesammelten Fäden erst nach einiger Zeit mit Härteflüssigkeit zu behandeln. Dieses Verfahren diente dem Zweck, die Einwirkung der Härteflüssigkeit hinauszuzögern, um die Eigenschaften der Seide zu verbessern. Im Gegensatz zu diesem Verfahren, welches zum Spinnen zwei Bäder erforderte, bezieht sich das Verfahren der vorliegenden Erfindung auf das Spinnen. mit einem Bad.

Claims (1)

  1. PATEarTANSPRUCri: Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoselösungen unter Verwendung von nur einem Fällbad nach dem Spulenspinnverfahren, jedoch unter Nachbehandlung der Fäden mit Nachkoagulierungsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man durch die auf der Waschvorrichtung befindliche aufgespulte Fadenmasse vor der bekannten Nachbehandlung nach dem Druck- oder Saugverfahren die Nachkoagulierungsflüssigkeit mittels Druckgefälles hindurchbefördert.
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