DE529652C - Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren - Google Patents
Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem SpulenspinnverfahrenInfo
- Publication number
- DE529652C DE529652C DEH115135D DEH0115135D DE529652C DE 529652 C DE529652 C DE 529652C DE H115135 D DEH115135 D DE H115135D DE H0115135 D DEH0115135 D DE H0115135D DE 529652 C DE529652 C DE 529652C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- spinning
- thread
- rayon
- manufacture
- post
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000009987 spinning Methods 0.000 title claims description 16
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 title claims description 10
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- 239000002964 rayon Substances 0.000 title claims description 3
- 238000005345 coagulation Methods 0.000 claims description 16
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 13
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 4
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 claims description 3
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims 2
- 230000015271 coagulation Effects 0.000 description 7
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical class OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 4
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 4
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 description 2
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 2
- 229920002955 Art silk Polymers 0.000 description 1
- 238000004061 bleaching Methods 0.000 description 1
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 1
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 1
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 1
- 230000020477 pH reduction Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
- D01F2/06—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
Description
- Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoselösungen unter Verwendung von nur einem Fällbad nach dem Spulenspinnverfahren Die Herstellung von Kunstseide aus Celluloselösungen nach dem Viscoseverfahren erfolgt technisch durch Einspritzen von Viscose aus Spinndüsenöffnungen in Schwefelsäuresalzlösungen, wobei die zu verwendenden Spinnbäder in ihrer Wirkungsweise der Viscose, bzw. den gewünschten Kunstprodukten angepaßt werden müssen.
- Für den Koagulations- und Zersetzungsprozeß sind hauptsächlich zwei Methoden, kurz das Ein- und Zweibadsystem, bekannt.
- Bei dem Einbadsystem wird der aus der Düse ausgespritzte Viscosestrahl im Fällbad zersetzt und meist auf Spulen aufgenommen, wobei der Faden eine gewisse Menge Fällbad auf die Spule mitnimmt, die die Durchkoagulation bzw. Zersetzung der Fäden vollständig macht.
- Bei dem Zweibadsystem wird außer dem einen Koagulationsbad ein zweites Bad, das sogenannte Oberbad, verwendet, in dem die Spulen mit dem aufgewickelten Faden rotieren. Dieses zweite Bad soll die Restkoagulation der Fäden herbeiführen und besteht meist aus verdünnter Schwefelsäure, die vielfach Salzbeimischungen enthält.
- Das Zweibadsystem krankt an der Unübersichtlichkeit der Maschinen, behindert den Arbeiter beim Wechseln .der Spulen und Umlegen der Fäden und beeinflußt das Arbeiten insofern nachteilig; als die Spulen innen und außen nach dem Abnehmen von Säure triefen. Bei den Vorzügen des Einbadverfahrens hat sich ein Nachteil herausgestellt, der besonders bei stärkeren Titern auftritt, daß nämlich die von dem aufgespulten Faden mitgenommene Säure zur restlosen Durchkoagulation vielfach nicht ausreicht und die Qualität des ersponnenen Fadens stark herabsetzt. Dieses zeigt sich besonders, wenn tiefere Raumtemperaturen die von den Fäden mitgerissene Säure schneller abkühlen und die Zersetzungskraft herabdrücken.
- Es wurde nun gefunden, daß die erwähnten Übelstände dadurch beseitigt werden, daß nach Abnahme der Spulen von den Spinnmaschinen eine Nachkoagulation nachträglich dadurch vorgenommen wird, daß verdünnte Schwefelsäure oder Schwefelsäuresalzlösungen, beispielsweise mittels Druckgefälles, durch die aufgespulten Gespinste hindurchbefördert werden, wobei das Druck- oder Saugverfahren für sich allein oder kombiniert angewendet werden kann.
- Der Fortschritt dieses Verfahrens besteht darin, daß man zur Nachkoagulation nicht mehr der umständlichen Oberbäder bedarf, sondern nach dem Einbadverfahren auch Gespinste stärkerer Titer, die bei den gebräuchlichen Bädern oft eine vollständige Koagulation nicht erleiden, herstellen kann, indem man die Nachkoagulierung erst nach dem Spinnen auf den für die Spulenwäsche bevorzugten Druck- und Saugvorrichtungen folgen läßt, bei denen die Waschflüssigkeiten durch die Gespinste mittels Druckgefälles hindurchgeschickt werden. Nach dem Verfahren der Erfindung wird in der Weise gearbeitet, daß die Kunstprodukte von den Spinnmaschinen, die als Einbadmaschinen gebaut sind, abgenommen und in die Waschapparatur, in der neuerdings auch die Gesamtnachbehandlung, wie Entschwefeln, Bleichen, Säuern usw., vorgenommen wird, eingesetzt werden. Es wird jetzt nicht sofort gewaschen, wie es bisher üblich war, sondern es wird zunächst ein Nachkoagulierungsbad mittels Druckgefälles hindurchgeschickt, welches die restlose Zersetzung der Fäden hervorruft. Erst hierauf erfolgt die eigentliche Wäsche.
- Das Verfahren besitzt den großen Vorteil, daß bei nicht genügender Koagulation stärkerer Titer irgendwelche Apparaturänderungen nicht vorgenommen zu werden brauchen, daß vielmehr die Nachkoagulation ohne Aufwendung besonderer Mittel in den vorhandenen Apparaturen ausgeführt werden kann.
- Die bisher bekannten Nachkoagulierungsmaßnahmen wurden auf den Spinnmaschinen selbst vorgenommen.
- Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, zur leichteren Entfernung der Verunreinigungen aus den Fäden die auf Spulen gesponnenen Gespinste mit verdünntem Spinnbad zu waschen, doch wurde dieses Verfahreji lediglich zur Reinigung angewendet, da lslie -verdünnte Säure für bestimmte, den Faden verunreinigendeVerbindungen ein besseres Lösevermögen besitzt. Eine Nachkoagulation der gefällten Fäden sollte durch diese Maßnahme nicht bewirkt werden.
- Auch beim Streckspinnverfahren ist es bekannt, die aus dem Spinntrichter kommenden vorgefällten, aber noch nicht gehärteten Fäden einen langen Luftweg beschreiben zu lassen, bevor sie auf dem Haspel der Härteflüssigkeit ausgesetzt werden oder aber die auf dem Haspel gesammelten Fäden erst nach einiger Zeit mit Härteflüssigkeit zu behandeln. Dieses Verfahren diente dem Zweck, die Einwirkung der Härteflüssigkeit hinauszuzögern, um die Eigenschaften der Seide zu verbessern. Im Gegensatz zu diesem Verfahren, welches zum Spinnen zwei Bäder erforderte, bezieht sich das Verfahren der vorliegenden Erfindung auf das Spinnen. mit einem Bad.
Claims (1)
- PATEarTANSPRUCri: Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoselösungen unter Verwendung von nur einem Fällbad nach dem Spulenspinnverfahren, jedoch unter Nachbehandlung der Fäden mit Nachkoagulierungsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man durch die auf der Waschvorrichtung befindliche aufgespulte Fadenmasse vor der bekannten Nachbehandlung nach dem Druck- oder Saugverfahren die Nachkoagulierungsflüssigkeit mittels Druckgefälles hindurchbefördert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH115135D DE529652C (de) | 1928-02-08 | 1928-02-08 | Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH115135D DE529652C (de) | 1928-02-08 | 1928-02-08 | Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE529652C true DE529652C (de) | 1931-07-15 |
Family
ID=7172232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH115135D Expired DE529652C (de) | 1928-02-08 | 1928-02-08 | Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE529652C (de) |
-
1928
- 1928-02-08 DE DEH115135D patent/DE529652C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT124714B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Kunstseide. | |
| DE529652C (de) | Herstellung von Kunstseide durch Verspinnen von Viscoseloesungen unter Verwendung von nur einem Faellbad nach dem Spulenspinnverfahren | |
| DE619296C (de) | Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Faeden oder Faserbuendel aus Viscose mit hoher Festigkeit und Dehnung | |
| DE556251C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstfaeden nach dem Kupferoxydammoniakstreckspinnverfahren | |
| DE507351C (de) | Verfahren zur Herstellung endloser kuenstlicher Faserstraenge im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE595724C (de) | Herstellung von Kunstseide aus Viscoseloesungen nach dem Spulenspinnverfahren | |
| US2078339A (en) | Manufacture of artificial silk | |
| DE573740C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden aus Fibroinloesungen | |
| DE767434C (de) | Verfahren zum Herstellen von kuenstlichen Faeden mit besonders hoher Nassfestigkeit nach dem Viskoseverfahren | |
| DE501496C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Spinntopfkunstseide | |
| AT122468B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Zentrifugenseide. | |
| DE459260C (de) | Verfahten zum gleichzeitigen Waschen und Zwirnen von kuenstlichen Faeden aller Art aus Viskose, die nach dem Spulenspinnverfahren gewonnen sind | |
| DE640406C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen bzw. kuenstlichen Gebilden aus Celluloseverbindungen | |
| DE916347C (de) | Verfahren zur Herstellung von hochfester Zellwolle mit nicht zu niedriger Dehnung aus Viscose unter Verwendung hochprozentiger Schwefelsaeurebaeder | |
| DE535948C (de) | Verfahren zur Herstellung von hochglaenzenden Baumwollfaeden | |
| AT132381B (de) | Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden wie Fasern, Filme, Bändchen, Schläuche u. dgl. aus wässerigen neutralen oder schwach alkalischen salzfreien bzw. salzarmen Fibroinlösungen. | |
| DE405443C (de) | Verfahren zur Erzeugung kuenstlicher, sehr feiner Faeden aus Zelluloseloesungen | |
| DE818547C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kupferkunstseide nach dem Trichterspinnverfahren | |
| DE534010C (de) | Vorrichtung zum Strecken fertiger Kunstseidenfaeden | |
| DE353483C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faeden aus Viskose | |
| DE561560C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden und aehnlichen Gebilden durch Verspinnen von Kupferoxydammoniakcelluloseloesungen in stark alkalische Faellbaeder | |
| DE600813C (de) | Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Faeden aus Viskoseloesungen | |
| DE1203418B (de) | Herstellen gekraeuselter Zellwolle aus Viskose | |
| DE491688C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viscose | |
| DE420967C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Waschen, Zwirnen und Haspeln von aufgespulter Kunstseide |