DE549408C - Vorrichtung zur Herstellung gezwirnter Kunstseide aus Kupferoxydammoniakcelluloseloesung nach dem Nassstreckverfahren - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung gezwirnter Kunstseide aus Kupferoxydammoniakcelluloseloesung nach dem NassstreckverfahrenInfo
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- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
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-
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Description
- Vorrichtung zur Herstellung gezwirnter Kunstseide aus Kupferoxydammoniakcelluloselösung nach dem Naßstreckverfahren Unter den zahlreichen Arten der Herstellung von Kunstseide aus Celluloselösungen haben sich im wesentlichen nur das Viskoseverfahren und das Kupferoxydammoniakverfahren nach dem Streckspinnverfahren mit strömender Fällflüssigkeit als großtechnisch brauchbar erwiesen. Während aber bei der Herstellung von Viskosekunstseide durch die Einführung des Spinntopfes zum gleichzeitigen Aufspeichern und Zwirnen der Fäden schon frühzeitig eine erhebliche Abkürzung und Verbilligung der Herstellung möglich war, ist die Einführung des Spinntopfes zu demselben Zweck beim Spinnen der Kupferseide bisher nicht gelungen.
- Der Spinntopf bietet den Vorteil, daß in einem Arbeitsgang ein aufhaspelbarer Faden mit einer unmittelbar verwendungsfähigen Zwirnung erhalten werden kann. Bei der bekannten technischen Ausgestaltung der Viskosespinnerei wird der Faden von oben her in einen rasch laufenden Spinntopf eingeführt, wobei der Faden infolge der Schleuderkraft unter gleichzeitiger Verdrehung an die Trommelwand geschleudert und dort in gekreuzten Lagen in Form eines sogenannten Spinnkuchens gesammelt wird.
- Die Kupferseide wird nach dem Streckspinnverfahren mittels strömender Fällflüssigkeit in einem Streckspinngefäß, kurz Trichter genannt, erzeugt. Als Fällmittel kommt bekanntlich meist ein neutrales oder schwach alkalisches Bad in Anwendung. Die so erzeugten, noch kupferhaltigen Fäden wurden bisher auf Haspeln, Walzen, Spulen o. dgl. aufgesammelt und vor oder auf dem Haspel, Walze, Spule o. dgl. mit verdünnter Säure abgesäuert.
- Es wurde versucht, dieses Naßstreckspinnverfahren mit dem Spinntopfverfahren zu ver-einigen. Zu -diesem Zweck wurden die in den bekannten Spinntrichtern erzeugten Fäden m einer dem Viskoseverfahren entsprechenden Weise in den Spinntopf eingeführt, indem sie zunächst in bekannter Weise nach dem. Austritt aus dem Spinngefäß über eine Umlenkstange in etwa waagerechter Richtung durch eine Absäuerungsvorrichtung geführt wurden und von hier über eine Rolle in senkrechter Richtung in den Spinntopf eingeführt wurden. Dabei ergab sich der Nachteil, daß die Haftung des nassen Fadens auf der einzigen Abzugsrolle bei dem sich von selbst ergebenden Umschlingungswinkel zu gering war, so daß infolge unregelmäßigen Abzuges der Fadentiter unregelmäßig wurde.
- Nach der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß der Faden über zwei angetriebene Abzugsrollen geführt wird, deren eine zweckmäßig oberhalb der anderen Rolle angeordnet ist. Infolge der Verwendung zweier Rollen wird ein sicherer Fadenabzug erreicht, da der Umschlingungswinkel an beiden Rollen zusammen ungefähr 227o° beträgt. Der .erzeugte Fadentiter ist infolgedessen gleichmäßig. Bei dem geschilderten Versuch, das Naßstreckspinnverfahren mit dem Spinntopfverfahren zu vereinigen, hatte sich der weitere Übelstand ergeben, daß die Fäden teilweise ungenügend abgesäuert wurden, da die anhaftende Schwefelsäure unter der Einwirkung der Fliehkraft im Spinntrichter abgeschleudert wurde, bevor sie ausreichend gewirkt hatte. Die Fäden durch Einleiten von Schwefelsäure in die Spinnschleuder abzusäuern, mißlang aus dem gleichen Grunde und ergab ferner äußerst lästige Säurenebel.
- Andere Versuche wurden so durchgeführt, daß man die Fäden in der besagten Weise in den Spinntopf einspann, den Kuchen aufhaspelte, dann erst die so erhaltene Strähne absäuerte und hierauf, wie üblich, weiterverarbeitete. In allen Fällen wurden keine befriedigenden Ergebnisse erzielt. Je nach den zahlreichen Abänderungen der Versuchsbedingungen war der Glanz oder der Griff minderwertig, oder die Seide war teilweise verklebt oder enthielt Flaum. Meist wies sie mehrere dieser Fehler zugleich auf.
- Ein weiterer Mißstand bestand darin, daß sich Schwierigkeiten beim Anspinnen, d. h. beim Einführen feiner Fäden ergaben. Solche Fäden, wie sie besonders nach dem Kupferoxydammoniakstreckspinnverfahren hergestellt werden, zeigen ein großes Haftvermögen an der Abzugsrolle, da ihr Gewicht zur überwindung der Haftfähigkeit nicht ausreicht, so daß sie nur unter großen Schwierigkeiten angesponnen werden können.
- Diese Nachteile und Schwierigkeiten bei der Absäuerung werden ebenfalls durch die Anordnung zweier Abzugsrollen gemäß der Erfindung vermieden. Hier ist es insbesondere wichtig, die eine Rolle oberhalb der anderen anzuordnen. Auf diese Weise wird der Weg des Fadens, bevor er in die Spinnschleuder gelangt, erheblich verlängert, so daß eine ausreichende Absäuerung eintritt, bevor die Säure abgeschleudert wird.
- Die Anordnung einer oberen Rolle kann außerdem noch weitere Vorteile bringen. Erfolgt die Absäuerung vor oder auf der unteren Rolle, so fließt die vom Faden nach oben mitgenommene Schwefelsäure infolge der Schwerkraft dem aufwärts geführten Faden entgegen zurück und bleibt lange in Berührung mit dem Faden, so daß sich eine gute Durchdringung desselben ergibt.
- Ein weiterer Vorteil bei dieser Anordnung besteht darin, daß die Schwierigkeiten beim Anspinnen wegfallen, denn es zeigte sich, daß selbst feinste Fäden unter dem Einfuß ihres Eigengewichtes sich leicht von- den Rollen ablösen und in dem Spinngefäß aufsammeln lassen.
- Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer Spinnvorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Der Spinntrichter ist mit i bezeichnet. Vom Auslauf 2 läuft der Faden über eine Umlenkstange zur Absäuervorrichtung, die z. B. die Gestalt einer Absäuerrinne q. hat. Zwischen der Absäuervorrichtung und dem Spinntopf 3 sind zwei den Faden spannende, angetriebene Abzugrollen 7 und 8 angeordnet, die zusammen vom Faden dreiviertel umschlungen werden. Eine der Spannrollen ist erhöht angebracht, und zwar derart, daß der Faden in üblicher 'Weise senkrecht axial in den Spinntopf eingeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zurHerstellung gezwirnter Kunstseide aus Kupferoxydammoniakcelluloselösung nach dem NaBstreckverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Spinntrichter, Umlenkstange und Absäuervorrichtung einerseits und Spinnschleuder andererseits eine Fadenspannvorrichtung in Gestalt zweier angetriebener Abzugr ollen angeordnet ist. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Rollen in der Höhe der Absäuervorrichtung, die zweite Rolle dagegen in größerer Höhe über dem Spinntopf angeordnet ist.
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| US145159A US1939300A (en) | 1925-11-02 | 1926-10-30 | Apparatus for producing artificial silk |
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| US696310A US2146737A (en) | 1925-11-02 | 1933-11-02 | Method and apparatus for producing artificial silk |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB124781D Expired DE549408C (de) | 1925-11-02 | 1926-03-27 | Vorrichtung zur Herstellung gezwirnter Kunstseide aus Kupferoxydammoniakcelluloseloesung nach dem Nassstreckverfahren |
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| DE (1) | DE549408C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767552C (de) * | 1935-05-03 | 1952-07-17 | Courtaulds Ltd | Verfahren zur Herstellung eines gleichmaessig anfaerbbaren Kunstseidespinnkuchens |
-
1926
- 1926-03-27 DE DEB124781D patent/DE549408C/de not_active Expired
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