AT125115B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb.

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AT125115B
AT125115B AT125115DA AT125115B AT 125115 B AT125115 B AT 125115B AT 125115D A AT125115D A AT 125115DA AT 125115 B AT125115 B AT 125115B
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Fuld & Co Telephon
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Description


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    Schaltnngsanordnung   für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. 



   Die Erfindung bezieht sieh auf Fernsprechanlagen, bei denen sich bevorzugte Teilnehmer über die selbsttätig hergestellte Verbindung auf besetzte   Anschlüsse   aufschalten können. Bei diesen Anlagen war es bisher üblieh, besondere Relais in den   Verbindungseinriehtungen   unter den Einfluss von Schaltmitteln an der Teilnehmerstelle zu setzen, so dass diese bei Erregung   unter Überbrückung   der offenen Durehsehaltekontakte mittels besonderer Kontakte eine Aufschaltung bewirken. Diese Anordnung hat wesentliche Nachteile. Es hat sieh gezeigt, dass die Fälle, in denen sich bevorzugte Teilnehmer aufschalten, ausserordentlich selten sind.

   Die Vorsehung besonderer raumbeanspruchender Relais und besonderer   Überbrückungskontakte   ist daher, insbesondere in kleinen Anlagen, wirtschaftlich nicht berechtigt. Auch sind diese Relais im Betrieb oft Störungen unterworfen, die durch Staubablagerungen auf den Kontakten entstehen und eine Folge ihrer seltenen Betätigung sind. 



   In Erkenntnis dieser Übelstände vermeidet die Erfindung die geschilderten Nachteile. Gemäss der Erfindung werden die Durchschalterelais selbst unter den Einfluss des bevorzugten Teilnehmers bei Herstellung der Verbindung gestellt, so dass sie mittels ihrer Durchschaltekontakte auch bei Besetztfinden der gewählten Anschlussleitung die Aufschaltung herbeiführen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das im Leitungswähler angeordnete   Durchsehalterelais   über eine besondere Leitungsader 
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 mehrfache Ausnutzung von   Durchsclmlterelais   auch für die Zwecke der Aufschaltung werden über die
Vorteile an sich bekannter Verfahren zur Mehrfachausnutzung von Relais hinaus erhebliche betriebstechnische Verbesserungen erzielt. 



   Die Erfindung ist in der Abbildung an einem Ausführungsbeispiel für eine   Selbstanschluss-Fern-   sprechzentrale von zehn Teilnehmern beschrieben. Es ist selbstverständlich möglich, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, die erfindungsgemässe Anordnung ebenfalls auch bei Anlagen grösseren Ausmasses anzuwenden. 



   Hebt der Teilnehmer T2 seinen Hörer ab, so   schliesst   er den Stromkreis :-, Relais J, Wicklung 111,   vl4, ts2, Teilnehmerschleife, ts6,   Relais T.   w13,   Relais J, Wicklung   II,   +. 



   In diesem Stromkreis wird Relais T in der ersten Stufe erregt, sowie auch Relais J. Kontakt   tl4   wird umgelegt und legt über die Wicklung Ts des als Doppelankerstufenrelais ausgebildeten Teilnehmerrelais T minus an die   c-Kontaktbank   des   Anrufsuehers   AS und bereitet damit die Prüfung und Stillsetzung des   Anrufsuchers   vor. 



   Kontakt il schliesst den Stromkreis   :-,   Drehmagnet   DAS, il, s4, Wicklung   des Stromstosspendels   U, +.   



   Der Stromstosspendel wird erregt und schliesst seine Wicklung mit Kontakt 1 kurz. Dadurch kann der Drehmagnet genügend Strom erhalten und schaltet den Anrufsucher einen Schritt vorwärts. Inzwischen hat sich der Kontakt 1 des Stromstosspendels wieder geöffnet, so dass der Anker des Anrufsuchers wieder abfällt. Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis die Arme des Anrufsuchers auf die Anschlüsse des anrufenden Teilnehmers   T2   gelangt sind. Dann wird über den c-Arm der Prüfstromkreis 
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   Hierin wird Relais T in die zweite Stufe erregt, und die Kontakte   ts2   und   ts6   werden umgelegt. 



  Relais S spricht an, s4 setzt den Anrufsucher still, indem er den Fortschaltestromkreis öffnet, Kontakt s2 schliesst die hochohmige Wicklung   II   des Relais S kurz, so dass die belegte Verbindungseinrichtung damit 

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 weg geöffnet haben. 



   In der Auflaufzeit des Anrufsuchers wurde ein Signalstromkreis geschlossen: -, Summer Su im Signalsatz   ES,   vs2, p4,   ql2,   i5, Wicklung 1 des Relais J, +. 



   Der Summerstrom wird über die zweite Wicklung des Relais J auf die Teilnehmerleitung dem rufenden Teilnehmer übertragen, der in dem Dauerton erkennt, dass eine   Verbindungseinriehtung   noch nicht gefunden ist. Wird jedoch Relais   S   erregt, so schliesst es seinen Kontakt s3, der den Stromkreis schliesst   :-,   Relais V, d-Arm des LW, s3, +. 



   Das Stufenrelais V wird dadurch voll erregt und zieht seinen Anker in der zweiten Stufe an. Die Kontakte v13 und   v14   werden umgelegt, so dass der allen Teilnehmern gemeinsame Anreizweg nunmehr zu dem Relais J eines zweiten nicht dargestellten Verbindungssatzes führt. Kontakt vs2 unterbricht 
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 angelassen, die in hier nicht näher zu beschreibender Weise das Amtszeichen in Form eines Morse-a dem rufenden Teilnehmer übermittelt :
Der Teilnehmer erkennt am Amtszeichen, dass er mit der Wahl des Teilnehmers, beispielsweise T4, beginnen kann. Er lässt in bekannter Weise seine Nummernscheibe ablaufen und unterbricht daher seine Schleife viermal   kurz   hintereinander. Relais J fällt dementsprechend viermal ab und schliesst jedesmal den Stromkreis : +, s3,   vs5,   i2, Drehmagnet   DLW,-.   



   Der Leitungswähler wird dadurch auf den vierten Kontakt eingestellt. Relais V hält sich während 
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   Es fällt erst nach Aussendung der Wahlstossströme verzögert in die erste Stufe ab, in welcher es sich über Arm   d   des Leitungswählers hält, und öffnet den Kontakt   i'sJ.   Der Kontakt   vs2   bereitet die Übermittlung des Besetztsignales vor. Das Amtszeichen wurde mit dem ersten Schritt des Wählers LW ausgeschaltet, indem der   Wellenkontakt ml   den Signalstromkreis öffnete. Kontakt vs6 schliesst den Prüfstromkreis über den c-Arm des auf den vierten Kontakt eingestellten Leitungswählers   : +, s3, vs6,   Relais P, q16,   c-Arm   des LW, Relais   Tus4,-.   



   Ist der Teilnehmer T4 besetzt, so kann Relais P nicht genügend erregt werden, um seinen Anker anzuziehen. Infolgedessen bleibt der Stromkreis geschlossen :-, Summer Su, vs2,   p4, q12, i5, Wicklung 1   des Relais J, +. 



   Der Teilnehmer erhält einen Dauersummer als Besetztzeichen. 



   Der Teilnehmer T2 besitzt als bevorzugter Teilnehmer eine Taste   K,   mit welcher er sich auf eine bestehende Verbindung aufschalten kann. Betätigt er diese Taste, wenn er das Besetztzeichen erneut hört, so wird folgender Stromkreis geschlossen ; +, Taste K,   d-Arm   des AS, Relais Q, Wicklung III,   qs4,     777,-.   Stufenrelais Q spricht in der zweiten Stufe an und erregt das Relais V, dessen schwerer 
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 Stufe zurückfiel, wieder voll : +, s3,   gus3,   Relais   V,-und bewirkt,   dass der   Prüfungsstromkreis   über Kontakt vs6 unterbrochen wird. Die Kontakte qll und q15 schalten die Verbindung des bevorzugten Teilnehmers T2 auf die bestehende Verbindung auf. Er fordert die Sprechenden auf, ihre Hörer einzuhängen.

   Danach lässt er seine Taste K los, so dass Relais Q abfällt. Auch Kontakt vs6 fällt wieder ab und schliesst den Prüfstromkreis über den c-Arm des Leitungswählers und das Teilnehmerrelais des gewünschten Teilnehmers. 



   Die Verbindung ist nunmehr in demselben   Stadium   wie vorher, in welchem nach Aussendung der Wahlstromstösse der Anschluss des gewählten Teilnehmers auf Besetzt-oder Freisein geprüft wurde. 



  Jetzt ist der gewünschte Teilnehmer frei und im Prüfstromkreis spricht Relais P an und schliesst sofort mit seinem Kontakt p5 seine hochohmige Wicklung kurz und sperrt damit den gewählten Teilnehmer. 



  Kontakt   pl sehliesst   den   Stromkreis :-, Wi5, p7,   Stromstosspendel   U,   +. 



   Das Stromstosspendel setzt sich in beschriebener Weise in Tätigkeit. Dabei werden in schneller Folge die Kontakte 2 und   4 geöffnet und 3 und 5 geschlossen.   Dies hat zur Folge, dass über die Kontakte   777a   
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 von   U, +.   



   Kontakt   pü'hatte   die Relaiskette   1,   11, 111 angelassen, in der Relais 111 nach längerer Erregungszeit periodisch kurze Zeit abfällt. Beim jedesmaligen Abfallen wird der oben beschriebene Stromkreis über den Wecker der Teilnehmerstelle T4 geschlossen. Mit Kontakt 1112 wird zu gleicher Zeit ein Signalstromkreis geschlossen   :-, Summer Su, 1112, p4. q12, i5, Wicklung   des Relais   J,- !-.   



   Der Teilnehmer hört einen periodischen Summerton als Freizeichen und erkennt daraus, dass zur gleichen Zeit der gewählte Teilnehmer angerufen wird. Im Stromkreis für den Läutestrom kann über die Wicklung 1 das Relais Q nicht ansprechen, da es durch den   Kurzschluss   seiner Wicklung 11 verzögert ist. 



   Erst wenn der gerufene Teilnehmer seinen Hörer abhängt und dadurch dem Wendestrom den Gleichstrom über seine geschlossene Schleife überlagert, kann Relais Q in erster Stufe ansprechen und 

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 seinen leichten Anker anziehen. q16 schliesst Relais P kurz, das abfällt und mit seinen Kontakten pl, p2,   p 3 und p 6 den Läutestrom und das Freizeichen abschaltet. Zugleich wird der Kurzschluss über Wicklung 77   geöffnet, so dass die Sperrung des gerufenen Teilnehmers während des Gespräches durch diese Wicklung des Relais Q übernommen wird. Die Kontakte qll und ql5 schalten die Sprechadern zum Teilnehmer durch, der seine Speisung ebenso wie der anrufende Teilnehmer über das Relais J erhält.

   Vorher wurde mit Kontakt   ql2   der Signalstromkreis geöffnet, der nach Abfall von Kontakt p4 geschlossen worden wäre. 



   Die Auslösung der   Gesprächsverbindung   erfolgt in bekannter Weise durch Einhängen der Hörer sowohl beim anrufenden wie beim angerufenen Teilnehmer. Dadurch fällt Relais S und Relais J ab, so dass der Heimlaufstromkreis für den Leitungswähler geschlossen wird : +, Stromstosspendel   U, s4,   w2, Drehmagnet DLW,-. 



   In der Ruhelage erst wird der Wellenkontakt   702   wieder geöffnet. Der Anrufsucher bleibt in der letztinnegehabten Stellung stehen. Durch den Abfall von s3 wurde Pluspotential vom Relais V weggenommen, so dass dieses verzögert abfällt und die Anreizleitung über die Kontakte   v13   und v14 auf die nunmehr freie Verbindungseinrichtung   AS/LW   rückschaltet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : l. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei denen bevorzugte Teilnehmer sich auf besetzte   Anschlüsse   aufschalten können, dadurch gekennzeichnet, dass das im Leitungswähler angeordnete besondere   Durchsehalterelais   unter den Einfluss von Schaltmittel bevorzugter Teilnehmer bei Herstellung einer Verbindung gestellt wird, um bei Besetztfinden des gewählten Anschlusses das bei freiem Anschluss durch das Priifrelais eingeleitete Ansprechen des Durchschaltrelais zu bewirken.

Claims (1)

  1. 2. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 1, in welcher das Durchschaltrelais mehrfach ausgenutzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das als Stufen-oder Doppelankerrelais ausgebildete Durchsschalt- relais drei Wicklungen besitzt, von denen die erste und zweite durch Umlegen des leichten Ankers die Ruf-Abschaltung und die Durchschaltung bzw. die Sperrung während des Gespräches und die dritte Wicklung bei ihrer Erregung über eine besondere Leitungsader seitens des bevorzugten Teilnehmers die Aufschaltung bewirkt. EMI3.1
AT125115D 1930-08-02 1930-08-02 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. AT125115B (de)

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AT125115D AT125115B (de) 1930-08-02 1930-08-02 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb.

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