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Die Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung an Sehneidmasehinen für Papier. Pappe u. dgl.. mit
Handpressung durch eine Sehraubenspindel.
In der Praxis werden neben den neuzeitlichen teuren Hochleistungsmaschinen mit durch Kraft- betrieb erfolgender Selbstpressung u. dgl., insbesondere von kleineren Betrieben, einfache und billige
Maschinen gefordert, die trotzdem genügende Leistungsfähigkeit besitzen. Bei den bisher üblichen
Maschinen dieser Art wurde der Stapel von Hand mittels einer Schraubenspindel eingepresst. Um eine
Einpressung vorzunehmen, waren bei diesen Vorrichtungen mehrere Umdrehungen des Handrades nötig, also mindestens ein viermaliger Griffwechsel mit beiden Händen, bevor der Stapel um das erforderliche
Mass zusammengedrückt war. Überdies wurde hiebei auch die Maschine leicht überbeansprucht, falls der Bedienende nicht ein genaues Gefühl für die richtige Pressung hatte.
Der Erfindung gemäss werden nun diese Nachteile beseitigt, indem die Pressspindel mit steilem, nicht selbstsperrendem Gewinde ausgestattet wird. Eine selbsttätige Drehung wird dabei durch eine
Sperre verhindert, welche die Pressspindel in ihrer jeweiligen Lage sichert. Vorteilhaft kann diese Sicherung durch ein selbsttätig zur Wirkung kommendes Reibgesperre erfolgen.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ausbildung der Pressvorrichtung an einer Schneidmaschine gemäss der Erfindung teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt. Fig. 2 zeigt eine Draufsicht derselben.
Der Stapel wird durch den Pressbalken 2 zusammengepresst, der durch eine Spindel 1 bewegt werden kann. Diese Spindel ist mit steilgängigem Gewinde von etwa 16 Steigungswinkel und 25mm Steigung versehen. Sie ist mit dem Pressbalken entweder fest verbunden oder kraftschlüssig, indem dieser durch Feder-oder Gewielltswirkung ständig gegen die Spindel gedrückt wird. Die Spindel 1 läuft in einer Spindehnutter 3, die mittels des Kugellagers 5 drehbar in einer Lagerhülse 4 gelagert ist. Die Spindelmutter 3 ist mit einem Bund versehen, welcher die Pressdrücke, die durch das Kugellager 5 auf die Lagerhülse 4 übertragen werden, aufnimmt. Die Lagerhülse 4 ist mit dem Maschinengestellt 10 fest verbunden.
Am oberen Ende der Spindelmutter.) ist ein Handrad 6 befestigt, durch dessen Drehung die Spindel 1 gehoben oder gesenkt werden kann, u. zw. wird durch Drehung des Handrades 6 in Pfeilrichtung x die Spindel gehoben und in Pfeilrichtung ! I gesenkt. Ein selbsttätiges Drehen der Spindelmutter 3 wird durch ein Reibgesperre verhindert. Dieses Reibgesperre besteht aus einer Sperrklinke 7 und einem Handhebel8, welche Glieder mittels eines Bolzens 9 an dem Lagergestell4 schwenkbar gelagert sind. Der Handhebel 8 ist mittels eines Stiftes 8a mit der Klinke 7 gekuppelt. An dem Handhebel 8 greift eine Feder 11 an, die über den Hebel 8 und den Stift 8a die Sperrklinke ständig in eine Keilnut des Handrades 6 drückt.
Die Sperrklinke und die Keilnut sind dabei so ausgebildet, dass eine Linksdrehung des Handrades, d. h., eine Drehung in Richtung des Pfeiles x, durch die Sperrklinke verhindert wird und erst nach Lösen der Sperrung durch den Handhebel 8 eine Linksdrehung vorgenommen werden kann. Einer Rechtsdrehung des Handrades leistet sie dagegen nur so viel Widerstand, dass gerade eine selbsttätige Drehung des Handrades verhindert wird, im übrigen aber die Drehung mit Leichtigkeit vorgenommen werden kann.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Soll bei gehobenen Pressbalken.'2 dieser auf den Stapel niedergelassen werden, so wird mit einem leichten Schwung von Hand eine solche Umdrehung des Handrades bewirkt, dass sich der Pressbalken fest auf den Stapel aufsetzt und diesen durch den Schwung gleich etwas einpresst. Für die volle Einpressung ist dann nur noch ein kurzer kräftiger Ruck mit beiden Händen und gestreckten Armen am Handrade erforderlich, so dass also mit zwei Handgriffen die ganze Einpressung erfolgt ist. Ein Zurückgehen des Pressbalkens wird durch die Sperrung der Klinke 7 verhindert.
Soll nach erfolgtem Schnitt der Pressbalken wieder gehoben werden, so wird durch leichtes Verschwenken des Handhebels 8 von Hand die Sperrklinke gelöst, was noch während des Messerhoehganses erfolgen kann. Durch den hohen Pressdruck, mit dem der Pressbalken auf dem Stapel aufsitzt, wird das Handrad mit der Spindelmutter selbsttätig in Linksdrehung versetzt und so die Spindel 1 gehoben.
Nach genügender Erhebung des Pressbalkens wird dann der Handhebel 8 losgelassen und damit der Pressbalken stillgesetzt. Das Anheben des Pressbalkens erfolgt also selbsttätig, ohne dass irgendein Kraftaufwand erforderlich ist, u. zw. gleichzeitig mit dem Messerhochgang, so dass der Stapel bereits freiliegt, wenn das Messer seine höchste Stellung erreicht hat. Es ist durch diese Einrichtung also ein besonders schnelles Arbeiten mit der Maschine möglich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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