AT123403B - Verfahren zur Darstellung von Guanidinderivaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Guanidinderivaten.

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AT123403B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   Guallidinderivl1ten.   



   Durch Umsetzung von S-Alkylisothioharnstoffsalzen mit Oxyalkylaminen erhält man Guanidinoalkohole. Bei dieser Reaktion entsteht zunächst Cyanamid, das sich dann in statu nascendi mit dem Amin weiter zu dem Guanidinderivat umsetzt. Es zeigte sich nun, dass man zu Guanidinoalkoholen oder deren Derivaten auch dadurch gelangen kann, dass man Aminoalkoholsalze oder deren Derivate mit Cyanamid umsetzt. 



   Oxyverbindungen des Guanidins sind bereits mit Hilfe von Cyanamid hergestellt worden, u. zw. durch Umsetzung von Hydroxylamin mit Cyanamid (Prätorius und Seidler, J. pr. [2]   21,   136). Das hiebei entstandene   Oxyguanidin   gehört aber einer ganz anderen   Körperklasse   an als die Guanidoalkohole, da es seine Oxygruppe direkt am Stickstoff gebunden enthält. 



   Ferner ist in der Literatur (Arndt und Rosenan, C. 1917,   1I,   528) die Verwendung von Cyanamid und Aminen zur Darstellung von Guanidinen in Gegenwart von konzentrierter Salzsäure beschrieben, ein Verfahren, das sich bei den Guanidoalkoholen nicht in Anwendung bringen lässt, da diese dann unter Wasserabspaltung in Glyoxalinderivate übergehen. 



   Das Verfahren soll an folgenden Beispielen erläutert werden :
Beispiel 1: Molckulare Mengen   Methylaminoäthanolbromhydrat   und Cyanamid werden 
 EMI1.1 
 erhitzt. Nach Verdampfen des Alkohols kristallisiert das   Methylguanidinoäthanoibromhydrat   zu einer hygroskopischen Masse ; es schmilzt bei 101 bis 103 , das Pikrat bei   166 .   Die freie Base 
 EMI1.2 
 kristallisiert nicht, ist in Wasser und Alkohol sehr leicht, in Äther, Essigester und Chloroform kaum löslich. 



   Beispiel 2 : Gelangt statt des Methylaminoäthanolbromhydrats das Äthylaminoäthanolchlorhydrat unter gleichen Bedingungen zur Anwendung, so erhält man das Äthylguanidino- äthanolchlorhydrat als gleichfalls hygroskopische Kristallmasse. Das Pikrat schmilzt bei 158  und ist ebenso wie das   Methyl- und auch das Isoamylderivat   zu   etwa 200 ! o   in Wasser löslich. 



   Beispiel 3 : Auf die gleiche Weise wird das Isoamylhomologe als in Prismen kristallisierendes, in Wasser und Alkohol leicht   lösliches   Chlorhydrat erhalten ; das Pikrat schmilzt bei 117 bis 118 . 



   Beispiel 4 : Molekulare Mengen von Benzylaminoäthanolchlorhydrat und Cyanamid werden in der gleichen Menge Alkohol im zugeschmolzenen Rohr acht   Stunden auf 1000   erhitzt. Nach Abdestillieren des Alkohols verbleibt das   Benzylguaoidiuoäthanolchlorhydrat   als schwer   kristallisierbarer Sirup,   der in Wasser und Alkohol leicht, in Äther etwas löslich ist ; das Pikrat ist ölig. Die freie Base hat nachstehende Konstitutionsformel : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 



   Beispiel 6 : 10 Aminoäthanolsulfat werden mit   5'5 g Cyanamid   in Gegenwart von 20   CK   Alkohol sieben Stunden auf 100  im Einschlussrohr erhitzt. Das entstandene Guanido- äthanolsulfat bildet äusserst zerfliessliche Kristalle ; das Bromhydrat ist gleichfalls sehr hygroskopisch. Das Pikrat ist in Wasser schwer, aber nicht unlöslich ; sehr schwer löslich ist das Salz der   Pikrolonsäure.   



   Beispiel 7 : Bei Anwendung von   Isoamylaminoäthanolsulfat   erhält man das Isoamylguanidinoäthanolsulfat, das in Wasser leicht löslich ist und dessen wässerige Lösung das reiche Pikrat wie beim Chlorhydrat gibt.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Guanidinderivaten durch Umsetzen von Aminen mit EMI2.4
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