AT123397B - Verfahren zur Darstellung von Ammoniumsulfat und von Stickstoff. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ammoniumsulfat und von Stickstoff.

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Daniel Vorlaender
Albert Lainau
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Daniel Vorlaender
Albert Lainau
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  Verfahren zur Darstellung von   Annnoniumsnifat und   von Stickstoff. 



   Von den verschiedenen Metallsalzen, welche die Oxydationsgeschwindigkeit des   schwefligsauren   Ammoniums zu schwefelsauren Ammonium bei der Einwirkung von Luft oder von sauerstoffhaltigen Gasen beschleunigen bzw. katalytisch beeinflussen, hat man die   Komplex-Kobaltsalze in   ihrer besonderen Wirkung bisher nicht erkannt und nicht verwertet. In saurer, auch in kohlensaurer Lösung haben die Kobaltsalze nach Angaben der Literatur, bei der Oxydation von Natriumsulfit nur geringe Wirkung und in ammoniakalischer Lösung sollen nach anderen Angaben die Komplexsalze des Kobalts keine   Aktivität   zeigen. Bei wieder anderen Untersuchungen über die Oxydation der Alkalisulfite sind Kobaltverbindungen nur als schwer lösliche Oxyde oder Hydroxyde bzw. als basische Salze benutzt worden. 



   Es wurde nun die Beobachtung gemacht, dass die braunen oder gelbbraunen löslichen KobaltSuIfito-Ammoniak-Komplexe eine kaum zu übertreffende katalytiselle Wirkung auf die Oxydation des 
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 Ammoniak-Komplexe ist umso überraschender, als die bisher bekannten   Sulfito-Kobalt-Ammoniakate   sowohl gegen   schweflige   Säure als auch gegen Sauerstoff recht beständig sind. Die Wirkung der Sulfito-   Kobalt-Ammoniak- Komplexe i -t   eine spezifische   :   Verunreinigungen der   Sulfito- Kobalt-Komplexe   z. B. durch Eisen-, Mangan-, Nickel-, Alkali-oder Erdalkali-Salze und durch arsenigsaure Salze haben wenig Einfluss, so lange die Konzentration der Fremdkörper gering ist im Verhältnis zur Ammoniumsulfitund Kobalt-Konzentration.

   Bei der Reaktion bilden sich keine störenden Thiosulfate, Sulfide, Polysulfide und Polythionate. Das Verfahren bietet die Möglichkeit, das Schwefeldioxyd nicht nur aus   sehwefel-   
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 haltigen Abgasen sowie aus Rauchgasen, deren Schweieldioxyd überall nutzlos entweicht. mittels   Sulfito-   Kobalt-Ammoniak-Komplexen. Luft und   Ammoniak als schwefelsaures Ammonium   zu binden. Das Verfahren bietet ferner die Möglichkeit, die Luft bei gewöhnlicher Temperatur quantitativ vom Sauerstoff zu befreien und diesen sowie den Stickstoff zu verwerten. 



   Von Bedeutung ist, dass sich das Kobalt nach beendeter Oxydation leicht vom gebildeten Ammoniumsulfat trennen lässt. Man kann das Verfahren so leiten, dass die kleine zur Unterhaltung der Oxydation erforderliche Kobaltmenge aus der gewonnenen Ammoniumsulfatlösung durch Sebwefelwasserstoff bzw.

   Schwefelammonium als   Schwefelkobalt ausgefällt,   von der   Sulfatlösung   getrennt, in ammonia-   kaliseher,   neutraler oder saurer   Aufschlämmung   mit Luft, Ozon, Wasserstoffsuperoxyd oder anodischelektrolytisch oxydiert, gelöst und durch Zuleiten von   Ammoniak.   Sehwefeldioxyd und Sauerstoff im Kreisprozess von neuem zur   Ammoniumsulfatdarstellung   verwendet wird.   Auch   durch Umkristallisieren aus Wasser lässt sieh das in üblicher Weise abgeschiedene kristalline   Ammoniumsulfat   von anhaftenden   Kobaltsalzen   befreien, während die kobalthaltige Mutterlaugen dem Sulfit-Ammoniak-Oxydationsprozess wieder zugeführt werden. 



   1. Beispiel : Der Reaktionsraum, der z. B. aus mehreren übereinanderstehenden, mit Verteilungskörpern gefüllten Kammern bestehen kann, die durch   Zulauf- und Ablaufrohre   miteinander verbunden sind, wird mit wässeriger, 6'10-2 bis   6'10-5 g} Iol. KobaltsuIfat   und   0'1 g) Jo1. Ammoniak   im Liter enthaltender Lösung zirkulierend berieselt, während Luft,   Schwefeldioxyd   und   Ammoniak   der Lösung entgegenströmen. Stickstoff und Edelgase aus der Luft, von Sauerstoff befreit, entweichen. Luftsauerstoff allein (ohne Schwefeldioxyd) verwandelt die   ammoniakalische     KobatlIösung   in eine blauviolette Kobalt- 

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  Co(NH3)4, (So3)2, NH4, 3 H2O), werden Sauerstoff,   Schwefeldioxyd     und Ammoniak in soleher Menge   zugeführt, dass die Lösung alkalisehe Reaktion (PH etwa 8 bis 9) bewahrt. Wenn die durch die Reaktion erwärmte Lösung festes Ammoniumsulfat auszuscheiden beginnt, so bringt man die abgelassene Ammoniumsulfatlösung zur Kristallisation. Das von der Mutterlauge getrennte kristalline Ammoniumsulfat enthielt nach einmaligem Decken mit wenig kaltem Wasser und nach dem Trocknen   0-0061, 1" Kobalt.   Das Salz lässt sieh dann durch Umkristallisieren sowohl vom Sulfitkobaltikomplexsalz als auch vom KobaltKobaltosalz vollständig befreien.

   Die   Kobaltsalzhaltigen Mutterlaugen und Wasehwasser   werden vereinigt, nötigenfalls konzentriert und zur Zirkulation und Berieselung dem   Reaktionsraum mit Ammoniak.   



  Sehwefeldioxyd und Luft wieder zugeführt. 
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 kalischer Aufschlemmung mit Luftsauerstoff machen die Trennung der Kobaltsalze vom   Ammonium-   sulfat durch Kristallisation entbehrlich. 



   Benutzt man an Stelle der Ammoniaklösung zur Berieselung eine Ammoniumkarbonatlösung, so bietet letztere den Vorteil, dass die Konzentration der Lösung an Ammonium bzw.   an Ammoniak   
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 sein kann, und dass die durch den Luftstickstoff mitgerissene Ammoniakmenge vermindert wird. 



   2. Beispiel : Man   durchfeuchtet   festes   schwefligsaures   Ammonium mit einer wässerigen Kobalt-   Ammoniak-Komplexlösung   und leitet Luftsauerstoff über den mittels Rührwerk bewegten   Salzbrei.   



  Nach beendeter Oxydation wird das Ammoniumsulfat, wie im 1. Beispiel beschrieben. vom Kobalt befreit und gereinigt. 



   3. Beispiel : Man vermischt die   SuIfito-KobaIt-Ammoniaklösung   mit   Eisen-. Mangan-. Nickel-.   



  Cer-, Vanadin-oder anderen Mineralsalzen bzw. mit Gemischen derselben und verfährt im   übnen. wie   im 1. oder 2. Beispiel angegeben wurde. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat durch Oxydation des schwelligsauren Ammeniums mit Luft oder mit sauerstoffhaltigen Gasen bei Zusatz eines Katalysators, dadurch gekennxeiehllet. dass man als Katalysator Sulfito-Kobalt-Ammoniak-Komplexe benntzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren Gemische von SuIfito-Kobalt-Ammoniak-Komplexen mit anderen Mineralsalzen benutzt.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Ammonium-Karbonat in fester oder gelöster Form der Reaktionsmisehung zusetzt.
    4. Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete schwefelsaure Ammonium vom Kobaltsalz getrennt, und dass letzteres dem Oxydationsvorgan des schwefligsauren Ammoniums im Kreislauf wieder zugeführt wird.
    5. Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2, 3 oder 4 unter Anwendung von Lui't. dadurch gekennzeichnet, dass die Luft bei der Oxydation des sehweiligsauren Ammoniums vom Sauerstoff befreit und dass der entweichende Luftstickstoff verwertet wird.
AT123397D 1929-08-20 1930-07-17 Verfahren zur Darstellung von Ammoniumsulfat und von Stickstoff. AT123397B (de)

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