AT122968B - Verfahren zur Erzeugung von Acetylen aus Carbid und Wasser unter gleichzeitiger Gewinnung von praktisch trockenem Kalkhydrat. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Acetylen aus Carbid und Wasser unter gleichzeitiger Gewinnung von praktisch trockenem Kalkhydrat.

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AT122968B
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    Verfahren zur Erzeugung von Acetylen aus Carbid und   Wasser unter gleichzeitiger   Gewinnung   von praktisch trockenem   Kalkhydrat.   
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 in die   7-10fache Gewichtsmenge   Wasser eingetragen wird. Abgesehen von gewissen. durch diese verhältnismässig grossen Wassermengen bedingten Acetylenverlusten hat diese Art der Zersetzung von Carbid aber noch einen besonderen Nachteil, weil das gebildete   Kalkhydrat   in   schlammförmigem   Zustand anfällt, wodurch seine Weiterverwendung in der Technik erschwert wird. Es hat nun nicht an Versuchen gefehlt, die Wassermenge bei der Vergasung des Carbids zu beschränken und dabei eine verlust-und gefahrlose Entwicklung des Acetylens zu erreichen. 



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Zersetzung des Carbids mit   beschränkten Wassermengen   derartig vorzunehmen, dass die Einwirkung des Wassers auf das Carbid in Gegenwart von pulverförmigem Kalkhydrat vorgenommen und dabei das Carbid gegen das Kalkhydrat bewegt 
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 lichen. Alle derartigen Versuche   führten   aber bis jetzt noch nicht zu einem technischen Erfolg, weil es nicht gelang, die bei der   Carbidzersetzung auftretenden   grossen Wärmemengen so zu vernichten, dass die für eine gefahrlose Vergasung nötige Temperatur leicht und sicher während des ganzen Prozesses eingehalten werden konnte. 



   Es wurde nun gefunden, dass man dieses Ziel in einfacher Weise erreichen kann, wenn man auf Carbid, das man dauernd in Bewegung hält, so viel Wasser in fein verteilter Form aufbringt, dass ausser der zur Vergasung theoretisch notwendigen Menge noch eine solche 
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 vernichten. Es ist dabei nötig, dass während des   Aufbringens des Wassers das   zu zersetzende Carbid gleichzeitig in Bewegung gehalten wird, so dass es nicht nur immer eine neue   Oberfläche   erhält und das gebildete   Kalkhydrat   und das noch vorhandene Carbid immer in   gleichmässiger   Mischung gehalten werden, sondern dass auch durch die Bewegung stets ein völliger Tem- 
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 Wärmemengen sofort hei ihrer Entstehung wieder zu vernichten und das vorhandene Wasser in Dampf von höchstens   1000 zu verwandeln.

   der   mit dem entwickelten Acetylen abzieht. 



  Es lässt sich auf diese Art eine vollständige Vergasung des   Carbids gefahrlos erzielen, wobei   zugleich ein praktisch trockenes Kalkhydrat anfällt. 



   Was den Wasserverbrauch für die Vergasung des Carbids und für die abführung der dabei entstehenden   Reaktionswärme   betrifft, so hängt derselbe von der Form und Grösse des Entwicklers und von der Körnung des Carbids ab. Das Verhältnis von Carbidmenge zur Wassermenge wird für jede Form und Grösse des Entwicklers und für jede Carbidkörnung jeweils ermittelt und kann dann beibehalten werden. Als Beispiel sei angeführt, dass bei einem   Etagenapparat,   wie er weiter unten näher   beschrieben ist   bei einer   stündlichen   Vergasung- 
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 kann z.

   B. auch das Wasser in   Dampfform   dem   Aeetylen heimischen und dann hei einer   unterhalb   1000 liegenden   Temperatur das feuchte Acetylen an das Carbid heranbringen und auf diese Weise die Zersetzung des Carbids   durchführen.   Das Neue des vorliegenden Verfahrens besteht also darin. dass zur Vernichtung der bei der Carbidzersetzung auftretenden   Reaktionswärme   nicht mehr wie bisher ein Verdünnungsmittel in grosser   Menge-z.   B. Wasser oder   Kalkhydrat-vorhanden   sein muss, welches die Wärmetönung durch Vermischen aufnimmt, sondern dass die auftretende Wärme durch Verdampfen des in bestimmten Überschuss angewandten Wassers beseitigt wird. 



   Zur Durchführung einer Vergasung in dieser Art kann man alle Apparaturen verwenden, bei denen eine dauernde gute Durchmischung des   Carbids erzielt wird, und bei   denen es zu gleicher Zeit möglich ist, das Wasser in geeigneter Form zuzuführen ferner das gebildete Acetylen und das entstandene Kalkhydrat abzuführen. Es hat sich z. B. ein Entwickler nach beiliegender Zeichnung als besonders geeignet erwiesen mit dem es möglich ist, wesentliche Mengen Carbid gefahrlos zu vergasen. 



   Das Carbid gelangt aus dem Vorratsbehälter A mit Hilfe einer Aufgabevorrichtung B und der Schnecke C in den Entwickler D. In diesem sind eine Reihe von feststehenden Tellern F etagenförmig übereinander angebracht. Mit Hilfe des Rührers E, welcher sich senkrecht in dem   Acetylenentwicklungsapparat   bewegt, wird das Carbid stufenweise über die 
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 Wasser auf das Carbid gleichmässig verteilt. Durch die Durchmischung der Masse, welche durch den   Rührer E bewirkt wird,   wird überall eine gleichmässige Temperatur erhalten, welche höchstens auf 90  steigt. Die Temperatur des abziehenden Acetylens, das mit Wasserdampf   vermischt ist, wird zweckmässig   durch Thermometer kontrolliert, welche im obersten, im mittleren und untersten Teile des Apparates angebracht sind.

   Das erzeugte Acetylen verlässt den Entwickler bei J, wo eine Schnecke das Mitreissen von Kalk und Verstopfen des Abgangsrohres verhütet. Es gelangt dann durch den Kühler   K und   die Wasservorlage L an die 
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   Verschlusssteller   N. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Verfahren zur Erzeugung von Acetylen aus Carbid und Wasser unter gleichzeitiger Gewinnung von praktisch trockenem Kalkhydrat, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Vermeidung der Anwendung eines Verdünnungsmittels, wie Kalkhydrat oder   überschüssiges Wasser,   unter gleichzeitiger guter Durchmengung des Carbids, so viel Wasser in feinverteilter Form aufbringt, dass ausser der zur Vergasung theoretisch notwendigen Menge noch eine solche Wassermenge zugeführt wird, die hinreichend ist, um die jeweils entstehenden   Wärmemengen   zu vernichten bzw. die Temperatur im Entwickler unter 100  C zu halten.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch etagenförmig angeordnete Teller. durch an einer senkrecht stehenden Welle befestigte Rührarme zur Beförderung und Mischung des Carbid-Kalkhydratgemenges und durch oberhalb der Teller angeordnete Einlassdüse für das Vergasungswasser.
AT122968D 1928-02-14 1929-01-22 Verfahren zur Erzeugung von Acetylen aus Carbid und Wasser unter gleichzeitiger Gewinnung von praktisch trockenem Kalkhydrat. AT122968B (de)

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