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Es ist schon wiederholt versucht worden, selbsttätige Antwortgeber für Fernsprechstsllen, die dem Anrufenden in Abwesenheit des Angerufenen eine bestimmte Mitteilung machen, zu konstruieren.
All diese bis heute vorgesehlagenen Apparate haben unter anderem die Nachteile, dass sie veraltet, kompliziert und teuer sind, sowie einschneidende und störend wirkende Abänderungen an dem Staats- telephonapparat bedingen und insbesondere mit Zuhilfenahme von Hilfsstrom arbeiten (was eine dauernde fachmännische Wartung der Stromquelle bedingt), so dass sie leicht versagen und ein dauerndes
Gefahrenmoment besteht.
Der Erfindungsgegenstand-eine selbsttätige Verständigungsvorrichtung für Fernspreehstellen- behebt nicht nur vorgenannte Mängel, sondern stellt auch eine bei in-und ausländischen Fernsprech- anlagen anwendbare, allen Anforderungen entsprechende und handliche Vorrichtung dar.
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Verständigungsvorrichtungen, insbesondere für Telephonanlagen mit unterbrochenem Rufsignal, und besteht darin, dass der von der Zentrale ausgesandte Gleichstrom mit überlagertem Wechselstrom derart ausgenützt wird, dass letzterer-durch die Erregung eines Relais-eine Gleiehstromsehleife bildet und dadurch in der amtlichen Zentrale selbsttätig abgeschaltet wird, worauf der in der Folge allein fliessende Gleichstrom ein Getriebe auslöst, welches je nach Einstellung den Gleichstrom unterbricht und dadurch eine Verständigung, wie beispielsweise Abgabe eines Zeitzeichens, Morsezeichen usw. ermöglicht, somit die Verständigung ohne Abheben des amtlichen Telephonhörers und ohne Hilfsstrom erfolgt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand sehematiseh in einer beispielsweisen Ausführungform dargestellt, wobei 1 den amtlichen Telephonapparat und 11 die selbsttätige Vorrichtung veranschaulicht.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht die Vorrichtung aus dem Anrufrelais 1 mit dem Schliess-
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den Magnetspulen 5, dem zweipoligen Umschalter 6 und dem Getriebe 7. Das Getriebe, das in verschiedenen Anordnungen und Konstruktionsarten zur Ausführung gelangen kann. bestellt zweckmässig aus einer gekapselten Antriebsfeder 8, drei Paaren Ubersetzungsrädern, die auf den Wellen 9. 10 und 11 sitzen,
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die je nach Art der Abgabe der beabsichtigten Verständigungen entsprechende Einkerbungen, Erhöhungen und Vertiefungen od. dgl. aufweisen. Die Unterbrechungen können durch Abtasten mittels eines Hebels oder direkt wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen federnden Kontakt bewerkstelligt werden.
Bei der Abdeckseheibe 13 ist die Aussparung zur Freigabe des auf der Zeitzeiehenseheibe 14 angeordneten Triebstocksegmentes 15 über das erforderliche Mass vergrössert, wodurch der Unterbrecher 4 längere Zeit geschlossen bleibt und dann erst durch die beliebig frei gegebenen Zähne unterbrochen wird, somit ein längeres Vorsignal ermöglicht ist. Damit das Getriebe nicht in einer Zwischenstellung stehen bleibt und dadurch ein dauerndes Besetztzeichen erfolgt, ist auf der Welle 10 ein Zahnrad 16 fix angeordnet, das in ein zweites um einen Zahn weniger aufweisendes Zahnrad 17 eingreift, wobei in der Folge noch vor vollkommener Entspannung der Zugfeder 8 der angeordnete erhöhte Zahnkopf 19 in die gekiirzte Zahnlücke 18 eingreift und damit das Getriebe zum Stillstand bringt.
Die Hemmung des Getriebes kann in verschiedener Weise ausgebildet sein und besteht dieselbe bei der dargestellten Ausführungsform aus
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dem Anker : der mit dem Stift 21 in den Hebel 22 eingreift, welcher einerseits mit der txase 2"j in den Schlitz 24 der Zeitzeiehenscheibe 14 einfallend letztere hemmt und anderseits mit dem schräg gestellten Anschlag 2-5 den Stahlstift 26, der auf dem grösseren Rade der Übersetzungswelle 11 angeordnet ist, abfängt, wobei bei der Auslösung die Übersetzungsräder auf der Welle 11 und die Flügelbremse 12 in
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Anspringen des Getriebes gewährleistet wird.
Die Arbeitsweise der selbsttätigen Vorrichtung ist nun wie folgt : Wird ein amtlichen Telephonapparat, an dem die im vorgehenden beschriebene Vorrichtung angeschlossen ist, durch Anruf in Tätigkeit
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fliesst der Wechselstrom letzteren sowie den Schalter 6 und das Anrufrelais 1. Dieses wird erregt und der Sehliesskontakt la sowie der zwangläufig verbundene Schliesskontakt : 2a werden geschlossen und dadurch wird das Amtssehleifenrelais 2 ebenfalls erregt, wodurch die Gleichstromschleife geschlossen ist.
Der Rufwechselstrom in der amtlichen Zentrale wird selbsttätig in der Folge abgeschaltet, das Anrufrelais f fällt somit ab und das Amtssehleifenrelais 2 hält sich selbst über seinen Schliesskontakt 2a dauernd, somit fliesst der Gleichstrom von der A-Leitung 27 über das Amtssehleifenrelais 2, die dazu parallel geschalteten Magnetspulen J und den Summer 3 mit dem Unterbrecher 4 über den Sehliesskontakt 2a und den Schalter 6 zur B-Leitung 29 wodurch einerseits durch das Magnetsystem das Getriebe 7 aus-
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1-, 2-, 3-bis 12-mal geöffnet und wieder geschlossen.
Dieses unterbrochene Summerzeichen wird über die bestehende Amtsverbindung an den rufenden Teilnehmer übertragen, womit die Verständigung, in diesem Falle das Zeitzeichen, gegeben ist. Der Anrufende hat auch im Falle der beabsichtigten Kontrolle die Möglichkeit, das Zeitzeichen fortlaufend und wiederholt abzuhören. Mit dem Auflegen des Hörers beim rufenden Teilnehmer wird die Vorrichtung selbsttätig in den Anfangszustand zurückversetzt, um bei einem jeweiligen neuen Anruf wieder in Funktion treten zu können.
Betritt der Angerufene während einer selbsttätigen Verständigung-den Raum, in dem sich das Telephon befindet und wünscht er den Rufenden zu sprechen, so wird beim Abheben des Hörers der amtliche Telephonapparat zur Gleichstromschleife parallel geschaltet und durch Ausschalten der Vorrichtung die Gleichstromschleife unterbrochen, wodurch der Angerufene an die Verbindung angeschlossen ist und das normale Gespräch führen kann.
Die Einstellung und Bedienung der im vorstehenden beschriebenen Vorrichtung ist für den Angerufenen wie folgt : 1. Aufziehen der Feder, 2. Einstellung der Verständigung wie Signale, Morsezeichen, Zeitzeichen od. dgl., 3. Einschalten der Vorrichtung.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Selbsttätige Vorrichtung für Fernsprechstationen zur Verständigung bei Abwesenheit des angerufenen Teilnehmers, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Zentrale ausgesandte Gleichstrom
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