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Rollschütz mit einem horizontalen Hauptträger.
Bei RollenseMtzen von grosser stützweite und niedriger Konstruktionshöhe lassen sich die sonst üblichen zwei oder mehreren horizontalen Hauptträger, die zur Aufnahme des Wasserdruckes angeordnet sind, nicht mehr unterbringen, da ihr Abstand voneinander zu gering ist. Auch wird die vertikale Durchbiegung, hervorgerufen durch Wasserauflast und Eigengewicht, bei der bisher üblichen Anordnung, bei der die Stauwand fast den gesamten Widerstand gegen Durchbiegen aufbringen muss, so gross, dass brauchbare Konstruktionen, die das Eigengewicht in normalen Grenzen halten, nicht mehr erreichbar sind.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird erfindungsgemäss nur noch ein horizontaler Hauptträger angeordnet, der sich zweckmässig in der Höhe der Wasserdruckresultierenden befindet. Dieser eine Träger
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ausführen und anordnen, wie dies an einem Beispiel gezeigt ist.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 den Querschnitt einer bisher fast allgemein angewandten Rollschützenbauart dar, während die Fig. 2 bis 5 Querschnitte von Rollsehützen gemäss der Erfindung als Beispiele zeigen.
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muss, und a'-b sowie c-d die üblichen beiden horizontalen Hauptträger, die zur Aufnahme des Wasserdruckes angeordnet sind. In den Fig. 2 bis 5 ist e-f der alleinige horizontale Hauptträger. Wie bereits vorher erwähnt, ist es zweckmässig, diesen einen Horizonta1träger in der Höhe der Wasserdruckresultierenden anzuordnen. In Fig. 2 bedeutet A die gesamte Stauhöhe. Die Wasserdruckresultierende liegt auf Höhe h 3 und demgemäss befindet sich auch der horizontale Hauptträger e-f, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in einer Höhe A 3 über der Wehrsole.
Der weitere Übelstand der bisher bekannten Ausführungen (Fig. 1), dass die Stauwand Eigengewicht und Wasserauflast aufnehmen muss, wird durch Anordnung eines zweiten Vertikalträgers behoben. Hiebei ist es gleichgültig, ob der die Stauwand bildende Vertikalträger vor oder hinter den zweiten Vertikalträger zu liegen kommt (s. Fig. 2 und 3). In diesen Abbildungen bedeutet a-c wieder die Stauwand, während b-d der zweite vorgesehene Vertikalträger ist. Durch Verbindung der Gurte a und b bzw. c und d durch eine geeignete Konstruktion kann ausserdem ein Gebilde von viereckigem Querschnitt a-b-c-d geschaffen werden, das einen torsionsfeste Kasten darstellt.
Gerade bei der vorliegenden Anordnung mit einem horizontalen Hauptträger ist die Kombination mit einem solchen Kasten besonders vorteilhaft, da die Wasserdruckresultierende beim Heben oder Senken des Schützes einmal über und einmal unter den Horizontalträger zu liegen kommt. Die durch diese Lagen entstehenden Torsionskräfte werden von dem Kasten a-b-c-d aufgenommen.
Auch wenn es sich um ein Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 handelt, das ein Rollschiitz mit Eisklappe darstellt, welches mit umgelegter Klappe gehoben wird, entsteht durch die exzentrische Lage der Wasserauflastresultierenden zum Schwerpunkt der Konstruktion ein Torsionsmoment, welches ebenfalls von dem Körper a-b-c-d aufgenommen wird.
Die Erfindung findet sowohl bei einfachen Rollschützen mit auf der Sohle aufsitzender Dichtung als auch bei Absenkrollsehützell Anwendung. In genau derselben Weise kann sie auch für Segmentwehre (absenkbare und nicht absenkbare) gebraucht werden.