AT122528B - Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken.

Info

Publication number
AT122528B
AT122528B AT122528DA AT122528B AT 122528 B AT122528 B AT 122528B AT 122528D A AT122528D A AT 122528DA AT 122528 B AT122528 B AT 122528B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
silica
removal
caustic solutions
plants
residual caustic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Procedes Navarre Sa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Procedes Navarre Sa filed Critical Procedes Navarre Sa
Application granted granted Critical
Publication of AT122528B publication Critical patent/AT122528B/de

Links

Landscapes

  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Langen von
Zellulosefabrikeen. 



   Die   rückständigen   Laugen aus dem Abkochen von Pflanzen nach den Alkaliverfahren enthalten häufig   aufgelöste Kieselsäure   in sehr veränderlichen Mengen als Natriumsilikat. 



   Diese   Kieselsäuremenge   kann in den Fabriken, die an Kieselsäure reiche Pflanzenteile, beispielsweise Stroh, verarbeiten, beträchtliche Werte annehmen. 



   Die durch Auslaugen der gebrannten Salze aus solchen Laugen erhaltenen Lösungen enthalten offenbar die gesamte während des Koeliprozesses   aufgelöste Kieselsäure, so   dass sie sich wie ein Gemisch aus Natriumkarbonat und Natriumsilikat verhalten. 



   Die Anwesenheit der Kieselsäure in diesen Lösungen, die mit Hilfe von Kalk kaustifiziert werden sollen, kann im Laufe dieser Behandlung eine Anzahl Nachteile mit sich bringen, u. zw. unter anderen die folgenden : 
 EMI1.1 
 Bedingungen herzustellen : 1. wegen einer etwaigen Bildung von Kalk-und Natrondoppelsilikaten, wodurch ein   bedeutender Natronverlust entsteht ;

     2. weil in der kaustifizierten Lauge noch mit Natron verbundene Kieselsäure vorhanden ist, wodurch   die., Kaustizität" der Lauge   und infolgedessen auch deren krustenauflösendes Vermögen entsprechend verringert wird. b) Es ist praktisch unmöglich, den in dem   Kalziumkarbonatschlamm   aus der Kaustifikation enthaltenen Kalk aus dem Grund zu regenerieren, weil in diesem Schlamm eine gewisse Menge mit dem Kalk verbundene Kieselsäure vorhanden ist, die bei jedem neuen Prozess rasch zunehmen würde. 
 EMI1.2 
 Laugen aus dem Abkochen von Pflanzen nach den Alkaliverfahren enthaltene Kieselsäure zu entfernen. 



   Solche   rückständige   Laugen besitzen eine ziemlich beträchfliche Alkalinität wegen der Anwesenheit von : 1. freiem, unvollständig ausgenutztem Ätznatron. 2.   Natriumkarbonat,   3. Natron in Verbindung mit Kieselsäure und sonstigen schwachen Säuren. 



   Wenn man solchen Laugen so lange eine Säure   zusetzt, bis die Neutralität erreicht   wird, so werden die Säuren der Natriumsalze freigegeben, deren Hydrolyse diesen Laugen einen alkalischen Charakter verlieh ; die Kieselsäure wird insbesondere niedergeschlagen. 



   Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen kommt eine solche Neutralisation mit Hilfe von (mineralischen oder organischen) Säuren des Handels nicht in Frage. 



   Beim Verfahren nach der Erfindung verwendet man die bei der Hydrolyse der Pflanzen (beispielsweise Pektinsäure) bzw. gewisser tierischer Stoffe (beispielsweise Lanolinsäure) freigegebenen organischen Säuren. 



   Hierzu genügt es, die heissen   rückständigen   Laugen bei der Temperatur, mit welcher sie aus den Kochern treten, über beliebige pflanzliche oder tierische Stoffe zu führen, die imstande sind, Säuren durch Hydrolyse zu ergeben. 



   Um den Prozess zweckmässiger zu gestalten, kann man die zu behandelnde Lauge über mehrere hintereinander geschaltete und den verwendeten pflanzlichen oder tierischen Stoff enthaltende Wannen derart führen, dass 1. die zu behandelnde Lauge auf diesen im höchsten Grad ausgenutzten Stoff trifft. 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Im Laufe dieses Prozesses nimmt die Alkalintät der rückständigen Laugen rasch ab. Sobald die Neutralität erreicht ist, hat sieh die Kieselsäure restlos abgeschieden. Um dieselbe zu entfernen. genügt es dann, die Lauge, in welcher die Kieselsäure suspendiert ist, einem   Schleudelprozess,   einer 
 EMI2.1 
 lediglich nach wirtschaftlichen und technischen Gründen. In einer Strohzeliulosefabrik z. B. kann man die Knoten und sonstigen Abfälle verwenden, die dann für die Zwecke   einer Nebenfabrikation zerrieben   werden können. 



   Es seien nun nachstehend einige Stoffe beispielsweise   angeführt,   die man verwenden kann :
Pflanzliche Stoffe : Verschiedene   Stroharten (Weizen, Roggen,   Reis u. dgl.), Alfa, Zwergpalme, Algen, Papyrusstaude, Bambus, Maisstengel und   Maisblätter, Ginster, welkes Laub,   Torf, Flach, und 
 EMI2.2 
 



   Tierische Stoffe : Wollabfälle, verschiedene Haarabfälle, Hautabfälle u. dgl.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken. dadurch gekennzeichnet, dass man diese Laugen im heissen Zustand über beliebige pflanzliche oder tierische Stoffe führt, die imstande sind, Säuren durch Hydrolyse zu ergeben und in dieser Weise bis zur Neutralität EMI2.3
AT122528D 1930-01-27 1930-03-05 Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken. AT122528B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR122528X 1930-01-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT122528B true AT122528B (de) 1931-04-25

Family

ID=8873364

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT122528D AT122528B (de) 1930-01-27 1930-03-05 Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT122528B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT122528B (de) Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken.
DE544154C (de) Verfahren zur Faellung der in den Ablaugen der alkalischen Zellstoffkochverfahren enthaltenen Kieselsaeure
DE564738C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfitzellstoff
DE396284C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Holz oder Pflanzenstengeln zwecks Gewinnung von Zellstoff oder Spinnfasern
DE490384C (de) Verfahren zum Erweichen pflanzlicher Fasern durch Natriumsulfid
DE867048C (de) Verfahren zum Aufschluss von Lederabfaellen
DE687851C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Alginsaeure aus Algen
AT102939B (de) Verfahren zur Herstellung von Trübungsmitteln.
DE336579C (de) Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekaempfung pflanzlicher oder tierischer Parasiten im Wein-, Obst- und Gemuesebau usw.
DE562181C (de) Verfahren zur Gewinnung gereinigten Zellstoffes
DE580198C (de) Kolloidale Aktivkohle
DE687472C (de) Verfahren zur Herstellung heller Seife unter Verwendung von Sulfitcelluloseablauge
AT79956B (de) Verfahren zur Gewinnung eines von MineralsubstanzeVerfahren zur Gewinnung eines von Mineralsubstanzen möglichst freien Produktes aus Sulfitzellulose-An möglichst freien Produktes aus Sulfitzellulose-Ablauge. blauge.
DE357694C (de) Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen
DE710950C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von technischem Abfallkalk in eine mit Ammonsalpeter mischbare Form
AT157389B (de) Verfahren zur Herstellung von spinnbarem Fasermaterial aus Maisstroh.
DE345049C (de) Verfahren zur Darstellung von basischem Natrium-Calciumsulfat
DE421785C (de) Verfahren zum Reinigen von Schwefel
DE435688C (de) Verfahren zum Roesten, Aufschliessen und Kotonisieren vegetabilischer Rohstoffe zwecks Gewinnung von Langfasern und kotonisierten Fasern oder von Papierstoff
DE507523C (de) Herstellung von Na-Sulfit- bzw. Bisulfitloesungen aus alkalischen Ablaugen
DE405172C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserreinigungsmitteln
DE349842C (de) Verfahren zur Aufschliessung von Pflanzenfasern, insbesondere von Holz, namentlich fuer Futtermittelzwecke
AT29241B (de) Verfahren zur Gewinnung von Oxalsäure.
DE389549C (de) Verfahren zur Gewinnung eines Gerbmittels aus Sulfitcelluloseablauge
DE386874C (de) Verfahren zur Umwandlung von Natriumbikarbonat in neutrales Karbonat