DE336579C - Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekaempfung pflanzlicher oder tierischer Parasiten im Wein-, Obst- und Gemuesebau usw. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekaempfung pflanzlicher oder tierischer Parasiten im Wein-, Obst- und Gemuesebau usw.

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DE336579C
DE336579C DE1919336579D DE336579DD DE336579C DE 336579 C DE336579 C DE 336579C DE 1919336579 D DE1919336579 D DE 1919336579D DE 336579D D DE336579D D DE 336579DD DE 336579 C DE336579 C DE 336579C
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
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  • Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekämpfung pflanzlicher oder tierischer Parasiten im Wein-, Obst- und Gemüsebau usw. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekämpfung von pflanzlichen oder tierischen Parasiten im Wein-, Obst- und Gemüsebau, bei der Haut-, Mund- und Haarpflege sowie zum Emulgieren von Jetten, Ölen, Kohlenwasserstoffen, Harzen, Teer u. dgl. - Der Ausgangsstoff für das neue Verfahren ist die bekannte Lignosulfitlauge, die aus einer sauren Kalziumsulütlösung durch Kochen mit Holz unter Druck hergestellt wird und die als Nebenprodukt in den Sulfitzellulosefabriken entsteht. Diese Lauge wird aus den Kochern nach beendeter Holzkochung als braune, nach schwefliger Säure riechende Flüssigkeit abgezogen. Da diese Lignosulfitlauge sehr viel Wasser enthält und chemisch nicht beständig ist, so hat man sie bereits mit basischen Stoffen neutralisiert und eingedampft, wodurch ihre Wirksamkeit als Desinfektionsmittel erheblich herabgesetzt wird.
  • Das neue Verfahren bezweckt, die wirksamen Bestandteile. der Lignosulfitlauge längere Zeit hindurch zu erhalten und das daraus bereitete Desinfektionsmittel auch auf größere Entfernungen hin ohne große Kosten versenden zu können.
  • Das Verfahren besteht darin, die eingedickte Lignosulfitlauge mit Ton, Kieselgur o. dgl. zu kneten, die erhaltene Masse zu zerkleinern und mit einer der zur Neutrallsation verwendeten Menge Kalkmilch o. dgl. etwa äquivalenten Menge feingepulvertern sauren schwefelsauren Salz zu mi5chen. B e i sp iel.
  • Die durch ein Asbestfilter filtrierte Lignosulfitlauge einer Sulfitzellulosefabrik wird mit Kalkmilch oder einem anderen basischen Stoffe neutralisiert, zum Zwecke, die freie schweflige Säure und die labilen organischen oder die sauren schwefligsauren Stoffe der Lauge an Kalk o. dgl. zu binden und darauf in einem Vakuumverdampfer bis auf etwa 30' B6 eingedampft. Diese dickflüssige Masse wird mit ausgewaschenem und geglühtern Tonpulver oder Kieselgur zu einem gleichmäßigen Teig geknetet, der in dünne Fäden oder Streifen gepreßt im Vakuumtrockner getrocknet, gepulvert und abgesiebt wird. Dem gesiebten Pulver wird eine der zur Neutralisation der Lignosulfitlauge verwendeten Mengen Kalkmilch äquivalente Menge trocknes und fein gepulvertes saures schwefelsaures Natron zugesetzt und beides innig gemengt. Das Pulver wird, möglichst vor Licht und Luft geschützt, trocken in verschlossenen Behältern aufbewahrt. Vor der Verwendung wird es in Wasser gelöst und die Lösung dann genau so wie die dünne Lignosulfitlauge durch Bespritzen, Anstreichen, Einreiben u. dgl. verwendet.
  • Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Lignosulfitlauge, die bisher in der Technik als lästiges Nebenprodukt die Flußläufe verunreinigte, jetzt als wertvolles Mittel für viele Zwecke Verwendung finden kann. Statt des feingepulverten sauren schwefelsauren Salzes kann auch ein anderes saures Salz oder eine feingepulverte Säure Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRucH: Verfahren zuri Herstellung eines Desinfektionsmittels- zur Bekämpfung pflanz-Echer -. gger t.ieiigelier Parasiten im Wein-, Obst- und'Gemüsebau, bei der Haut-, Mund-und Haarpflege sowie zum Emulgieren von Fetten, Ölen, Kohlenwasserstoffen, Harzen, Teer u. dgl. aus Lignosulfitablauge, die mit basischen Stoffen neufxalisiert und eingedampft ist, dadurch gekennzeichnet, daß die eingedickte Ablauge mit Ton, Kieselgur o. dgl. geknetet, die erhaltene Masse fein gemahlen und mit einer der zur Neutralisation verwendeten Menge Kalkmüch o. dgl. etwa äquivalenten Menge feingepulvertem sauren schwefelsauren Salz o. dgl. gemischt wird.
DE1919336579D 1919-03-18 1919-03-18 Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekaempfung pflanzlicher oder tierischer Parasiten im Wein-, Obst- und Gemuesebau usw. Expired DE336579C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3923824A1 (de) * 1989-07-19 1991-01-31 Hans Dipl Ing Knauth Verfahren zur herstellung herbizid wirkender bodenverbesserungsmittel aus lignocellulose

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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