AT122495B - Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeinmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeinmassen.

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AT122495B
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Kurt Schenkel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements

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Description


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    Verfahren   zur Herstellung poröser Kunststeinmassen. 



   Es ist   eine grössere Anzahl   von Verfahren zur Herstellung poröser   Kun-tsteinmassen bekannt,   die jedoch entweder wenig wirtschaftlich oder aber in den Fällen, in denen weder ein Brennen noch Aus- 
 EMI1.1 
 amerikanische Patentschrift Nr. 1230297 ein Verfahren bekanntgeworden, nach dem aus Gips, Waver und Stärke ein   Wärmeisolatiommittel   hergestellt wird. Wie aus der betreffenden Beschreibung hervorgeht, wird aus der zugefügten Stärke mit dem Gesamtwasser eine Stärkepaste hergestellt, der in warmem oder kaltem Zustand der Gips zugesetzt werden soll. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass zur Ausbildung der   Gipslristalle   beim Abbinden keine freie Flüssigkeit vorhanden ist, dass vielmehr die einzelnen Kristalle durch kolloidale Schichten voneinander getrennt werden.

   Es kann daher ein starres Gerüst aus Gipskristallen nicht entstehen, vielmehr ergibt sich ein beim Trocknen schrumpfendes, rissiges Endmaterial mit hohem Raumgewicht. 



   Es wurde nun gefunden, dass diese Nachteile dadurch vermieden werden können, dass aus der Stärke und dem Gesamtwasser nicht eine Paste hergestellt wird, sondern dass man aus der   Gesamtstärke   und einem Teil des Wassers ein Gel bildet. Dieses Gel wird mehr oder minder fein zerteilt in die übrige 
 EMI1.2 
 Voraussetzung hiefür ist natürlich, dass das Gel selbst sieh nicht in der Flüssigkeit löst und dass die Flüssigkeitsmenge gross genug ist, um die   Gelstückchen   voneinander zu trennen. Diese Bedingungen sind eifillt, sobald die freie Flüssigkeit mindest doppelt so gross ist wie die im Gel enthaltene. Wird   nunmehr   ein die freie Flüssigkeit zur Abbindung aufnehmendes Material hinzugefügt, so erstarrt es in den Räumen zwischen den Gelstüekehen zu einem schwammartigen porösen Gebilde.

   Es muss   erfindungsgemäss eine   derartige Menge von Gel vorhanden sein, dass das hydraulische Bindemittel (z. B. Gips) so lange in der Schwebe gehalten wird, bis die Erstarrung erfolgt. Das dann entstandene Gebilde kann entweder im Entstehungszustand selbst benutzt werden (aufsaugendes Mittel in Trockenelementen oder Sammler für galvanischen Strom), oder aber nach Beseitigung des Gelzustandes der Stärke zu andern Zwecken. bei denen poröse Massen Verwendung finden. 



   Ausführungsbeispiel bei Verwendung eines organischen Gels : 2 g Getreidestärke werden in 12 q Wasser durch Wärme oder chemische Behandlung in einen Gelzustand gebracht und alsdann ohne nochmalige   Wärmebehandlung in   70 g Wasser zerteilt und verrührt. Ohne dass   eine Lösung   der Stärke in dem Wasser erfolgt, wird die   Gesamtflüssigkeit durch   die in ihr schwimmenden Gelteilchen zäh und hält hinzugefügten Gips in der Schwebe. Sie kann so in Formen gegossen werden. Nach Erstarrung des Gipses ist die Menge nicht mehr giessbar. Der Grad der Festigkeit   hängt natürlich   von der Menge des hinzugefügten Gipses ab. Es gelingt aber, z. B. mit 10 g Gips, auf die oben angegebene Gesamtmenge des   Wasser-Stärke-Gemisches   gerechnet, eine genügende Festigkeit zu erzielen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeinmassen aus Gips oder andern durch Flüssigkeit- aufnahme erstarrenden Materialien und der Anmacheflüssigkeit hinzugesetzter Stärke oder anderer gelbildender Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Zusatze des hydraulischen Bindemittels zu einer zur Abbindung desselben erforderlichen Flüssigkeit ein vorher hergestelltes, in dieser Flüssigkeit schwer-oder unlösliches Gel hinzugesetzt und verrührt wird, wobei die freie Flüssigkeit mindestens doppelt so gross ist wie die im Gel enthaltene und die Gelmenge genügt, hinzugesetzt hydraulische Bindemittel bis zur Abbindung in der Sehwebe zu halten, so dass aus der ganzen Masse ein schwammartiges Gebilde entsteht.
AT122495D 1927-02-19 1928-02-18 Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeinmassen. AT122495B (de)

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