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Wippkran.
Es sind Wippkrane bekannt, die derart ausgebildet sind, dass die Last beim Verändern der Aus- ladung des Kranes auf einer Horizontalen verschoben wird. so dass dabei keinerlei Hubarbeit zu leisten ist.
Die Erzielung dieser Horizontalbewegung der Last kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine
Lösung dieses vorgegebenen Problemes besteht darin, dass der Ausleger gelenkig ausgeführt ist in der
Art, dass an das obere Ende des eigentlichen Hauptauslegers ein Spitzenausleger gelenkig angeschlossen ist, der an seinem Ende die Lastrolle trägt, wobei die Relativbewegung des Spitzenauslegers zum Haupt- ausleger derart gesteuert wird, dass die die Lastrolle tragende Spitze des Spitzenauslegers sich stets auf einer Horizontalen bewegt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein mit Haupt-und Spitzenausleger ausgerüsteter Wippkran, bei dem der Hauptausleger und der Spitzenausleger zusammen mit zwei Lenkern nach Art eines Storchschnabels (Pantographen) gelenkig verbunden sind. dessen Fixpunkt der Drehpunkt des
Hauptauslegers und dessen Bahnpunkt der die Lastrolle tragende Punkt des Spitzenauslegers ist, so dass der letztere Punkt eine vorgegebene Bahn während der Wippbewegung des Hauptauslegers beschreibt, wenn der, in die durch Fixpunkt und Bahnpunkt gelegte gerade fallende, Führungspunkt des Storchschnabels auf einer dieser Bahn entsprechenden vorgegebenen FÜhrung zwangläufig bewegt wird.
In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt :
Bei dem in Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung besteht der Ausleger des Wippkranes aus dem Hauptausleger 1 und dem Spitzenausleger 2. Beide Teile sind im Punkt T gelenkig miteinander verbunden, während der Hauptausleger im Punkte 0 drehbar gelagert ist. Die Last hängt vermittels des Seiles an der Spitze des Spitzenauslegers 8. Die gegenseitige Bewegung beider Teile des Auslegers wird durch die beiden Lenker ; ; und 4 gesteuert, die im Punkte L gelenkig miteinander verbunden sind und in den Punkten A und B. ebenfalls gelenkig, an den Haupt-bzw. den Spitzenausleger angeschlossen sind.
Diese Gelenkpunkte sind den Gesetzen des Storcl1Schnabels entsprechend, derart ausgemittelt, dass der Punkt L in die Verbindungslinie des Drehpunktes 0 des Hauptauslegers und der Spitze 8 des Spitzenauslegers fällt und weiters die Punkte A, L, B und T die Eckpunkte eines Parallelogrammes bilden. Der Punkt L selbst wird auf einer vorgegebenen Führung U geführt. Eine einfache Betrachtung ergibt, dass die beiden Dreiecke 0, A, L und 0. T. S im geometrischen Sinne ähnlich sind und dass bei der Wippbewegung des Kranes der Punkt 8 eine Bewegung ausführen wird, die, ver- glichen mit jener des Punktes L, in der Richtung übereinstimmt, in Weg und Geschwindigkeit aber im Verhältnis der Strecken OS und OL rösser ist.
Um daher dem Punkt S eine bestimmte Bewegung. z. B. eine solche im horizontalen Sinne, vorzuschreiben, ist es bloss notwendig, den Punkt L auf einer Unterlage zu führen, die die gleiche Richtung aufweist wie die zu erzielende Bewegung des Punktes 8, also horizontal ist. Zu diesem Zwecke ist im Punkte L eine Rolle angebracht, welche auf einer horizontalen Rollbahn läuft. Das Gewicht des Auslegers sowie der Druck der Last verhindern ein Abheben der Rolle von der Unterlage und der Punkt L wird sich horizontal bewegen, wodurch sich auch eine Horizontalbewegung des Punktes S und somit auch der Last ergibt.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform, bei welcher nicht der Punkt L auf einer vorgegebenen Bahn geführt wird, sondern ein anderer Punkt Li des Lenkers 4. der wieder so gewählt ist. dass er in die Verbindungslinie des Drehpunktes 0 und der Lastspitze 8 fällt. Als Fuhrungspunkt kann jeder beliebige
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Punkt des Lenkers 4 herangezogen werden, vorausgesetzt, dass er eben in diese Verbindungslinie fällt ; und es wird immer die gewünschte Wirkung erzielt werden.
Ein weiterer Vorteil der geschilderten Anordnung besteht darin, dass, wie schon erwähnt, das Bewegungsgesetz des Punktes 8 bei der Wippbewegung das gleiche sein wird, wie das des zwangläufig geführten Punktes L bzw. Li. Wenn daher diesem Punkte eine gleichförmige Bewegung erteilt wird, so wird sieh auch der Punkt 8 gleichförmig in horizontaler Richtung bewegen, was sowohl deshalb vorteilhaft ist, weil die Last in allen Punkten ihrer Horizontalbahn gleich gut steuerbar ist und nicht etwa, wie dies bei andern Wippauslegerkranen der Fall ist, auf dem Wege von einer zur andern Auslegerendstellung von einem Minimum zu einem Maximum der Geschwindigkeit ansteigt, was die Arbeit des Kranführers sehr erschwert.
Der Antrieb der Wippbewegung kann in verschiedener Weise erfolgen, z. B. dadurch, dass dem Punkte L bzw. Li mittels eines Abtriebsmechanismus eine Bewegung längs seiner Führung erteilt wird. Dies kann beispielsweise mittels einer feststehenden Zahnstange und eines beweglichen mit dieser Zahnstange in Eingriff stehenden Zahnrades erfolgen.
Bei andern Anordnungen gemäss der Erfindung kann der Drehpukt 0 des Hauptauslegers auch oberhalb der Führting U zu liegen kommen ; eine solche Ausführungsform ist beispielsweise in Fig. 3 dargestellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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graphen) gelenkig verbunden sind, dessen Fixpunkt der Drehpunkt (0) des Hauptauslegers und dessen Bahnpunkt der Lastpunkt (8) des Spitzenauslegers ist, so dass der letztere Punkt eine vorgegebene Bahn während der Wippbewegung des Hauptauslegers beschreibt, wenn der-in die durch Fixpunkt und Bahnpunkt gelegte gerade fallende-Führungspunkt (L bzw. Li) auf einer dieser Bahn entsprechenden vorgegebenen Führung (U) zwangläufig bewegt wird.
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