AT119866B - Einrichtung zur Schnellregelung der Spannung von Dynamomaschinen. - Google Patents

Einrichtung zur Schnellregelung der Spannung von Dynamomaschinen.

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AT119866B
AT119866B AT119866DA AT119866B AT 119866 B AT119866 B AT 119866B AT 119866D A AT119866D A AT 119866DA AT 119866 B AT119866 B AT 119866B
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  Einrichtung zur Schnellregelung der Spannung von   Dynamomaschinen.   



   Zur Regelung der Spannung von Dynamomaschinen ist vorgeschlagen worden, den Regelbereich eines nach dem Tirrillprinzip arbeitenden Sehnellreglers durch einen in den Regelkreis eingeschalteten Grobregelwiderstand zu erweitern, indem dieser durch einen Hilfsmotor in seinem Werte verstellt wird. 



  Dieser wird dabei durch ein spannungsempfindliches Relais gesteuert, welches an der zu regelnden 
 EMI1.1 
 sich bereits um einen ganz bestimmten Betrag von der Normalspannung unterscheidet, muss der Arbeitsbereich des Sehnellreglers ziemlich breit sein. Die Folge davon ist, dass dadurch die Genauigkeit des Regelvorganges beeinträchtigt wird. 
 EMI1.2 
   Dynamomasrhinen,   bei der einerseits durch periodisch stattfindende, in ihrem gegenseitigen Verhältnis durch die Spannung bestimmte Öffnungen und Schliessungen eines Kontaktes eine kontinuierliche Regulierbeeinflussung der Dynamo und anderseits gleichzeitig eine den   Schnetlregler unterstützende   
 EMI1.3 
 stromkreis der   Antriebsmaschine   liegenden Widerstand verändert.

   Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass der Hilfsmotor durch ein Relais gesteuert wird, welches in Abhängigkeit von der Schliessungsdauer der Kontakte des Feinreglers einen Wechselkontakt betätigt, so dass je nach dem Überwiegen der Sehliessungszeit des einen oder anderen Wechselkontaktes der Grobregulierwiderstand im einen oder anderen Sinne verändert wird. 



   Der Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass durch die Anordnung des vom   Srhnel1regler   gesteuerten Zitterrelais der Servomotor im Takte der Kontaktbewegung des   Sellnellreglers   dauernd das Bestreben hat, in der einen oder in der anderen Richtung anzulaufen. Bei einem Über- 
 EMI1.4 
 entsprechende Bewegung im einen oder anderen Sinne aus. Der   Sehnellregler   kann also durch die Unterstützung des Grobreglers dauernd in seinem günstigen Regelbereich arbeiten und eine äusserst feine Regelung der Dynamospannung bewirken. 



   Die Erfindung wird nun an Hand der in den   Zeichnungen     dargestellten Ausffihrungs-   beispielenähererläutert. 



   In Fig. 1 ist ein einfaches Beispiel dargestellt. Es bedeutet darin   1   einen beliebigen Antriebsmotor bzw. Kraftmaschine, 2 eine von diesem angetriebene Dynamo mit Selbsterregung. 4 ist die Feldwicklung.. 5 und 6 sind im Feldkreis liegende   Regulierwiderstiinde, : J ist   das von der Dynamo 2 gespeiste Netz, im vorliegenden Falle eine Gleichstromnetz. 8 und 9 sind die   Schnellreglerkontakte. deren Öffnen     und Schliessen durch   die   Relaiswicklungen-M   und 11 gesteuert wird. Die   Wicklung H liegt   dabei an der konstanten Netzspannung, während die Wicklung 10 von einem Wechselstrom   durchflossen   wird, durch dessen Frequenz die Periode des Öffnens und Schliessens der Kontakte 8, 9 bestimmt ist.

   Der Wechselstrom kann aus einer beliebigen Quelle entnommen werden. In dem betrachteten Beispiel wird er in einer kleinen Hilfsdynamo, die auf gleicher Achse mit den   Hauptmaschinen sitzt.   erzeugt. Die Kontakte   8.   9 schliessen den Widerstand 5 periodisch kurz und bewirken dadurch eine ständige Beeinflussung des Feldes 4 und die   sofortige Anpassung des mittleren Erregerstromes   an den jeweiligen Betriebszustand. Parallel zu dem Widerstand 5 liegt die Relaiswicklung 12, die ebenfalls durch das   Schliessen   der Kontakte 8, 9 periodisch erregt und entregt wird. Dieses Relais      steuert seinerseits 

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 einen   Wechselkontakt 13,   der zwischen den Kontakten 14 und 15 hin und her pendelt.

   Zweckmässig wird man die Abhängigkeit dieses Kontaktes 13 von den Regelkontakten 8 und 9 so wählen, dass bei Gleichheit der   Öffnungs- und Schliessungszeiten   von   8,   9 auch die Schliessungszeiten von 13, 14 genau so gross sind wie von   13, 15. Der Kontakt 13   führt zu einem Ankerpol eines Hilfsmotors   17,   während der andere Pol am Mittelpunkt eines an Spannung (Netzspannung) liegenden   Widerstandes-M führt.   



  Das Feld 18 des Motors liegt ebenfalls an dieser Spannung und die Enden des Widerstandes 16 führen zu den Kontakten   14     bzw. 15. Liegt   der Kontakt 13 an 15, so erhält der Motor ein Drehmoment nach der einen Richtung, bei Anlegen von 13 an 14 ein solches nach der anderen Richtung. Bei dem schnellen Wechseln des Kontaktes 13 zwischen 14 und 15 wird eine Bewegung dieses Motors nach der einen oder anderen Richtung nur dann erfolgen wenn die mittleren   Sch1iessungszeiten   des einen bzw. anderen   Kontaktes überwiegen.

   Tritt dies ein, so wird durch den Hilfsmotor einin Reihe mit dem bereits erwähnten   Widerstand 5 liegender zusätzlicher Widerstand 6 in seiner Grösse verändert und dadurch bewirkt, dass der durch die Reglerkontakte 8, 9 an und für sich begrenzte Regelbereich verschoben wird, u. zw. derart, dass bei jedem Betriebszustand das Verhältnis von   Öffnungs- zur Schliessungszeit   der Kontakte 8, 9 und dadurch stets der günstigste Punkt des Regelns aufrechterhalten wird. Wird beispielsweise die Dynamo stark belastet, so würde normalerweise die Spannung der Maschine unter den Regelbereich des   Schne1lreglers   sinken, und es könnte höchstens durch ein Nachregulieren von Hand der Regelbereich nach dieser Richtung hin verschoben werden.

   Gemäss der Erfindung geschieht nun dies automatisch mit Hilfe des Servomotors 17, welcher durch Verändern des Widerstandes 6 den Grundstrom im Erregerkreis entsprechend einstellt. Der Regelbereich einer solchen Maschine ist praktisch unbegrenzt und anderseits wird der Vorteil der Schnellregelung bei allen   Betriebszuständen   gewährleistet. 



   Ein ähnliches Beispiel zeigt die Fig. 2, jedoch mit dem Unterschied, dass zur Verhütung des Zuweitlaufens des Servomotors mechanische Anschläge oder Begrenzungswiderstände 19 und 20 vorgesehen sind, die in der Endstellung nach der einen oder anderen Richtung vorgeschaltet werden und dadurch den Servomotor zum Stillstand bringen. Diese Widerstände, die an und für sich nur in ganz ausserge-   wöhnlichen   Fällen benötigt werden, bewirken auch dann noch kein dauerndes Ausserbetriebsetzen der   Reguliereinrichtung, sondern bei Aufhebung des aussergewöhnlichen Zustandes (Netzkurzschlusses usw. )   wird bei Rückkehr der Spannung durch Umlegen des Kontaktes 13 auf 14 bzw. 15 selbsttätig der Motor und dadurch der Widerstand 6 in seine normale Stellung   zurückgebracht.   



   Weitere Anwendungsbeispiele zeigen die Fig. 3-6, bei denen der Regler zunächst auf einen Stromkreis kleiner Leistung einwirkt, der seinerseits sowohl die Grob-als auch die Feinregulierung steuert. 



  Bei dem Beispiel gemäss Fig. 3 liegt im Feldkreis der zu regelnden Dynamo 2 eine Meine irgendwie (z. B. durch den Motor 24) angetriebene Hilfsdynamo 25, wobei erst deren Feldstrom durch die Schnellreglerkontakte 8, 9 beeinflusst wird. Die   Reglerkontakte 8, 9 liegen   dabei in Reihe mit der   Relaiswick-   lung 12, und ausserdem ist in den Regelkreis noch eine Hilfsbatterie 21 eingeschaltet, welche den Strom für das Relais 12 liefert und gleichzeitig ein Entregen der Hilfsdynamo 25 verhindert, Im übrigen entspricht die Schaltung genau der in Fig. l dargestellten. Es wird hiebei eine weitere Verringerung der von den Reglerkontakten zu unterbrechenden Leistung erzielt. 



   Das Beispiel   gemäss Fig.   4 zeigt eine Schaltung, bei welcher in der im Erregerkreis der zu regelnden Maschine liegenden Hilfsdynamo eine abwechselnd positive und negative Spannung erzeugt wird, wodurch sieh eine Erhöhung der Empfindlichkeit des Reguliervorganges ergibt. Die Erregerwicklung der Hilfsdynamo ist mit einem Pol an den Mittelpunkt einer Gleichstromquelle (Batterie 22) angeschlossen, deren beide Enden zu den Wechselkontakten 29 und 30 führen. Der andere Pol der Erregerwicklung liegt an der Kontaktzunge   28,   die ihrerseits von dem Relais 31 gesteuert wird.

   Auf dieses Relais wirken die von der zu regelnden Spannung   abhängigen SchneIIreglerkontakte ,   9, deren periodisches Öffnen und   Schliessen   sich über das Relais 31 auf die Kontaktzunge   28   und damit auf den Haupterregerkreis überträgt. Den Strom für das Relais 31 liefert die Batterie   21,   welche gleichzeitig auch zur Speisung des
Relais 12, das ebenfalls im Rhythmus der Kontakte 8, 9 erregt wird, dient. Die Grobregelung erfolgt wie bei den früher betrachteten Beispielen über den Hilfsmotor   17,   dessen Bewegungsrichtung durch das Relais 12 umgesteuert wird. 



   Statt die Hilfsdynamo 25 direkt im   Et-regelkreis   anzuordnen, wird es in vielen Fällen vorteilhaft sein, wie in Fig. 5 dargestellt, eine besondere Hilfswicklung oder Hilfspole in der Dynamo 2 selbst anzu- ordnen. Dadurch wird vermieden, dass über den Anker der Hilfsdynamo der gesamte Erregerstrom des Hauptfeldes fliesst, so dass die Erregerdynamo erheblich kleiner dimensioniert werden kann. 



   Bei Verwendung der Hilfsdynamo 25 zur Erzeugung einer abwechselnd positiven und negativen
Spannung lässt sich noch eine bedeutende Vereinfachung der ganzen Einrichtung erzielen dadurch, dass man (gemäss Fig. 6) den Hilfsmotor   j, welcher die Grobregulierung   steuert, direkt an die   Klemmen   der Hilfsdynamo anschliesst. Solange die Spannung der Hilfsdynamo keine ausgeprägte Gleichstromkomponente besitzt, wird auch der Motor   17   in Ruhe bleiben. Sowie jedoch die mittlere Öffnung- und   Sshliessungsdauer   der Kontakte 8 und 9 sich ändert und damit in der Hilfsdynamo eine Gleich- spannung nach der einen oder anderen Richtung erzeugt wird, wird auch der Reguliermotor 17 den
Widerstand 6 genau wie in den früher besprochenen Beispielen entsprechend   verändern.

   Die erfindungs-   

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 gemässe Einrichtung ist naturgemäss nicht auf die besprochenen Beispiele beschränkt, sondern kann sinngemäss auf alle nur denkbaren Schnellreglersysteme übertragen werden. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :   
 EMI3.1 
 Grobregulierwiderstand eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsmotor durch ein Relais   (12)   gesteuert wird, welches in Abhängigkeit von der   Srhliessungsdauer   der Kontakte (5,   8,   9) des Feinreglers einen Wechselkontakt   (13, 14, 15)   betätigt, so dass je nach dem Überwiegen der   Schliessungszeit   des einen oder anderen   Wechselkontaktes   der Grobregulierwiderstand   (6)   im einen oder anderen Sinne verändert wird (Fig. 1).

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Grobregelung dienende Hilfsmotor (17) in seinen Endstellungen mechanisch oder elektrisch blockiert ist (Fig. 2).
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler auf einen Stromkreis kleiner Leistung einwirkt, der seinerseits sowohl die Grob-als auch die Schnellregelung steuert.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler (8, 9) auf einen Stromkreis einwirkt, der einerseits ein Relais (12) zur Betätigung eines für die Grobregulierung dienenden EMI3.2 Dynamo 2 eingeschalteten Zusatzgenerators (25) enthält (Fig. 3).
    5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Regler beeinflusste Stromkreis kleiner Leistung zwei Relais (12 und 31) enthält, von denen das eine (12) den die Grobregulierung bewirkenden Hilfsmotor (17) steuert, während das andere (31) eine abwechselnd positive oder negative Spannung an das Feld (23 reiner in einem Regulierstromkreis der zu regelnden Dynamo (2) angeordneten Zusatzdynamo (25) anlegt (Fig. 4).
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzdynamo (25) auf eine besondere Regulierwicklung (32) bzw. auf einen Hilfspol der Dynamo (2) einwirkt (Fig. 5).
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler (8, 9) nur ein Relais (31) steuert, welches eine abwechselnd positive oder negative Spannung an die Erreger- EMI3.3 EMI3.4
AT119866D 1928-08-11 1929-08-05 Einrichtung zur Schnellregelung der Spannung von Dynamomaschinen. AT119866B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE759193C (de) * 1938-05-28 1953-06-01 Siemens Schuckertwerke A G Anordnung zur Regelung der Verbraucherspannung oder des Verbraucherstromes in Niederspannungsnetzen mit Hilfe von Stufentransformatoren

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DE759193C (de) * 1938-05-28 1953-06-01 Siemens Schuckertwerke A G Anordnung zur Regelung der Verbraucherspannung oder des Verbraucherstromes in Niederspannungsnetzen mit Hilfe von Stufentransformatoren

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