AT118442B - Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen. - Google Patents

Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen.

Info

Publication number
AT118442B
AT118442B AT118442DA AT118442B AT 118442 B AT118442 B AT 118442B AT 118442D A AT118442D A AT 118442DA AT 118442 B AT118442 B AT 118442B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
hair
hydrogen peroxide
oxygen
nitric acid
millable
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dr Boehm
Original Assignee
Erich Dr Boehm
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erich Dr Boehm filed Critical Erich Dr Boehm
Application granted granted Critical
Publication of AT118442B publication Critical patent/AT118442B/de

Links

Landscapes

  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Beizen von Haar, um es   walkfähig   zu   machen.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beizen von Haar, um es   walkfähig   zu machen. 



   Die zu diesem Zweck seit langer Zeit allgemein übliche Behandlung mit Salpetersäure und Quecksilbernitrat ist der Kostspieligkeit und Giftigkeit der   Queksilberverbindungen   wegen sowie auch deshalb, weil in dieser gebräuchlichen Weise gebeizte Haar sich mehr oder weniger gelb färbt und bei zu starker Beizung bei längerem Lagern nicht selten spröde wird, schon oft in der Richtung zu verbessern gesucht worden, dass man das Quecksilber durch ein anderes Metall und die Salpetersäure durch ein anderes Oxydationsmittel, ersetzte. Ausserdem wurden verschiedenartige Stoffe für sich allein oder im Verein mit Salpetersäure oder Wasserstoffsuperoxyd als Beizmittel vorgeschlagen, wie gerbend wirkende 
 EMI1.1 
 keinem Erfolg. 



   Es ist offenbar, dass die Beizwirkung mit der Einwirkung des Sauerstoffes auf das Haar in innigem Zusammenhang steht. Nun haben aber eingehende Versuche diese Annahme zwar bestätigt, aber zugleich gezeigt, dass die Verwendung von Oxydationsmitteln, wie Salpetersäure oder Wasserstoffsuperoxyd, für sich allein in einer Konzentration, welche für die Erzielung einer guten Beizwirkung erforderlich wäre, deshalb unzulässig ist, weil das Haar beim Lagern bis zur Unbrauchbarkeit nachoxydiert wird. 



   Die Erfindung besteht nun darin, dem zum Beizen verwendeten Oxydationsmittel, das aus Wasserstoffsuperoxyd besteht oder doch solches neben Salpetersäure enthält, einen wasserlöslichen Stoff zuzusetzen, mit Ausschluss von   Quecksilbersalzen,   der im nachfolgenden als Sauerstoffübertrager bezeichnet wird und die Aufgabe hat. den Übergang des Sauerstoffs von dem   Sauerstoffträger, nämlich     Wasserstoffsuperoxyd und gegebenenfalls auch Salpetersäure,   auf das Haar zu erleichtern. Als Sauerstoff- übertrager können alle wasserlöslichen Salze von Metallen dienen, welche mindestens zwei Oxydationsstufen besitzen, von denen die oberen Sauerstoff verhältnismässig leicht abgeben, oder die, z. B. Silbersalze, von organischen Substanzen leicht zu Metall reduziert werden.

   Verbindungen hingegen wie Permanganate, welche bereits für den gleichen Zweck neben Wasserstoffsuperoxyd vorgeschlagen wurden, sollen ausgenommen sein, weil die Reaktion zu stürmisch und daher unwirksam verläuft. Der Vorgang beim Beizen könnte in diesem Falle etwa so erklärt werden. dass die Sauerstoffträger aus den Sauerstoff- übertrager zunächst Salze der höheren Oxydationsstufen bilden, die dann Sauerstoff bereitwillig an das Haar abgeben und dabei wieder in Salze der niederen Oxydationsstufe übergehen. Sauerstoffübertrager dieser Art sind wasserlösliche Salze von Eisen, Nickel, Kobalt, Blei, Zirkon, Wismut, Mangan, Kadmium, Zer und Kupfer, Chrom. Molybdän und Wolfram.

   Es kann aber der Sauerstoffübertrager ein Salz sein, das durch leicht eintretende Hydrolyse einen höchst fein oder auch kolloidal verteilten Niederschlag auf dem Haar bildet, der die Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds und dadurch den Übergang des Sauerstoffs im Entstehungszustand auf das Haar nach Art eines Katalysators befördert. Hiezu gehören z. B. Aluminiumsalze. 



   Infolge der Begünstigung des   Sauerstoffübergangs vom Sauerstofftrager   auf das Haar durch den Sauerstoffübertrager kann man selbst bei einem verhältnismässig geringen Gehalt der Beize an Wasserstoffsuperoxyd mit oder ohne Zusatz von Salpetersäure die Oxydation des Haares bis zur erforder-   liehen   Grenze treiben, wobei aber eine Schädigung des Haares. wie sie bei zu hoher Konzentration des 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Endlich kann man statt eines Metallchlorids Salzsäure in An-oder Abwesenheit eines Sauerstoff- übertragers verwenden. Diese letztere Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens empfiehlt sich hauptsächlichfür'geschnittenes Haar und gestattet, mittels Bädern von ausserordentlich niederer Konzentration eine sehr gute Beizung zu erzielen, wodurch sich die   Kosten für   die Beize und dieAnschaffung 
 EMI2.1 
 
Ausführungsbeispiele :
1. Die Felle werden, wie üblich mit einer Lösung, die 6-10% Wasserstoffsuperoxyd und 1-2% Wismut, Kobalt, Zer, Wolfram oder   Molybdän in   Form eines ihrer   wasserlöslichen   Salze enthält, bestrichen und wie gebräuchlich bei   70-1000 getrocknet,   worauf sie zur weiteren Verarbeitung gelangen. 



   2. Die Felle werden mit einer Lösung, enthaltend   5-10% Salpetersäure 3-5% Ha Os, Wasser-   stoffsuperoxyd und   1-3% Silber, Blei, Zirkon,   Wismut, Mangan, Nickel, Kobalt, Eisen, Kadmium, Zer, Wolfram, Molybdän in Form eines ihrer   wasserlöslichen   Salze, am besten der Chloride, wie üblich bestrichen und bei   70-1000 getrocknet,   um weiterverarbeitet zu werden. 



   3. Die vom Felle geschnittenen Haare werden in eine wässrige Lösung, enthaltend 0'25-1% Salpetersäure, 0'05-0'2% Salzsäure, 0'25-1% Wasserstoffsuperoxyd eingelegt, durch Abquetschen usw. von   überschüssiger   Lösung befreit und bei   70-1000 getrocknet.. Ein   Zusatz von 0'05-0'2% von Kupfer, Kobalt oder eines anderen der oben genannten Metalle in Form eines ihrer wasserlöslichen Salze erhöht die Beizwirkung beträchtlich. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass man dasselbe mit Wasserstoffsuperoxyd und einem als   Sauerstoffüberfrager   dienenden Salz mit Ausschluss von Quecksilhersalzen und der durch Zersetzung von Permanganaten mit Wasserstoffsuperoxyd erhaltenen Manganverbindungen in neutraler oder saurer Lösung behandelt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Wasserstoffsuperoxyd Salpetersäure oder Salpetersäure und Salzsäure zusetzt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Sauerstoffiibertrager ein Metallehlojid verwendet.
AT118442D 1927-02-09 1927-02-09 Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen. AT118442B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT118442T 1927-02-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118442B true AT118442B (de) 1930-07-10

Family

ID=3630998

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118442D AT118442B (de) 1927-02-09 1927-02-09 Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118442B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE527012C (de) Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfaehig zu machen
WO1999031296A1 (de) Verfahren zum beizen und passivieren von edelstahl
AT118442B (de) Verfahren zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen.
DE1234896B (de) Korrosionsschutzmittel fuer Kupfer und Kupferlegierungen
EP0193889A1 (de) Verfahren zur Regenerierung von inaktiven und vergifteten Platinkatalysatoren
DE887138C (de) Verfahren zur Herstellung von festhaftenden UEberzuegen auf rostfreiem Stahl zur Erleichterung von Ziehvorgaengen
AT133715B (de) Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren u. dgl., für die Filzherstellung.
AT142784B (de) Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren für die Filzherstellung, vorzugsweise Hutfilzherstellung.
DE125392C (de)
DE631308C (de) Verfahren zur Behandlung tierischer Haare, insbesondere fuer die Filzherstellung, mittels Beizfluessigkeiten
DE894080C (de) Verfahren zur Bindung des freien Sauerstoffs in Waessern durch Zusatz von Reduktionsmitteln und Reaktionsbeschleunigern
DE719002C (de) Verfahren zur Zerlegung von Alkali- und Erdalkaliamalgamen
DE500201C (de) Verfahren zum Bleichen mit Hypochloriten
DE569436C (de) Verfahren zur Herstellung weiss getruebter Emails und Glasuren
AT100855B (de) Verfahren zum Entsilbern von Altfilmen.
AT141082B (de) Verfahren zur photochemischen Oxydation organischer und anorganischer Verbindungen.
DE2209959A1 (de) Verfahren zur regeneration gebrauchter photographischer silberbleichbaeder mit chloriger saeure oder ihren wasserloeslichen salzen
AT121995B (de) Verfahren zum Befreien von Metallkörpern von einer sie bedeckenden Bleischichte.
DE479750C (de) Saatgutbeize
AT213837B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE608770C (de) Verfahren zum Walkfaehig- oder Filzbarmachen von tierischen Haaren durch Beizen
DE601642C (de) Verfahren zur Herstellung von Disulfiden
AT241393B (de) Mittel zur Behebung von Schwefelwasserstoff- und Merkaptangeruchsfehler in Weinen
AT150492B (de) Verfahren zur Beizung von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die Filzherstellung.
DE733130C (de) Verfahren zum Nachbehandeln gebeizter Rohware vor dem Emaillieren