AT150492B - Verfahren zur Beizung von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die Filzherstellung. - Google Patents

Verfahren zur Beizung von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die Filzherstellung.

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AT150492B
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  Verfahren zur Beizung von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die   Filzherstellung.   



   Die Rohmaterialien der Hutfilzindustrie, wie insbesondere Haare, werden zur Erhöhung der Walkfähigkeit mit Salpetersäure und Quecksilbernitrat gebeizt. Man hat vorgeschlagen, die giftigen
Quecksilbersalze durch andere nicht giftige Metallsalze zu ersetzen. Auch hat man an Metallsalzen freie Beizen versucht, bei welchen das Haar einer Beizung mit oxydierenden Stoffen, wie Salpetersäure, Wasserstoffsuperoxyd od. dgl., unterworfen wird. Mit Salpetersäure konnte wohl eine Walkfähigkeit der Haare erzielt werden, aber bei der hiefür erforderlichen   Salpetersäurekonzentration   wurden die Haare, abgesehen von der starken Angilbung bzw. Gelbfärbung, spröde und brüchig. Auch Wasserstoffsuperoxyd und andere Sauerstoff abspaltende Stoffe führten zu keinem Erfolg. 



   Es ist auch vorgeschlagen worden zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen, dasselbe mit Wasserstoffsuperoxyd und einem als Sauerstoffüberträger dienenden Salz mit Ausschluss von Quecksilbersalzen in neutraler oder saurer Lösung zu behandeln. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Beizung durch ein oder mehrere Oxydationsmittel und geringe Mengen an   Sauerstoffüberträgern im   Verein mit einer gegenüber den Sauerstoffüberträgern mehrfachen Menge an Metallverbindungen, die in grosser Menge von der Faser aufgenommen werden können und die für das angewendete Oxydationsmittel nicht als Sauerstoff- überträger wirken, erfolgt. 



   Bei dem Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren werden sonach je nach den verwendeten 
Oxydationsmitteln ein oder mehrere für diese Oxydationsmittel geeignete   bauerstoftuberträger   ausgewählt, die in den für die Sauerstoffübertragung erforderlichen geringen Mengen verwendet werden, wobei ausser diesen Sauerstoffüberträgern noch ein oder mehrere andere Metallsalze anzuwenden sind, die von der Faser aufgenommen werden können, wie Verbindungen von Zink, Aluminium, Zinn u. dgl. Dadurch wird auch der Vorteil erzielt, dass der Beizprozess durch entsprechende Dosierung der verschiedenen Metallverbindungen beliebig geregelt werden kann. Man kann z.

   B. für ein gegebenes Oxydationsmittel ein für dieses Oxydationsmittel als Sauerstoffüberträger besonders geeignetes Metallsalz auswählen und dieses Metallsalz in den für die Sauerstoffübertragung erforderlichen geringen Mengen anwenden, wobei neben diesem Metallsalz in grossen Mengen ein anderes Metallsalz anwendbar ist, das von der Faser gut aufgenommen wird.

   Dies ist gegenüber der Verwendung eines einzigen Metallsalzes schon deshalb von grossem Vorteil, weil die als Sauerstoffüberträger geeigneten Metallsalze zumeist von der Faser wenig aufnahmefähig sind, und umgekehrt, die von der Faser gut aufnahmefähigen Metallsalze zumeist als   Sauerstoffüberträger   wenig geeignet sind, wozu noch kommt, dass bei Verwendung eines als Sauerstoffüberträger wirksamen Salzes in den für die Hervorrufung einer Metallbeizung erforderlichen grossen Mengen der Übelstand eintreten kann, dass das Oxydationsmittel frühzeitig zersetzt wird bzw. der Oxydationsprozess zu rasch bzw. zu heftig vor sich geht. 



   Als Oxydationsmittel kommen für das Verfahren gemäss der Erfindung insbesondere Halogenate, wie Chlorate, Perchlorate, Jodate, ferner Persulfate, Perborate, Peroxyde, Wasserstoffsuperoxyd u. dgl. in Betracht, wobei als   Sauerstoff Überträger   je nach dem verwendeten Oxydationsmittel z. B. Verbindungen von Silber, Eisen, Kupfer, Cadmium, Cer, Kobalt, Nickel, Vanadin, Quecksilber u. dgl. verwendet werden können. 



   Bei Verwendung von z. B.   Quecksilberverbindungen   als   Sauerstoffüberträger   kann als Oxydationsmittel auch Salpetersäure verwendet werden. 



   Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung ist aber bei Verwendung z. B. salpetersaurer Lösungen von Quecksilberverbindungen das Quecksilbersalz nicht das eigentliche Beizmittel, sondern nur ein 

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 Mittel, um die Beizung mit Metallverbindungen, die in grosser Menge von der Faser aufgenommen werden, zu unterstützen, wozu nur ganz geringe   Quecksilbermengen   bzw. geringe   Quecksilberkonzen-   trationen erforderlich sind. Gegebenenfalls können auch die andern Sauerstoffüberträger, wie z. B. Verbindungen von Silber, Eisen, Kupfer,   Cadmium,   Cer, Kobalt, Nickel od. dgl., in geringen Konzentrationen bzw. geringen Mengen angewendet werden, dagegen die eigentlichen Beizmittel in hohen Konzentrationen. 



   Zweckmässig aber ist gemäss der Erfindung die Verwendung von solchen   Metallverbindungen   und sauerstoffabgebenden Stoffen, die auf die Faser nicht verfärbend wirken. 



   Die Beizung der Faser mit Metallsalzen gemäss der Erfindung hat auch den grossen Vorteil, dass der Griff günstig beeinflusst wird und überdies eine nicht unerhebliche   Gewichtserhöhung der   Haare erreicht werden kann, wodurch auch die Ausgiebigkeit bzw. Filzstärke günstig beeinflusst werden kann. 



   Zweckmässig ist eine Ausführungsform des Verfahrens, bei welcher   salpetersaure Lösungen   von Metallverbindungen, die von der Faser aufgenommen werden können, im Verein mit Sauerstoff- überträgern und solchen Oxydationsmitteln verwendet werden, die neben der Salpetersäure für   sieh   wirken können, wie z. B. Chlorate, Persulfate, Wasserstoffsuperoxyd usw. 



   In manchen Fällen kann der Zusatz von Säuren, wie z. B.   Schwefelsäure   oder sauer reagierenden Stoffen, zweckmässig sein. 



   Ausführungsbeispiel : 
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1. Verfahren zur Beizung von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die   FilzhersteIlung,   unter Verwendung von ein oder mehrere Oxydationsmittel, insbesondere Halogenate, Persulfate u. dgl., und geringe Mengen   Sauerstoff Überträger   enthaltenden Lösungen, dadurch gekennzeichnet, dass neben den Oxydationsmitteln und den Sauerstoffüberträgern Metallverbindungen, die in grosser Menge von der Faser aufgenommen werden können und die für das angewendete Oxydationsmittel nicht als Sauerstoff- überträger wirken, in mehrfachen Mengen der Sauerstoffüberträger zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallverbindungen unter solchen Bedingungen zur Anwendung gelangen, dass das Metall in der Faser mindestens in so grosser Menge wie das Quecksilber bei der üblichen Quecksilberbeize fixiert wird.
AT150492D 1930-02-15 1930-02-15 Verfahren zur Beizung von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die Filzherstellung. AT150492B (de)

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