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Einrichtung an Spinnzellen zum Verspinnen von Äther-oder Esterlösungen der
Zellulose.
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M, N ist die Scheidewand (Fig. 1, 3 und 4). Bei der beispielsweisen Ausführungsform liegt sie waagrecht und besteht aus zwei Teilen, von denen der eine M, P fest ist, während der andere P, N sieh dreht und mit seinem Rand N sich auf einen Anschlag 0 der Zellenwand A, C legt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, hat der drehbare Teil P, N einen Schlitz T, R, S, dessen Form bei Beginn des Spinnens das Umklappen des Teiles P, N unter regelmässiger Führung des Fadens gestattet. Zur Inbetriebsetzung wird der genannte bewegliche Teil in die in Fig. 3 gezeigte Lage gebracht.
Durch eine einfache Vorrichtung, bestehend aus einem waagrechten, verschiebbaren oder drehbaren Element, wird der dreieckige Ausschnitt T, R, S nach der Inbetriebsetzung derart geschlossen, dass in der Seheidewand nur die kleine Öffnung für den Fadendurchgang offen bleibt.
Die Heizung kann in irgendwelchem Punkt der Zone unterhalb der Scheidewand vorgesehen sein.
Die Vorrichtung bietet den Vorteil, den ersten Fadenteil in fortdauernder Berührung mit der Frischluft zu halten, da diese nur diejenigen Lösungsmitteldämpfe erhält, die sich von diesem ersten Fadenteil befreien. Wenn die Scheidewand nicht vorgesehen wäre, würde dieser Fadenteil in heisser Luft laufen, denn durch die Anwendung von Lösungsmitteln, deren Dämpfe leichter als Luft sind, befindet er sich in einer mit Dämpfen erheblich beladenen Umgebung.
Bekanntlich werden gewisse Operationen, wie z. B. die Streckung, am besten in einem mit Dämpfen beladenen Mittel ausgeführt. Das Anbringen der Scheidewand gestattet eben, für den mittleren und letzten Teil des Fadenganges diese günstigen Umstände herbeizuführen. Mitunter kann unter Anwendung desselben Grundsatzes die Scheidewand auch einfacher beschaffen sein.
Wie Versuche bewiesen haben, ist es nicht nötig, dass die Scheidewand den Querschnitt der Kammer oder Zelle vollständig sperrt, wenn die Ansaugung der mit den Dämpfen der flüchtigen Lösungsmittel beladenen Luft und der Zutritt von Frischluft gut geregelt wird. Es ist erkannt worden, dass unter Umständen auch dann gut gesponnen werden kann, wenn sich die Scheidewand nur auf einen grossen Teil dieses Querschnittes erstreckt. Unter diesen Umständen kann die Scheidewand fest montiert sein, da der bewegliche Teil vollständig fortfällt. Jedoch soll in diesem Falle die freie Kante der Scheidewand dem Fadendurchgang so nahe wie möglich liegen.
Die Fig. 5 zeigt eine derart vereinfachte Spinnkammer.
Die Scheidewand M, P ist fest und erstreckt sich nicht auf den ganzen Querschnitt der Zelle.
Hier ist die Scheidewand beispielsweise geneigt gestellt, sie könnte jedoch auch waagrecht liegen. Von wesentlicher Bedeutung ist nur der Abstand zwischen dem Rand P und der gegenüberliegenden Wand A, C ; dieser Abstand soll derart bemessen sein, dass mit Rücksicht auf die Ansaugtmg und auf den von dem oberen Teil der Kammer herkommenden Luftstrom die heisse Luft und die Dämpfe der unteren Zone nicht in die obere Zone steigen können.
Schliesslich ist es einleuchtend, dass es möglich und in manchen Fällen sogar vorteilhaft ist, nicht nur eine, sondern mehrere Scheidewände an verschiedenen Stellen des Fadenganges anzubringen ; diese Scheidewände werden die Regulierung hinsichtlich der Temperatur oder der Anreicherung der Luft mit Lösungsmitteldämpfen in verschiedenen Höhelagen der Zelle nach den Bedürfnissen gestatten.
Die Fig. 6 der Zeichnung zeigt das Innere einer Zelle mit einer Reihe von geneigten Scheidewänden M, P, M, Pi, M2, p2 usw., die fest montiert und an beiden Seiten des Fadenganges angebracht sind ; jede dieser Scheidewände erstreckt sich unter Anwendung des oben genannten Grundsatzes lediglich auf einen Teil des Querschnittes.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung an Spinnzellen zum Verspinnen von Äther-oder Esterlösungen der Zellulose in der Richtung von oben nach unten, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle durch eine oder mehrere Scheidewände in zwei oder mehrere Teile geteilt ist, in deren oberem nahe der Spinndüse Öffnungen für den Zutritt frischer Luft und im unteren, allfällig in Verbindung mit einer Heizeinrichtung, solche für den Austritt der Luft derart vorgesehen sind, dass die Luft in der Richtung des Fadenganges die Zelle durchströmt.