<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von bedruckten oder sonstigen feuehten Stoff-oder Papier- bahnen.
EMI1.1
auf, die ihre Wirtschaftlichkeit des öfteren in Frage stellen. So sind z. B. Vorrichtungen bekannt, in denen die bedruckten Papier-oder Stoffbahnen oder-bogen über beheizte Trommeln oder Platten geleitet werden, oder dieselben durch einen geschlossenen Raum geführt werden, in welchem aus Düsen vor-
EMI1.2
vorgang verzögert wird.
Die Trockenstrecken müssen also in allen Fällen gross, die Geschwindigkeit der Bahn klein sein, um eine vollendete Trocknung zu gewährleisten, was anderseits wieder durch die Folgen einer zu starken Erwärmung und hinsichtlich der Beschaffenheit des Papiers oder Stoffes an gewisse Grenzen gebunden ist.
Die Erfindung bezweckt die bei der Trocknung bei bekannten Vorrichtungen auftretenden Mängel zu beseitigen, und sie sieht zu diesem Zwecke auf der laufenden bedruckten Bahn an mindestens einer
EMI1.3
Saugdüsen auf, so dass jeder Luftstrom nur kurze Zeit die Bahn berührt, somit dauernd äusserst aufnahmefähige Luft an die Bahn herangeführt wird.
Die weiteren Vorteile des Erfindungsgegenstandes werden ans der folgenden Besehreibung hervorgehen, die mit Bezug auf die beigefügten Figuren, die beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung darstellen, abgefasst ist.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt nach Linie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 eine Ansieht von unten bei
EMI1.4
eine schaubildliche Darstellung der Papierbahn und zweier DÜsenkörper unter Weglassung von Seitenund Vorderwand gegeben. Fig. 7 stellt eine Bauart der Trockenvorrichtung mit abhebbarem Oberteil dar, während Fig. 8 das Gesamtschema einer Anlage für Kreislauftroeknung wiedergibt und die Fig. 9 die. Anbringungen der Troekenvorriehtungen an einer Rotationsmaschine zeigt. Fig. 10 zeigt im senkrechten Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 11 ein Beispiel einer zusammengebauten Blas-und Saugdüse.
Fig. 11 zeigt einen Grundriss hiezu bzw. einen Schnitt nach Linie XI-XI der Fig. 10. Fig. 12 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer kombinierten Düse im senkrechten Querschnitt gemäss Linie XI - XI der Fig. 13 ; Fig. 13 zeigt den Grundriss zu Fig. 12 bzw. einen Schnitt nach Linie XII-XII der Fig. 12.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
liegenden Säugdüsen ? wieder abgesaugt.
An die Stelle jeder Langdüse könnten natürlich auch mehrere Runddüsen treten.
Die Trockenvorrichtung nach Fig. 3-6 hat die Rückwand 1 vor der sich die bedruckte Bahn. ! bewegt, die über die Rollen 3 und 4 in der Richtung der Pfeile 5 läuft.
Als Blasdüsen werden zweckmässig Langschlitzdüsen eingebaut, deren Schlitz 20 quer zur Bahn-
EMI2.2
kante abgestreift, und die aus der Düse austretende Trockenluft kann sofort bis auf das bedruckte Papier 2 gelangen und zur Wirkung auf die Druckfarbe kommen. Um die hintere, von der bedruckten Fläche weiter abstehende Düsenkante 22 aber kann die Luft herumströmen und so in die dahinterliegende Absaugdüse23eintreten.
EMI2.3
Die Saugdüsen werden zweckmässig als prismatische Hohlkörper mit im wesentlichen dre 'ligcn Querschnitt ausgebildet, der in einer seiner Seitenflächen den Saugschlitz hat und dessen Inneres mit der Absaugvorrichtung in Verbindung steht.
Jeder dieser Düsenstreifen 6 demnach besteht aus den beiden Seitenwänden 7 und S. zwischen
EMI2.4
Luftzutritt regelnde Klappe 14 sitzt.
Zwecks Anwärmung der Troekenluft bei kalter Witterung oder zu feuchter Luft können in die Zuleitungen der Troekenluft Heizvorrichtungen eingebaut werden. Bei Unterteilung in mehrere Düsenstreifen werden die Heizvorrichtungen 17 zweckmässig auch für jeden Streifen gesondert vorgesehen. Vorteilhaft benutzt man elektrische Heizvorrichtungen, deren Schalter 16 (Fig. 3) mit den Abschlussund Regelvorrichtungen 14, 15 der Trockenluftzuleitungen 18 in Verbindung gebracht werden können, dass beim Anschluss eines Düsenstreifen zugleich die betreffende Heizvorriehtung eingeschaltet wird.
Zur Betätigung der Klappen dienen die Schaltknebel 15, die Klappen sind mit den elektrischen Schaltern 16
EMI2.5
geschaltet werden. Die Verbindung zwischen den Drosselklappen 14 und den Schaltern 16 ist derart. dass bei ganz geschlossener Klappe auch der Heizstrom ausgeschaltet ist. Die Luftzuführungsrohre 13 sind an den Verteilkanal M angeschlossen, der d@ e Trockenluft vom nicht gezeichneten Ventilator zuführt. An der Seite des Trockensehrankes sitzt der Absaugkanal19, in den alle Saugdüsen münden.
D : e durch die Rohre. M in die Düsenstreifen einströmende Troekenluft wird von den Heizspiralen
EMI2.6
die von den Wänden der Saugdüsenkörper 9 gebildet werden, auf das vorbeilaufende Band 2. Auf dieses kann die Luft gut einwirken, weil durch den unmittelbar über dem Papier angeordneten Hinterrand 21 der Saugdüsen, die von der Papierbahn mitgeführte Luft abgestreift wird.
Die Trockenluft streicht dann weiter um die Vorderkante 22 der Saugdüsen, d. i. die Hinterkante
EMI2.7
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Düsen und der Vorderwand strömt die Blasluft zu.
Durch den Zusammenbau des Troekenschrankes aus den einzelnen Düsenstreifen ist es möglich, die Breite der Trockenvorrichtung der Breite der Papierbahn oder der Druckmaschine anzupassen.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 3-6 wird die laufende Bahn 2 längs der Rückwand 1 des Trocken-
EMI3.2
und 20 tragen.
Bei dieser Anordnung lässt sieh leicht eine Kühlung der laufenden Bahn vorsehen, indem die Rückwand des Troekenschrankes selbst als Kühlfläche ausgebildet wird. Das kann etwa dadurch geschehen. dass die Rückwand 1, 101 hohl ist und von einem durch Stützen 102 eintretenden und durch Stützen 103 austretenden Kühlmittelstrom durchflossen oder berieselt wird. Dadurcli wird die Bildung und Ansamm-
EMI3.3
vermieden.
Sitzt, wie in den Fig. 3,4 und Ï dargestellt, nur an einer Seite des Trockensehrankes ein Absaug-
EMI3.4
miteinander übereinstimmen.
Die abgesaugte, mit den Dämpfen der Farblüsungsmittel angereicherte Luft kann in einem Ab-
EMI3.5
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 zeigt der Oberteil mit den Düsen die gleiche Bauart, w ; e ill Fig. 3-6. Dagegen ist die Rückwand der Trockenvorrichtung als laufendes Band 29 ausgebildet, das
EMI3.6
der Bahn.' überein, die sich daher ohne jede Reibung durch den Trockenschrank hindurchbewegt
Für das Einziehen der zu trocknenden Bahn in die Vorrichtung wird die Bauart des Trockii-
EMI3.7
führungskanals 18 und des Luftabsaugekanals 19 mit den Leitungen zu den Ventilatoren ist dabei natür- lich biegsam oder gelenkig, so dass die Bewegungen des Oberteiles mÖglich sind. Es ist auch mogljch. den Oberteil fest und die Rückwand abhebbar anzuordnen.
Wie Fig. 7 zeigt, ist es weiterhin möglich und vorgesehen, die Auflagefläche für die Papierbahn als
EMI3.8
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
vorrichtung bzw. die Bahnführung zweckmässig in der Laufrichtung leicht gewölbt. Dieser Wölbung wird dann die ganze Bauart der Vorrichtung angepasst, damit alle Düsen denselben Abstand von der laufenden Bahn haben.
Wird nur die Walze ? verwendet, dann können die im Scharnier 76 miteinander verbundenen Trockenvorriehtungen in die Stellung 73', 74' gebracht werden, so dass die nur einmal durch die Druekwalze 72 bedruckte Papierbahn 71' an andrer Stelle abgeführt werden kann und doch die gleiche Trocken-
EMI4.2
schieden gestaltet werden.
Man kann die Blasluft den Blasdüsen auf der ganzen Breite des Düsenstreifens zuströmen lassen und die verbrauchte Luft durch mindestens eine Seitenwand absaugen, indem man diese etwa im Umfang des Stirnquerschnittes der Saugdüsen ausspart. Dann ist an einer Seitenwand der Trockenvorrichtung
EMI4.3
Die Saugdüsen werden nach dem Saugkanal hin geöffnet, die Blasdüsen von ihm abgeschlos-eu.
Dabei kann man durch eine Längswand je einen Blas-und Saugkanal bilden oder durch zwei Längswänd@ einen mittleren Saug (Blas) kanal und zwei seitliche Blas (Saug)kanäle herstellen. Zur Verbindung mit dem Saugkanal brauchen die Saugdiisen nur Öffnungen in den Wänden zu erhalten. Zum Abschluss der Blasdüsen gegen den Saugkanal können an die Längswände anschliessende in die Blasdüsen hinein-
EMI4.4
luft, die nur auf einer der Breite des Blaskanals entsprechenden Strecke in die Blasdüse eintritt, sich nach dem Einströmen in die Düse über die ganze Länge des Blasdüsensehlitzes verteilt.
Zu diesem Zwecke verlaufen die schrägen Zwischenwände bei Saugkanälen, die an einer Seitenwand des Düsenstreifens liegen.
EMI4.5
schrägen Zwischenwände jeder Düse an einer Stelle, zweckmässig der Mitte des Blasschlitzes.
In den Fig. 10-13 sind Düsenstreifen dargestellt, bei denen durch Längswände parallel zu den Seitenwänden besondere Blas- und Saugkanäle innerhalb des Düsenstreifens gebildet sind. Die Düsen- körper 9 sitzen wieder zwischen den Seitenwänden 7 und 8 die jetzt keine Öffnungen haben. Bei der Aus- führung nach Fig. 10 und 11 teilt die Längswand 42 den Düsenstreifen in den Blaskanal 43 und den Sau- kanal 44. Die Düsenkörper 9 sind innerhalb des Saugkanals schräg abgeschnitten, so dass ihr Innere durch die Öffnungen 45 mit dem Saugkanal in Verbindung steht und die verbrauchte Luft durch-M aus
EMI4.6
Nach Fig. 12 und 13 sind durch zwei Längswände 47 und 48 zwei seitliche Saugkanäle 4. 9 und- ? und ein mittlerer Blaskanal 51 gebildet. Die Saugdüsen sind auf beiden Seiten schräg abgeschnitten,
EMI4.7
der einzelnen Düsen aneinander sind Falze 60 und 61 vorgesehen. Auf die Oberkanten der Wände- ? und J9 werden die Längswände 57 gesetzt, welche Wände 57, 58, 19 zwischen sich den Saugkanal und mit den beiden nicht gezeichneten Seitenwänden die Blaskanäle bilden, aus denen die Trockenluft durch die Blasschlitze 20 auf die in Richtung des Pfeiles 62 laufende Bahn strömt.
EMI4.8
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
Locher 66, 6'l gesteckter Bolzen.
Die Falze 68, 69, 70 dienen für das Einschieben des oberen Teiles der Seitenwand und der Längswände.
Die Saugdüsen werden so hintereinander angeordnet, dass ihre einander zugekehrten Wandflächen die Blasdüsen bilden, die gegen die Vorderwand hin offen sind. Sie können zu diesem Zwecke an den Seitenwänden befestigt werden. Es ist aber auch möglich, den einzelnen Düsenkörper mit dem auf ihn entfallenden Teil der Seitenwand zusammen herzustellen und an diesem Diisenkörper Anlageflächen und Befestigungsmittel so vorzusehen, dass die Düsen in richtiger Entfernung voneinander befestigt werden
EMI5.2
Teile der Seitenwände und die sogleich zu erwähnenden Längswände. sowie die Vorderwand aufgesetzt werden.
Damit die aufgeblasene Trockenluft mögliehst in allen ihren Teilen mit der zu trocknenden Bahn in Berührung kommt, kann man die der laufenden Bahn zugekehrte Düsenfläche zwischen Blasschlitz 20 und dahinterliegendem Saugschlitz 23 einbiegen.
EMI5.3
in Wirbelungen gerät, so dass alle Luftteilchen an die Bahn gelangen.
Die Wirkung der aus den Blasdiisen auftretenden Trockenluft ist weiter dadurch erhöht, dass die Düsen so angeordnet sind, dass der Trockenluftstrom schräg gegen die Laufrichtung auf die bedruckte Bahn trifft. Er wirkt dadurch in demselben Sinne wie die als Abstreifkante. M arbeitende Vorderkante der DÜsen.'20 und gelangt so sieher sofort auf das bedruckte Papier.
Bei dieser Bauart, bei der also in der Mitte abgesaugt wird, empfiehlt es sich, den Schlitz der Saugdüsen von der Mitte nach den Enden zu breiter werden zu lassen, damit über die ganze Schlitzlänge die Luft möglichst gleichmässis ; abgesaugt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trocknen von bedruckten oder sonstigen feuchten Stoff-oder Papierbahnen oder-bogen, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Stelle auf die laufende Bahn ans Düsen Trockenluft geblasen und diese Luft unmittelbar danach durch Saugdüsen wieder abgesaugt wird.