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Einrichtung zur Erzeugung elektromagnetischer Schwingungen.
Die prinzipielle Schaltung der bekannten Stosserregungssysteme erfolgt, wie in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt, derart, dass die Funkenstrecke F einerseits und der Kondensator C sowie die Selbstinduktion L anderseits parallel zur Stromquelle G geschaltet sind. Demgemäss steht die Aufladung des Kondensators in keinem ursächlichen Zusammenhange mit der Funkenstrecke, d. h. bei Anschluss des Kreises 1 an die
Stromquelle wird der Kondensator ohne Rücksicht auf die Funkenstrecke aufgeladen. Der Funken- übergang leitet die Entladung des Kondensators ein. Auch das Tempo der Aufladung steht in keinem grundsätzlichen Zusammenhange mit der Eigenfrequenz des Kreises 1.
Sind beispielsweise 1000 Übergänge pro Sekunde erreicht worden, so kann ohne weiteres die Frequenz des Kreises 1 beliebig verändert werden, ohne dass die Zahl der Übergänge eine Veränderung zu erleiden braucht.
Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung, die Aufladung des Kondensators in einen ursächlichen Zusammenhang zur Funkenstrecke oder dem System gleicher bzw. ähnlicher Charakteristik und damit zur Eigenfrequenz des Kreises 1 zu bringen. Dieser Zweck wird gemäss der Erfindung derart erreicht, dass eine oder mehrere Funkenstrecken oder Systeme gleicher bzw. ähnlicher Charakteristik mit Kapazität und Induktivität zu einer Stromquelle in Serie geschaltet werden, wobei parallel zu Kapazität und Induktivität ein Widerstand mit oder ohne Induktivität liegt. Zweckmässig sind hiebei die beiden Pole der Stromquelle durch einen Kondensator überbrückt.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 die bisher übliche Schaltung eines Stosserregungssystems dar ; Fig. 2 zeigt beispielsweise die neue Schaltung. Fig. 3 und 4 sind Abarten derselben.
Das Prinzip der neuen Schaltung, bei welcher die Fllnkenstreeke oder ein System gleicher bzw.
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quelle genügend hoch sei, um die Funkenstrecke zu durchschlagen. Mit dem Funken ist aber die Erscheinung nicht beendet, da wir weiters vorausgesetzt haben, dass die Stromquelle als solche in der Stromerzeugung nicht begrenzt ist und der Verbindungsweg 1-2 weder Widerstand noch Induktivität besitzt. Es entsteht daher beim Funkenübergang ein Lichtbogen, der in der Funkenstreeke durch die Stromquelle aufrechterhalten wird. Da' ; Amperemeter J macht beim Funkenübergang einen kleineren oder grösseren Ausschlag und kehrt dann in seine Ruhelage zurück, in der es verharrt.
Durch die Verbindungsleitung 1#2 und den Lichtbogen fliesst ein starker Strom, der durch den Lichtbogen . und die Konstanten des Stromkreises bestimmt wird. Der Weg 1#J#L#G1#2 kommt hiebei gar nicht in Betracht, er könnte ebensogut weggelassen werden. (Zweiter Grenzfall.)
Es ist also weder der erste noch der zweite Grenzfall imstande, ein periodisches Auf-und Entladen des Kondensators zu gewährleisten. Ausser dem ersten Stromstoss zeigt das Amperemeter keinerlei Ausschlag. Im ersten Grenzfall hat die Stromquelle-da keine kontinuierliche Leitung vorhanden warkeine Elektrizität nachliefern können, so dass mit dem Funkenübergang der Vorgang beendet war.
Im zweiten Falle war die Stromquelle in der Nachlieferung nicht begrenzt und behindert, die Folge war das Entstehen des Lichtbogens. Zwischen diesen beiden Grenzfällen liegt der dritte Fall : Die Strom-
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Funken muss gleich nach dem Entstehen abreissen.
Es sei schliesslich die Verbindungsleitung 1-2 mit Widerstand und Induktivität behaftet (Fig. 2).
Es ist bekannt, dass jeder Funkenübergang eine Mindestelektrizitätsmenge erfordert, die zum Ausgleich kommt, ferner dass im Momente des Funkenüberganges die Funkenstrecke als kurzgeschlossen betrachtet werden kann im Verhältnis zum Widerstande vor dem Durchbruch.
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zu durchschlagen, so tritt ein Funkenübergang ein. Wie im ersten Grenzfalle wird hiebei der KondensatorCi geladen, aber die Induktivität und der Widerstand des Verbindungsweges 1#2 verhindern wegen der entsprechend gewählten Zeitkonstante ein so rasches Nachströmen der Elektrizität wie im zweiten Grenzfallg, es kann sich also ein Lichtbogen nicht ausbilden, der Funken reisst alsbald ab.
Der nun geladene Kondensator kann nicht geladen bleiben, denn die wenn auch langsamer nachströmende Elektrizitätsmenge, trachtet die Belegung b des Kondensators, welche während des Funkenüberganges (Kurzschlusses) fast auf die Spannung des Punktes 3 gefallen war, wieder auf die Spannung des Punktes j ! zu bringen, den Kondensator zu entladen, da auch die Platte a des Kondensators Cl die Spannung des Punktes 1 hat.
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d. h. es tritt wieder ein Funkenübergang ein usw. Das Amperemeter J gibt bei jedem Funkenübergang einen Ausschlag.
Erfolgen die Funkenübergänge in entsprechender Anzahl-diese lässt sich durch Variation der Induktivitäten und des Verbindungsweges 1-2 beliebig regeln, dann zeigt das Amperemeter J einen konstanten Ausschlag.
Genau die gleichen Verhältnisse liegen vor, wenn an Stelle einer Gleichstromquelle eine Wechselstromquelle verwendet wird, da jede Halbperiode des Wechselstromes an sich die gleiche Erscheinung zeitigt wie der Gleichstrom.
Durch den Verbindungsweg 1-2 wird also das System funktionsfähig gemacht, d. h. die Funken-
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zu übernehmen.
Die oben beschriebene Funktion des Stroniweges 1-2 wird unterstützt durch das Abfliessen der infolge des Spannungsausgleiches zwischen 3 und 1 auf der Platte a nicht mehr gebundenen positiven Elektrizitätsmenge, die je nach den Verhältnissen der scheinbaren Widerstände der Wege-/--iy- : ?
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ist also nicht nur entladen, sondern überentladen, d. h. die Platte b hat höhere Spannung als a. was die Aktion der Funkenstrecke wesentlich unterstützt. Wird vorausgesetzt, dass der Widerstandt If so viel Widerstand enthält, dass der Weg über W für die Schwingung nicht in Betracht kommt, erfols'die Ent- ladung der Platte a des Kondensators GI wesentlich über L#1#C2#3#F#2.
Im Grenzfalle G2 = 0 liegen besondere Verhältnisse vor, da der bisherige Schwingungskreis I aufhört, ein Schwingungskreis als solcher zu sein. Der Zweig - F -8 führt dann nur intermittierenden zerrissenen Gleichstrom, der Kreis 1#L#C1#W hochfrequenten Wechselstrom, wenn W entsprechende Werte besitzt.
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und auch ihrer gegenseitigen Lage ergeben können. Wesentlich für die neue Schaltung ist jedoch : die Serienschaltung des oder der Systeme F und des Kondensators Cl mit Bezug zur Stromquelle, die Anordnung der Verbindung W parallel zum System F bzw. Kondensator Cl und Induktivität LI und die Aufladung des Kondensators Cl durch den Stromübergang im System F.
Die Kopplung mit dem Luftdraht zum Zwecke der Zeiehenübertragung kann durch die Induk-
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Beeinflussung direkt der Antenne oder des Schwingungskreises I erfolgen oder in der dem vorliegenden Verfahren eigenen Art und Weise durch Beeinflussung des Systems F, wobei der Stromweg W beeinflusst wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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eine oder mehrere Funkenstreeken oder Systeme gleicher bzw. ähnlicher Charakteristik mit Kapazität und Induktivität zu einer Stromquelle in Serie geschaltet werden und parallel zu Kapazität und Induktivität ein Widerstand mit oder ohne Induktivität liegt.