AT226786B - Schalter für Zeitmultiplexvermittlungssysteme - Google Patents

Schalter für Zeitmultiplexvermittlungssysteme

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AT226786B
AT226786B AT840461A AT840461A AT226786B AT 226786 B AT226786 B AT 226786B AT 840461 A AT840461 A AT 840461A AT 840461 A AT840461 A AT 840461A AT 226786 B AT226786 B AT 226786B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Schalter für Zeitmultiplexvermittlungssysteme 
Die Erfindung betrifft Schalter, welche bei Vermittlungssystemen verwendet werden, die nach dem
Zeitmultiplexprinzip arbeiten und z. B. für Fernsprechzwecke vorgesehen sind. Ein Zeitmultiplexver- mittlungssystem ist bekanntlich dadurch charakterisiert, dass die jeweils auszutauschenden Nachrichten
Impulsfolgen aufmoduliert werden, die gegeneinander versetzt sind und dadurch eine Mehrfachausnutzung von Verbindungsleitungen gestatten. Die erwähnten Schalter sind z. B. den Teilnehmern zugeordnet. Über diese Schalter können sie dann paarweise mit einem sogenannten Multiplexpunkt bzw. einer Multiplex- leitung verbunden werden. Dazu werden die Schalter jeweils synchron mit den Impulsen von gegenein- ander versetzten Impulsfolgen gleicher Impulsfolgefrequenz geschlossen. Während der Impulspausen sind sie dagegen geöffnet.

   Wenn nun eine Vielzahl von gegeneinander versetzten Impulsfolgen vorgesehen ist, so ergibt sich, dass beim Aufrechterhalten einer Verbindung zwischen zwei Teilnehmern durch impulsweises Schliessen der zugehörigen Schalter die Zeitspanne, während der die Schalter jeweils geschlossen sind, wesentlich kürzer als die Zeitspanne ist, während der sie jeweils zwischen zwei Schliessungen ge- öffnet sind. Die Öffnungszeiten sind also wesentlich länger als die Schliessungszeiten. Es kann nun aber nur während der Schliessungszeiten Energie über einen Schalter übertragen werden. Die langen Öffnungszeiten haben zur Folge, dass die Übertragung der Energie stark beeinträchtigt wird, sofern nicht besondere Massnahmen getroffen werden. 



   Um die Beeinträchtigung der Übertragung der Energie zu verringern, ist es nun bereits bekannt (s. USA-Patentschrift Nr. 2, 718, 621), die Schalter mit Reaktanznetzwerken zu versehen. Zwei Schalter mit derartigen Reaktanznetzwerken sind in Fig.   l   dargestellt. Die Schalter haben die Kontakte kl und k2. 



  Durch periodisches und synchrones Schliessen der Kontakte kl und k2 kommt, wie bereits erläutert, eine Verbindung zwischen den Teilnehmern Tlnl und Tln2 zustande. Diese Verbindung führt über den Multiplexpunkt Mt. Es können hier noch weitere Schalter mit Kontakten angeschlossen sein. Dies ist durch das sternförmige mit v bezeichnete Zeichen beim Multiplexpunkt Mt angedeutet. Zwei beliebige Kontakte können zu einem Paar zusammengefasst werden und periodisch synchron geschlossen werden, wodurch die   dazugehörigen   Teilnehmer verbunden werden. Die bei den Schaltern mit den Kontakten kl und k2 vorgesehenen bereits erwähnten Reaktanznetzwerke weisen jeweils die in Fig. l eingezeichneten Spulen bzw. 



  Induktivitäten H und L und die Kondensatoren bzw. Kapazitäten K und C auf. Die Induktivitäten L wirken als Längsinduktivitäten und dienen in an sich bekannter Weise als Schwunginduktivitäten und haben die Aufgabe, beim Schliessen der Kontakte kl und k2 die Ladung des einen Ladekondensators C, z.

   B. des linken in Fig.   l,   auf den jeweils andern Ladekondensator C, also in diesem Beispiel des rechten in Fig. l, vollständig zu   uberführen.   Die Kapazitäten dieser Kondensatoren wirken hier als   Querkapazitäten.   Um die gewünschte Umladung zu erreichen, ist der aus den Spulen mit Längsinduktivitäten L und den Kondensatoren mit den Kapazitäten C beim Schliessen der Kontakte kl und k2 gebildete Schwingungskreis so abzustimmen, dass die Periode T seiner Resonanzschwingung doppelt so lang wie die Schliessungszeit der Kontakte ist.

   Es ist demnach 
 EMI1.1 
 

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 Es sei bemerkt, dass gemäss den vorstehenden Formeln die Periode der vorstehend erwähnten Resonanzschwingung genau so lang ist wie die Periode der Resonanzschwingung eines aus einer Spule L und einem Kondensator C bestehenden Schwingungskreises. 



   Die Schaltelemente K,   H und   C sind so zu bemessen, dass sie jeweils einen Tiefpass bilden, dessen Grenzfrequenz kleiner als die halbe Folgefrequenz ist, mit der die Kontakte kl und k2 betätigt werden. Es ergibt sich dann, dass die Tiefpässe wohl die mit den auszutauschenden Nachrichten verknüpften Schwingungen, nicht aber die mit den Impulsfolgen verknüpften Schwingungen höherer Frequenzen durchlassen. Diese Schwingungen mit höheren Frequenzen gelangen daher nicht auf die zu den Teilnehmern führenden zweiadrigen Leitungen und können dort daher auch keine Störungen verursachen. Die Wellenwiderstände der Tiefpässe sind dabei an die zweiadrigen Leitungen anzupassen. Bei Erfüllung dieser Bedingungen ergeben sich ganz bestimmte Werte für die verschiedenen Schaltelemente der zu den Schaltern gehörenden Reaktanznetzwerke.

   Bei Verwendung des in Fig. l gezeigten Reaktanznetzwerkes mit den Schaltelementen L,   H und   K wird der Fluss der Energie über die Schalter mit den Kontakten kl und k2 durch die verhältnismässig langen Öffnungszeiten der Kontakte merklich weniger als sonst beeinträchtigt. 



   Die Erfindung zeigt nun einen Weg, der zu einer weiteren Verbesserung derartiger Schalter führt. Die Erfindung betrifft also einen Schalter mit periodisch betätigtem Kontakt und mit einem an die zu verbindenden zweiadrigen Leitungen angepassten Reaktanznetzwerk aus einem Tiefpass, dessen Grenzfrequenz kleiner als die halbe Frequenz ist, mit der der Schalter betätigt wird, mit einem Ladekondensator als Querkapazität, und aus einer zum Kontakt hinführenden Spule als   Längsinduktivität,   wobei die Periode der Resonanzschwingung eines aus der Spule und dem Ladekondensator bestehenden Schwingungskreises doppelt so lang wie die Schliessungszeit des Kontaktes ist.

   Dieser Schalter ist gemäss der Erfindung da- 
 EMI2.1 
   mendes Reaktanznetzwerk   ersetzt   ist, welches sinusförmigen Impulsen   eine angenähert rechteckige Gestalt gibt. 



   Durch die Erfindung ergibt sich insofern eine Verbesserung des bekannten Schalters, als die Strombe- lastung des dazugehörigen Kontaktes herabgesetzt und die Übertragung von Energie über diesen Kontakt erleichtert wird. Dies sind sehr wichtige Vorteile. Hinsichtlich der Verbesserung der Energieübertragung ist dies evident. Aber auch die Herabsetzung der Strombelastung der Kontakte ist sehr wichtig. Als Kontakte müssen nämlich elektronische Kontakte verwendet werden, da sich mechanische Kontakte wegen der grossen Schalthäufigkeit zu schnell abnutzen würden. Ausserdem ist es auch meistens sehr fraglich, ob sie die erforderlichen kurzen Schaltvorgänge exakt genug ausführen können. Bei elektronischen Kontakten, die mit Hilfe von Dioden oder Transistoren aufgebaut sind, ist der auftretende Spitzenstrom für die Bemessung der Bauelemente von ausschlaggebender Bedeutung.

   Je höher der Spitzenstrom ist, umso teurere Bauelemente müssen verwendet werden. Es kann sogar der Fall sein, dass bei zu hohem Spitzenstrom geeignete Bauelemente überhaupt nicht zur Verfügung stehen. Da bei den hier in Frage kommenden Schaltern die Übertragung der Energie auf einen verhältnismässig sehr kurzen Zeitraum   zusammengedrängt   wird, treten in der Schaltstrecke verhältnismässig hohe Ströme auf. Sie können die mehrhundertfache Stärke des von den Teilnehmerstationen gelieferten Stromes haben. 



   Die erwähnte Herabsetzung der Stromstärke kommt nun bei miteinander zusammenarbeitenden Schaltern durch die Wirkung der gemäss der Erfindung vorzusehenden impulsformenden Reaktanznetzwerke zustande. Der zwischen den Ladekondensatoren über die Kontakte übertragene Stromimpuls bekommt bei Verwendung dieser impulsformenden Netzwerke eine angenähert rechteckige Gestalt an Stelle einer sinusförmigen Gestalt, die er ohne das Vorhandensein der impulsformenden Reaktanznetzwerke hat. Wenn in der gleichen Zeitspanne die gleiche Ladung von der einen Seite von Kontakten zu ihrer andern Seite übertragen wird, so ist die maximale Stromstärke beim Auftreten eines rechteckigen Stromimpulses wesentlich niedriger als beim Auftreten eines sinusförmigen Stromimpulses.

   Ein angenähert rechteckförmiger Impuls wird durch Verwendung der erfindungsgemässen impulsformenden Reaktanznetzwerke erzielt. Es kann dabei die maximale Stromstärke um über   350/0   herabgesetzt werden. Hiebei ergibt sich noch ein weiterer Vorteil, wie bereits angedeutet wurde. Es verringert sich dabei nämlich zugleich auch die bei der Energieübertragung wirksame Dämpfung. Die Schaltstrecke eines elektronischen Kontaktes hat nämlich auch im durchgeschalteten Zustand noch einen gewissen ohmschen Widerstand. Es wird an der Schaltstrecke daher ein Teil der eigentlich zu übertragenden Energie in Wärme umgesetzt, es treten also für die Übertragung Energieverluste auf.

   Da die in Wärme umgesetzte Energie bei konstantem Widerstand proportional dem Quadrat der Stromstärke ist, wird durch Herabsetzung der maximalen Stromstärke in der   erfindungsgemässen Weise   auch eine Herabsetzung der Verluste und damit der durch den Schalter ver- 

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 ursachen Betriebsdämpfung erreicht. Die Betriebsdämpfung lässt sich über   150/0   herabsetzen. 



   Die Ersetzung der zum Kontakt hinführenden Spule durch ein Reaktanznetzwerk darf die für die Wirkungsweise des Schalters massgebenden Eigenschaften des Tiefpasses, nämlich dessen festgelegte Grenzfrequenz und dessen an die angeschlossene Leitung angepassten Wellenwiderstand nicht verändern. Gemäss der Erfindung ist deshalb auch vorgesehen, dass die Querkapazität in ihrer ursprünglichen Grösse zu erhalten ist. Bei Beachtung dieser Vorschrift ergibt es sich, dass die in Betracht kommenden Eigenschaften des Tiefpasses durch den Eingriff in die Schaltung nicht verändert werden. 



   Die gemäss der Erfindung einzufügenden Reaktanznetzwerke können verschiedene Schaltungen haben, wie sie   z. B.   in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind. In Fig. 4 ist eine Schaltung dargestellt, die angewendet werden kann, wenn der Nachrichtenaustausch anstatt über einen Multiplexpunkt über eine Multiplexleitung geführt wird. In den Fig. 5 und 6 sind zwei äquivalente impulsformende Reaktanznetzwerke aus den Schaltungen herausgetrennt dargestellt. In den Fig.   7 - 9   sind einige bei verschiedener Dimens, ionierung der impulsformenden Reaktanznetzwerke feststellbare Formen von Stromimpulsen dargestellt. 



   Es wird nun zunächst das bei den Schaltern gemäss Fig. 2 vorgesehene impulsformende Reaktanznetzwerk näher betrachtet. Es ist einzeln fur sich in Fig. 5 dargestellt. Es besteht aus einzelnen quer zu der Leitung liegenden verschiedenen Reihenschwingkreisen, deren Resonanzschwingungen jeweils eine Periode haben, die doppelt so lang wie ungerade Bruchteile der Schliessungszeit der Kontakte sind. Bei dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel sind drei derartige Reihenschwingkreise vorgesehen. Der erste Reihenschwingkreis besteht aus der Spule 11 und dem Kondensator   A IC,   der zweite aus der Spule 12 und dem Kondensator A 2C und der dritte aus der Spule 13 und dem Kondensator A 3C.

   Die bei den Schaltern ge- 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
2verwendet sein.   ule uerkapazitat des ursprunglicn vorhanaen   gewesenen   Ladekonaensators C, s. t'lg. l,   ist auf die Kondensatoren der vorgesehenen Reihenschwingkreise verteilt, u. zw. in der Weise, dass die 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 gungskreise einzeln in an sich bekannter Weise berechnen. 



   Wie Fig. 2 zeigt, ist das aus den Reihenschwingkreisen bestehende impulsformende Reaktanznetzwerk mit dem Tiefpass aus den Schaltelementen K, H, C zu einem neuen Netzwerk verschmolzen, u. zw. in der Weise, dass das impulsformende Reaktanznetzwerk die Querkapazität C nunmehr mitenthält. Wie z. B. die Messung gezeigt hat, bleibt dabei die Grenzfrequenz des ursprünglichen Tiefpasses und dessen Wellenwiderstand zur Anpassung an die Leitung erhalten. 



   In Fig. 6 ist ein impulsformendes Reaktanznetzwerk gezeigt, dessen Schaltung etwas anders als die des in Fig. 5 dargestellten ist. Es ist bei den in Fig. 3 dargestellten Schaltern verwendet. Es besteht aus 
 EMI3.5 
 spielen sind jeweils die beiden Parallelschwingkreise   lI//cI   und   111//cil   vorgesehen. Es können auch hier, entsprechend wie bei den bereits beschriebenen Reaktanznetzwerken mit Reihenschwingkreisen, mehr als zwei Parallelschwingkreise vorgesehen sein. Je mehr Schwingkreise vorgesehen sind, desto mehr nähert sich die Gestalt eines übertragenen Stromimpulses einem Rechteck. Wie bereits erwähnt, gehört zu diesem impulsformenden Netzwerk auch der ursprüngliche Ladekondensator. Es enthält daher auch die Querkapazität des ursprünglichen Tiefpasses.

   Durch die Einbeziehung dieser Querkapazität zum impulsformenden Netzwerk wird eine Verschmelzung zwischen dem ursprünglichen Tiefpass mit dem impulsformenden Netzwerk erzielt, bei der die früheren für seine Wirkung massgebenden Eigenschaften des Tiefpasses erhalten bleiben. 



   In den Fig. 5 und 6 sind die beiden bisher beschriebenen impulsformenden Reaktanznetzwerke einander gegenübergestellt. Sie können als zwischen den Klemmen XI und X2 liegende Zweipole aufgefasst werden. Die Dimensionierung der in Fig. 5 gezeigten aus Reihenschwingkreisen bestehenden Reaktanznetzwerke ist bereits angegeben worden. Das in Fig. 6 gezeigte Reaktanznetzwerk kann z. B. als äquivalentes Netzwerk zu dem in Fig. 5 gezeigten Reaktanznetzwerk berechnet werden. Dies kann nach dem an sich 

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   bekannten Reaktanztheorem vonFoster erfolgen. Dieses Berechnungsverfahren   ist   z. B. in dem Buch :"Pulse   Generators" von Glasoe und Lebacqz, 1948,   auf Seiten193   und 194 beschrieben. 



   Es seien noch die Ergebnisse eines Berechnungsbeispieles angegeben, nach dem eine Schaltung gemäss Fig. 5, welche die beiden Reihenschwingkreise   11-A1C und 12-A2C   aufweist, in eine Schaltung gemäss Fig. 6 umgewandelt wurde, welche dementsprechend den Kondensator C, die Spule 1 und den Par- 
 EMI4.1 
    II//claufweist. Aus denSchaltelementen 11U   =   l,   14   J. L H. cl   = 3 nF und C = 5 nF. 



   In Fig. 7 ist ein Beispiel für die Auswirkung des Ersatzes der Längsinduktivität gemäss der Erfindung bei einem Schalter dargestellt. Es ist dort zunächst zum Vergleich der Verlauf eines Stromimpulses bei der Entladung des Ladekondensators C bei einem Schalter gemäss Fig. 1 gezeigt. Der Stromverlauf wird dort durch die ausgezogene sinusförmige Kurve dargestellt, die sich über die Schliessungszeit t des Kon- taktes erstreckt. Nach Ablauf der Schliessungszeit t wird der Kontakt wieder geöffnet. Über die gleiche
Schliessungszeit t ist auch der Verlauf eines entsprechenden Stromimpulses dargestellt, wie er vorhanden ist, wenn ein pulsformendes Reaktanznetzwerk mit drei Schwingungskreisen verwendet ist. Es ist dies die gestrichelte Kurve in Fig. 7.

   Die Form dieses Stromimpulses hat sich gegenüber dem sinusförmigen Verlauf des ursprünglichen Stromimpulses der Gestalt eines Rechteckes schon sehr weit genähert. Die Fläche unter den beiden verglichenen Kurven ist jeweils gleich. 



   Es ist nun möglich ohne Vermehrung der Schaltmittel, aus denen das verwendete pulsformende Reaktanznetzwerk besteht, eine weitere Verringerung der Betriebsdämpfung um einige Prozent zu erreichen. 



  Dies wird durch zusätzlichen Abgleich im Reaktanznetzwerk erreicht, der eine noch günstigere Form der Stromimpulse zustandebringt. Hiefür gibt es verschiedene Möglichkeiten. 



   Zunächst kann ein zusätzlicher Abgleich der Schwingkreise bei Erhaltung der Querkapazität vorgenommen werden. Die   Querkapazität   setzt sich aus den zu den Kondensatoren   A1C, A 2C, A 3C...   ge-   hörenden Teilkapazitäten   zusammen oder besteht aus der Kapazität des Kondensators C. Für den Abgleich sind die jenseits des Kontaktes des Schalters, z. B. des Kontaktes kl, abgehenden Leitungsadern durch den Wellenwiderstand der Leitung zu ersetzen. An Stelle der in den Fig. 2 und 3 vom Multiplexpunkt Mt nach links wegführenden Leitungsadern und   den dort angeschlossenen Reaktanzen   ist also ein Abschlusswiderstand vorzusehen, der dem Wellenwiderstand der Leitung entspricht und der die beiden Leitungsadern verbindet. Dabei ist ein ohmscher Widerstand zu verwenden.

   Nach dem Abgleich ist der frühere Zustand wieder herzustellen, um den Schalter in Betrieb nehmen zu können. Der Abgleich selber ist in der Weise vorzunehmen, dass als Kriterium der bei Entladung des Ladekondensators C (Fig. 3) bzw. der gleich hoch   aufgeladenenLadekondensatorenAlC, A2C, A3C... (Fig. 2) über   den Abschlusswiderstand auftretende Entladungsvorgang verwendet wird. Der Kontakt kl ist dabei jeweils so lange zu schliessen, bis der Entladungsvorgang abgeklungen ist, also länger als für die sonst vorgesehene Schliessungszeit t. Dieser Entladungsvorgang ist in Fig. 8 durch die gestrichelte Kurve dargestellt.

   Im Vergleich zu einem zur Schlie- ssungszeit t gehörenden Rechteck-Näherungsimpuls, wie er in Fig. 7 als gestrichelte Kurve dargestellt ist, hat der Entladungsvorgang einen Ausschwingvorgang, der nach Ablauf der Schliessungszeit t einsetzt. 



   Es hat sich nun herausgestellt, dass durch den angegebenen Abgleich die Form des Entladungsvorganges sich so verändern lässt, dass der Ausschwingvorgang verkleinert wird. Die sich beispielsweise dabei ergebende Form des Entladungsvorganges ist als punktierte Kurve in Fig. 8 gezeigt. Betreibt man den Schalter nach dem Abgleich wieder in der ursprünglich vorgesehenen Weise, so zeigt es sich dann, dass sich die Betriebsdämpfung verringert hat. 



   Ausserdem kann ein zusätzlicher Abgleich auch in der Weise vorgenommen werden, dass zur Hervorhebung der Oberschwingungen beim Stromimpuls gemäss Fig. 7 ein Abgleich der    Teilkapazitäten,   also 
 EMI4.2 
 
Fig. 2.derart, dass sich die Summe der Teilkapazitäten und dass sich die Periode der Resonanzschwingungen der die Teilkapazitäten aufweisenden Reihenschwingkreise nicht verändern. Dieser Abgleich verändert das L/C-Verhältnis in den einzelnen Reihenschwingkreisen. Wird das L/C-Verhältnis bei den die Oberschwin- 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 

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 nicht beeinflusst. Mit der Vergrösserung des quadratischen Mittelwertes ist nun zugleich eine Herabsetzung der Betriebsdämpfung verbunden.

   Ein derartig abgeglichenes Reaktanznetzwerk lässt sich auch nach dem
Fosterschen Reaktanztheorem in ein Reaktanznetzwerk mit Parallelschwingkreisen gemäss Fig. 6 umwan- deln. 



   Bei den in Fig. 3 gezeigten Schaltern sind den Kontakten kl und k2 jeweils Reihenschaltungen aus
Parallelschwingkreisen und Spulen vorgeschaltet. Die Reihenfolge der Teile dieser Reihenschaltungen ist selbstverständlich jeweils beliebig. Unter bestimmten Voraussetzungen können die zu zwei Schaltern ge- hörenden Reihenschaltungen miteinander zu einer resultierenden Reihenschaltung vereinigt werden und ausserdem zentralisiert werden, so dass bei weiteren mit ihnen zusammenarbeitenden Schaltern die Rei- henschaltungen eingespart werden können. Dies ist der Fall, wenn der Nachrichtenaustausch anstatt über einen Multiplexpunkt, wie in den Schaltungsanordnungen gemäss den Fig.   1-3, nunmehr   über eine Mul- tiplexleitung geführt wird. 



   Die hier vorliegenden Verhältnisse werden nun an Hand der Fig. 4 erläutert. Es sind hier zwei Grup- pen von Schaltern angedeutet. Zur ersten Gruppe gehört der Schalter mit dem Kontakt kl. Er ist an die
Multiplexleitung Mg bei dem Vielfachschaltungszeichen vl angeschlossen. Wie durch das Vielfachschal- tungszeichen vl angedeutet ist, sind dort noch andere Schalter angeschlossen. In entsprechender Weise sind an die Multiplexleitung Mg bei dem Vielfachschaltungszeichen v2 mehrere weitere Schalter ange- schlossen, die die zweite Gruppe von Schaltern bilden. Zu ihnen gehört der Schalter mit dem Kontakt k2.
Ein Nachrichtenaustausch ist hier stets über die Multiplexleitung Mg zu führen.

   An Schaltern derselben
Gruppe angeschlossene Teilnehmer können daher untereinander keinen Nachrichtenaustausch durchfüh- ren, sondern es kann hier jeweils ein Nachrichtenaustausch lediglich zwischen Teilnehmern der einen
Gruppe und Teilnehmern der andern Gruppe durchgeführt werden. Dies ermöglicht die in Reihe mit den
Kontakten kl und k2 liegenden Schaltelemente, über die der Stromimpuls zu fliessen hat, der die Über- tragung von Ladungen zwischen Ladekondensatoren zu bewirken hat, zu einem resultierenden Zweipol zusammenzufassen und in die Multiplexleitung Mg einzufügen. Es liegt dann zwischen den übrigen Teilen der beiden Schalter mit diesen Kontakten, wenn die Kontakte kl und k2 für die Übertragung geschlossen sind, ein Netzwerk mit der gleichen Wirkung wie bei der ursprünglichen Schaltungsanordnung.

   Wegen der
Symmetrie der Schaltung ist auch dies der Fall, wenn an Stelle der Kontakte kl und k2 die Kontakte von je einem andern Schalter der einen und der andern Gruppe von Schaltern geschlossen sind. Der in der Multiplexleitung Mg eingefügte Zweipol ersetzt also die Parallelschwingkreise und die zu den Kontakten führenden Spulen aller Schalter. 



   In Fig. 4 ist noch angegeben, wie gross die Schaltelemente des resultierenden Zweipols sind. Er besteht aus der Spule   21.   deren Induktivität doppelt so gross wie die der Spule 11 ist, aus dem Parallelschwingkreis mit der Spule   211.   deren Induktivität doppelt so gross wie die der Spule   1 I   ist, und mit dem Kondensator 1/2   cl,   dessen Kapazität halb so gross wie die des Kondensators cI ist. Ferner ist noch der Parallelschwingkreis mit der Spule   21U, deren   Induktivität doppelt so gross wie die der Spule   1 M ist,   und mit dem Kondensator 1/2 cII, dessen Kapazität halb so gross wie die des Kondensators   cII   ist. Die Grö- ssen dieser Schaltelemente ergeben sich in elementarer Weise. 



   Ausser in der bereits beschriebenen Weise können die jeweils verwendeten impulsformenden Reaktanznetzwerke oder Teile derselben auch in anderer Weise durch äquivalente Netzwerke ersetzt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Schalter mit periodisch betätigtem Kontakt und mit einem an die über den Schalter zu verbindenden zweiadrigen Leitungen angepassten Reaktanznetzwerk aus einem Tiefpass, dessen Grenzfrequenz kleiner als die halbe Frequenz ist, mit der der Schalter betätigt wird, mit einem Ladekondensator als Querkapazität, und aus einer zum Kontakt hinführenden Spule als Längsinduktivität, wobei die Periode der Resonanzschwingung eines aus der Spule und dem Ladekondensator bestehenden Schwingungskreises doppelt so lang wie die Schliessungszeit des Kontaktes ist, insbesondere für Zeitmultiplexvermittlungssysteme, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erhaltung der Querkapazität   (C)   in ihrer ursprünglichen Grösse die zum Kontakt (kl bzw.

   k2) hinführende Spule (L) mit der Längsinduktivität durch ein die Querkapazität mitenthaltendes impulsformendes Reaktanznetzwerk ersetzt ist, welches sinusförmigen Impulsen eine angenähert rechteckige Gestalt gibt.

Claims (1)

  1. 2. Schalter nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass das impulsformende Reaktanznetzwerk aus einzelnen quer zur Leitung liegenden verschiedenenReihenschwingkreisen (l1-AlC ; 12-A2C ; 13-A3C ;...) besteht, deren Resonanzschwingungen jeweils eine Periode (Tl ; T2 ; T3...) haben, die doppelt so lang, <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 EMI6.2 T2 =-t, T3 =-t usw.),13-. 3-A 3C,...) verhalten.
    3. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das impulsformende Reaktanznetzwerk aus. dem Kontakt vorgeschalteten Parallelschwingkreisen (lI//cI ; III//cII ;...), einer vorgeschalteten Spule (1) und aus dem ursprünglichen Ladekondensator mit unveränderter Kapazität (C) besteht.
    4. Schalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das impulsformende Reaktanznetzwerk als äquivalentes Netzwerk zum impulsformenden Reaktanznetzwerk gemäss Anspruch 2 nach dem an sich bekannten Reaktanztheorem von Foster dimensioniert ist.
    5. Schalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzlicher Ab- gleich der Schwingkreise bei Erhaltung der Querkapazität vorgenommen ist, für den die jenseits des Kon- taktes (kl bzw. k2) abgehenden Leitungsadern ohmisch durch den Wellenwiderstand der Leitung ersetzt sind und durch den der bei Entladung der gleich hoch aufgeladenen Ladekondensatoren auftretende Ent- ladungsvorgang, der im Vergleich zu einem entsprechenden Rechtecknäherungsimpuls einen Ausschwing- vorgang aufweist, so verändert ist, dass der Ausschwingvorgang verkleinert ist.
    6. Schalter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Hervorhebung der EMI6.3 EMI6.4 rend der Dauer (t) eines Stromimpulses verkleinert wird.
    7. Mehrfach vorgesehene Schalter nach einem der Ansprüche 3 bis 6, welche an eine Multiplexleitung angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zu den impulsformenden Reaktanznetzwerken zweier über die Multiplexleitang zusammenarbeitender Schalter gehörenden Parallelschwingkreise (11//cl ; EMI6.5 ;...)trales Netzwerk auch die Parallelschwingkreise und vorgeschalteten Spulen weiterer Schalter ersetzen.
    8. Schalter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils verwendeten impulsformenden Reaktanznetzwerke oder Teile derselben durch äquivalente Netzwerke ersetzt sind.
AT840461A 1961-01-20 1961-11-08 Schalter für Zeitmultiplexvermittlungssysteme AT226786B (de)

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