AT115516B - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen.Info
- Publication number
- AT115516B AT115516B AT115516DA AT115516B AT 115516 B AT115516 B AT 115516B AT 115516D A AT115516D A AT 115516DA AT 115516 B AT115516 B AT 115516B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- roller
- trough
- press
- fabric
- steam
- Prior art date
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 title claims description 26
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 19
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims description 14
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 claims description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 4
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 claims description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 3
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 claims description 2
- 238000009958 sewing Methods 0.000 claims 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000007788 roughening Methods 0.000 description 2
- 230000036782 biological activation Effects 0.000 description 1
- 238000005119 centrifugation Methods 0.000 description 1
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 description 1
- 230000002538 fungal effect Effects 0.000 description 1
- 238000007731 hot pressing Methods 0.000 description 1
- 230000002045 lasting effect Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000565 sealant Substances 0.000 description 1
- 238000010792 warming Methods 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Der Trocknungsvorgang von Stoffbahnen auf den üblichen Gewebespann-und Trocknnngs- maschinen hält nachhaltig die bei ZufÜhrung der Gewebebahn zu einer Trocknungsmaschine eintretende Ordnung oder Unordnung des Gewebes aufrecht. Bisher wurden in allen Fällen die Stoffbahnen, so wie sie von der Wäsche und nach der Entwässerung durch Zentrifugieren oder durch Absaugung kommen, der Trocknungsmaschine mit allen vorher entstandenen Falten und Knitterungen zugeführt. Dies hat zur Folge, dass die getrockneten Stoffbahnen nachher scharfen trockenheissen Presssungen und scharfer trockener Dekatur mit sehr heissen Dämpfen unterworfen werden milssen. um der Stoffbahn ein faltenfreies. glattes Aussehen zu geben. Durch diese bisher als notwendig angesehenen und ausgeübten trockenheissen Gewaltsvorgänge werden aber die Stoffbahnen bzw. ihre Faserstoffe, aus denen sie hergestellt sind, sehr geschädigt. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, in einem fliessenden Arbeitsgange, d. h. ohne Unterbrechung, in einem Zuge schon vor dem üblichen Trocknen durch eine heisse Walzenpresse und gleichzeitige Pressdekatur die nasse Stoffbahn so zu behandeln. dass nachhaltig die Falten und Knitterungen, die während der Entwässerung und der Trocknung entstanden sind. beseitigt werden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst. dass die in der bereits entwässerten Stoffbahn noch enthaltene Nässe, die ungefähr 40 , beträgtm zur biologischen Belebung des Fasermaterials, aus welchem die Stoffbahn besteht und zum Schutz gegen Trockenverbrennung des Fasermaterials benutzt wird. Die hiebei noch nachfolgende und in mildester Anwendung zur Wirkung gelangende Nachtrocknung legt die nachhaltige, also aufrechterhaltene falten-und knitterfreie glatte Fläche der Stoffbahn endgültig fest. Während bei dem bisher üblichen Arbeitsvorgang die einzelnen Etappen in der Reihenfolge : Trocknen. Pressen, Dekatieren einander folgen, wickelt sich nach dem neuen Verfahren der Arbeitsvorgang in der Reihenfolge : Pressen, Dekatieren. Trocknen, u. zw. in einer einheitlichen Fliessarbeit, ab. Dieses Verfahren kann auch vor dem Rauhen von Geweben angewendet werden, um dem Rauhvorgange eine unbedingt nachhaltig geordnete glatte Stoffbahn zuzuführen. wodurch der Rauheffekt ein absolut gleichmässiger wird. weil die Rauhkarden oder Rauhkratzen auf einer absolut gleichmässigen EMI1.2 Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht teils aus bekannten, teils aus neuen Teilen. Als neu ist bei dieser Vorrichtung anzusehen die Walzenmuldenpresse mit der Stoffbahnführung zu dem besonderen Zweck der Vorwärmung, bevor die Stoffbahn zwischen Presswalze und Mulde gelangt, und der nachfolgenden Nachtrocknung durch weitere Führung der Stoffbahn über die Umfläche der Presswalze. Die Vor-und Nachtrocknung kann aber auch auf dem umwegs über besondere Heizkörper, wie z. B. geheizte Walzen, herbeigeführt werden. Die Zeichnung veranschaulicht durch die Fig. 1 bis 3 drei verschiedene Ausführungsbeispiele. EMI1.3 über eine der bekannten Absaugevorrichtungen e geführt, die die aus der Stoffbahn herausgesaugte Flüssigkeit in den Behälter cl ÜberfÜhrt. Die entwässerte Stoffbahn wird in eine aus Nadel-oder Kluppenketten bestehende Breitspannvorrichtung e und von dieser über eine Führungswalze f geführt, die bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel gleichzeitig als Breitstreckwalze ausgebildet ist. Die örtliehe Lagerung der letzteren ist so gewählt, dass die entwässerte Stoffbahn sehon an der Stelle g mit <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 heizbar sein kann. Auf dem Wege von i nach k wird die Stoffbahn einerseits der Verdampfung ihres Wassergehaltes, anderseits einem Pressdruck ausgesetzt ; der sich bildende Dampf kann nicht entweichen, weil die Stoffbahn selbst das Dichtungsmittel darstellt. Nun ist es bekannt, dass jede Spinnfaser, solange sie warm und nass behandelt wird, am gefügigsten ist, welche Eigenschaft zwar in manchen Fällen, wie zum Beispiel beim Färben, Wärmen, Waschen durch Verfilzungen zu Störungen Anlass gibt ; aber bei dem vorliegenden Verfahren wird diese Eigenschaft bei der Lösung der gestellten Aufgabe günstig aus- genutzt. EMI2.2 wird sie bis zu der Stelle n, wo sie allmählich auf die Führungswalze o übergeht, durch die Presswalze nach- getroeknet und dann ihrem weiteren Verwendungszweck oder einer weiteren Behandlung zugeleitet. Soll sie nach der Behandlung in der Walzenmuldenpresse im Sinne des vorliegenden Verfahrens aufgebäumt werden, dann gelangt sie von der FÜhrungswalze 0 im Sinne der Fig. 2 gleich auf den Baum r. Die Walze o ! kann gegebenenfalls gleichzeitig von innen heizbar sein, so dass eine weitere Nachtrocknung der Stoffbahn auf ihr stattfindet. Man kann aber die Ware, ehe sie in die Walzenmuldenpresse gelangt, auch gemäss Fig. 3 führen, indem an Stelle der Breitstreckwalze fund der Führungswalze o zwei seitlich von der Mulde angeordnete feststehende oder drehbare Heizkörper : [', y angeordnet werden, über welche die Ware (I geführt wird. Auch in diesem Falle kann : c als Breitstrecker dienen. Bei Ausführung des vorliegenden Verfahrens bleiben klimatische Einwirkungen ohne Einfluss auf die Ware. zumal das Verfahren der vorliegenden Erfindung unter nässeren Bedingungen ausgeübt werden kann. als sie das in manchen Tropengegenden herrschende fenchte Klima aufzuweisen hat. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Behandeln von Stoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnde EMI2.3 aufeinanderfolgend, gepresst, dakatiert und getrocknet und zum Dekatieren die nach dem Entwässern in der Stoffbahn noch enthaltene, während des Pressvorganges verdampfende Nässe benutzt wird, um eine biologische Belebung der Stoffbahnfasern zu bewirken und eine Trockenverbrennung der Fasern zu verhindern.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Entwässern noch nasse Stoffbahn in glatt ausgebreitetem Zustande durch eine zum Beispiel mittels Dampf geheizte Walzenmuldenpresse hindurchgeführt wird, innerhalb welchen Vorganges die in der Stoffbahn enthaltene Feuchtigkeit so zur Verdampfung kommt und in der Presse gebunden bleibt, dass der Dampf auf das Fasermaterial einwirken muss.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffbahn vor dem Eintritt in die Walzenmuldenpresse und nach Verlassen derselben über je einen Teil des Walzenumfanges geführt wird, um ein Vorwärmen und Nachtrocknen zu bewirken.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffbahn unmittelbar vor der Pressmulde und hinter derselben über je einen Heizkörper, z. B. eine geheizte Walze, geführt wird. um eine Anwärmung und Nachtrocknung der Stoffbahn zu bewirken.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe als Fliessarbeit. sei es als Vor-oder Zwischenstufe der bisher bekannten Trockenverfahren dient.ss. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen l bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass dieselbe aus einer Absaugvorrichtung (c), einem Spannrahmpnfeld (e), einem Breii- halter (f) und einer Muldenpresse (h, m) besteht, die aufeinanderfolgend und hintereinander angeord- net sind.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennziechnet, dass die Walzenmuldenpresse aus einer mit Dampf gespeisten Hohlwalze (71) und einer hohlen, ebenfalls mit Dampf gespeisten Mulde besteht.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Hohlwalze (h) Führungswalzen (f, 0) vorgesehen sind, um einen Teil des Umfanges der Hohlwalze (ii) als Vorwärmer, den anderen. Teil als Naehtrockner verwenden zu können.9. Vorrichtung nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (f) gleichzeitig als Breithalter, die Walze (o) als Nachtrockner ausgebildet ist.10. Vorrichtung nach den Ansprüchen H und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungswalzen ('f, /J durch seitlich von der Mulde angeordnete feststehende oder drehbare Heizkörper (X, y) ersetzt sind, von denen (x) gleichzeitig als Vorwärmer und Breithalter. (y) als Nachtrockner dienen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE115516X | 1927-11-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT115516B true AT115516B (de) | 1929-12-27 |
Family
ID=5654276
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT115516D AT115516B (de) | 1927-11-17 | 1928-10-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT115516B (de) |
-
1928
- 1928-10-12 AT AT115516D patent/AT115516B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE413177C (de) | Einrichtung zum Abheben blattfoermigen Gutes, z.B. einer Paplerbahn, von einem Foerderband oder vom Trockenzylinder einer Trockenanlage | |
| DE2939870A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum glaetten und trocknen von gewaschenen formteilen aus mischgewebe | |
| DE1635141C3 (de) | Verfahren zur krumpffreien Ausrüstung von Textilien, die zumindest einen Anteil natürlicher Fasern enthalten, und Trommeltrockner zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2829354A1 (de) | Verfahren in einer tissuepapiermaschine, die mit einem durchstroemtrockner ausgeruestet ist | |
| DE1611762C3 (de) | ||
| DE69913416T2 (de) | Vorrichtung zum Schrumpfen textiler Warenbahnen | |
| AT115516B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen. | |
| DE732987C (de) | Vorrichtung zum Entwaessern oder Abpressen von Bahnen aus Faserstoffen | |
| EP0395861B1 (de) | Verfahren zum kontinuierlichen permanenten Dekatieren und Fixieren von bahnförmigem Textilgut, wie Gewebe, Gewirke oder dergleichen | |
| DE504301C (de) | Vorrichtung zur Veredlung von Stoffbahnen | |
| DE393193C (de) | Vorrichtung zum Trocknen von Papier- und anderen Stoffbahnen | |
| DE610463C (de) | Vorrichtung zum Daempfen von Geweben | |
| DE2061645A1 (de) | Verfahren zum kompressiven Schrumpfen von Textil Schichtstoffen | |
| DE2006065C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Fixieren, Kondensieren o.dgl. von bahnförmigem Textilgut | |
| DE650865C (de) | Verfahren zum Entwaessern und Trocknen von Rohstoffbahnen oder -bogen, wie Cellulose, Holzstoff o. dgl. | |
| DE300381C (de) | ||
| DE617326C (de) | Mitlaeufer fuer die Nass- und Trockenpartie an Entwaesserungsmaschinen fuer Papierstoff o. dgl. | |
| DE678826C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entwaessern von Zellstoff, Papier, Karton o. dgl. in Bahnen | |
| DE723626C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Dekatieren von Textilgeweben | |
| DE924005C (de) | Verfahren zum Entwaessern und Trocknen laufender Bahnen | |
| DE666131C (de) | Verfahren zum Trocknen von luftdurchlaessigen, geschlossenen Fertigpapierbahnen | |
| DE449200C (de) | In die Trockenpartie eingebautes, ununterbrochen arbeitendes Glaettwerk | |
| AT151001B (de) | Das Trocknen von Bahnen aus Zellstoff, Holzstoff, Pappe, luftdurchlässigem Papier und ähnlichen Erzeugnissen. | |
| AT137585B (de) | Verfahren zum Trocknen von Papierrohstoffen, wie Zellulose, Holzstoff od. dgl. | |
| AT314457B (de) | Verfahren zum kontinuierlichen Naßbehandeln von auss näturlichen und/oder synthetischen Fasern bestehendem Textilgut mit Lösungsmitteln sowie Vorrichtung zu dessen Durchführung |