AT115516B - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen.

Info

Publication number
AT115516B
AT115516B AT115516DA AT115516B AT 115516 B AT115516 B AT 115516B AT 115516D A AT115516D A AT 115516DA AT 115516 B AT115516 B AT 115516B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
roller
trough
press
fabric
steam
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Maly
Original Assignee
Hermann Maly
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Maly filed Critical Hermann Maly
Application granted granted Critical
Publication of AT115516B publication Critical patent/AT115516B/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Der Trocknungsvorgang von Stoffbahnen auf den üblichen   Gewebespann-und Trocknnngs-   maschinen hält nachhaltig die bei   ZufÜhrung der Gewebebahn zu   einer Trocknungsmaschine eintretende Ordnung oder Unordnung des Gewebes aufrecht. Bisher wurden in allen Fällen die Stoffbahnen, so wie sie von der Wäsche und nach der   Entwässerung   durch Zentrifugieren oder   durch Absaugung   kommen, der Trocknungsmaschine mit allen vorher entstandenen Falten und   Knitterungen   zugeführt. Dies hat zur Folge, dass die getrockneten Stoffbahnen nachher scharfen trockenheissen Presssungen und scharfer trockener Dekatur mit sehr heissen Dämpfen unterworfen werden milssen. um der Stoffbahn ein faltenfreies. glattes Aussehen zu geben. 



   Durch diese bisher als notwendig angesehenen und ausgeübten trockenheissen Gewaltsvorgänge werden aber die Stoffbahnen bzw. ihre Faserstoffe, aus denen sie hergestellt sind, sehr geschädigt. 



   Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, in einem fliessenden Arbeitsgange, d. h. ohne Unterbrechung, in einem Zuge schon vor dem üblichen Trocknen durch eine heisse Walzenpresse und gleichzeitige Pressdekatur die nasse Stoffbahn so zu behandeln. dass nachhaltig die Falten und Knitterungen, die während der Entwässerung und der   Trocknung   entstanden sind. beseitigt werden. 



   Diese Aufgabe wird dadurch   gelöst.   dass die in der bereits entwässerten Stoffbahn noch enthaltene Nässe, die ungefähr 40 , beträgtm zur biologischen Belebung des Fasermaterials, aus welchem die Stoffbahn besteht und zum Schutz gegen Trockenverbrennung des Fasermaterials benutzt wird. Die hiebei noch nachfolgende und in mildester Anwendung zur Wirkung gelangende Nachtrocknung legt die nachhaltige, also aufrechterhaltene   falten-und knitterfreie glatte Fläche   der Stoffbahn endgültig fest. 



   Während bei dem bisher üblichen Arbeitsvorgang die einzelnen Etappen in der Reihenfolge : Trocknen. Pressen, Dekatieren einander folgen, wickelt sich nach dem neuen Verfahren der Arbeitsvorgang in der Reihenfolge : Pressen, Dekatieren. Trocknen, u. zw. in einer einheitlichen Fliessarbeit, ab. 



   Dieses Verfahren kann auch vor dem Rauhen von Geweben angewendet werden, um dem Rauhvorgange eine unbedingt nachhaltig geordnete glatte Stoffbahn zuzuführen. wodurch der Rauheffekt ein absolut   gleichmässiger   wird. weil die Rauhkarden oder Rauhkratzen auf einer absolut gleichmässigen 
 EMI1.2 
 



   Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht teils aus bekannten, teils aus neuen Teilen. Als neu ist bei dieser Vorrichtung anzusehen die Walzenmuldenpresse mit der Stoffbahnführung zu dem besonderen Zweck der   Vorwärmung, bevor   die Stoffbahn zwischen Presswalze und Mulde gelangt, und der nachfolgenden   Nachtrocknung durch   weitere Führung der Stoffbahn über die   Umfläche   der Presswalze. Die   Vor-und Nachtrocknung   kann aber auch auf dem   umwegs   über besondere Heizkörper, wie z. B. geheizte Walzen, herbeigeführt werden. 



   Die Zeichnung veranschaulicht durch die Fig. 1 bis 3 drei verschiedene Ausführungsbeispiele. 
 EMI1.3 
 über eine der bekannten Absaugevorrichtungen e geführt, die die aus der Stoffbahn herausgesaugte Flüssigkeit in den Behälter   cl ÜberfÜhrt.   Die   entwässerte   Stoffbahn wird in eine aus Nadel-oder Kluppenketten bestehende Breitspannvorrichtung e und von dieser über eine Führungswalze f geführt, die bei   dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel gleichzeitig als Breitstreckwalze ausgebildet ist. Die örtliehe Lagerung der letzteren ist so gewählt, dass die entwässerte Stoffbahn sehon an der Stelle g mit   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 heizbar sein kann.

   Auf dem Wege von i nach k wird die Stoffbahn einerseits der Verdampfung ihres
Wassergehaltes, anderseits einem   Pressdruck ausgesetzt   ; der sich bildende Dampf kann nicht entweichen, weil die Stoffbahn selbst das Dichtungsmittel darstellt. Nun ist es bekannt, dass jede Spinnfaser, solange sie warm und nass behandelt wird, am gefügigsten ist, welche Eigenschaft zwar in manchen Fällen, wie zum Beispiel beim Färben, Wärmen, Waschen durch Verfilzungen zu Störungen Anlass gibt ; aber bei dem vorliegenden Verfahren wird diese Eigenschaft bei der Lösung der gestellten Aufgabe günstig aus- genutzt. 
 EMI2.2 
 wird sie bis zu der Stelle n, wo sie allmählich auf die Führungswalze o übergeht, durch die Presswalze nach-   getroeknet   und dann ihrem weiteren   Verwendungszweck   oder einer weiteren Behandlung zugeleitet.

   Soll sie nach der Behandlung in der   Walzenmuldenpresse   im Sinne des vorliegenden Verfahrens aufgebäumt werden, dann gelangt sie von der   FÜhrungswalze 0 im Sinne   der Fig. 2 gleich auf den Baum r. Die Walze o   ! kann gegebenenfalls gleichzeitig von   innen heizbar sein, so dass eine weitere Nachtrocknung der Stoffbahn auf ihr stattfindet. Man kann aber die Ware, ehe sie in die Walzenmuldenpresse gelangt, auch gemäss
Fig. 3 führen, indem an Stelle der Breitstreckwalze fund der Führungswalze o zwei seitlich von der Mulde angeordnete feststehende oder   drehbare Heizkörper : [', y angeordnet werden, über welche   die Ware   (I     geführt wird. Auch   in diesem Falle kann : c als Breitstrecker dienen. 



   Bei Ausführung des vorliegenden Verfahrens bleiben klimatische Einwirkungen ohne Einfluss auf die Ware. zumal das Verfahren der vorliegenden Erfindung unter nässeren Bedingungen ausgeübt werden kann. als sie das in manchen Tropengegenden herrschende fenchte Klima aufzuweisen hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Behandeln von   Stoffbahnen,   dadurch   gekennzeichnet,   dass die zu behandelnde 
 EMI2.3 
 aufeinanderfolgend, gepresst, dakatiert und getrocknet und zum Dekatieren die nach dem Entwässern in der Stoffbahn noch enthaltene, während des Pressvorganges verdampfende Nässe benutzt wird, um eine biologische Belebung der   Stoffbahnfasern   zu bewirken und eine   Trockenverbrennung   der Fasern zu verhindern.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Entwässern noch nasse Stoffbahn in glatt ausgebreitetem Zustande durch eine zum Beispiel mittels Dampf geheizte Walzenmuldenpresse hindurchgeführt wird, innerhalb welchen Vorganges die in der Stoffbahn enthaltene Feuchtigkeit so zur Verdampfung kommt und in der Presse gebunden bleibt, dass der Dampf auf das Fasermaterial einwirken muss.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffbahn vor dem Eintritt in die Walzenmuldenpresse und nach Verlassen derselben über je einen Teil des Walzenumfanges geführt wird, um ein Vorwärmen und Nachtrocknen zu bewirken.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffbahn unmittelbar vor der Pressmulde und hinter derselben über je einen Heizkörper, z. B. eine geheizte Walze, geführt wird. um eine Anwärmung und Nachtrocknung der Stoffbahn zu bewirken.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe als Fliessarbeit. sei es als Vor-oder Zwischenstufe der bisher bekannten Trockenverfahren dient.
    ss. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen l bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass dieselbe aus einer Absaugvorrichtung (c), einem Spannrahmpnfeld (e), einem Breii- halter (f) und einer Muldenpresse (h, m) besteht, die aufeinanderfolgend und hintereinander angeord- net sind.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennziechnet, dass die Walzenmuldenpresse aus einer mit Dampf gespeisten Hohlwalze (71) und einer hohlen, ebenfalls mit Dampf gespeisten Mulde besteht.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Hohlwalze (h) Führungswalzen (f, 0) vorgesehen sind, um einen Teil des Umfanges der Hohlwalze (ii) als Vorwärmer, den anderen. Teil als Naehtrockner verwenden zu können.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (f) gleichzeitig als Breithalter, die Walze (o) als Nachtrockner ausgebildet ist.
    10. Vorrichtung nach den Ansprüchen H und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungswalzen ('f, /J durch seitlich von der Mulde angeordnete feststehende oder drehbare Heizkörper (X, y) ersetzt sind, von denen (x) gleichzeitig als Vorwärmer und Breithalter. (y) als Nachtrockner dienen kann.
AT115516D 1927-11-17 1928-10-12 Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen. AT115516B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE115516X 1927-11-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT115516B true AT115516B (de) 1929-12-27

Family

ID=5654276

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT115516D AT115516B (de) 1927-11-17 1928-10-12 Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT115516B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE413177C (de) Einrichtung zum Abheben blattfoermigen Gutes, z.B. einer Paplerbahn, von einem Foerderband oder vom Trockenzylinder einer Trockenanlage
DE2939870A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum glaetten und trocknen von gewaschenen formteilen aus mischgewebe
DE1635141C3 (de) Verfahren zur krumpffreien Ausrüstung von Textilien, die zumindest einen Anteil natürlicher Fasern enthalten, und Trommeltrockner zur Durchführung des Verfahrens
DE2829354A1 (de) Verfahren in einer tissuepapiermaschine, die mit einem durchstroemtrockner ausgeruestet ist
DE1611762C3 (de)
DE69913416T2 (de) Vorrichtung zum Schrumpfen textiler Warenbahnen
AT115516B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Stoffbahnen.
DE732987C (de) Vorrichtung zum Entwaessern oder Abpressen von Bahnen aus Faserstoffen
EP0395861B1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen permanenten Dekatieren und Fixieren von bahnförmigem Textilgut, wie Gewebe, Gewirke oder dergleichen
DE504301C (de) Vorrichtung zur Veredlung von Stoffbahnen
DE393193C (de) Vorrichtung zum Trocknen von Papier- und anderen Stoffbahnen
DE610463C (de) Vorrichtung zum Daempfen von Geweben
DE2061645A1 (de) Verfahren zum kompressiven Schrumpfen von Textil Schichtstoffen
DE2006065C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Fixieren, Kondensieren o.dgl. von bahnförmigem Textilgut
DE650865C (de) Verfahren zum Entwaessern und Trocknen von Rohstoffbahnen oder -bogen, wie Cellulose, Holzstoff o. dgl.
DE300381C (de)
DE617326C (de) Mitlaeufer fuer die Nass- und Trockenpartie an Entwaesserungsmaschinen fuer Papierstoff o. dgl.
DE678826C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entwaessern von Zellstoff, Papier, Karton o. dgl. in Bahnen
DE723626C (de) Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Dekatieren von Textilgeweben
DE924005C (de) Verfahren zum Entwaessern und Trocknen laufender Bahnen
DE666131C (de) Verfahren zum Trocknen von luftdurchlaessigen, geschlossenen Fertigpapierbahnen
DE449200C (de) In die Trockenpartie eingebautes, ununterbrochen arbeitendes Glaettwerk
AT151001B (de) Das Trocknen von Bahnen aus Zellstoff, Holzstoff, Pappe, luftdurchlässigem Papier und ähnlichen Erzeugnissen.
AT137585B (de) Verfahren zum Trocknen von Papierrohstoffen, wie Zellulose, Holzstoff od. dgl.
AT314457B (de) Verfahren zum kontinuierlichen Naßbehandeln von auss näturlichen und/oder synthetischen Fasern bestehendem Textilgut mit Lösungsmitteln sowie Vorrichtung zu dessen Durchführung