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Im Patent Nr. 112374 ist eine Abfederung von Fahrzeugaehsen, die an einem gegenüber dem Fahrzeugchassis schwingbaren Rahmen fest gelagert sind, beschrieben, bei welcher die Federung zwischen der Pendelachse und dem gefederten Fahrzeugteil durch mit Stossdämpfern in Wirkungsverbindung stehende Federn erfolgt.
Die schwingungsdämpfende Wirkung kann gemäss der vorliegenden Erfindung auch dadurch erzielt werden, dass statt der Stossdämpfer Gegenfedern derart angeordnet werden, dass ihre Federwirkung entgegengesetzt der Federwirkung der Tragfedern ist.
Durch geeignete Wahl der Dimensionen und der Vorspannung der Tragfedern und Gegenfedern kann erreicht werden, dass die bei Stössen auftretenden Schwingungen der Tragfedern genügend schnell durch die Gegenfedern gedämpft werden, da die Anordnung derart getroffen ist, dass einem Zusammendrücken der Tragfedern ein Entspannen der Gegenfedern entspricht und umgekehrt.
Ein weiteres Erfirdungsmerkmal bildet eine besonders zweckmässige Anordnung der Tragfedern in der Weise, dass an dem Pendelrahmen zur Radebene parallele Einviertel-Elliptikfedern fix befestigt werden, deren freie Enden mit dem abgefederten Fahrzeugteil verbunden sind. Das freie Ende des Pendelrahmens dient hiebei bloss zur Aufnahme der Gegenfedern cder Stossdämpfer.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Abfederung einer Pendelachse, beispielsweise eines Motorrad-Beiwagens dargestellt : Fig. 1 zeigt die Anordnung zweier Spiralfedern als Tragfeder und Gegenfeder in Ansicht ; Fig. 2 ist eine Draufsicht hievon. Die Fig. 3 und 4 stellen verschiedene Ausführungsformen unter Verwendung von Einviertei'-ElIiptikfedern in Ansicht dar.
Von dem am Motorrad befestigten Beiwagenrahmen sind bloss die Rahmenrohre 1 und 2 angedeutet. Um die Achse des Rahmenrohres 1 schwingt der die Pendelachse tragende Pendelrahmen J, dessen freies Ende nach Fig. 1 als Auflager für zwei Spiralfedern 4 und 5 ausgebildet ist. Die stärkere Feder 4 dient als Tragfeder, die schwächere 5 als Gegenfeder. Das Rhmenrohr 2 stützt sich vermittels einer zentralen Zugstange 6 und des oberen Federtellers 7 auf die Tragfeder 4 ab. Die Gegenfeder stützt sich unten gegen den mit dem Rahmenrohr 2 fest verbundenen, unteren Federteller 8 ab, und ist mit genügender Vorspannung montiert, um auch bei stärkerem Zusammendrücken der Tragfeder 4 noch einen gewissen Druck auf ihre Unterstützungsflächen auszuüben.
Fig. 3 zeigt Einviertel-Elliptikfedern 9, welche beiderseitig des Rades beispielsweise vermittels der Bügel 10 mit dem Pendelrahmen. 3 fest verbunden sind. Das freie Ende jeder Feder kann zwecks Ermöglichung der bogenförmigen Bewegung auf einer Gleitbahn 11 des Rahmenrohres 2 gleiten. Selbstverständlich kann statt der Gleitbahn eine Aufhängung mittels üblicher Federlaschen vorgenommen werden. Zwischen dem Rahmenrohr 2 und dem freien Ende 12 des Pendelrahmens sind ein oder mehrere.
Stossdämpfer 15 beliebiger Konstruktion angeordnet. Statt der Stossdämpfer kann unter Zwischenschaltung eines Bügels j ! J auch eine Gegenfeder 5' (strichliert gezeichnet) angeordnet sein, welche Anordnung speziell dann empfehlenswert ist. wenn das Rahmenrohr 2 tiefer angeordnet werden soll.
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Anordnung, bei der die Blattfedern 9 unterhalb des Pendelrahmens angeordnet und durch die Federlasche 14 mit dem Rahmenrohr 2 verbunden sind. Statt der Gegenfeder ! ? können natürlich auch ein eder mehrere Stossdämpfer verwendet werden.
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Die dargestellten Ausführungsbeispiele sollen den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken, da in der gegenseitigen Anordnung und Anzahl der Federn und Stossdämpfer mannigfache Variationen möglich sind, die das Erfindungsprinzip nicht berühren.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Abfederung von Pendelachsen bei Motorfahrzeugen nach Patent Nr. 112374, dadurch gekennzeichnet, dass zur Federung zwischen Pendelachse und gefedertem Fahrzeugteil ausser den üblichen Tragfedern zwecks Schwingungsdämpfung derselben Gegenfedern angeordnet sind, derart, dass deren Federwirkung entgegengesetzt der Federwirkung der Tragfedern ist.