AT114000B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit wahlweisem Einzelanruf. - Google Patents
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit wahlweisem Einzelanruf.Info
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Description
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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit wahlweisem Einzelanruf.
Bei Fernsprechanlagen mit wahlweisem Anruf und mehreren Sprechstellen an Gesellschaftleitungen bereitete es bisher Schwierigkeiten, unter Benutzung möglichst einfacher Mittel und in Anpassung an die örtlichen Verhältnisse, eine Reihe von Betriebsbedingungen so zu erfüllen, dass die Anlage als in jeder Weise zuverlässig bezeichnet werden konnte. Dabei waren die allgemeinen Bestrebungen in erster Linie darauf gerichtet, mit Doppelleitung ohne Erde zu arbeiten. Die bekannten Fernsprechanlagen dieser Art besitzen den Nachteil, dass sie bei mangelnder Betriebssicherheit infolge Verwendung äusserst empfindlicher Schaltungsteile sehr umständlich und kostspielig sind.
Die Erfindung schafft hierin Abhilfe durch eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Sprechstellen an Gesellschaftsleitungen und wahlweisem Anruf, bei der die Stromstossgabe für die Fortschaltung der Wählwerke in der Weise von irgend einer beliebigen Teilnehmerstelle durch eine Reihe von Relais zwangläufig gesteuert wird, dass die an einer Zentralstelle veranlassten Stromstösse für die Fortschaltung der Wählwerke in die zwischen den einzelnen Steuerstromstössen liegenden Pausen fallen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung mit einer Zentralstelle und einer Teilnehmerstelle dargestellt. a und b sind die Adern der Doppelleitung, an welche an der Teilnehmerstelle sowohl die Gebereinrichtung mit dem Stromstosskontakt i und den beiden zur Abflachung der Gleichstromstösse beim Öffnen und Schliessen des Kontaktes i vorgesehenen Drosselspulen Da und Db als auch die Empfangseinrichtung mit den Windungen 1 und 2 des Linienrelais L und den zur Absperrung des Linienrelais gegen Gleichstrom angebrachten Kondensatoren 01, O2 angeschlossen ist.
An der Zentralstelle sind als weitere Teile des sogenannten Steuerstromkreises eine Batterie B, ein Relais V, zwei Drosselspulen DI und Dfj über einen Kontakt iII an die Doppelleitung a, b in der Weise angeschlossen, dass der Minuspol der Batterie B Über die Wicklung 1 des Relais V und die Drosselspule D, mit der {t-Leitung und der Pluspol der Bytterie B über die Wicklung 2 des Relais V, die Drosselspule DI, und den Kontakt in mit der b-Leitung verbunden sind. Ausserdem stehen die beiden Leitungen a und b an der Zentralstelle über die Kontakte iI und iIII mit zwei Leitungen einer Wechselstromquelle, wie z. B. eines Starkstromnetzes mit 50periodigem Wechselstrom, in Verbindung.
An der Zentralstelle sind zwei weitere Relais S und J mit zugehörigen Stromkreisen angeordnet. Das S-Relais liegt in einem von dem Pluspol einer Stromquelle über einen vom V-Relais beeinflussten Kontakt vr einmal über die Wicklung des S-Relais, das andere Mal über einen zur Verzögerung des Abfalles des Relaisankers parallel zur Wicklung geschalteten Widerstand WI nach den Minuspol der Stromquelle verlaufenden Stromkreis. Der Stromkreis des J-Relais führt vom Pluspol einer Stromquelle über einen vom S-Relais beeinflussten Kontakt sj, die Wicklung des J-Relais, einen Sehutzwiderstand WII nach dem Minuspol der Stromquelle.
Parallel zur Wicklung des J-Relais, dessen Anker bei Erregung des Relais die Öffnung und Schliessung des Kontaktes in im Steuerstromkreis und der beiden Stromstosskreiskontakte iI und iIII bewirkt, ist ein unter dem Einfluss des V-Relais stehender Kurzsehlusskontakt VIII geschaltet. Der Widerstand What die Aufgabe, bei Schliessung des Kontaktes VIII durch das erregte V-Relais einen Kurzschluss der Batterie des J-Relais zu vermeiden.
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Die Steuerung der Stromstossgabe für die Fortschaltung der Wählwerke wird folgendermassen durchgeführt :
Bei Schliessung des Stromstosskontaktes i an einer der Teilnehmerstellen fliesst ein Gleichstrom vom Pluspol der Batterie B über die Wicklung 2 des V-Relais, die Drosselspule DII, dem bei nicht erregtem J-Relais geschlossenen Kontakt ir, die b-Leitung, die Drosselspule Db, den Kontakt 1 :, die Drosselspule Da, die a-Leitung, die Drosselspule DI und die Wicklung 1 des V-Relais nach dem Minuspol der Stromquelle.
Das V-Relais wird erregt und schliesst den Kontakt VI im Stromkreis des S-Relais und den Kurzschlusskontakt VIII im Stromkreis des J-Relais. Im Stromkreis des S-Relais fliesst nun ein Strom vom Pluspol der Stromquelle über den geschlossenen Kontakt Vb die Wicklung des S-Relais nach dem Minuspol der Stromquelle. Das S-Relais wird dadurch erregt und schliesst den Kontakt s n.
Daraufhin fliesst in den Stromkreis des J-Relais ein Strom vom Pluspol der Stromquelle über den Kontakt sjj, verzweigt sich hier und geht zum grössten Teil über den durch das V-Relais geschlossenen Kontakt VIII und zum weit geringeren Teil durch die Wicklung des J-Relais über den Widerstand WII
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des S-Relais in seiner bisherigen geschlossenen Lage. Es fliesst also im Stromkreis des J-Relais ein Strom vom Pluspol der Stromquelle über den Kontakt sj-t, die Wicklung des J-Relais, den Widerstand TVII nach dem Minuspol der Stromquelle.
Das auf diese Weise erregte Relais J trennt durch Öffnung des Kontaktes iII die Batterie B und das V-Relais von der b-Leitung und legt durch Schliessung der Kontakte iI und iIII die Stromstossleitung für die Fortschaltung der bei den einzelnen Teilnehmerstellen befindlichen Wählwerke an die Doppelleitung a-b. Während der auf diese Weise bewirkte Stromstoss auf die Batterie B und das V-Relais wirkungslos bleibt, wirkt er über die Kondensatoren C*r und CII auf sämtliche Linienrelais L der Teilnehmerstellen ein.
Dieser Stromstoss zur Fortschaltung der Wählwerke durch Erregung der Linienrelais L wird in dem Augenblick beendet, wo der Anker des S- Relais abfällt und den Kontakt Sjj des J-Relais-Stromkreises öffnet, wodurch wiederum das J-Relais aberregt und die Kontakte iI und im geöffnet und der Kontakt iIl geschlossen werden. Bei jedesmaligem Schliessen des Kontaktes i wiederholt sich das gleiche Spiel.
An Stelle eines Stromkreises mit einem verzögert abfallenden S-Relais können deren auch mehrere angeordnet werden, wodurch unter Umständen der Kurzschlusskontakt cr überflüssig wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Sprechstellen an Gesellschaftsleitungen und wahlweisem Einzelanruf, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromstossgabe für die Fortschaltung der Wählwerke in der Weise von irgendeiner beliebigen Teilnehmerstelle durch eine Reihe von Relais zwangläufig gesteuert wird, dass die an einer Zentralstelle veranlassten Stromstösse für die Fortsehaltung der Wählwerke in die zwischen den einzelnen Steuerstromstössen liegenden Pausen fallen.
Claims (1)
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromkreis des an der Doppelleitung liegenden Relais (V) mit dem Stromkreis des die Stromstösse für die Fortschaltung der Wählwerke bewirkenden Relais (J) über ein oder mehrere Stromkreise mit verzögert abfallendem Relais (S) derart elektromagnetisch gekoppelt ist, dass das die Stromstösse für die Fortschaltung der Wählwerke durch Schliessung von Kontakten bewirkende Relais (J) erst dann erregt wird, wenn das an die Doppelleitung angeschlossene Relais (V) aberregt ist.3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das an die Doppelleitung angeschlossene Relais (V) für die Dauer seiner Erregung mit Hilfe eines Kontaktes (VIII) die Wicklung des die Stromstösse für die Fortschaltung der Wählwerke übermittelnden Relais (J) kurzschliesst.4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Doppelleitung (a, b) angeschlossene Steuerstromquelle (B) für die Dauer des die Fortschaltung bewirkenden Stromes durch Unterbrechung eines oder mehrerer Kontakte (ij,) von der Doppelleitung (a, b) ein-oder mehrpolig abgetrennt wird.5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterbrechung und Schliessung der die Steuerstromquelle (B) mit der Doppelleitung (a, b) verbindenden Kontakte (in) durch das die Stromstösse für die Fortsehaltung der Wählwerke übermittelnde Relais (J) erfolgt.6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Linienrelais an den Teilnehmerstellen so abgestimmt sind, dass sie auf in bekannter Weise, durch Einschaltung von Drosselspulen (Der a, Db) abgeflachte Steuerstromstösse nicht ansprechen.7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der die Steuerstromquelle (B) und das Steuerrelais (V) enthaltende Teil des Steuerstromkreises über Drossel- EMI2.2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE114000X | 1926-10-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT114000B true AT114000B (de) | 1929-08-10 |
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ID=5653618
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT114000D AT114000B (de) | 1926-10-26 | 1927-10-26 | Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit wahlweisem Einzelanruf. |
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|---|---|
| AT (1) | AT114000B (de) |
-
1927
- 1927-10-26 AT AT114000D patent/AT114000B/de active
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