AT113647B - Münzfernsprecher. - Google Patents

Münzfernsprecher.

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Zwietusch E & Co Gmbh
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Description


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    Münzferllsprecher.   



   Vorliegende Erfindung gestattet die weitgehendste Anwendung des Münzfernsprechers als Ersatz für einen Teilnehmerapparat, da alle Verkehrsbeziehungen wie bei einer gewöhnlichen Sprechstelle vorhanden sind. Von diesem Apparat können sowohl gebührenfreie, als auch   gebührenpflichtige   Gespräche geführt werden, wobei eine Überwachung der Einzahlung durch eine Beamtin nur bei höherwertigen Verbindungen   (Ferngespräche,     Telegrammaufnahme) nötig   ist, während die Kassierung der Gebühr für ein Ortsgespräch zwangläufig durch die Bedienung des   Münzfernsprechers   vom Teilnehmer vorgenommen wird.

   Die vielseitige Verwendung des Münzfernsprechers wird erfindungsgemäss dadurch ermöglicht, dass bei der Bedienung des Münzfernsprechers durch den Sprechgast verschiedene Klangzeichen erzeugt werden, durch welche der überwachenden Beamtin die einzelnen Bedienungsvorgänge angezeigt werden. Es sind Klangsignale vorgesehen für die Einzahlung, Kassierung und   Rückgabe.   Durch die Einzahlklangzeichen wird der überwachenden Beamtin die Wertigkeit des Geldbetrages angezeigt, den der   Spreeh-   gast auf Aufforderung durch die Beamtin in den Münzfernsprecher einwirft. Bei Benutzung verschiedener Münzsorten werden unterschiedliche   Klangzeichen   beim Einwurf in der Weise erzeugt, dass die Münzen je nach ihrer Wertigkeit ein oder mehrere Male gegen ein Klangrohr oder an verschiedene Klangrohre schlagen.

   Nachdem der überwachenden Beamtin auf diese Weise der Wert des eingeworfenen Geldbetrages angezeigt ist, bleiben die Münzen zunächst in einer Mittellage liegen. Je nachdem, ob vom Sprechgast die Zahltaste oder die   Rückgabetaste   betätigt wird, fällt das Geld in die Kassette oder in einen Rückgabebehälter. Bei Betätigung der Zahltaste wird ausserdem ein charakteristisches Klangsignal erzeugt, um der Beamtin anzuzeigen, dass der Sprechgast ihrer Aufforderung, die Zahltaste zu betätigen, nachgekommen ist und der eingeworfene Betrag kassiert ist. Die Benutzung eines Kassiersignales hat den Vorteil gegenüber den bekannten   Münzfernsprechern,   bei denen die Münzen nach Einwurf zunächst auch in einer Mittellage gehalten werden, dass nach Einwurf der Münzen eine Verständigung mit der überwachenden Beamtin möglich ist.

   Bei den bisherigen Münzfernsprechern jedoch wird nach Einwurf der ersten Münze die Mikrophonspeisung gesperrt, um den Teilnehmer zu zwingen, die Zahltaste zu betätigen. 



  Es ist einleuchtend, dass bei Einzahlung grösserer Beträge es ausserordentlich wichtig ist, wenn die   Sprechverständigung   mit der überwachenden Beamtin erhalten bleibt. 



   Für den Fall, dass die Beamtin zu der Überzeugung gelangt ist, dass der Teilnehmer nicht die volle, von ihr verlangte Gebühr eingezahlt hat oder andere Meinungsverschiedenheiten bestehen, wird der Teilnehmer aufgefordert, die Rückgabetaste zu betätigen. Die Münzen werden dabei dem Teilnehmer zurückerstattet und die Einzahlung kann wiederholt werden. Durch Betätigung der Rückgabetaste 
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 eines akustischen Signales hat gegenüber den bekannten   Rückgabeeinrichtungen,   bei deren Betätigung die Verbindung mit dem Amt unterbrochen wird, wesentliche Vorteile.

   Ist nämlich ein Münzfernsprecher, bei dem die Amtsschleife bei Betätigung der   Rüekgabeeinrichtung   unterbrochen wird, nicht unmittelbar mit der Vermittlungsstelle verbunden, sondern unter Zwischenschaltung eines Selbstanschlusses, so fallen bei der Rückgabe die Wähler zusammen. Da bei der Herstellung einer neuen Verbindung meist ein anderer   Vermittlungsplatz   angeschaltet wird, so muss die Beamtin dieses Platzes die bereits von der ersten Beamtin geleistete Arbeit von neuem aufnehmen. Aber auch bei unmittelbarer Verbindung des 

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 nachteilig. Die überwachende Beamtin soll durch das   Aufleuchten   der   Sclusslampe   auf die stattgefundene Rückgabe aufmerksam gemacht werden.

   Sind an dem Münzfernsprecher keine besonderen Vorrichtungen vorgesehen, durch die die Unterbrechung der Verbindung mit dem Amt genügend lange aufrecht erhalten wird, so besteht die Gefahr, dass das Aufleuchten der Lampen übersehen wird. Wird dagegen bei Betätigung der   Rückgabeeinrichtung   nach der. vorliegenden Erfindung ein akustisches Rückgabezeichen 
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 nehmer versucht, durch Betätigen der   Rückgabetaste   vor der Kassierung sein Geld zurückzuerhalten, so wird die Beamtin durch das hiebei auftretende charakteristische Klangzeichen aufmerksam gemacht. 



   Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der   Erfindung dargestellt ;'  
Es wird jedoch betont, dass der vorliegende Erfindungsgedanke nicht auf das   Ausfiihrungsbeispiel   beschränkt ist, da der Erfindungsgedanke, verschiedene Arten von Klangzeichen zur Kennzeichnung der einzelnen Bedienungsvorgänge, auch an konstruktiv anders   durchgebildeten   Apparaten Anwendung finden kann. Es zeigt : Fig.   l,   die Inneneinrichtung des   Münzfernsprechers   in Ansicht, Fig. 2, einen Schnitt des   Münzfernsprechers   nach der Linie   A-B,   Fig. 3, die Schaltung des   Münzfernsprechers.   



   An Hand der Schaltung soll   zunächst   die Wirkungsweise des Münzfernsprechers beschrieben werden. 



  Bei einem Ortsgespräch wird nach Abheben des Mikrotelephones vom Hakenumschalter   HU   die erforderliche Gebühr eingeworfen. Darauf wird mit Hilfe der Nummernscheibe (Impulskontakt JK, Nummern-   scheibenkontakt N E)   in bekannter Weise der gewünschte Teilnehmer gewählt. Da bei Aussenden der für ein Ortsgespräch erforderlichen Stromstossreihe durch den.   Dekadenkontakt   N der Nummernscheibe das Sprechmikrophon Ml kurz geschlossen wird, ist der Sprechgast gezwungen, durch Drücken einer Zahltaste mit Hilfe des hiebei betätigten Kontaktes Z sich die Sprechmöglichkeit zu verschaffen. Die eingeworfene Münze wird hiebei einkassiert.

   Falls der gewünschte Teilnehmer sich nicht meldet, kann der Sprechgast durch Betätigen einer Rückzahltaste die eingeworfene Münze   zurückerhalten.   Durch Einhängen des Hakenumschalters kehren alle Kontakte des Münzfernsprechers in die Ruhelage zurück und die hergestellte Verbindung wird in bekannter Weise   aufgelöst.   



   Bei einer höherwertigen   Verbindung wird zunächst nach   Abheben des Mikrotelephones vom Hakenumschalter die gewünschte Vermittlungsstelle gewählt. Ein Spreehverkehr mit der Vermittlungsbeamtin ist möglich, da der Kontakt N bei Wahl von Dienststellen nicht geschlossen wird. Nach Herstellung der verlangten Verbindung wird der Sprechgast durch die Beamtin aufgefordert, den zu entrichtenden Betrag einzuzahlen. Beim Einwurf einer Münze wird zunächst der Kontakt U geöffnet, um den Kurzschluss des   Glockenmikrophoues   M2 aufzuheben. Die eingeworfenen Münzen schlagen beim Hindurchfallen je nach ihrer Wertigkeit verschiedene Klangrohre an. Diese   Klangzeichen   werden durch das Gloekenmikrophon M2 übertragen und übermitteln der überwachenden Beamtin die Wertigkeit des eingeworfenen Betrages.

   Nach Einwurf der verlangten Gebühr fordert die Beamtin den Teilnehmer auf, den Zahlknopf zu betätigen, um die Münze einzukassieren. Hiebei wird ein Kassiersignal durch einen Schnarrkontakt   BK   erzeugt. Hat der Teilnehmer einen falschen Betrag eingeworfen oder bestehen anderweitige Meinungverschiedenheiten mit der die Einzahlung überwachenden Beamtin, so betätigt der Teilnehmer die Rückgabetaste, Durch Betätigung dieser Taste wird ein   Klangsignal   erzeugt und durch das Glockenmikrophon der überwachenden Beamtin übermittelt. Da durch Betätigung der   Rückgabetaste   keine Schaltvorgänge ausgelöst werden, bleibt die Verbindung mit der Vermittlungsbeamtin bestehen. Der Teilnehmer kann den Betrag von neuem einwerfen. 



   Bei Anruf des Münzfernsprechers ist derselbe durch Abheben des Mikrotelephones vom Hakenumschalter sofort   gesprächsb'ereit.   Die mechanische Arbeitsweise des Münzfernsprechers sei an der Hand der Fig. 1 und 2 kurz beschrieben. 



   Nachdem die Münze, die in den Einwurfschlitz 12   eingeführt   wird, den Münzkanal 2 passiert, gegen das entsprechende Klangrohr 32 geschlagen hat und in den   Münzauslauf j !   gelangt ist, fällt sie auf den Rost 6 des Münzwaagebalkens 3, der um die Achse 18 drehbar ist. Durch das Gewicht der Münze 4 wird entgegen dem Gegengewicht 45 der Rost 6 nach unten gedrückt, wodurch die Sperrung 3'der Zahltaste 5 aufgehoben wird. Durch Drücken von Hand auf die Zahltaste 5 wird durch einen Konus der Zahltaste die Klinke 7 nach rechts um ihre   Achse   gedreht und gibt so die an der Münzschranke 8 sitzende Rast 9 frei, so dass die   Münzschranke   sich unter Einwirkung der Feder 10 nach oben bewegen kann. 



   Bei der Bewegung der   Münzschranke   8 nach oben wird der Schnarrkontakt BK in Schwingungen versetzt. Wenn die   Münzsohranke   sich in der oberen Lage befindet, ist der Weg für die Münzen   4   nach dem   Kassierkanal-H   frei. Die   Münzsohranke   8 ist um die Achse 20 drehbar, so dass bei ihrer Bewegung in die obere Lage ihr Hebelarm 21 nach links geschwenkt wird und dieser wiederum den oberen Teil des 
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  Beim Einwurf einer neuen Münze drückt diese vermittels des Stiftes 13 den Hebel 14 wieder nach links in die alte Lage   und   dieser   die'Münzschranke   wieder nach unten, so dass die Klinke 7 einschnappt und dadurch die   Münzschranke   in die Sperrstellung führt, so dass beim Nachzahlen weiterer Münzen diese, 

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 Rückgabetaste 40, die in der Gehäusewand 41 gelagert ist, betätigt. Die   Rückgabetaste   40 trägt an ihrem vorderen Ende einen Konus   41'.   Beim Druck auf die Taste 40 wird durch den Konus 41'der Münzwaagebalken 3 um die Achse 19 geschwenkt. 



   Die auf dem Rost 6 befindlichen Münzen 4 fallen durch die Schlitze 44 und gelangen von dort in den   Rückgabekanal   R. Beim Durchfallen schlagen die Münzen an eine Glocke 42. Das hiebei entstehende Klangzeichen wird gleichfalls durch das Mikrophon M2 übertragen. Anstatt das Klangzeichen für die   Rückgabe   für die fallenden Münzen zu erzeugen, könnte das   Rückgabegeräusch auch   unmittelbar von der Taste 40 erzeugt werden. Es muss jedoch dafür gesorgt sein, dass bei Betätigung der   Rückgabetaste   
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 um Fremdkörper, die in die Münzschlitze   12   eingeführt sind und nicht in dem Kanal entlangrollen, wieder herausfallen zu lassen.

   Beim   Herunterdrücken   des Hakenumschalters 16 wird eine Pumpe 33 betätigt, die sich an dem unter Wirkung der Feder 34 befindlichen Hebelarm 35 mit dem Drehpunkt 36 befindet. 



  Bei Entlastung des Hakenumschalters wird daher die Bewegung des Hebelarmes 35 unter dem Einfluss der Bremspumpe verlangsamt, um das Umschalten des   Hakenumschalterkontaktes   HU zu verzögern. 



  Diese Massnahme ist nötig, um eine Wahl mit Hilfe des   Hakenumschalters   zu unterbinden, da die Steuerung der Mikrophonspeisung, wie in der Stromlaufbeschreibung erwähnt, von der Betätigung eines an der Nummernscheibe vorgesehenen Kontaktes N abhängig ist. Die Auslösung dieses Nummernscheibenkontaktes ist von der Betätigung des Hakenumschalters abhängig. Dies ist jedoch nicht näher dargestellt, da der Gegenstand der vorliegenden Erfindung sich nur auf die Einrichtungen bezieht, die eine Kenn- 
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 lichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Münzfernsprecher iür gebührenfreie und gebührenpflichtige Gespräche verschiedener Wertigkeit bei Benutzung verschiedener Münzsorten, dadurch gekennzeichnet, dass Klangsignale für die Einzahlung und Kassierung der Münzen vorgesehen sind, wobei durch das Einzablsignal der überwachenden Beamtin die Wertigkeit der eingeworfenen Münzen und durch das Kassiersignal die Vereinnahmung angezeigt wird.

Claims (1)

  1. 2. Münzfernsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klangsignal für die Rückzahlung der Münzen vorgesehen ist, durch das die Rückgabe der Münzen bei nicht zustande gekommenem Gespräch angezeigt wird.
    3. Münzfernsprecher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (1) aller EMI3.4 durch die auf ihm ruhenden Münzen (4) die Sperrung (3') der Zahltaste (5) aufhebt.
    4. Münzfernsprecher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Münzteller (6) des Münzwaagebalkens (3) als Rost ausgebildet ist.
    5. Münzfernsprecher nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Einwurfschlitzen (12) eine Vorrichtung (13, 14) angebracht ist, welche die Münzschranke (8) beim Einwurf der Münze in die Sperrstellung führt, so dass beim Nachzahlen weiterer Münzen diese, wie bei der Einleitung der Verbindung, in ihrer Vorbereitungsstellung liegen bleiben, wodurch das Einkassiergeräusch beim Druck der Zahltaste (5) von neuem erzeugt wird.
    6. Münzfernsprecher nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Einkassierung der Münzen (4) anzeigende Summervorrichtung (SK) durch die von der Klinke (7) freigegebene Münzschranke (8) infolge des Zuges einer Feder (10) in Bewegung gesetzt wird, wodurch eine Beeinflussung der Zeitdauer des Signales vom Teilnehmer unbeeinflusst bleibt.
AT113647D 1927-04-22 1928-03-05 Münzfernsprecher. AT113647B (de)

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