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Bremsvorrichtung für Schlitten.
Die Erfindung bezieht sich auf Bremsvorrichtungen für Schlitten, welche auf die Fahrbahn absenkbare Sporne aufweisen. Die Sporne waren zur Vermeidung eines Bruches zwischen Pufferfedern pendelnd aufgehängt, wodurch sie vor unüberwindbaren Hindernissen, z. B. Steinen, Wurzeln u. dgl., vorübergehend zurückweichen konnten. Der Nachteil dieser vornehmlich für leichte Rodelschlitten geeigneten Vorrichtungen lag darin, dass einerseits eine grosse Anzahl Federn erforderlich war und anderseits die Federn knapp über den Kufen angeordnet waren, wo sie leicht Beschädigungen durch die Hindernisse, Verschmutzungen bzw. der Nässe ausgesetzt waren.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun die konstruktive Durchbildung einer Bremsvorrichtung, derzufolge den vorgenannten Mängeln dadurch aus dem Wege gegangen wird, dass die der Steuerung der zweckmässig gabelförmig ausgebildeten Sporne dienliche und in bekannter Weise mit ihnen verbundene Schraubenspindel axial verschiebbar gelagert und dem Einflusse einer an ihr und dem Schlittengestell angreifenden Pufferfeder ausgesetzt ist, welche während der üblichen Betätigung der Sporne die Spindel gegen einen Anschlag hält und deren axiale Verschiebung verhindert, hingegen bei unüberwindbaren Hindernissen entgegen ihrer Spannkraft eine Verschiebung der Spindel und somit ein vorübergehendes
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die am Schlitten angebrachte Bremsvorrichtung in Ansicht und Fig. 2 in Draufsicht.
Fig. 3 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie a--b der Fig. 1.
Die Bremsvorrichtung besteht in bekannter Weise aus an den Seitenflächen der Kufen 1 angeordneten Führungen 2, in welchen die mit ihrem freien Ende gegen die Fahrbahn gerichteten und spitz zulaufenden Zinken von die Kufe J umgreifenden Gabeln J verschiebbar gelagert sind. Die Betätigung der Gabeln 3 erfolgt in Abhängigkeit von der Drehung einer am Schlitten 4 vorgesehenen Weile J dadurch, dass am Stege der Gabeln 3 festgelegte Bügel 6 mit ihrem Bolzen 7 in einem Schlitz 8 eines Hebels 9 bzw.
Winkelhebels 10 geführt sind, welche auf den Enden der Welle 5 befestigt sind. Am andern Hebelarm des zweckmässig durch eine Strebe 11 versteiften Winkelhebels 10 ist eine Stange 12 angelenkt, deren freies Ende gegabelt ist und eine Mutter 13 für eine mittels Kurbel 14 zu betätigende Schraubenspindel 15 trägt. Zur Führung der Schraubenspindel15 sind auf einem mit dem Schlitten 4 verbundenen Gestell 16 Lager 17 und 18 vorgesehen, welche neben der Drehung auch eine axiale Verschiebung der Schraubenspindel 15 gestatten.
Eine sich an dem Lager 18 und der Kurbel 14 abstützende Feder 19 mit grosser Spannkraft hält einen Stellring 20 der Schraubenspindel 15 gegen das Lager 17 und sichert demnach die Schraubenspindel15 gegen axiale Verschiebung, solange die gegen die Enden der Gabeln 3 wirkenden Bewegungswiderstände einen zulässigen Wert nicht überschreiten.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Während der gewöhnlichen Fahrt sind die Gabeln so weit gehoben, dass ihre Spitzen nicht vor die Kufen 1 ragen. Durch Drehung der Kurbel 14 wird die Mutter 13 auf der mittels Feder 19 gegen Verschiebung gesicherten Schraubenspindel jJ aufgeschraubt, wodurch die Welle im Gegenuhrzeigersinn verdreht wird und demnach eine Senkung der sich mit ihren Spitzen in die Fahrbahn eingrabenden Gabeln 3 eintritt. Die Wirksamkeit der Bremsung ist von dem Ausmass der Senkung der Gabeln 3 ab- hängig. Sobald sich den Gabelspitzen ein unüberwindbares Hindernis, z. B. ein Stein oder eine Wurzel, darbietet, welches zufolge der grossen Bewegungsenergie des Schlittens einen Bruch der Brefs, orrichtung
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