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Einrichtung zur Verstellung der Polierstange gegenüber der
Tragschelle bei Sonden mit Tiefpumpe
Bei Sonden mit Tiefpumpe ist es häufig erforderlich, das Pumpengestänge zu verstellen, einerseits um den Hub einzustellen und anderseits, um den Kolben der Tiefpumpe aufklopfen zu lassen. Dieses "Aufklopfenlassen"besteht darin, dass das Pumpengestänge so weit verlängert wird, dass der Kolben am Boden des Zylinders aufschlägt und damit Blockierungen der Ventile behebt. Die Verstellung des Pumpengestänges bzw. der sogenannten Polierstange erfolgte bisher dadurch, dass zwischen der Polierstangenmuffe, welche am oberen Ende der Polierstange aufgeschraubt ist, und der Tragschelle, welche am sogenannten Pferdekopf hängt, Distanzhülsen eingesetzt oder herausgenommen werden.
Zu diesem Zwecke musste der Pumpengestängestrang abgefangen werden und die Distanzhülsen mussten nach Ab-
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Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die Polierstange mittels einer Klemmverbindung an der Tragschelle zu befestigen, wobei nach Lösen dieser Klemmverbindung die Lage der Polierstange verstellt werden kann. Eine derartige Klemmverbindung ist jedoch nicht betriebssicher, da diese Klemmverbindung insbesondere durch die auftretenden Stösse leicht gelockert wird und sich dadurch die gewünschte, eingestellte Lage der Polierstange verändern kann. Ausserdem sind auch hier für die Arbeiten zur Verstellung der Polierstange mindestens zwei Mann erforderlich, da ein Mann für die Einstellung der richtigen Lage der Polierstange und ein zweiter Mann für das Festklemmen der Klemmvorrichtung benötigt wird.
Bei einer weiteren bekannten Einrichtung kann die Lage der Polierstange durch eine gesonderte Hebelvorrichtung verstellt werden, welche durch einen Seilzug bedienbar ist. Eine derartige Einrichtung ist jedoch einerseits sehr kompliziert in ihrer Ausführung und gewährleistet anderseits auch keine sichere Beibehaltung der eingestellten Lage der Polierstange, da sich während des Betriebes der Tiefpumpe der Seilzug verklemmen und damit die eingestellte Lage der Polierstange verändern kann.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung zur Verstellung der Polierstange gegenüber der Tragschelle bei solchen Sonden mit Tiefpumpe zu schaffen und die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass an der Tragschelle eine Hülse mit Innengewinde drehbar abgestützt ist, in welche ein Aussengewinde der Polierstangenmuffe eingreift. Auf diese Weise wird es ermöglicht, durch Verdrehen der Hülse die Polierstange abzusenken oder zu heben, ohne dass es notwendig ist, den Pumpengestängestrang abzufangen. Da nunmehr auf diese Weise die Verstellung stufenlos wird und nicht mehr das Ausmass der Verstellung an den eingesetzten Distanzhülsen festzustellen ist, kann gemäss der Erfindung am Polierstangenkopf ein oben aus der Hülse herausragender Massstab befestigt werden.
An der nunmehr durch die Hülse abgestützten Polierstange hängt der gesamte Pumpengestängestrang, so dass es zweckmässig erscheint, die Hülse über ein Axialkugellager an der Tragschelle abzustützen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
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1 stellt die Tragschelle dar, welche mit Seilen 2 am Pferdekopf aufgehängt ist. An dieser Tragschelle ist die Polierstange 3 aufgehängt, an deren oberes Ende die Polierstangenmuffe 4 aufgeschraubt ist. Um das Pumpengestänge zu verstellen, wurden bisher zwischen der Tragschelle und der Polierstangenhülse Distanzhülsen eingesetzt.
Die Polierstangenhülse 4 weist aussen ein Flachgewinde 5 auf, welches in ein Innengewinde 6 einer Hülse 7 eingreift, welche gegen die Tragschelle 1 unter Zwischenschaltung eines Axialkugellagers 8 drehbar abgestützt ist. Diese Hülse 7 weist radiale Zapfen 9 auf, auf welche ein Rohr 10 aufgesteckt werden kann, mit welchem die Hülse 4 verdreht wird. Zum Verdrehen der Hülse 4 kann nun das an der Polierstange 3 hängende Pumpengestänge relativ zur Tragschelle 1 abgesenkt oder angehoben werden. Um die Stellung der Polierstange von aussen feststellen zu können, ist in die Polierstangenmuffe 4 ein Massstab 11 unter Vermittlung eines Schraubdeckels 12 eingeschraubt, welcher oben durch einen gelochten Deckel 13 hindurch aus der Hülse 7 heraussteht.
Das Rohr 10 kann an dem betreffenden Zapfen 9 durch einen Vorstecker 14'festgelegt sein, so dass dieses Rohr 10 gleichzeitig die Verdrehungssicherung für die Hülse 7 darstellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Verstellung der Polierstange gegenüber der Tragschelle bei Sonden mit Tiefpumpe, dadurch gekennzeichnet, dass an der Tragschelle (1) eine Hülse (7) mit Innengewinde (6) drehbar abgestützt ist, in welche ein Aussengewinde (5) der Polierstangenmuffe (4) eingreift.