DE810239C - Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen - Google Patents

Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen

Info

Publication number
DE810239C
DE810239C DEB1436D DEB0001436D DE810239C DE 810239 C DE810239 C DE 810239C DE B1436 D DEB1436 D DE B1436D DE B0001436 D DEB0001436 D DE B0001436D DE 810239 C DE810239 C DE 810239C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
windshield
piston
spindle
spring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB1436D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Bell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEB1436D priority Critical patent/DE810239C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE810239C publication Critical patent/DE810239C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60SSERVICING, CLEANING, REPAIRING, SUPPORTING, LIFTING, OR MANOEUVRING OF VEHICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60S1/00Cleaning of vehicles
    • B60S1/02Cleaning windscreens, windows or optical devices
    • B60S1/46Cleaning windscreens, windows or optical devices using liquid; Windscreen washers
    • B60S1/48Liquid supply therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Bespülen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen Beim Verkehr auf feuchter glatter Fahrbahn schleudert die Bereifung von Kraftwagen einen feinen Sprühregen von Schlamm empor, der sich auf den Windschutzscheiben der nachfolgenden Fahrzeuge als ein allmählich dichter werdender Schleier niederschlägt. Wenn es genügend stark regnet, vermag der Scheibenwischer in seinem Arbeitsbereich diesen Schmutzniederschlag zu verhindern. Bei trockenem Wetter oder sehr schwachem Regen jedoch wird der Schmutzschleier durch den Scheibenwischer nur noch verschmiert. Jeder Kraftfahrer befolgt daher die Regel, unter solchen Umständen auf die Benutzung des Scheibenwischers zu verzichten, nach Möglichkeit einen größeren Abstand von vorausfahrenden Kraftfahrzeugen einzuhalten und die Scheibe gelegentlich an Tankstellen abwaschen zu lassen.
  • Der Scheibenwischer versagt auch im Winter, wenn nasser Schnee an der Scheibe festfriert, sowie dann, wenn an der Scheibe bei schneller Fahrt Insekten klebenbleiben.
  • Um Abhilfe zu schaffen, ist es bekannt, die Windschutzscheibe, vor allem im Bereich des Scheibenwischers, mit Waschwasser zu bespülen, das aus einem tiefer liegenden Vorratsbehälter durch eine Einrichtung gefördert wird, bei der der Kolben eines Druckzylinders durch eine zuvor von Hand zu spannende Feder angetrieben wird.
  • Auch die Erfindung bezieht sich auf eine derartige Vorrichtung. Ihr Ziel ist es, die Anordnung zu vereinfachen und die Bedienung zu erleichtern. Die bekannte Pumpe ist unterhalb eines besonderen Wasserbehälters angeordnet. Ihre Kolbenstange hat einen Griff, mit dessen Hilfe man den Kolben entgegen der Kraft von Schraubenfedern herausziehen muß, um Wasser aus dem Behälter anzusaugen. Läßt man dann den Griff los, so- drücken die Federn den Kolben zurück und fördern dadurch das Spülwasser. Die Federn können dabei nur schwach bemessen werden, weil man ihre Spannung sonst von Hand nicht überwinden kann. Damit sie den nötigen Wasserdruck erzeugen können, darf der Zylinder nur einen kleinen Durchmesserhaben. Als Wasserbehälter läßt er sieh darum nicht ausgestalten. Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß der Kolben durch eine unter Federspannung zu setzende Schraubenspindel antreibbar ist und der Zylinder den gesamten Wasservorrat enthält. Die Schraubenspindel ermöglicht eine sehr kräftige Bemessung der Feder und dementsprechend eine sehr große Bemessung des Zylinders, so daß dieser als Wasserbehälter dienen kann.
  • Vorzugsweise trägt die Schraubenspindel mehrere teleskopartig ineinandergreifende Buchsen, die aufeinander verschraubbar sind und deren äußerste als Tauchkolben ausgebildet ist.
  • Um die Windschutzscheibe abzuspülen, braucht man das Handrad der Spindel nur um einen mehr oder weniger großen Winkel zu drehen und dadurch die Spindel zu verschrauben. Sie spannt dann die Feder, indem sie sich an dem Kolben abstützt. In dem Maße, in dem die Spritzdüse das Spülwasser hindurchfließen läßt, drückt dann die gespannte Feder die Kolben in dem Zylinder vorwärts. Da durch den Spindelantrieb eine erhebliche Kraft ausgeübt werden kann, kann man eine starke Feder und dementsprechend einen Zylinder großen Durchmessers verwenden, der einen größeren Wasservorrat für eine längere'Betriebszeit aufnehmen kann. Das Winkelmaß der Drehung des Zahnrades bemißt man je nach dem Wasserbedarf. Eine einzige Drehung des Handrades genügt in der Regel, um das Spülwasser so lange fließen zu lassen, wie es für die einmalige Reinigung der Windschutzscheibe erforderlich ist, z. B. eine halbe Minute lang.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. In dieser zeigt Fig. i ein schräg von vorn gesehenes Kraftfahrzeug mit der Windschutzscheibe, dem Scheibenwischer, der Spüldüse und dem Druckzylinder, Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Zylinder.
  • Im Bereich des Scheibenwischers io ist am oberen Rand der Windschutzscheibe ii eine Düse 12 für das Spülwasser angebracht, die auch als Brausenkopf ausgebildet sein kann und einen feinen Wasserstrahl zum Benetzen der Windschutzscheibe im Bereich des Scheibenwischers liefert. Die Düse 12 ist durch eine Leitung 13 mit dem Zylinder 14 verbunden, der durch Drehung eines gleichachsig zu ihr angeordneten Handrades 15 bedient wird. Den Zylinder muß man daher im Fahrzeug so anordnen, daß man ihn bequem bedienen kann. Bei dem Beispiel ist angenommen, daß er zu diesem Zweck an der Steuersäule befestigt ist. Wie er ausgebildet ist, zeigt Fig. 2.
  • Das Handrad 15 ist auf einer im Deckel 16 des Zylinders 14 verschiebbar und drehbar geführten Spindel 17 befestigt, die mit einem Bund 18 versehen ist. Zwischen diesem und dem Deckel 16 wird sie von einer Schraubenfeder 29 umgeben. Auf ihrem mit Gewinde versehenen Ende sitzt eine Buchse i9, die innen und außen mit Gewinde versehen ist. Diese Buchse i9 trägt ihrerseits eine weitere Buchse 20, die wiederum innen und außen Gewinde hat und in einen Tauchkolben 21 eingreift, der im Pumpzylinder geführt ist.
  • Dreht man das Handrad 15 im Uhrzeigersinn, so schraubt sich die Spindel 17 in die Buchse i9 völlig ein, worauf diese mitgenommen wird und sich ihrerseits in die Buchse 2o einschraubt. Ist das geschehen, so nimmt auch diese an der Drehung der Spindel teil und schraubt sich in den Kolben 21 ein, so daß die vier Elemente 17, 19, 20 und 21 völlig aufeinander aufgeschoben sind und ihre in Achsenrichtung gemessene Ausdehnung ein Mindestmaß erreicht. Ist das geschehen, dann schraubt man den Deckel 16 ab und zieht die Spindel 17 mit den Buchsen und dem Kolben heraus, worauf man den Raum 22 des Zylinders mit Spülwasser füllt. Alsdann schiebt man die Spindel mit dem Kolben wieder ein und schraubt den Deckel 16 fest. Das Gerät ist dann betriebsbereit.
  • Um die Windschutzscheibe zu bespülen, dreht man das Handrad 15 im Gegenuhrzeigersinn um einen bestimmten Winkel. Das hat die Wirkung, daß die Spindel 17 aus der Buchse i9 ein Stück herausgeschraubt wird und die Feder 29 entsprechend zusammendrückt. Die gespannte Feder drückt nun die Buchsen und den Kolben im Zylinder 14 nach rechts und fördert dadurch so lange das Spülwasser, bis sich die Feder 29 entspannt hat.
  • Man kann mit Hilfe des flachgängigen Gewindes der Spindel 17 eine sehr große Kraft erzeugen und daher die Feder 29 entsprechend stark ausbilden. Das bietet aber die Möglichkeit, dem Zylinder 14 einen großen Durchmesser zu geben und dennoch den erforderlichen Förderdruck zu erzeugen. Im Raum 22 kann man daher unschwer ein oder mehrere Liter Spülwasser unterbringen, so daß der Wasservorrat für mehrere Fahrten reicht.
  • Nähert sich die Spindel 17 dem äußeren Ende der Buchse i9, so wird sie an dieser verriegelt. Zu diesem Zweck hat die Spindel 17 an ihrem Ende eine radiale Bohrung, in der ein Bolzen 23 durch eine in die Bohrung eingesetzte Schraubenfeder 24 nach außen zu gleiten sucht. Dieser Bolzen kann in eine radiale Bohrung 25 der Buchse i9 eingreifen. Dies geschieht, wenn die Buchse i9 auf der Spindel 17 weit genug nach rechts gewandert ist. Wird später die Spindel im Uhrzeigersinn gedreht, so gleitet der Sperrbolzen 23 aus der Bohrung 25 heraus, die zu diesem Zweck auf der einen Seite in eine allmählich flacher werdende Umfangsnut ausläuft. Entsprechende Sperrmittel sind zwischen den Buchsen i9, 20 und 21 vorgesehen.
  • Das Ausführungsbeispiel kann in mannigfacher Hinsicht abgeändert werden. So kann die Feder 29 in Fortfall kommen, wenn der Deckel 16 ausreichend federt, was bei entsprechend großer Bemessung seines Durchmessers der Fall ist. Die Feder wird dann von dem Deckel 16 selbst gebildet und in ihrer Federwirkung durch die elastischen Eigenschaften der Spindel 17 unterstützt. Zu der Federwirkung trägt dann auch die Federung des anderen Deckels 26 bei, an den die Rohrleitung 13 angeschlossen ist.
  • Zur bequemeren Füllung der Pumpenpresse ohne Abschrauben des Deckels 16 kann man auch eine Füllöffnung vorsehen, die in der Wandung des Zylinders 14 vorgesehen ist und bei vollständigem Rückzug des Kolbens 21 von diesem freigegeben wird. Diese Füllöffnung kann durch eine Rohrleitung mit einem Trichter verbunden sein, der bequem zugänglich unter der Motorhaube vorgesehen ist. Man braucht dann zum Füllen nur das Handrad 15 im Uhrzeigersinn ganz zurückzuschrauben. Alsdann kann man den Zylinder 14 durch Eingießen des Wassers in den Trichter füllen. Die an die Rohrleitung angeschlossene Füllöffnung kann auch im Deckel 26 angeordnet und mit einem Hahn versehen sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: l i. Einrichtung zum Bespülen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen, bei der der Kolben eines Druckzylinders durch eine zuvor von Hand zu spannende Feder angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (2i) durch eine unter Federspannung zu setzende Schraubenspindel (i7) antreibbar ist und der Zylinder (r4) den gesamten Wasservorrat enthält.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenspindel (i7) mehrere teleskopartig ineinandergreifende Buchsen (i9, 20, 21) trägt, die aufeinander verschraubbar sind und deren äußerste (2i) als Tauchkolben ausgebildet ist. Angezogene Druckschriften Britische Patentschriften Nr. 491414, 344 201 ; USA.-Patentschriften Nr. 2 059 224, 2 114 558.
DEB1436D 1942-06-28 1942-06-28 Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen Expired DE810239C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB1436D DE810239C (de) 1942-06-28 1942-06-28 Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB1436D DE810239C (de) 1942-06-28 1942-06-28 Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE810239C true DE810239C (de) 1951-08-06

Family

ID=6952288

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB1436D Expired DE810239C (de) 1942-06-28 1942-06-28 Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE810239C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970056C (de) * 1953-02-20 1958-08-14 Gann App U Maschb Ges M B H Windschutzscheibenwaschvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB344201A (en) * 1930-02-22 1931-03-05 John Henry Darby Improvements in or relating to windscreen wipers
US2059224A (en) * 1935-08-05 1936-11-03 French Howard Edwin Device for melting sleet and ice on windshields
US2114558A (en) * 1937-03-04 1938-04-19 James S Dismukes Windshield cleaning apparatus
GB491414A (en) * 1937-11-30 1938-09-01 Trico Products Corp Improvements in and relating to windshield clearing systems

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB344201A (en) * 1930-02-22 1931-03-05 John Henry Darby Improvements in or relating to windscreen wipers
US2059224A (en) * 1935-08-05 1936-11-03 French Howard Edwin Device for melting sleet and ice on windshields
US2114558A (en) * 1937-03-04 1938-04-19 James S Dismukes Windshield cleaning apparatus
GB491414A (en) * 1937-11-30 1938-09-01 Trico Products Corp Improvements in and relating to windshield clearing systems

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970056C (de) * 1953-02-20 1958-08-14 Gann App U Maschb Ges M B H Windschutzscheibenwaschvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69816669T2 (de) Rückspülbare flüssigkeitsfilter mit schleuderabreinigung
DE622187C (de) Werkzeugspindel fuer Werkzeugmaschinen mit einer Vorrichtung zum Festklemmen und Ausstossen des mit einem konischen Schaft versehenen Werkzeuges
DE3044843A1 (de) Perfektionierte vorrichtung zur reinigung von drehtrommeln und besonders fuer drehtrommelfilter
DE69711042T2 (de) Sprühvorrichtung für düsen von scheibenwischanlagen in kraftfahrzeugen
DE810239C (de) Einrichtung zum Bespuelen der Windschutzscheibe von Fahrzeugen
DE1117636B (de) Schmierstoff-Pumpvorrichtung
DE1904479C3 (de) Armaturteil
DE202011105869U1 (de) Geschwindigkeitsverstellmechanismus für eine Drehsprühpistole
AT396800B (de) Einrichtung zur beseitigung von verstopfungen in abflussrohren
DE2329118C3 (de) Wischanlage für Kraftfahrzeugscheiben
DE4329405A1 (de) Teleskop-Düsenhalter für eine Düse einer Scheibenwascheinrichtung
DE634352C (de) Spritzwasserrohr, insbesondere fuer Papier- und Pappenmaschinen
DE944149C (de) Tragbare Reinigungsvorrichtung fuer Brettchenvorhaenge
DE2820527A1 (de) Hochdruck-waschanlage
DE410337C (de) Sicherung gegen Diebstahl von Kraftfahrzeugen
DE699606C (de) Serienabmessvorrichtung
AT228721B (de) Hydrant, insbesondere Oberflurhydrant für Feuerlöschzwecke
DE880551C (de) Anhaengerkupplung fuer Fahrzeuge
DE1453588C (de) Kolbenpumpe für Wasserfahrzeuge, Karawanenwagen u. dgl
DE102021210087A1 (de) Sequenzielles Reinigungssystem für ein Fahrzeug
DE7918437U1 (de) Abstreifvorrichtung fuer eine grabemaschine
DE737403C (de) Abhebbarer Wischhebel fuer Scheibenwischer
DE685605C (de) Durch Druckwasser betaetigter Rohrfaenger fuer Erdbohrungen
AT112744B (de) Zum mechanischen Antrieb geeignete Ausfeilvorrichtung für Zahnwurzelkanäle.
EP2896760B1 (de) Dusch-WC mit bewegbarem Funktionsarm