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Schaukasten mit ausziehbarem Träger.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schaukasten mit in diesem angeordnetem ausziehbaren Träger. Der Träger kann zum Aufhängen von Kleidungsstücken dienen, zu welchem Zweck der lotrechte Hauptträger mit seitlich angeordneten Armen versehen ist. Soll der Träger andere Waren tragen, so sind anstatt dieser Arme wagrechte Platten, z. B. aus Glas, angebracht. Es sind bereits derartige Schaukästen bekannt, bei welchen der Träger innerhalb des Glaskastens herausgezogen werden kann. Diese Kästen sind aber schwer und teuer und laufen ausserdem nicht leicht, da der Träger am oberen Ende
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gestellten Gegenstände verursacht unerwünschte Schwingungen, die die Bewegung des Trägers stören und zerbrechliche Gegenstände in Gefahr bringen.
Der Schaukasten nach der Erfindung besitzt diese Nachteile nicht. Der Hauptgegenstand der Erfindung besteht darin, dass beim Herausziehen des Trägers aus dem Kasten selbsttätig eine Schiene um einen bestimmten Weg vorgezogen wird, auf welcher dann die den Träger abstützenden Rollen laufen können, wenn der Träger bis zum Ende der beweglichen Schiene herausgezogen wird. Der auf zwei oder mehr Rollen ruhende Träger findet somit stets eine gute Führung von der Lage innerhalb des Kastens aus bis zur äussersten Stellung ausserhalb des Kastens. Die Ausführung ist derart getroffen, dass der Träger nicht ecken kann und glatt und ruhig läuft. Das obere Ende des lotrechten Hauptträgers ist noch an der Oberkante des Kastens geführt, so dass auch eine glatte Bewegung dieses Endes gewährleistet ist.
In den Zeichnungen ist einAusführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. l ist eine schematische Darstellung des Schaukastens mit in den Kasten hineingeschobenem Träger. Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der Vorrichtung, bei welcher der Träger so weit hervorgezogen ist, dass die Stützschiene ihre äusserste Lage erhalten hat. Fig. 3 ist eine ähnliche Abbildung wie Fig. 1 und 2, mit ganz hervorgezogenem Träger. Fig. 4 ist eine Seitenansicht des unteren Teiles des Trägers mit Führungseinrichtung. Fig. 5 ist eine Seitenansicht von links auf Fig. 4, bei der die Stützschienen in Querschnitt dargestellt und der Einfachheit halber einige Unterteile weggelassen sind. Fig. 6 ist eine schaubildliche Darstellung des hinteren Endes der feststehenden Hauptschiene in der Lage neben der Gleitschiene.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht zu Fig. 4, von rechts gesehen. Fig. 8 ist eine Ansicht der Führungsvorrichtung für das obere Ende des Trägers. Fig. 9 ist ein Querschnitt nach der Linie IX-IX von Fig. 8. Fig. 10 ist ein Querschnitt durch eine Einrichtung zum Festhalten des Trägers in bestimmten Lagen. Fig. 11 ist eine Oberansicht zu Fig. 10. Fig. 12 ist eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform des Schaukastens, bei welcher der Träger an einer Schiene an der Decke des Schaukastens aufgehängt ist.
Im Schaukasten. ! ist die Hauptstange 2 des Trägers angeordnet, die mit ihrem oberen und unteren Ende verschiebbar gelagert ist. Die Hauptstange 2 ist mit einem Griff : ; versehen. Mit der Hauptstange sind wagrecht verlaufende Stangen 4 durch Arme 5 verbunden. Das untere Ende der Hauptstange 2 steht drehbar mit einem Gleitfuss in Verbindung, welcher aus zwei parallelen Stangen 6 mit dazwischen angeordneten Rollen 7 (Fig. 4) besteht. Die Rollen 7 ruhen auf einer aus zwei Teilen, der Gleitsehiene 8 und der festen Schiene 9, zusammengesetzten Schiene. Die Schienen 8 und 9 sind nebeneinander angeordnet (Fig. 5 und 6). Die feste Schiene 9 ist derart ausgebildet, dass sie zusammen mit der Gleitschiene 8 eine kombinierte Schiene von rechteckigem Querschnitt bildet. wie ebenfalls aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist.
Der seitlich überstehende Teil 10 der festen Schiene erstreckt sich nicht über die ganze Länge, sondern ist teilweise weggeschnitten, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Die Gleitschiene 8 ist mit einem hoch-
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stehenden Teil 11 (Fig. 6) versehen, weicher bei eingeschobener Gleitschiene gegen das Ende des über- stehenden Schienenteiles 10 stösst. Eine der parallelen Stangen 6, welche die Rollen 7 tragen, ist ferner mit einer nach unten hängenden Stange 12 (Fig. 4) versehen, welche eine drehbare Klinke 13 mit abge- rundeter Nase 14 und einem Schwanzstück 15 trägt. An der Gleitschiene 8 ist nun ein Stift 16 derart angebracht, dass bei zusammengeschobenen Schienen, wie in Fig. 4 dargestellt, die Klinke 13 den Stift 16 umfasst.
Wird in dieser Stellung die Hauptstange 2 des Trägers nach vorne, also in Fig. 4 nach rechts gezogen, so wird die Gleitschiene 8 gleichzeitig mitbewegt.
Der vorstehende Teil 10 der festen Schiene 9 ist ausserdem mit einem Nocken 17 (Fig. 4) von schwach gebogener Form versehen, welcher in der Bewegungsbahn des Schwanzstückes 15 der Klinke 1'2 liegt. Ist die Gleitschiene 8 so weit vorgezogen, dass das Schwanzstiiek 15 den Noeken 17 trifft, so wird die Klinke 13 angehoben und der Stift 16 freigegeben. Wenn jetzt der Träger mit Gleitfuss noch weiter vorgezogen wird, wird die Gleitschiene 8 nicht weiter mitgenommen. Sie bildet nun eine Führungsschiene für die Rollen 7 des Gleitfusses.
Der Träger ist so gelagert, dass er gedreht werden kann. Es empfiehlt sich jedoch, hiebei die Anordnung zu treffen, dass der Träger so lange nicht gedreht werden kann, bis er ganz herausgezogen ist. In dieser
Lage wird erst eine Klinke zurückgezogen, welche den Träger freigibt. Diese Anordnung ist folgender- massen ausgeführt : Am vorderen Ende des Gleitfusses sind zwei nach unten vorstehende Stangen 18 (Fig. 4) angeordnet, u. zw. beiderseits des Gleitfusses. Diese Stangen tragen je eine Klinke 19, deren hinteres Ende mit einem Stift 20 in eine längliche Öffnung 21 der Arme 22 eingreift.
Diese Arme sind am oberen Ende umgebogen und mit einem unter Wirkung der Feder 24 stehenden Riegel 23 verbunden (Fig. 7). Wenn der Träger nicht vorgezogen ist, ist die Klinke 19 frei um ihren Drehzapfen drehbar, so dass die Feder 24 den Riegel 23 aufwärts in eine der Löcher 49 an der unteren Seite einer fest mit der
Hauptstange 2 des Trägers verbundenen Scheibe 50 eindrÜcken und dadurch den Träger gegen Drehung sichern kann. Am Ende der Gleitschiene ist ein seitlich an beiden Seiten der kombinierten Schiene 8, 9 vorstehender Stift 26 angeordnet, welcher derart angebracht ist, dass bei ganz nach vorn gezogenen
Träger die Klinken 19 mit einer Aushöhlung 27 über den Stift 26 greifen.
Das hintere Ende der Klinken 19 bewegt sich dabei nach unten und zieht den Riegel 23 aus seinem Loch 49, wodurch die fest mit der Haupt- stange des Trägers verbundene Scheibe 50 freigegeben wird. Der Träger kann dann um denZapfen28 gedreht werden, mit dem die Hauptstange 2 des Trägers in die mit dem Gleitfuss verbundene Hülse 29 eingreift.
Bei dieser Lage des Trägers und des Gleitfusses empfiehlt es sich, den Träger bei seiner Drehung in gewissen Lagen federnd festzuhalten. Dazu dient die Scheibe 50 und die Einrichtung, die in Fig. 10 und 11 dargestellt ist. Die Scheibe 50 kann teilweise weggeschnitten sein. In vorliegendem Beispiel ist angenommen, dass man den Träger in nur zwei Lagen, welche um 1800 gegeneinander versetzt sind, festhalten will. Der Rand der Scheibe 50 ist abwärts gebogen und mit einer oder mehreren Bohrungen M mit abgerundeten Rändern versehen. In der Bahn des abwärts gebogenen Randes sind auf den Gleit- fuss zwei einander gegenüberstehende federnde Stifte 52 mit abgerundeten Enden angeordnet. Diese
Stifte 52 sind verschiebbar in Zylindern 53 gelagert und werden von Federn 54 gegeneinander gedrückt.
Kragen 55 verhüten, dass die Stifte 52 einander berühren. Wie in Fig. 11 dargestellt, sind die Enden 56 des abwärts gebogenen Randteiles zugespitzt. Beim Drehen des Trägers drückt sich also der abwärts gebogene kreisförmige Randteil der Scheibe 50 zwischen die beiden Stifte 52. Sobald ein Loch 51 zwischen die beiden Stifte kommt, springen diese ein und halten die Scheibe 50 und somit den Träger 2 federnd fest. Bei einigem Kraftaufwand kann aber der Träger weiter oder zurückgedreht werden, wobei die
Stifte 52 zurückgedrängt werden und die Scheibe 50 freigeben.
Damit der Träger nur in einer bestimmten Drehlage, in den Kasten zurückgedrückt werden kann, sind neben der Schiene 8, 9 und beiderseits dieser Schiene Anschläge 57 angeordnet (Fig. 4), hinter welche sich das hintere Ende der Klinken 19 legt, wenn diese über die Stifte 26 greifen und auch dann, wenn die Klinken nicht über die Stifte 26 greifen, sondern der Riegel 23 nicht in eine der Löcher 49 an der
Unterseite der Scheibe 50 eingetreten ist.
Dieser Riegel 23 ist sodann niedergedrückt, das hintere Ende der Klinken 19, welches mit dem Riegel verbunden ist, ist ebenfalls niedergedrückt, so dass dieses Ende
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Sobald aber der Träger mit seiner Scheibe 50 in die Lage gedreht ist, bei welcher der Riegel in eine der Öffnungen 49 der Scheibe eintreten kann, das hintere Ende der Klinken 19 also angehoben wird. kann der Träger in den Kasten zurückgeführt werden. Die Arme des Trägers befinden sich dann in einer Lage, dass sie die Wände des Kastens, welche gewöhnlich aus Glas bestehen, nicht beschädigen können.
Beim Zurückbewegen trifft die mit dem Gleitfuss verbundene Hülse 29, welche die Hauptstange 2 des
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schiene mit zurück in die Ausgangslage.
Das obere Ende des Trägers ist in folgender Weise geführt : Die in Fig. 8 dargestellte Schiene 30 ist fest mit der Decke des Kastens derart verbunden, dass oberhalb der Schiene ein Luftraum freigelassen ist. Vorzugsweise hat die Schiene einen L-förmigen Querschnitt, wie aus Fig. 9 ersichtlich ist. Eine Leiste 31 ist mit dem kurzen Schenkel des L-Trägers so verbunden, dass ein Schlitz gebildet wird, in welchem Kugeln 33 untergebracht sind, die durch feste Anschläge 84 getrennt voneinander gehalten werden.
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Die Gleitschiene 35 der Führung ruht auf diesen Kugeln. Mit der Schiene 35 ist das Lager 58 (Fig. 9) für das obere Ende der Hauptstange 2 des Trägers verbunden. Die Verbindung ist derart, dass sich die Hauptstange 2 des Trägers in diesem Lager 58 drehen kann.
Die feste Tragschiene 30 erstreckt sieh gewöhnlich über die ganze Tiefe des Kastens, sie ist lotrecht über und parallel zu den unteren Schienen 8 und 9 angeordnet. Diese Anordnung ermöglicht eine glatte, stossfreie Bewegung des Trägers.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 12 ist die Führung für das obere Ende der Hauptstange des Trägers in ähnlicher Weise ausgeführt, wie die bisher erläuterte Führung des unteren Teiles des Trägers. In diesem Falle braucht der Träger am unteren Ende nicht unterstützt zu sein. sondern er kann an einer
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An dieser Stange werden die auszustellenden Gegenstände, wie Kleidungsstücke usw. gehängt. Der Gleitfuss ruht auf einer zusammengestellten Schiene, d. h. auf einer Gleitschiene. J2 und einer festen Schiene, welche mit einem vorstehenden Teil 43 in genau derselben Weise versehen ist, wie die oben beschriebene Schiene 9 mit ihrem Teil 10. Der Abstand der festen Schiene von der Decke des Kastens gpniigt, um den Gleitfuss aufzunphmen.
Am Arm 38 ist eine Klinke 44 drehbar angeordnet. die der bereits beschriebenen Klinke 13 entspricht. Die Klinke 44 greif@ über einen Stift JJ und nimmt, wenn der Gleitfuss mittels des Griffes 41 herausgezogen wird. die Gleitschiene so weit mit, bis das Schwanzstück der Klinke 44 den Nocken 4S des hervorragenden Teiles der festen Schiene trifft. Dureil diesen Nocken wird der Gleitfuss von der Gleitsehiene entkuppelt und rollt nun weiter auf der ausgezogenen Gleitschiene. Wenn der Träger in den Kasten zurückgedrückt wird. so rollt der Gleitfuss zunächst über die ausgezogene Gleitschiene zurück, bis der Anschlag 46, welcher am Tragarme 89 befestigt ist. den mit der Gleitsehiene verbundenen Anschlag 47 trifft.
Darauf wird die Gleitschiene in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt und die Klinke 44 durch den Stift 46 angehoben, die nun hinter den Stift einfällt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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besteht und auf einer aus zwei in derselben Horizontalebene nebeneinander angeordneten Teilen zusammengesetzten Schiene (8,9) ruht, deren beweglicher Teil (8) mit dem Träger aus dem Kasten herausgezogen und als Führungsschiene für den Gleitfuss bei der weiteren Vorwärtsbewegung benutzt wird, wobei dieser Schienenteil (8) mit einem Stift (16) versehen ist, der von einer an einer abwärts gerichteten Stange (12) des Gleitfusses drehbar angeordneten Klinke (lao) umfasst werden kann. während der feste Schienenteil (9)
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Ende des festen Schienenteiles angeordnet ist und in der Bahn des Schwanzstückes (J) der Klinke (1 :
3) liegt, diese also anhebt, wenn der Träger mit dem Gleitfuss und dem beweglichen Schienenteil aus dem Kasten gezogen wird, wodurch der bewegliche Schienenteil vom Gleitfuss entkuppelt wird und der Gleitfuss bei seiner weiteren Bewegung aus dem Kasten auf den beweglichen Schienenteil weiterläuft.