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der scheinbaren Länge des Glühfadens ; diese Zahl, den ,,Verkürzungsfaktor", zu erhöhen, bedeutet wesentliche Vorteile für die Lampe. Dies stösst aber auf bedeutende Schwierigkeiten, die hauptsächlich
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besonders wenn der Kerndraht beim Spiralisieren zu stark gewählt war.
Das Durchhängen entsteht bekanntlich bei dem ersten Aus@lühen. dem sogenannten Blitzen der Spirale oder während des Gebrauches der Lampe, je nach Beschaffenheit des Glühdrahtes und der angewendeten Temperatur in einigen Sekunden oder vielen Stunden. Diese Erscheinung findet ihre
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hängen nicht erfolgt.
Es ist bekanntlich gelungen, Drähte aus hochsehmelzel1deJ1 Metallen, z. B. Wolfram, herzustellen. bei welchen die Rekristallisation beigünstiger Temperatur oberhalb der Gebrauchstemperatur des Glüh- körpers, innerhalb einiger Sekunden abläuft. Ein aus solchem Draht hergestellter spiralisierter Glüh-
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des sogenannten Blitzens, gewissermassen durch, deformiert sich aber während des Gebrauches nicht weiter.
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schnell rekristallisierendem Drahte während des ersten Glühvorganges, womit auch das Durchhängen überhaupt vermieden wird. Nachdem auf Grund der vorliegenden Erfindung dieses Hindernis aus dem
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möglich war.
Solche Glühkörper mit grösserem Kerndurchmesser weisen einen günstigeren ,,Verkürzungsfaktor" auf, womit eine günstigere Ausnutzung der Energie, inhergeht. Die. Anwendung eines Kerndrahtes aus höchstschmelzendem Meta]l, z. B. Wolfram oder Molybdän, um das Ausglühen mittels elektrischen Stromes mit dem, auf Kerndraht gewickelten Glühdraht vornehmen zu können, um derart das Durchhängen zu vermeiden, hat den grossen Nachteil, dass die mechanische Entfernung des Kerndrahtes ohne Beschädigung des Leuchtkörpers technisch schwer durchführbar ist.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird das Blitzen des Gliihkörpers, aus welchem der Kerndraht im voraus entfernt wurde, derart geleitet, dass ein Durchhängen verhindert wird. Das Durchhängen
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es also, den spiralisierten Glühkörper derart auszuglühen, dass der Einwirkung der Schwerkraft gar keine, oder eine an sämtlichen Teilen der Spirale gleichmässige, die Schwerkraft kompensierende Kraft entgegengesetzt wird, so wird das Durchhängen vermieden.
Dies wäre am einfachsten dadurch erreicht, dass der freien Einwirkung der Schwerkraft auf die spiralisierten Drähte während des Blitzens, das innerhalb von einigen, auch einer Sekunde abläuft, gar keine Gegenkraft entgegengesetzt wird, indem die Spirale frei fallen gelassen wird, es ist aber schwer möglich eine leicht zu handhabende Vorrichtung zur Durchführung des Glühens der Spirale während ihrem freien Fall zu konstruieren.
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hiedurch die Wirkung der Schwerkraft zu kompensieren.
An derHand liegend wäre. diese Kompensierung mittels der Zentrifugalkraft vorzunehmen, indem die horizontal liegenden Spiralen um eine ebenfalls horizontale Achse mit entsprechender Geschwindigkeit rotiert werden, wobei sie während derjenigen
Periode des Rotierens, in welcher die Zentrifugalkraft der Schwerkraft entgegengesetzt gerichtet ist, entsprechend geglüht, ,,geblitzt", werden. Aber auch diese Durchführungsart der Erfindung ist technisch schwer auszuführen, da sich für die Vorrichtung keine praktischen Masse ergeben.
Am zweckmässigsten kann die Erfindung-durch Anwendung einer entsprechend gerichteten magnetischen Kraft ausgeführt werden. Zu diesem Zwecke wird die Spirale während des Aus@lühens in ein magnetisches Feld verlegt, welches eine senkrecht nach oben gerichtete mechanische Kraft auf die
Spirale ausübt, deren Stärke so gewählt ist, dass die Einwirkung der Schwerkraft hiedurch aufgehoben wird. Hiebei müssen die Kraftlinien des Magneten horizontal verlaufen ; die Spiralen liegen ebenfalls in einer horizontalen Ebene und schliessen mit den Kraftlinien des Magneten einen Winkel von 90'-'ein. Zur Durchführung kann z.
B. ein Elektromagnet, dessen Feldstärke einige 100 Gauss beträgt, unter der mit Wasserstoff gefüllten Glocke vorgesehen sein, unter welcher das Blitzen des spiralisierten Wolfram- Glühkörpers bekannterweise durchgeführt wird. Die Gluhkörper werden zwischen entsprechenden Klemmen gespannt, welche Klemmen Bestandteile einer Paternostervorrichtung bilden. Die Gluhkörper werden derart in den oberen Teil einer Glocke geführt, in welchem sie in eine Wasserstoffatmosphäre gelangen. Gleichzeitig erhalten die beiderseitigen Klemmen der einzelnen den zum Ausglühen bestimmten Strom, u. zw. während einer in vorausbeslimmter Zeitdauer ; im Laufe von dieser Glühdauer bewegt sich die Hebevorrichtung um einige Zentimeter weiter.
An dieser Stelle der bekannten Glühvorriehtung muss nun im Sinne der vorliegenden Er@ndung zweckmässigerweise ein Elektromagnet derart
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in bezug auf die Richtung des Schwerfeldes erteilt wird, dass jedes Durchhängen des Glühkörpers in einer Richtung von einem Durchhängen in entgezengesetzter Richtung nahezu auszeglichen wird. Dieses bekannte Verfahren weist mit dem Vorlie@enden nur die Ähnlichkeit auf, dass in beiden Fällen während der Rekristallisiemng die Einwirkung der Schwerkraft aus, etlichen wird. Die Art und Weise. in welcher diese Kompensierung der Einwirkung der Schwerkraft erfolgt, ist aber in beiden Fällen grundverschieden.
Gemäss der zitierten Patentschrift erfolgt diese Kompensierung durch die Schwerkraft selbst, indem
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1. Verfahren zum Ausglühen von spiralisierten Glühkörpern für elektrische Glühlampen mittels hindurchgeleiteten elektrischen Stromes, wobei während der Rekristallisiemng die Einwirkung der
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erfolgt.