AT111577B - Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute bei der Herstellung von Zibeton aus Zibet. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute bei der Herstellung von Zibeton aus Zibet.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Erhöhung der Ausbeute   bei der Herstellung von Zibeton aus Zibet. 



   Durch die Versuche von Erwin Sack (siehe deutsche Patentschrift Nr. 279313 und Chemiker Zeitung Bd. 39, S. 538) ist es bekannt geworden, dass der nach Moschus riechende Teil des Zibets ein Keton der Formel   C H 0-Zibeton-genannt,   ist. Man hat ferner neuerdings festgestellt, dass im Zibet in beträchtlich grösserer Menge als das Zibeton ein Alkohol der Formel   C17 H32 O-Zibetol-,   vorhanden ist, dessen Geruch aber ohne praktische Bedeutung ist. 



   Dagegen wurde nun gefunden, dass dieser Alkohol leicht durch Oxydation oder Dehydrierung in Zibeton umgesetzt werden kann, wodurch bei Verwendung von Zibet als Ausgangsmaterial eine mehr als zweimal so grosse Menge Zibeton gewonnen werden kann, als bisher durch einfache Extraktion. 



  Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute an Zibeton bei dessen Herstellung aus Zibet und besteht das wesentliche Merkmal dieses Verfahrens in der Umwandlung des neben dem Zibeton im Zibet enthaltenen Zibetols in Zibeton. 



   Bei der Ausführung des Verfahrens kann man beispielsweise zuerst aus dem neutralen Zibetöl nach dem Verfahren   von "Sack" oder nach   einem andern Verfahren das Zibeton abscheiden. Die Teile des neutralen Zibetöles, die mit den Reagenzien für Ketone nicht in Reaktion treten, werden sodann durch Destillation getrennt ; die Fraktion, die ungefähr den gleichen Siedepunkt wie das Zibeton besitzt (annähernd   170'bei 1 mm),   bildet eine bei 580 schmelzende Masse und besteht aus fast reinem Zibetol, das in bekannter Weise über seinen Phtalester gereinigt werden kann. Durch diese Reinigung werden die Eigenschaften des Zibetols jedoch nicht immer merkbar verändert, so dass eine solche Reinigung für die nachfolgende Umwandlung des Zibetols in das Keton nicht unbedingt erforderlich ist. 



   Die Umwandlung des Zibetols in das Keton kann erfolgen nach den allgemein bekannten Methoden der Umwandlung von Alkoholen in Ketone, z. B. durch Oxydation mit Chromsäure, durch katalytische Oxydation mit Sauerstoff in Gegenwart von Silber oder auch auf dem Wege katalytischer Dehydrierung durch Überleiten des Alkohols bei erhöhter Temperatur über Nickel, Kupfer oder Platin. Das auf diese Weise gewonnene Zibeton ist dem unmittelbar aus Zibet gewonnenen vollkommen gleich ; es gibt ein bei   187   schmelzendes Semiearbazon,   aus dem man durch Erhitzen mit Säuren das Zibeton vom Schmelzpunkt   32 0 zurückgewinnen   kann. 



   Zur Ausführung der Oxydation oder der Dehydrierung des Zibetols ist es nicht unbedingt erforderlich, das im neutralen Zibetöl enthaltene Zibeton vorher zu entfernen, sondern es kann auch die Überführung des Zibetols in das Keton unmittelbar in dem Zibeton haltigen Zibetöl vorgenommen werden. 



   Beispiel l : 500   g Zibet,   die vorher zweckmässigerweise durch Wasserdampfdestillation vom flüchtigen Skatol befreit wurden, werden mit einer Lösung von 120 g Natriumhydroxyd in 5 1 Alkohol zwei Stunden gekocht und dann mit einer Lösung von 500 g Calciumchlorid in 500 g Wasser versetzt. 



  Die dabei ausfallenden in Alkohol   schwerlöslichen   Calciumsalze der Fettsäuren werden abfiltriert und mit Alkohol gut ausgewaschen. Die alkoholische Lösung wird durch Erhitzen vom Lösungsmittel fast vollständig befreit, das zurückbleibende Öl in Äther oder Benzol aufgenommen und das dabei in Lösung gehende, nach dem Verdampfen des Lösungsmittels im Vakuum destilliert. Die zwischen   160-180    bei 1 mm siedende Hauptmenge des neutralen Zibetöles (etwa 50 g) wird mit einer Lösung von 30 g 
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 kurzem Stehen wird der Alkohol durch Evakuieren entfernt und der   Rückstand   mit Petroläther mehrmals ausgezogen, wobei das Zibetol in Lösung geht, während das Zibeton-Semicarbazon ungelöst bleibt. 

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   Das Zibeton-Semicarbazon kann durch Erwärmen mit Säuren in der üblichen Weise gespalten werden, während das Zibetol nach dem Verdampfen des Petroläthers und Destillieren des Rückstandes im Vakuum in fast reiner Form erhalten werden kann. Es siedet bei 1 mm bei etwa   160  und   wird durch   Schütteln   mit der berechneten Menge Chromsäure in essigsaurer Lösung oder mit einer schwefelsauren   Losing   von   Kaliumbiehromat zum   Zibeton oxydiert. Das so gebildete Zibeton kann in der oben beschriebenen Weise von kleinen Anteilen unverändert gebliebenen Zibetols getrennt werden. 



   Beispiel 2. Nachdem man bei einer kleinen Probe des nach Beispiel 1 erhaltenen Öles vom   Kp. 160-180'bei 1   mm, die darin enthaltenen Mengen Zibeton und Zibetol bestimmt hat, kann dieses Gemisch unmittelbar mit der für die Oxydation des Zibetols zum Keton notwendigen Menge Chromsäure nach Beispiel 1 behandelt werden. 



   Beispiel 3. Die nach Beispiel 1 erhaltene Zibetolfraktion vom Kp.   160-180'bei 1 mm   wird dehydriert, indem man dieselbe, vorzugsweise im Vakuum, über auf ungefähr 2500 erhitztes Kupfer leitet. Der Vorgang kann gegebenenfalls so lange wiederholt werden, bis aller Alkohol in das Keton umgesetzt ist. 



   An Stelle von Kupfer kann auch Platin verwendet werden. 



   Beispiel 4. Das nach Beispiel 1 erhaltene Zibetol wird oxydiert, indem man es in Gegenwart von Sauerstoff unter vermindertem Druck   (25   mm) über Silber, das ungefähr auf   3000 erhitzt   ist, leitet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute bei der Herstellung von Zibeton aus Zibet, dadurch gekennzeichnet, dass man das in neutralem Zibetöl neben dem Zibeton enthaltene Zibetol entweder im Gemisch oder aber nach Abtrennung von jenem in Zibeton umwandelt.
AT111577D 1926-03-17 1927-02-10 Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute bei der Herstellung von Zibeton aus Zibet. AT111577B (de)

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