AT111560B - Verfahren zur Herstellung eines alkalisch reagierenden Düngemittels. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines alkalisch reagierenden Düngemittels.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines alkalisch reagierenden Düngemittels. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> für schwächer saure Böden, insbesondere aber für leichte Sandböden, bei denen z. B. Kalkstickstoff aus Karbid kontraindiziert ist, angewandt werden müsste. Dass das letztere Produkt auch bezüglich der Anwendbarkeit als Kopidünger bzw. überhaupt bei der Ausstreuung besondere Vorteile hätte (keine Staub-und Ätzwirkung) liegt auf der Hand. Es wurde nun gefunden, dass sich diese Anforderungen an zweierlei Typen von alkalischen Stickstoffdüngemitteln, die begrifflich als abstufbare Alkalität"zu bezeichnen wäre, bei dem vorliegenden Verfahren erreichen lässt, wenn man die Arbeitsweise wie nachstehend angegeben modifiziert. Zur Erreichlmg eines Produktes vom Typus A, das also neben der Stickstoffbindungsform nur noch freien Ätzkalk enthält, wird das Reaktionsprodukt aus Kalziumkarbonat und Ammoniak für sieh in einem indifferenten Gasstrom (z. B. Stickstoff oder Stickstoff im Gemisch mit Wasserstoff oder auch Kohlenoxyd) bei 900 , d. h. ungefähr um die Dissoziazionstemperatur des Karbonates herum erhitzt. Die Erhitzung kann auch im Vakuum vorgenommen werden. Man spaltet so leicht alle an Kalzium gebundene Kohlensäure ab, ohne den bereits gebundenen Stickstoff im geringsten anzugreifen. Um ein Produkt vom Typus B zu erhalten, das also das nicht zur Stickstoffbindung benutzte Kalzium auch als Endprodukt noch an Kohlensäure gebunden enthält, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder mischt man während der Einwirkung des Ammoniaks auf das Karbonat dem Einwirkungsgas Kohlenoxyd zu, z. B. im Verhältnis 10 Ammoniak zu 2-0-5 Kohlenoxyd, wodurch man eine wesentliche Reaktionsbeschleunigung bei der Stickstoffverbindung erhält und ausserdem allen freien oder frei werdenden Kalk rekarbonisiert, oder man behandelt das fertige Ammoniakeinwirkungsprodukt bei 300-600 C mit Kohlensäure oder solche enthaltenden Gase. Hiefür eignen sich besonders die kohlensäurehaltigen Abgase des Stickstoffbindungsprozesses, deren Ammoniak bei diesen Temperaturen nicht gebunden, deren Kohlensäure aber ohne Stickstoffverlust resorbiert wird. Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit und gehört mit zur Anwendung des vorstehenden Erfindungsgedankens, innerhalb der beiden Grenztypen A und B Zwischenabstufungen der Alkalität zu erzeugen, indem man entweder die Verfahrensweise A nicht bis zur völligen Kohlensäureabspaltung oder die Verfahrensweise B nicht bis zur völligen Rekarbonisierung anwendet. Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens charakterisiert sich dadurch, dass man das Endprodukt in beliebig gewünschten Korngrössen, z. B. Hirsekorn-oder Erbsengrösse oder auch gröber, erhalten kann, wenn man das Ausgangsmaterial z. B. natürlichen Kalkstein, Kreide, Marmor, Dolomitusw. auf die gewünschte Grösse vorbricht und zwischen entsprechenden Sieben trennt oder insgesamt zur Chargierung benutzt. Die Kornform des Ausgangsmaterials bleibt während des Ammoniakeinwirkungsvorganges erhalten und man gewinnt daher das alkalische Stickstoffdüngemittel in Hirsekorn-bzw. Erbsengrösse. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines alkalisch reagierenden Düngemittels, dadurch gekennzeichnet, dass man Ammoniakgas bei 500-850 C und gewöhnlichem oder erhöhtem Druck auf technische oder natürliche Kalziumkarbonate wie gefälltes Karbonat, Kreide, Kalkstein, Marmor, Aragonit oder gemischte Karbonate, wie Dolomit, so lange einwirken lässt, bis man ein Reaktionsprodukt mit 10-30% iger Stickstoffbindlmg und auch darüber nach Kjeldahl feststellt.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung eines alkalisch reagierenden Stickstoffdüngemittels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Alkalität dergestalt regelt, dass man zur Erreichung eines Produktes, das neben der Stickstoffbindlmgsform nur noch freien Kalk enthält, nach genügender Stickstoffbindung das Reaktionsprodukt bei der Dissoziationstemperatur des Karbonats für sich oder im indifferenten Gasstrom (z. B. Stickstoff oder Wasserstoff oder Kohlenoxyd) oder im Vakuum noch bis zur völligen Zersetzung des Karbonats erhitzt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Alkalität dergestalt regelt, dass man zur Erreichung eines Produktes, das neben dem Stickstoffprodukt nur kohlensauren Kalk enthält, während der Einwirkung des Ammoniaks diesem Kohlenoxyd zumischt oder nach derselben das Produkt bei 300-600 C mit Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen wie z. B. den Abgasen der Stiekstoffbindungsreaktion selbst behandelt.4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Alkalität dergestalt regelt, dass man entweder nach Anspruch 2, aber nicht bis zur völligen Kohlensäureabspaltung, oder nach Anspruch 3, aber nicht bis zur völligen Kohlensäurewiederanlagerung arbeitet.5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Ammoniak auf ein gekörntes Kalziumkarbonat, z. B. auf einen auf Hirsekorn-oder Erbsengrösse oder auch gröber vorgebrochenen Kalkstein, Marmor, Dolomit od. dgl. einwirken lässt, wodurch man. das stickstoffhaltige Endprodukt in gleicher Form erhält.
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