AT111550B - Verfahren zur Darstellung von Kupferverbindungen substantiver Azofarbstoffe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kupferverbindungen substantiver Azofarbstoffe.

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  Verfahren zur Darstellung von Kupferverbindungen substantiver Azofarbstoffe. 
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 volle Kupferverbindungen überführbar sind. Man erhält so sehr lichtechte substantive Azofarbstoffe in den verschiedensten Farbtönen, die sieh durch Alkaliechtheit sowie   Bügelechtheit auszeichnen.   



   Beispiel l. 773 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 2   Molekülen   2-Aminoanisol und l Molekül des Na-Salzes der 5.   5'-Dioxy-2.     2'-dinaphtylamin-7.   7'-disulfosäure werden in   27.   000 Volumteilen Wasser gelost. Unter Rühren wird mit Essigsäure schwach sauer gemacht und dann bei 80  C mit 280 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat in der zehnfachen Menge Wasser versetzt. Nach zweistündigem Erwärmen auf   70-80  C   wird die Ausscheidung der Farbstoffsäure eventuell durch Zusatz von Kochsalz vervollständigt, der Farbstoff abgepresst und getrocknet. Er zieht auf Baumwolle im GlaubersalzSodabad in alkali-und lichtechten rotvioletten Tönen von guter Bügelechtheit.

   Die in analoger Weise hergestellte Kupferverbindung des Azofarbstoffes aus 2   Molekülen 2. 6-Dimethoxy-l-aminobenzol   und 1 Molekül 5.5'-Dioxy-2.2'-dinaphtylamin-7.7'-disulfosäure färbt die pflanzliche Faser ebenfalls rotviolett. Die Kupferverbindung des Azofarbstoffes aus 1 Molekül 2-Aminoanisol, 1 Molekül 4-Chlor-   2-aminoanisol   und 1 Molekül 5.   5'-Dioxy-2. 2'-dinaphtylamin-7. 7'-disulfosäure,   sowie die Kupferver- 
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 die 5. 5-Dioxy-2.2'-dinaphtylamin-7.7'-disulfosäure) verwenden, so zieht z. B. der   kupf erhaltige Azo-   farbstoff aus einem Molekül 2-Aminoanisol und 1 Molekül der   5-0xy-5'-methoxy-2. 2'-dinaphtylamin-   7.   7'-disulfosäure   auf Baumwolle in echten, stark blaustichig roten Tönen. 



   Beispiel 2. 863 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 2 Molekülen   4-Nitro-2-aminoanisol   und 1 Molekül 5.5'-Dioxy-2.2'-dinaphtylamin-7.7'-disulfosäure werden in 27.000 Volumteilen Wasser gelöst. 



  Man macht unter Rühren deutlich kongosauer und versetzt dann bei   50" C   mit einer Lösung von 280 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat in der   10-llfachen   Menge Wasser, erwärmt einige Stunden unter Rühren auf   900 C,   neutralisiert dann die Mineralsäure und filtriert. Man kann den kupferhaltigen Farbstoff sodaalkalisch wieder auflösen, salzt ihn aus. presst und   trocknet   ihn. Er zieht auf Baumwolle im Glaubersalz-Sodabad in sehr   alkali-und lichtechten blauvioletten   Tönen. 



   Ersetzt man im obigen zur Kupferung verwendeten Farbstoffe eines von den 2 Molekülen des   4-Nitro-2-aminoanisols durch 1 Molekül 2-Chloranilin,   oder 1 Molekül 3-Nitranilin, oder 1   Molekül   4-Aminobenzamid, oder 3-Aminobenzoesäure. oder 1   Molekül 3-Aminobenzaldehyd,   oder 1 Molekül   4-Amino-3-methoxy-4'-oxyazobenzol-3'-karbonsäure   oder 1 Molekül 2-Aminonaphthalin-6-karbonsäure, 
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 und   l Molekül 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfosäure   werden in 20.000 Volumteilen heissem Wasser gelöst ; man macht unter Rühren schwach kongosauer und gibt eine heisse Lösung von 280 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat in der zehnfachen Menge Wasser hinzu.

   Nach zweistündigem Erwärmen auf   80-90  C   wird die Ausscheidung der Farbstoffsäure eventuell durch Kochsalz vervollständigt, abgepresst und getrocknet. Der kupferhaltige Farbstoff zieht auf Baumwolle aus einem GlaubersalzSodabad in   licht-umd alkaliechten   violetten Tönen von guter Bügelechtheit. Die in ähnlicher Weise hergestellte Kupferverbindung des   AzofarbstoffeS'aus 5-Nitro-2-aminoanisol-3-sulfosäure   und 4'-Tolyl-2-   amino-5-oxynaphthalin-7-sulfosäure   färbt die Baumwolle in reinen blauvioletten Tönen von ähnlichen Echtheitseigenschaften. 



   Ersetzt man die 5-Nitro-2-aminoanisol-3-sulfosäure durch das   Di- (2'-Amino-l'-methoxybenzol-   4'-sulfosäure)-1. 4-phenylendiamid (mit 2 Molekülen   4'-Tolyl-2-amino-5-oxynaphthalin-7-sulfosäure   gekuppelt) oder ähnliche Bis-Verbindungen, so gelangt man zu Farbstoffen, deren Kupferverbindungen die Baumwolle in echten, rotvioletten Tönen färben. 



   Beispiel 4.990 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 2 Molekülen   2-Aminophenolbenzyläther   
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 Wasser gelöst, mit Essigsäure deutlich sauer gemacht, bei 80  C mit 200 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupferehlorid in der zehnfachen Menge Wasser versetzt und zwei Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Die ausgeschiedene Farbstoffsäure wird abgepresst und getrocknet. Der Farbstoff zieht auf Baumwolle aus dem Glaubersalz-Sodabad in echten bordeauxfarbenen Tönen. 



   An Stelle des genannten Azofarbstoffes kann man mit ähnlichem Erfolge auch die Azofarbstoffe aus andern o-Aminobenzyläthern, wie z. B. diejenigen aus der   2-Aminophenol-bellzyläther     4-karbonsäure   (oder 4-Sulfosäure) oder aus der Verbindung 
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 (hergestellt durch Reduktion des Umsetzungsproduktes aus   2-Nitro-l-oxybenzol-4-sulfosäure   mit der Chlormethyl-Salizylsäure (vgl. z. B. deutsche Patentschrift Nr. 113723) als Natriumsalz fast farbloses in Wasser lösliches Pulver) verwenden   und   in ihre Kupferverbindungen verwandeln. Die genannten o-Aminobenzyläther lassen sich auch durch die   o-Aminophenolzyklohexyläther   ersetzen.

   Die Kupferverbindungen der aus ihren Diazoverbindungen hergestellten substantiven Azofarbstoffe färben die Baumwolle in bemerkenswert reinen Tönen an. An Stelle der 5.5'-Dioxy-2.   2'-dinaphtylharnstoff-   7.   7'-disuliosäure   in obigem Beispiel kann man geeignete andere Derivate der 2-Amino-5-oxynaphthalin- 7-sulfosäure in Anwendung bringen, z. B. die 5.5'-Dioxy-2.   2'-dinaphtylamin-7.   7'-disulfosäure, die 
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   Beispiel 5. Man löst 845 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 2   Molekülen 2-Aminophenetol   und 1 Molekül 5.5'-Dioxy-2.   2'-dinaphtylamin-7.   7'-disulfosäure (Natriumsalz) in 30.000 Volumteilen heissem Wasser, macht die Lösung deutlich ameisensauer, gibt eine wässerige Lösung von 350 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat zu und erhitzt nun das Ganze unter Druck drei Stunden lang auf 110  C. Die Aufarbeitung erfolgt in der üblichen Weise. Die neue Kupferverbindung zieht auf Baumwolle in echten rotvioletten Tönen. Die Färbung ist derjenigen aus dem kupferhaltigen Farbstoff des Beispiels 1 sehr ähnlich. 



   Verwendet man an Stelle des genannten kupferhaltigen Azofarbstoffes denjenigen aus 2 Molekülen 2-Amino-1-äthoxybenzol-4-sulfamid und 1 Molekül 5.   5'-Dioxy-2.   2'-dinaphtylamin-7.   7'-disulfosäure,   oder denjenigen aus 1 Molekül 2-Aminoanisol, 1 Molekül 2-Amino-1-äthoxybenzol-4-sulfanilid und 1 Molekül 5. 5'-Dioxy-2.2'-dinaphtylamin-7.7'-disulfosäure, so gelangt man zu violetten Farbtönen von der nämlichen Echtheit. Der kupferhaltige Azofarbstoff aus 2 Molekülen 2-Amino-l-isobutyloxy- 4-sulfo-monomethylamid und 1 Molekül 5.5'-Dioxy-2. 2'-dinaphtylamin-7.7'-disulfosäure ergibt auf Baumwolle ein Rotviolett. 



   Beispiel 6.904 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 1 Molekül 2-Aminoanisol, 1 Molekül 
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 roten Tönen. 



   An Stelle des 2-Aminoanisols kann man z. B. auch das 2-Aminophenetol oder das 2-Amino-   phenetol-4-sulf-methylanilid   oder die   3-Amino-4-äthoxybenzoesäure   verwenden. Die 2-Aminonaphthalin-   3-karbonsäure   lässt sich durch die   l-Aminobenzol-2-sulfo- oder -karbonsäure   oder deren Substitutions- 
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 dinaphtylamin-7. 7'-disulfosäure färbt in Form seiner Kupferverbindung die Baumwolle klar und sehr echt blauviolett. Die 5.5'-Dioxy-2.   2'-dinaphtylharnstoff-7.   7'-disulfosäure kann in obigem Beispiel auch durch andere Derivate der 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfosäure ersetzt werden, so z. B. durch das Bisimidazol von der Formel 
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 2.   2'-dinaphtylamin-7.     7'-disulfosäure.   So färbt z.

   B. die Kupferverbindung des Azofarbstoffes aus   Molehrtlen 3-Ainino-4-n-butyloxy-benz-n-butylamid   und 1 Molekül 5. 5'-Dioxy-2. 2'-dinaphtylamin- 7.   7'-disulfosäure   die pflanzliche Faser in echten violetten Tönen. 



   Beispiel 7.949 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 2 Molekülen 2-Amino-phenoxyessigsäure 
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 gelöst, mit Essigsäure deutlich sauer gemacht und bei   800 unter   Rühren mit 300 Gewichtsteilen Kupfersulfat (kristallisiert) in der zehnfachen Menge Wasser versetzt. Nach einstündigem Erwärmen wird die Abscheidung der Farbstoffsäure eventuell durch Zusatz von Kochsalz   vervollständigt.   abgepresst und getrocknet. Der Farbstoff zieht aus dem Glaubersalz-Sodabad auf Baumwolle in lichtechten violetten Tönen. 



   Der Farbstoff mit 5. 5'-Dioxy-2.2'-dinaphtylharnstoff-7.7'-disulfosäure gibt ein   braunstichiges   Rot von ähnlichen Eigenschaften. Die analogen Azofarbstoffe aus   ss- (2-Aminophenox').   Propionsäure ergeben ähnliche, manchmal noch etwas klarere Töne. 



   Beispiel8. 877 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 2 Molekülen 2-Amino-1-oxybenzol-glykoläther 
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 und 1 Molekül 5. 5'-Dioxy-2.   2'-dinaphtylamin-7.   7'-disulfosäure werden in 26.000   Volumteilen   Wasser gelöst, mit Essigsäure deutlich sauer gemacht und bei   800 mit 260   Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat versetzt. Unter Rühren wird zwei Stunden auf   800 erwärmt,   die Ausscheidung der Farbstoffsäure eventuell durch Kochsalz vervollständigt, abgepresst und getrocknet. Der Farbstoff zieht aus dem Glaubersalz-Sodabad in licht-, alkali-, bügelechten rotvioletten Tönen von bemerkenswerter Klarheit.

   Der analoge kupferhaltige Farbstoff mit der 5.   5'-Dioxy-2.     2'-dinaphtylharnstoff-7.     7'-disulfosäure   ergibt bedeutend rötere Töne. Wertvolle violette bzw. rote Direktfarbstoffe für die pflanzliche Faser werden ferner erhalten, wenn man den obigen Glykoläther durch den entsprechenden Glyzerinäther 
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 ersetzt und die wie   üblich   dargestellten substantiven Farbstoffe daraus nach dem Verfahren des obigen Beispiels in Kupferverbindungen verwandelt. Selbstverständlich lassen sich hier auch die Kern-und Seitenkettensubstitutionsprodukte der o-Aminophenyläther mehrwertiger Alkohole verwenden. So färbt z.

   B. der kupferhaltige Azofarbstoff aus 2 Molekülen   4-Nitro-2-amino-phenolglykoläther   und 1 Molekül 5. 5'-Dioxy-2. 2'-dinaphtylamin-7.   7'-disulfosäure   die Baumwolle echt violett und in ähnlichem Farbton wie der bei Anwendung des   4-Nitro-2-aminophenolglyzerinäthers   erhaltene analoge kupferhaltige Farbstoff. An Stelle der   Nitro-o-aminophenyläther   mehrwertiger Alkohole lassen sieh auch die Chlor-oder Sulfo-usw.-o-aminophenoläther mehrwertiger Alkohole anwenden.

   Der kupferhaltige Azofarbstoff aus 1 Molekül des Schwefelsäureesters des   3-Amino-4-kresol-oxäthyläthers   

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 (vgl. deutsche Patentanmeldung F. 54269) und 1 Molekül 4'-Aminobenzoyl-2-amino-5-oxynaphthalin-   7-sulfosäure   färbt Baumwolle in roten Tönen. Der Farbstoff lässt sich auf der Faser diazotieren und 
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 solcher substantiver Azofarbstoffe, welche in o-Stellung zu einer Azogruppe nicht substituierter oder substituierter Alkyl-oxy-,   Aralkyloxy-oder Aryloxygruppen tragen und   die ausserdem noch eine weiter diazotierbare Aminogruppe besitzen können überhaupt ganz allgemein nach dem Färben auf der Faser weiterdiazotiert und mit den   üblichen   Entwicklern, z. B.   -Naphtol entwickelt   werden.

   Besitzt ferner der zur Herstellung der Kupferverbindung in Anwendung gebrachte Azofarbstoff ein in o-Stellung zu einer Hydroxylgruppe befindliches, mit Diazoverbindungen reaktionsfähiges Wasserstoffatom, so lässt sich die Färbung der Kupferverbindung auf der pflanzlichen Faser mit den üblichen Diazoverbindungen wie der des p-Nitranilins kuppeln. 



   Beispiel 9.787 Gewichtsteile des Azofarbstoffes aus 1   Molekül l-Aminobenzol-2. 5-disulfosäure   und 1 Molekül Aminohydrochinondimethyläther, weiter diazotiert und gekuppelt auf 1 Molekül 2-Phenyl-   amino-5-oxynaphthalin-7-sulfosäure   werden in 25.000 Volumteilen Wasser gelöst. Man macht mit Essigsäure deutlich sauer, versetzt bei   80  mit   250 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat in der zehnfachen Menge Wasser. Nach zweistündigem Erwärmen wird abgepresst und getrocknet. Der Farbstoff zieht auf Baumwolle aus dem Glaubersalz-Sodabad in   lichtechten,   klaren blauen Tönen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Kupferverbindungen substantiver Azofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man die substantiven Azofarbstoffe aus den Diazoverbindungen bzw. Diazoazoverbindungen von solchen Monoaminen und ihren Derivaten, die in o-Stellung zu einer Aminogruppe mindestens eine EMI4.3
AT111550D 1926-04-19 1927-03-26 Verfahren zur Darstellung von Kupferverbindungen substantiver Azofarbstoffe. AT111550B (de)

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