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Kleinautomat mit thermischer Verzögernngsvorrichtung zur Verhütung des Abschaltens bei kurz anhaltenden Überströmen.
Es ist bekannt, elektromagnetische Überstromschalter mit einer sogenannten thermischen Verzögerung zu versehen, welche den Zweck hat, das Ansprechen des Schalters bei kurz anhaltenden Überströmen, z. B. bei dem erhöhten Einschaltstromstoss, welcher die zu schützende Anlage bzw. Apparate nicht gefährdet, zu verhüten. Die Erfindung betrifft eine besonders zweckmässige Anordnung der thermischen Verzögerung, insbesondere bei solchen Überstromschaltern, wie sie in den Deutschen Patentschriften Nr. 395222 und Nr. 398720 beschrieben und im allgemeinen unter dem Namen Kleinautomat bekannt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Rückseite eines derartigen Schalters und Fig. 2 die Vorderseite bei abgenommener Kappe.
Der Schalter mit den Anschlussschrauben a und b ist an die Leitung angeschlossen. Mit der An- schlussschraube a ist der zweckmässig aus einem Bimetall bestehende Thermostat c verbunden, so dass der Stromverlauf von der Anschlussklemme über den Thermostaten e, die Klemme d, Magnetspule e nach dem festen Kontakt geht, welcher in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Von diesem festen Kontakt verläuft der Strom über eine bewegliche, vom Anker f beeinflusste Schaltbrücke zum festen Gegenkontakt und von hier zur zweiten Anschlussschraube b.
Der Thermostat ist in den Hohlsockel auf der Rückseite des Schalters eingebaut, die gegebenenfalls von einer Platte abgedeckt werden kann, so dass der Thermostat in einer nach aussen abgeschlossenen Kammer angeordnet und vor unbefugten Eingriffen und vor Beschädigungen, beispielsweise durch den Lichtbogen, geschützt ist. Ausserdem wird durch diese Anordnung der Platzbedarf günstig beeinflusst. Der Thermostat c wirkt auf die Drehachse g, welche durch eine der vier Befestigungsschrauben h hindurchgeführt ist, derart ein, dass bei kurz anhaltenden Überströmen der auf der Vorderseite des Sockels angeordnete Anker f von dem Elektromagneten nicht angezogen werden kann und eine Unterbrechung des Stromkreises nicht erfolgt. Zu diesem Zwecke ist auf der Vorderseite des Sockels die Drehachse g mit dem Hebel i versehen.
Letzterer sperrt für gewöhnlich den auf der Ankerachse k sitzenden Arm ! eines Winkelhebels, dessen anderer Arm m durch die Feder n mit dem Anker f in Verbindung steht. Ausser der Feder n ist der Anker fmit der üblichen Ankerrückzugsfeder o versehen.
Die Ankerachse k, auf welcher der Winkelhebel 1, m sitzt, ist über ihre Lager derart verlängert, dass sie gegen die Seitenwände des Sockels stösst und dadurch ohne Verwendung von Splinten od. dgl. gegen Verschiebung gesichert ist. Da der ganze Schalt- und Auslösemechanismus auf einer besonderen Platte angeordnet ist, die erst im fertig montierten Zustande in den Sockel eingesetzt wird, kann die vorbeschriebene Art der Lagerung der Ankerachse ohne weiteres ausgeführt werden.
Solange der Thermostat c durch den Strom noch nicht soweit erwärmt ist, dass er den Hebel i von dem Hebel entfernt hat, kann der Anker nur angezogen werden, wenn er die Wirkung der Feder o und der Feder n überwindet. Dieses kann nur bei besonders hohen Überströmen, z. B. bei Kurzschluss, erfolgen. Beim Einschalten erfolgt dagegen nur ein verhältnismässig kurz anhaltender stromstoss, der ein Ansprechen des Schalters nicht bewirken kann. Handelt es sich dagegen um einen längere Zeit anhaltenden Überstrom, so verändert der Bimetallstreifen c unter dem Einfluss der Wärme seine Form, wodurch die Achse g gedreht und der auf der Vorderseite des Sockels angeordnete Sperrhebel i bewegt
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wird, so dass er den Hebel freigibt.
Die magnetische Anzugskraft hat nunmehr nicht -mehr die Feder it zu überwinden, sondern lediglich die Kraft der Feder o. Bei Überschreiten des Grenzstromes wird also der Anker nunmehr angezogen und der Stromkreis unterbrochen.
Die vorbeschriebene Anordnung hat den Vorteil dass der Thermostat von dem Schalt-und Auslösemechanismus vollkommen getrennt ist und dass durch die Benutzung eines bereits vorhandenen Befestigungsbolzens als Lager für die Drehachse des von dem Thermostaten beeinflussten Sperrhebels besondere Bohrungen oder Durchbrechungen in dem Sockel erspart werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kleinautomat mit elektromagnetischer Auslösung und thermischer Verzögerungsvorrichtung zur Verhütung des Abschaltens bei kurz anhaltenden Überströmen, dadurch gekennzeichnet, dass das wärmeempfindliche Glied auf der Rückseite des Schalters in den hohlen Sockel eingebaut ist.