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Sicherheitsschloss für Kassen u. dgl.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Sicherheitsschloss besonderer Konstruktion, welches eine vollkommene Sicherheit gegen ein Öffnen von unbefugter Seite bietet. Zu diesem Zwecke sind erfindungsgemäss die Zuhaltungsgehäuse im Schlosskasten verschwenkbar gelagert, in diesen die Zu- haltungen gleichfalls drehbar gelagert, und sowohl die Zuhaltungsgehäuse als auch die Zuhaltungen mit
Schlitzen versehen, welche zwecks Öffnens des Schlosses in die Bahn des Führungsschlittens für den
Schlossriegel eingestellt werden müssen.
Die Zuhaltungsgehäuse wie die Zuhaltungen sind hiebei zu beiden
Seiten des Schlüsselrohres angeordnet und ragen seitlich in dasselbe hinein ; ihre Einstellung erfolgt durch einen Stechschlüssel, welcher dann erst in das Sehlüsselrohr eingeführt werden kann, wenn die Zuhaltungsgehäuse samt den Zuhaltungen von der Nuss aus durch eine Drehung im Sinne des Öffnens des Schlosses aus dem Bereich des Sehlüsselrohres verschwenkt sind. Diese Verschwenkung erfolgt durch einen besonderen Hebel, der von der Nuss aus zwischen Ansätze der Zuhaltungsgehäuse gezwängt werden kann, so dass die letzteren seitlieh ausschwenken und hiebei die Zuhaltungen mitnehmen.
Der Vorteil dieser Schlosskonstruktion gegenüber den bisher bekannten ist darin gelegen, dass, da die Zähne des Stechsehlüssels an den beiden Seiten angeordnet sind, trotz einer grossen Anzahl zu betätigender Zuhaltungen (z. B. 12, davon 6 auf jeder Seite) das Schlüsselrohr so eng gehalten werden kann, dass bei einem unbefugten Öffnungsversuch ein gleichzeitiges Einführen der erforderlichen Zahl von Nadeln, die überdies mit Haken versehen sein müssten, unmöglich ist. Ferner müssen die Zuhaltungen nicht nur gegeneinander, sondern auch gegenüber dem selbst verschwenkbaren Zuhaltungsgehäuse und mit diesem gegenüber dem Schlossriegel entsprechend eingestellt werden, wenn das Schloss geöffnet werden soll.
Da nun die einzelnen Zuhaltungen gegeneinander und dem Zuhaltungsgehäuse in der Sperrstellung andere Lagen einnehmen als in der Offenstellung und ihre Verschwenkung in die letztere lediglich von den Winkeln abhängt, welche die verschiedenen zur Deckung zu bringenden Schlitze zu einander ein- schliessen, nicht aber von dem Mass der in das Schlüsselloch ragenden Zuhaltungsstufen, so kann z. B. der längste Vorsprung, von dem man die grösste Verschiebung voraussetzen würde, schon nach ganz geringer Verstellung die richtige Lage der zugehörigen Zuhaltungsplatte herbeiführen, wogegen z. B. ein anderer nur ein kurzes Stück in das Schlüsselloch ragender Teil eine bedeutende Verstellung der Zu- haltung erforderlich machen kann. Es muss demnach jeder Öffnungsversuch ohne den Originalschlüssel scheitern.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigen die Fig. 1-3 das Schlossgehäuse, die Fig. 4-6 den Schlossriegel, die Fig. 7 und 8 den mit dem Schlossriegel verschraubten Führungsschlitten, Fig. 9-11 das Schlüsselrohr, Fig. 12 und 13 einen Teil der die Zuhaltungsgehäuse vom Griff aus verschwenkenden Einrichtung, Fig. 14-17 die Zuhaltungsgehäuse, Fig. 18 eine Zuhaltung.
Die Fig. 19 zeigt eine Draufsicht des zusammengestellten Schlosses ohne Deckplatte in der Stellung des
Griffstückes, die ein Verschwenken der Zuhaltungsgehäuse bewirkt. Fig. 20 zeigt den Stechschlüssel.
Das Schloss besteht (Fig. 1-3 und 19) aus einer Grundplatte 1, welche mittels dreier Bolzen 2 im Abstand die Deckplatte 3 trägt, zwischen welchen Platten das ganze Schloss eingebaut ist. Die Deck- platte 3 hat eine kreisförmige Öffnung 4 entsprechend einer solchen5 in der Grundplatte, zwischen welcher die Nuss 43 drehbar gelagert ist und eine rechteckige Öffnung 6, über welcher das Ende des Schlüssel- rohres (Fig. 9-11) befestigt ist. Der nach A-B der Fig. 1 geführte Schnitt in Fig. 2 zeigt, dass die Grundplatte mit einem die Riegelöffnung 7 aufweisenden Stulp 8 vereinigt ist.
Am anderen Ende trägt die
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Grundplatte zwei Vierkantbolzen 9 für die auf die Zuhaltungsgehäuse drückenden Spiralfedern. ? und eine Lagerplatte n für die bei 12 drehbar : gelagerten Zuhaltungsgehäuse (Fig. 14-17). In der Längs- achse ist bei 13, 14, 16, 16 das Schlüsselrohr 17 angeschraubt und oberhalb desselben in der Mitte der
Grundplatte ein Querjoch 18 mit einem in dem Schlitze 20 des Schlossriegels 25 gleitenden Stein 21.
An die Grundplatte ist das Querjoch, welches den mit dem Riegel 25 verschraubten Schlitten 22 (Fig. 7,8) führt, bei 23 durchbrochen um das Ende des in Fig. 12,13 herausgezeichneten Hebels 24 für die Verschwen- kung der Zuhaltlmgsgehäuse durchtreten zu lassen. Schliesslich sind zu beiden Seiten der Mittelachse in der Grundplatte die Führungsschlitze 19 für den Schlitten 22 des Schlossriegels 25 vorgesehen. Der Sehlossriegel25 (Fig. 4-6) ist mit dem eigentlichen Riegelkopf 26 in der Riegelöffnung 7 geführt und mit seinem bei 27 entsprechend ausgenommenen Schaftteil, der in der Mitte den Führungsschlitz 20 aufweist, bei 28, 29, 30,. 1 mit dem U-förmigen Führungsschlitten 22 an dessen Quersteg 32 verschraubt.
Die auf dem Quersteg senkrecht stehenden vertikalen Seitenwände 33, 34 gleiten mit ihren verbreiterten Enden 35 in den Schlitzen 19 der Grundplatte. Der Quersteg weist eine der Öffnung 20 entsprechende Durchbrechung 37 für den Stein 21 des Querjoches 18 auf. Die Verschiebung des Riegels in die Sperr-und
Offenstellung wird mittels eines in die Vierkantöffnung 38 der Nuss 43 einsteckbaren Griffes üblicher Art bewirkt. Die Nuss besitzt eine zylinderförmige Nabe 40, welche an zwei Seiten im Winkel abgeflacht ist und einen abgerundeten Daumen, der in die Ausnehmung 21 des Riegelschaftes eingreift. Auf einer der beiden Abflachungen liegt je nach der Offen-oder Sperrstellung des Riegels das Ende einer kräftigen Blattfeder 44, die bei 45,46 an der Grundplatte befestigt ist.
Die äusserste Stellung des Daumens wird durch einen Anschlagstift 41 der Grundplatte begrenzt.
In die Bahn der Nuss 43 ragt das eine hakenförmig abgebogene Ende 48 eines in der Mitte bei 49 an der Grundplatte drehbar befestigten Doppelhebels 50, dessen anderer Arm eine Längsöffnung aufweist. In diese ragt ein Bolzen 51 des in Fig. 12,13 ersichtlichen Hebels 24, der einerseits mittels einer Schlitzführung 52 und einer bei 53 in der Grundplatte verschraubten Führungssehraube 54, anderseits mittels seines bei 23 das Querjoch 18 durchbrechenden Endes in der Längsrichtung der Schlossachse verschiebbar geführt ist. Das andere Ende des Hebels 24 ist beidseitig abgeschrägt und ragt zwischen die Ansätze 59, 60 der Zuhaltungsgehäuse 55. Die Teile 24 und 50 bilden die die Zuhaltungsgehäuse mit den Zuhaltungen aus dem Bereich des Schlüsselrohres bewegenden Einrichtungen.
Die Zuhaltungsgehäuse 55 (Fig. 14-17) sind, wie bereits erwähnt, an der Grundplatte bei 12 drehbar gelagert. Sie enthalten um den Schraubenbolzen a drehbar je sechs Zuhaltungen 56 (Fig. 18) und besitzen an dem der Lagerung entgegengesetzten Ende je einen Fortsatz 57, 58, mit welchem sie entsprechende Fuhrungslaschen 57', 58'untergreifen, die an der Grundplatte festgeschraubt sind sowie zwei hakenförmige Ansätze 59, 60 an der inneren Kante. An jeder Aussenseite befindet sich anschliessend an die Ansätze 57, 58 je ein Winkelarm 61, 62, mit einem Bolzen 63,64.
Gegen die Aussenkante dieses Bolzens drücken die Enden der Feder 10, gegen die Innenkante legen sich die Enden der Zuhaltungsfedern 65, welche die Zuhaltungen 56 innerhalb des Gehäuses 55 gegen Bolzen 66 drücken, an welcher sie sich mit entsprechenden Ausrundungen 67 (Fig. 18) legen.
Mit den Ansatzstufen 68 verschiedener Länge ragen die Zuhaltungen seitlich aus den Gehäusen heraus und bei gesperrtem Schloss in Durchbrechungen 69 des Schlüsselrohres hinein, wobei jedoch nicht mehr die aus Fig. 14 ersichtliche Stellung, in welcher alle Zuhaltungen an den Bolzen 66 anliegen, gilt, sondern eine von dieser um weniges verschiedene Lage, in der die Zuhaltungen im Gehäuse um verschiedene Beträge von den Bolzen 66 abgedrückt sind, da sie sich früher an das Sehlüsselrohr anlegen, als das Zuhaltungsgehäuse. Die stärkere Feder 10 überwindet hiebei die schwächere Feder 65.
Sowohl die Zuhaltungsgehäuse, als auch jede einzelne der Zuhaltungsplatten besitzen in Richtung der Drehachsen Schlitze 69 bzw. 10 in einer Breite, die der Wandstärke der Seitenwände des Riegelschlittens 22 entspricht. Liegen die Zuhaltungen an den Bolzen 66, so schliessen die Richtungen ihrer Schlitze mit der Richtung des Schlitzes im Zuhaltungsgehäuse verschiedene Winkel ein, so dass die Schlitze der Gehäuse durch die Zuhaltungen abgedeckt sind.
Die Wirkungsweise des Schlosses ist nun folgende : In der Sperrstellung des Riegels liegen Zuhaltungsgehäuse und Zuhaltungen an dem Schlüsselrohr von beiden Seiten an, die Stufenenden ragen in das Schlüsselrohr hinein. Die Schlitze der Gehäuse sind durch die Zuhaltungen abgedeckt und befinden sich nicht in Verlängerung der Seitenwände des Riegelschlittens. Der Riegel kann demnach durch das Griffstück nicht nach innen geschoben werden. Um nun einen gewöhnlichen Stechschlüssel (Fig. 20) in das Schlüsselrohr einführen zu können, wird das Griffstück mittels des Steckgriffes zunächst im Sinne eines weiteren Öffnens des Schlosses verdreht, was unter Überwindung der Feder 44 so weit möglich ist, bis der Daumen 43 am Anschlagbolzen 47 anschlägt.
Der Riegel, der durch die Endstellung des Steines 21 in der Ausnehmung 37 eine weitere Bewegung nicht zulässt, steht hiebei still, der Daumen kreist in der oberen Ausnehmung des Riegelschaftes. Er drückt hiebei gegen das Ende 48 des Doppelhebels 50 und verschiebt hiedurch den mit ihm verbundenen Hebel 24 mit dem abgeschrägten Ende in der Richtung der Längsachse zwischen die beiden Ansätze 59, 60 der Zuhaltungsgehäuse, welche infolgedessen seitlich ausweichen müssen und die Gehäuse samt Zuhaltungen soweit verschwenken, dass die Ansatzstufen 68
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und die genaue Fortsetzung der FÜhrungswände des Schlittens bilden.
Das Schloss kann nun ohne weiteres geöffnet werden, der Schlüssel kann jedoch nicht herausgezogen werden, ehe das Schloss wieder gesperrt ist
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherheitsschloss für Kassen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass dessen Zuhaltungsgehäuse (55) im Schlosskasten verschwenkbar und in diesen Gehäusen die Zuhaltungen (56) gleichfalls drehbar gelagert sind, wobei die Zuhaltungsgehäuse und die Zuhaltungen mit Schlitzen (69, 70) unter verschiedenen Winkeln versehen sind, welche zwecks Öffnens des Schlosses in die Bahn des Führungsschlittens (22) des Schlossriegels (25) eingestellt werden müssen.