AT110645B - Verfahren zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechen auf zwei Wellen und Wellenwechsel. - Google Patents

Verfahren zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechen auf zwei Wellen und Wellenwechsel.

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AT110645B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Bei der Hoehfrequenztelephonie in   Elektrizitätswerken   handelt es sich in den meisten Fällen um die telephonische Verbindung mehrerer Stationen über das vorhandene Hochspannungsfreileitungssystem. Aus   wirtschaftlichen Gründen wird   die Anordnung dann so getroffen, dass bei allen zwischen zwei beliebigen Stationen des Netzes denkbaren Gesprächen dieselben Wellen Benutzung finden. Die Aufgabe des Gegenspreehens wird meist so gelöst, dass Sender und Empfänger voneinander verschiedene Wellen erhalten. Die Sendewelle der einen Station ist beim Gespräch die Empfangswelle der Gegenstation und umgekehrt.

   Wird weiterhin gefordert, dass zwei   beliebige Hochfrequenzstationen von   einer Anzahl an das   Hochspannungssystem angeschlossener   Teilnehmer miteinander verkehren sollen, so dass also keine Station vor der andern bevorzugt ist, so ergibt sich die Notwendigkeit des Wellenwechsels. Unter Wellenweclisel ist hier das Vertauschen von   Sende-und Empfangswellen   miteinander verstanden. Zum Zustandekommen eines Gespräches ist es erforderlich, dass die   Sende-und Empfangswellen einer Station   die   umgekehrten   sind, wie bei der Gegenstation. 



   Die Senderschwingungskreise führen Hochfrequenzströme beträchtlicher Amplitude, so dass eine   Umschaltung   ihrer Welle normalerweise Relais erforderlich macht, die der Funken- oder Lichtbogenbildung Rechnung tragen müssten. Die normalen Mittel zur Funkenlöschung können für Hochfrequenzstromkreise keine Verwendung finden. Selbst wenn man die   anzusehaltenden   Sehwingungskreisteile in geeigneter Weise anordnet, so dass die an den   Relaiskonta. kten entstehenden Spannungen möglichst   klein sind, wird man   gewöhnliche Schwachstromrelais nicht   verwenden können. 



   Im Sinne der Erfindung wird nun die   Wellenumschaltung grundsätzlich   im stromlosen Zustande 
 EMI1.2 
 geführten Abhängigkeit der Wellenrelais von der   Rufeinrichtung.   



   Entsprechende   Sehaltungsmassnahmen   kommen sowohl in Frage für Stationen, bei denen der Wellenwechsel bei der rufenden Station vorgenommen wird, als auch bei solchen, wo er bei der gerufenen Station stattfindet. 



   Zur näheren Erläuterung der Anwendungsarten der Erfindung werden nachstehende Beispiele betrachtet :
In dem Schaltungsbeispiel Fig. 1 wird durch den Schalter   gl, g,   die den Sender treibende elektrische 
 EMI1.3 
 induktion L und die Kapazität Cl bilden einen Schwingungskreis für den Ruhezustand, L, Ci und   O2     einen Senderschwingungskreis nach Wellenumschaltung.   Eine besondere Massnahme zur   Verzögerung   der Schwingungserzeugung ist nicht erforderlich, da das   Umschalterelais U   bereits gearbeitet hat, ehe die   Maschine die betriebsmässige   Drehzahl erreicht hat.

   Beim Ausschalten der Anlage durch den
Schalter   ssi,     g2   bleibt ein Halterelais H an den Klemmen der Senderantriebsmaschine angeschaltet und bleibt, da es sehr empfindlich gemacht wird, während der ganzen Auslaufzeit infolge der an der Sender- antriebsmasehine noch vorhandenen Klemmenspannung erregt. Es hält hiebei über einen Kontakt h die   Erregung des Umschalterelais U aufrecht.

   Ist   an der Senderantriebsmaschine die   Klemmenspannung   sehr klein geworden,   d.   h. hat hiemit auch die Schwingungserzeugung aufgehört, so fällt   R ab und   bewirkt den Abfall von U und somit die Wellenumschaltung auf die Wellen des Ruhezustandes im stromlosen 

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 Zustand der   Sehwingungskreise.   Die Kontakte   i   machen die Wellenumschaltung abhängig von der Rufeinrichtung. Es ist gleichgültig, ob als Sender Maschinen oder Röhrensender Verwendung finden. Im letzten Fall wird man das H-Relais zweckmässig an die Klemmen der Anodenspannungsmaschine legen. 



   Im   Sehaltungsbe'sp : el   Fig. 2 w'rd durch den   Schalter gl, g2   die Antriebsmaschine des Senders in Gang gesetzt und der Transportmagnet D eines Wählers W erregt. Der Wähler macht einen Schritt und schliesst mit seinem Arm über ein Kontaktblech einen Stromkreis für das Umschalterelais U. Durch das Verlassen der Ruhestellung wird der Transportmagnet abgeschaltet. Diese Vorgänge erfolgen mit genügender Schnelligkeit, so dass sie beendet sind, bevor die Schwingungserzeugung beginnt. Beim Abschalten der Senderantriebsmasehine erfolgt gleichzeitig die Schliessung eines Stromkreises für den Transportmagneten des Wählers über einen laufenden Unterbrecher, so dass der Wähler   vorwärtsschreitet   und nach einer gewissen Schrittzahl in die Ruhestellung zurückkehrt.

   Erst in der Ruhestellung schalten sich sowohl der Stromkreis für das Wellenumschalterelais   U und der Transportmagnet   ab. Diese Rücklaufzeit ist länger   gewählt,-als die   Auslaufzeit der Senderantriebsmaschine. Selbstverständlich kann die
Schaltung auch so gewählt werden, dass die Erregung des   Umschalterelais   auch bereits in der Ruhelage nach dem Betätigen des Schalters gl, g2 erfolgt. Ebenso ist es gleichgültig, ob die Schaltung der Relais über   Ruhe-oder Arbeitskontakte   erfolgt. 



   Im Schaltungsbeispiel Fig. 3 erfolgt die Wellenumsehaltung während des Laufes der Sender- antriebsmaschine. Bei jedem gewollten Wellenwechsel durch die Betätigung des Schalters   Si,     82   wird vor dem Arbeiten des   Umschalterelais U   das Sendertastrelais T beeinflusst, es unterbricht die Schwingungs- erzeugung. Hierauf erfolgt die Wellenumsehaltung der Senderschwingungskreise. Nach dem Arbeiten des   Umschalterelais U   wird der Sender freigegeben. Um ohne besondere   Funkenlösehmassnahmen   beim
Tastrelais auszukommen, wird man vorliegende Methode zweckmässig bei Fremdsteuersendern anwenden, d. h. das Tastrelais auf die kleine Sendeenergie des Steuersenders wirken lassen, die in einem Verstärker nachträglich vergrössert wird.

   Die Umschaltung der hinter den Verstärker liegenden und grosse Energie führenden Schwingungskreise wird dann nach dem genannten Schaltungsbeispiel wie folgt   durchgeführt   :
Beim Betätigen des Schalters s,   S2   wird das Tastrelais T über den Ruhekontakt eines Hilfsrelais V erregt. 



   T blockiert den Sender und erregt über einen Arbeitskontakt   t2   und die Feder des Schalters   82   das Um-   schalterelais U.   Dieses erregt V, V schaltet T ab, so dass die Schwingungen wieder einsetzen. U wird durch eigenen Kontakt U2 unabhängig von der Arbeitsseite des Schalters   82.   Wird der   Schalter Sj, von   neuem umgelegt, so erregt sich T über die Arbeitsseite des V-Kontaktes. Durch Anziehen von T wird der Sender wiederum blockiert und über den Kontakt   t2   und   82   die Wicklung von U kurzgeschlossen. 



   Dieses beeinf usst V, wodurch T abgeschaltet wird und damit der Sender wieder einsetzt. Der Wider- stand   W d   hat den Zweck, beim Kurzschluss der Wicklung U einen Batteriekurzschluss zu verhindern.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechen auf zwei Wellen und Wellenwechsel dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung von Spezialrelais die Wellenumsehaltung der Sender- sehwingungskreise in geeigneter Abhängigkeit von der Rufeinrichtung im stromlosen Zustand der Sender- schwingungskreise erfolgt.
AT110645D 1926-02-26 1927-01-29 Verfahren zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechen auf zwei Wellen und Wellenwechsel. AT110645B (de)

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