AT110248B - Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak. - Google Patents

Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak.

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Georg Friedrich Uhde
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  Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak. 



   Es ist bekannt, als Katalysatoren für die Ammoniaksynthese komplexe Eisencyanverbindungen, wie Berlinerblau und   Turnbullsblau, w   verwenden, die im Sinne der Wernerschen Theorie das Eisen zum
Teil in extraradikaler Form gebunden enthalten. Bekanntlich versteht man unter komplexen Metall- verbindungen solche Verbindungen, die nicht mehr die üblichen Reaktionen, die dem positiven Metall-Ion eigen sind, zeigen.

   Diese Substanzen geben aber erfahrungsgemäss sehr schlechte Ausbeuten an   Ammoniak   bei der Katalyse, u. zw. aus dem Grunde, weil Verbindungen dieser Art sehr   hartnäckig   Wasser festhalten und davon erst bei einer Temperatur befreit werden   können,   die so hoch liegt, dass dabei eine   vollständ, ge   Zersetzung des   Molekülkomplexes   eintritt, bevor das Wasser vollständig entfernt ist. Infolgedessen wird selbstverständlich eine sehr   beträchtliche   Herabsetzung der katalytischen Wirkung verursacht, da bekanntlich Wasser und Wasserdampf von stark   schädigendem   Einfluss auf die katalytischen Fähigkeiten der Kontaktkörper sind.

   Langdauernde und eingehende Versuche haben   nun zu   dem überrasehenden Ergebnis geführte dass es möglich ist, komplexe Eisencyanverbindungen herzustellen, die im Gegensatz zu den bisher benutzten und vorstehend erwähnten leicht und vollständig von Wasser befreit werden können. Es ist nämlich   möglich,   bei ihrer Herstellung in wässriger Lösung das Wasser durch einfaches Trocknen unter der Zersetzungstemperatur zu entfernen, so dass also die Verbindungen in völlig wasserfreiem Zustande vorliegen. Auf diese Weise   kommt   dann die störende Wirkung des Wassers bei der Behandlung der Substanz als   Kontaktkiirppr   in Fortfall. 



   Es ist dies nach der Erfindung dadurch gelungen, dass extraradikales Eisen durch   ein anderrs   Metall ersetzt oder vertreten wird, das eine wasserfreie Herstellung der Kontaktsubstanz ermöglicht. 



  Die mit den verschiedenen Metallen vorgenommenen Versuche haben die Richtigkeit dieser Grundlage ergeben. Die beste Wirkung hat sich bei der Verwendung von Chrom. Zink und Aluminium gezeigt. 
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 wendung gelangt. 



   Es geschieht dies am besten in der Weise, dass man   von Metallsalzen, die leicht hydrolisierbar   
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 eine Lösung von   Ferrocyankalium   in Wasser, vermischt dieselbe mit einer heissen verdünnten Lösung von Aluminiumchlorid und erhitzt nach dem Zusammengiessen beide. Die freie Säure verwandelt das Ferro-   ryankalium   in eine andere komplexe   Eisencyanverbindung   von der Art des Berlinerblaus. die also   (xtra-   radikales Eisen enthält. Diese setzt sieh nunmehr mit dem durch Hydrolyse gebildeten und in feinverteilter Form suspendierten Aluminumhydroxyd um und bildet eine komplexe   Eiseneyanverblndung,   in der das extraradikale Eisen durch Aluminum vertreten ist.

   Nach Eindampfen der gesamten Lösung unter Rühren kann die so erhaltene Substanz als Katalysator verwendet werden. Zweckmässig werden äquivalente Mengen der beiden Salze, eventuell mit einem Überschüsse bis zu   50%   Ferrocyankalium angewendet. 



   Weitere Ausführungsbeispiele sind :
Man fällt eine Lösung von   Chromehlorid   zweckmässig mit einem Überschusse der äquivalenten   Menge Ferrocyankaliumlösung. Den entstandenen Niedersclag trocknet man   mit der   Lösung ein   und 

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 kann ihn nach dem Erhitzen auf zirka 400  C im Stickstoff-Wasserstoff-Gemisch als Katalysator benutzen. 



   Man   fälle   eine Lösung von   Zinkehlorid   mit einem   Überschuss   von   Ferrocyankaliumlösung,   dampft die Lösung samt dem Niederschlag ein und benutzt ihn im Stickstoff-Wasserstoff-Gemisch bei Tempera, turen zwischen 350 und 450  C als Katalysator. 



   Das Ersatzmetall muss jedenfalls die Eigenschaft haben, eine komplexe   Eisencyanverbinduns zu   ergeben, die wasserfrei hergestellt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatoren komplexe, wasserunlösliche Eisencyanverbindungen benutzt werden, in denen das extraradikale Eisen durch ein anderes Metall ersetzt ist, das an sich eine wasserfreie Herstellung der Kontaktsubstanz ermöglicht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Ersatzmetall Aluminium verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Einführung des Ersatzmetalles eine Verbindung dieses Metalles benutzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Einführung des Aluminiums als Ersatzmetall eine Aluminiumverbindung, z. B. Aluminiumchlorid, benutzt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet ; dass eine Lösung von Ferroeyan- kalium mit einer Aluminiumchloridlösung behandelt wird.
AT110248D 1925-06-04 1926-05-22 Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak. AT110248B (de)

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