AT110147B - Sicherheitsvorrichtung für Webstühle. - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung für Webstühle.

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AT110147B
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Siemens Schuckertwerke Wien
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Sicherheitsvornchtung   für Webstiillle. 



   Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung, die beim selbsttätigen Abstellen von Webstühlen in Tätigkeit tritt. Diese sind beispielsweise bei Steckenbleiben des   Schützen   plötzlich anzuhalten, um Zerstörungen des Gewebes zu verhindern. Hiebei treten aber heftige Stösse und   Erschütterungen   auf. Nach der Erfindung werden diese verringert und das Stillsetzen sogar beschleunigt, indem bei Betätigung der Sicherheitsvorrichtung der Webstuhlantrieb elektrisch gebremst wird, u. zw. vorzugsweise bei elektrischem Einzelantrieb durch Umsteuern des Antriebsmotors. 



   Im Ausführungsbeispiel Fig. 1 bedeutet s den mit der Webstuhllade 1 schwingenden sogenannten Stecher, der bei Steckenbleiben des Schützen in den   Frosch/'eingreift   und diesen vorwärtsstösst. Der Frosch stellt, noch bevor er den die mechanische Bremse und den   Motoraussehalter auslösenden   federnden Hebel h ausklinkt, den mit ihm verbundenen Umschalter 1t für den Antriebsmotor m um, und der Webstuhlantrieb wird durch die Umkehr des Motordrehmomentes wirksam elektrisch gebremst. Schwingt nun trotzdem die Lade   1   noch weiter vor, so tritt die bekannte durch Gestänge g bewegte Abstellvorrichtung in Tätigkeit, die den Webstuhl mechanisch bremst und die Zuleitungen des Motors mittels des Ausschalters a öffnet. Das Abstellen verläuft aber viel sanfter als ohne die vorherige elektrische Bremsung. 



  Der Übersichtlichkeit halber ist für die Auslösung des Hebels   A   eine besondere Klinke gezeichnet. Bei den üblichen Ausführungen stösst der   Froseh r mit   seiner Verlängerung unmittelbar auf den senkrecht zur Bildebene federnden Hebel      und drängt ihn dabei aus einer Rast heraus. 



   An Stelle unmittelbarer mechanischer Betätigung des Umschalters   u   kann dieser auch nach Fig. 2 durch Hilfskontakte c und Schaltrelais r gesteuert werden. 



   Nach Fig. 3 kann auch der Stecher s selbst am Frosch   l'einen elektrischen   Kontakt für die elektromagnetische Betätigung des Umschalters   u   oder ein Relais wie in Fig. 2 herstellen. Die Vorderkante k des Stechers ist elektrisch leitend und verbindet bei Eingreifen in den Frosch zwei nebeneinanderliegende Kontakte im Stromkreis des Umschaltschützens bzw. eines Relais r. 



   Das Umschalten des Motors   m   bringt die Gefahr mit sich, dass der Webstuhl seine Bewegung schon umkehrt, bevor der Frosch f den Abstellhebel   A   ausklinkt. Der Webstuhl könnte nun   rüeklaufend   noch einen Teil einer   Ladenschwingung   ausführen, was verhindert werden muss. Um dem vorzubeugen, wird der Ausschalter a nach Fig. 3 vom federnden Hebel h auch bei verkehrtem Lauf des Webstuhles ausgeklinkt. Dies geschieht z. B. mittels der Auslösestange d durch ein auf der Webstuhlwelle sitzendes Sperrzahnrad z. Bei richtiger Webstuhlbewegung läuft das Zahnrad z im Pfeilsinn um, und seine Zähne gleiten an dem seitlich nachgiebigen Stangenende e vorbei. Läuft das Zahnrad aber mit dem Webstuhl verkehrt, so stossen seine Zähne an das Stangenende e.

   Sie klinken dadurch den Hebel h aus und dieser öffnet sofort den Ausschalter a. Die Auslösung des Hebels h durch den Frosch f ist hier nicht gezeichnet. 



   Umschalter   u   und Ausschalter a können auch vereinigt werden. Sie können voneinander elektrisch abhängig sein, so dass dem Auslösen des Umschalters nach einer voraus bestimmten Zeit das Öffnen des Ausschalters a nachfolgt. 



   Die elektrische Bremsung lässt sich sinngemäss auch mit dem   Schussfadenwäehter   oder dem Kettenfadenwächter verbinden und soll in Verbindung mit diesen Sicherheitsvorrichtungen vorzugsweise das Stillsetzen des Stuhles beschleunigen. 



   Die elektrische Bremsung kann auch beim normalen Abstellen des Stuhles zweckmässig angewendet werden, dann muss sie aber beim Einschalten des Stuhles unwirksam gemacht werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die beschriebenen Einrichtungen lassen sieh   an Webstuhlen auch nachträglich ohne wesentliehe   bauliche Änderungen anbringen und sind insbesondere bei raschlaufenden Stühlen von besonderer Bedeutung. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Sicherheitsvorrichtung   für Webstühle, dadurch gekennzeichnet,   dass bei Betätigung der Sicherheitsvorrichtung, bei Steckenbleiben des Schützen, bei   Schussfaden- oder Kettenfadenbruch   u. dgl. der Webstuhlantrieb elektrisch gebremst wird.

Claims (1)

  1. 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei Auslösen der Sicherheitsvorrichtung die Drehrichtung des Antriebsmotors umgesteuert wird.
    3. Sicherheitsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Steckenbleiben des Schützen, Schussfaden- oder Kettenfadenbruch u. dgl., elektrische Steuerkontakte für den Umschalter des Antriebsmotors betätigt werden.
    4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontakte für den Motorumschalter an einem vom Frosch oder Stecher bewegten Steuerschalter liegen (Fig. 2).
    5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerstromkreis für den Motorumschalter durch die Berührung von Stecher und Frosch geschlossen wird (Fig. 3).
    6. Sicherheitsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der umgeschaltete Motor abgeschaltet wird, wenn der Webstuhl umgekehrt zu laufen beginnt.
    7. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein mit einer Webstuhlwelle verbundenes Sperrad (z), das bei verkehrtem Lauf des Webstuhles den Motorausschalter (a) auslöst. EMI2.1
AT110147D 1927-05-07 1927-05-07 Sicherheitsvorrichtung für Webstühle. AT110147B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742740C (de) * 1935-12-11 1943-12-10 Rueti Ag Maschf Schusssuch- und Ruecklaufvorrichtung an Webstuehlen

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