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Filter fir Rohrbrunnen.
Die Erfindung betrifft ein Filter für Rohrbrunnen, zum Reinigen und Sammeln des Wassers aus der wasserführenden Schicht.
Besteht die wasserführende Schicht aus grobkörnigem Sand oder Schotter, so werden dort die bekannten Filter im allgemeinen mit Vorteil angewendet und liefern ohne weiteres reines Wasser. Hingegen eignen sie sieh erfahrungsgemäss nicht in Schichten, die überwiegend oder vollkommen U8 sehr feinem
Sand oder Schlamm bestehen, da der feine Sand oder Schlamm entweder die Öffnungen der bekannten
Filter, welche aus gelochten Eisenrohren, oder Eisenrohren mit länglichen Schlitzen, oder auch aus feinen
Sieben bestehen, verstopft oder durch diese dringend das Wasser verunreinigt. Bei wassefinden
Schichten, in welchen der Sand zwischen feste Teile, z. B. Kieselsteine abgelagert ist, hat man versucht, den feinen Sand bzw.
Sehlamm aus der Umgebung des Filters durch ein besonderes Verfahren auszu- waschen. Dieses an sich teuere Verfahren kann natürlicherweise bei Schichten, die bloss aus Sand oder
Schlamm bestehen, keine Anwendung finden.
Es hat sich gezeigt, dass man aus den besagten Schichten ohne Verstopfung des Filters und ohne
Verunreinigung des Wassers stetig reines Wasser gewinnen kann, wenn man Filter mit äusserst feinen
Löchern, von zirka 1 bis 2'5 mm Durchmesser anwendet, wobei der Lochabstand mindestens das fünf- fache des Lochdurchmessers beträgt. Durch die Anordnung eines solchen Filters wird erreicht, dass die gesamte Wassermenge, die dem Filter zuströmt auf eine verhältnismässig grosse Fläche verteilt in das
Innere des Filters gelangt, wobei die Einströmöffnungen so klein und deshalb der Strömungswiderstand so gross ist, dass das Wasser nur langsam zuströmt und so die feinen Sandkörner nicht mitreisst.
In der das Filter umgebenden Schicht bilden sich zu den Filteröffnungen fuhrende feine Adern, in denen das
Wasser langsam strömt und den Sand nicht mit sich nimmt. Würde man die Filteröffnungen zu nahe aneinander legen, wie bei Filtern aus Siebstoff, so wurden sich die benachbarten Wasseradern am Filter- umfang so nahe nebeneinanderbilden, dass hiedurch die an das Filter angrenzende Schicht zu sehr auf- gelockert wäre und ebenfalls ein Verstopfen des Filters eintreten würde. Siebstoff als Filter kommt also wegen der grossen Dichte der Löcher nicht in Betracht.
Anderseits bietet aber die Herstellung von Filter aus Blechrohren Schwierigkeiten, da das Rohr mit Rücksicht auf den Druck der es umgebenden Schicht entsprechend starke Wandung von mindestens einigen Millimetern Stärke aufweisen muss, anderseits die Stärke der Wandung der Grösse des Durchmessers des in ihr durch Einstanzen noch herstellbaren
Loches eine untere Grenze setzt, welche im allgemeinen gleich der Wandstärke ist. Das Bohren der
Filterlöeher kommt wegen der teueren und zeitraubenden Arbeit nicht in Betracht.
Erfindungsgemäss wird diese Schwierigkeit dadurch überwunden, dass man die Filterlöcher in einer sehr dünnen Metallschicht ausbildet, wobei die dünne Metallschicht von einem die Filterlöcher rahmenartig einzeln umgebenden Träger versteift bzw. gestützt wird.
Zwei beispielsweise Ausführungsformen zeigt die Zeichnung, u. zw. Fig. 1 einen Rohrbrunnen in Längsschnitt, Fig. 2 einen Teil des Filterkörpers in grösserem Massstab, Fig. 3 und 4 eine zweite Aus- führungsform des Filterkörpers in Vorderansicht und Schnitt.
In Fig. 1 bedeutet 1 das Futterrohr, 2 das Filter, welches sich am Ende des Futterrohres anschliesst.
Das Filter besteht bei der beispielsweisen Ausführung aus drei koaxial ineinander geschobenen und mit ihren einander zugekehrten Mantelflächen dicht aneinanderliegenden Rohren 3, 4,5 (Fig. 2). Das innerste
Rohr 3, welches aus sehr dünnem, z. B. 1 mm starken Blech gebildet ist, ist in Abständen a mit feinen Löchern 6 versehen und bildet das eigentliche Filterrohr. Das mittlere Rohr 4, welches bereits aus bedeutend
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triseh und decken sich. Die Zahl der ineinandergeschobenen Rohre ist für die Erfindung unwesentlich und hängt von den jeweiligen Verhältnissen ab. Desgleichen kann die Reihenfolge der Rohre auch eine
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bietet, da die äusseren Rohre den Erddruck aufnehmen und das innerste Rohr entlasten.
Auch das Zusammenstellen bietet, mit Rücksieht auf den stufenweise grösseren Durchmesser der übereinanderliegenden Löcher keine Schwierigkeiten. Endlieh können nach der beschriebenen Art Filter mit den feinsten löchern und grösster Wandstärke in einfacher Weise'und billiger Arbeit als Massenprodukt erzeugt werden.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, welche sich insbesondere dort eignet, wo das Filter
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Metallschicht ein Metallgeflecht, von beliebiger Stärke anzuwenden. Die Zahl der Filterlöcher ist von der
Zahl der Maschen des Geflechtes unabhängig.
PATENT-ANSPRUCHE : - l. Filter für Rohrbrunnen, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter aus koaxial ineinander geschobenen, dicht'aneinanderliegenden Rohren besteht, deren Wände einander deckende, konzentrisehe 'Filterlöeher mit stufenweise-zunehmenden Durchmesser aufweisen.