DE2148161C - Sandspulspaltfilter, Sandspulspalt filteranordnung und Mehrschichtenspul spaltfilteranordnung fur Bohrlocher - Google Patents
Sandspulspaltfilter, Sandspulspalt filteranordnung und Mehrschichtenspul spaltfilteranordnung fur BohrlocherInfo
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Description
Die Erfindung begeht sich auf ein Sandspülspaltfilter
zur Vei wendung in einem Bohrloch, das eine Mehrzahl konzentrisch zueinander angeordneter Sieblagen
aufweist, auf eine Sandspülspaltfilteranordnung zur Verwendung in einem Bohrloch, mit einem geschlitzten
Rohrabschnitt, mindestens einer ersten Sieblage aus Draht um das Rohr mit einem bestimmten
Abstand zwischen den Windungen und einer zweiten Sieblage aus Draht um die erste Sieblage
herum mit einem bestimmten Abstand zwischen den Windungen und auf eine Mehrschichtenspülspaltfilteranordnung
zur Verwendung in einem Bohrloch, welches in eine Strömungsmittel hervorbringende Gebirgsschicht
niedergebracht ist, die unverfestigten Sand enthält, aus welchem eine kumulative Filteranalysenkurve
erzielbar ist, wobei die Filteranordnung mindestens eine innere Sieblage aus umlaufendem
Draht und eine äußere Sieblage aus umlaufendem Draht aufweist, die koaxial angeordnet sind und
deren Windungen jeweils einen bestimmten Abstand voneinander haben und bei denen der Raum zwischen
den Sieblagen am oberen und unteren Ende geschlossen ist.
Öl und Gas werden aus unterirdischen Gebirgsschichten durch von der Oberfläche in die Gebires-
Schien gebohrte Löcher gewonnen. Manche öle
und Gase sind in den Poren von verfestigtem Felsen oder Sand enthalten. Wenn dieses öl durch das Bohrloch
oewonnen wird, ist es relativ frei von Felsparti-.;dn
Sder Sand. Jedoch gewinnen viele öl- und Gas- 5 ters eintritt.
bohrungen das Strömungsmittel aus unterirdischen lib ^schichten, welcheb nicht verfestigt sind. Das
,,ßt, daß die verschiedenen Sandpartikeln nicht fest
• ncinanderhaften und das Strömungsmittel bei der
Gewinnung Sand mit sich trägt. Dieser Sand verur- i. fen ^
, „-ht ernsthafte Schaden an der Bohrausrüstung. Diese
..,,im Gewinnen von öl und Gas aus solchen unverfügten
Gebirgsschichten müssen einige Verfahren ja .,rgUhen werden, welche das Einfließen des Sandes der einze \™n
... das Bohrloch verhindern. Es gibt hauptsächlich 15 d«offing«,
■ ,,r Verfahren, die bisher für diesen Zweck verwen- und nicht-U?
:.\ werden. Diese sind:
au{ d kopien des FU-
rs eintritt. Erfindung besteht darin ein
Eine .Auigaoe uci b genannten Art zu
Sandspulspaltfilr jjr ^ngangs g^ ^ ^..^
^gJ Ehrend des Einbaues zu veistop-,
wanr
und der wird erfindungsgemäß dadurch gewir°
sieblagen mit radialem Ab-
net sfnd und die öffnungen
^ smd a,s
h größeren Durchmessers
jb' ^ der Sieblage klei-
eingangs genannten Art gesc^
d Vtfen ebenfalls
d Vtfen ebenfalls
Verfestigung der Gebirgsschicht mit einem pla- eingangs genannten A g
stischen Bindemittel. 2O cher dem Verstopfen ebenfalls e
Anordnen eines Filters im F hrloch mit genü- Diese Aufgabe wird ^^
gend kleinen öffnungen, um das. Hineinn.eßen löst, daß der Abstand
allen unerwünschten Materials zu verhindern. zw .ten =>iebla8e ^
Verwendung einer Kiespackung im Ringraum S
zwischen 6inem Filter und der Gebirgssch.cht, »5
wobei die Zwischenräume zwischen den Kieseln klein genug zur Verhinderung des Hineinflie-Bens
sind.
werden
,η ^
de" oTl auch eineivlehrschichtenspül-
^^ geschaffen werden, wie s.c e.nt«a
^ g.^g ^. ^^ dem Vcrstopf,n
^esc
Bens sind. D?e?e Auigabe wird erfindungsgemäß dadurch gc-
4. Anordnen e.nes Filters in einem Bohrloch, wel- löst daß die innere Sieblage aus umlauf^™
ches aus einem mechanischen Filter und einer dnen soichen Abstand zwischen ihren^benac
vorgeformten, an dem Filter befestigten K.es- Drahtwindungen aufweist, daß dieser abs tan g
packung besteht. als die Korngröße des Sandes am S^/. Punk^
Alle diese Verfahren-mit Ausnahme des ersten- ««ne/u »^ΓρίΐίCr.Äk«rve ist, daß eine
haben eine gemeinsame Eigenschaft: sie halten das 35 der kumu aüven Nt y ^^ .m Abs d
gesamte Material an einer Fläche zurück Dadurch mittlere Silage uim
wird eine perfekte Voraussetzung zum Verstopfen
geschaffen, d.h., grobe Teile und feines Material
terden zusammen zurückgehalten, so daß ein fortschreitendes Verstopfen des Filters ermöglicht wird, 40
geschaffen, d.h., grobe Teile und feines Material
terden zusammen zurückgehalten, so daß ein fortschreitendes Verstopfen des Filters ermöglicht wird, 40
bis es vollständig verstopft ist.
Das Verfahren 1. wäre wünschenswert, ist jedoch
sehr schwierig und in einigen Fällen unmöglich in
der Praxis durchführbar. Filter, wie sie oben unter 4^
beschrieben wurden, wurden in dem »Tar-Sands-Pro- 45 ist,
jekt« in Nordkanada mit Erfolg verwendet, jedoch ^
ma ^rJSrSS
um stan^ ist, daß
t einem so,chc ^b
benachbarten Drahten gewickelt £ als die Sandkorngröße am
gr<£ Fjlteranalysenkurve ,st,
^ kumu um!aufenden Drahts nen
daß die * * ihren angrenzenden Drah-
solchen^Abstano ζ dje Sandkorngroße
ten ^sJ fßfJ^f Filterana,ysenkurve
am 5^. Punk^ de ^ untefen E d ZWI.
der ™ geschlossen ist. Die Poren
dfiklS, welche an der äußeren
Uef
Teil oder aus kreisförmig angeordneten Stäben m t
einer Wicklung aus Draht od. ä. bestehen, wobei zwi- das
hen d η einfeinen Drahtwindungen Abstände vorgesehen
sind, so daß eine Sieblage gebildet ist. Der-8anfe
HUer 'sind z.B. in der deutschen Pj^hnft
669 183, der deutschen Auslegeschr.ft 1402871 und
spulspa t ^ verschiede n
auszu liernu ausgefiltert und damit ein
Jmhindert wird. Die von außen
werdenden Spaltbreiten S^ uhSn diesen Vorteil herbei, welcher
^iecg ^„,e^enswert ist, wenn die Spalt-
fis süsstbh c
wird
Um diesem Nachteil .tauhellen, wurde durch die S5 Es ze,gt ^ crfi„dungsgCmäßc„
USA-Patentschriil 1406825 vo'geschlagen zw.- F^_! «n we|chB in cinem Bohrloch an.
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht eines erfindungsgemäßen Sandspülspaltfilters, teilweise in Ansicht
und teilweise mit weggeschnittenen Teilen.
Fig. 3 eine Teilansicht des Mehrschichtenspülspaltfilters, welche die Abmessungen zwischen den
Drähten der verschiedenen Schichten darstellt,
Fig. 4 typische kumulative Filteranalysenkurven von Sandproben und
F i g. 5 eine Vorrichtung zum Bestimmen der Wirksamkeit eines Sandspülspaltfilters.
In Fig. 1 ist ein Bohrloch 10 mit einem darin
enthaltenen Rohr 12 dargestellt. Das Bohrloch 10 erstreckt sich durch die Gebirgsschicht 14, welche eine
unverfestigte Gebirgsschicht ist, die beim Gewinnen von Strömungsmittel Sand mit hervorbringt. Im Rohr
12 ist ein Rohrstrang 16 dargestellt, an welchem ein aus dreifachem Draht gewickeltes erfindungsgemäßes
Sandspülspaltfilter 18 angebracht ist. Unmittelbar oberhalb des Sandfilters 18 ist eine Mehrzahl von
Zentriereinrichtungen 20 am Rohr 16 befestigt. Un- ao mittelbar unterhalb des Sandfilters 18 befindet sich
eine Zentriereinrichtung'22. Ein Kugelstopfen 24 verschließt das untere Ende des Sandfilters 18. öl wird
durch die Löcher 26 im Rohr 12 in einen Ringraum 28, dann durch das Sandfilter 18 und weiter durch as
den Rohrstrang 16 im Bohrloch hinaufgebracht. Es sollte ein gewisser Abstand zwischen der Außenfläche
des Sandfilters 18 und der Innenfläche des Rohres 12 vorhanden sein. Er suiiie genügend groß sein, urn
gegebenenfalls ein Spülen des Filters zu ermöglichen, wenn es aus dem Bohrloch herausgenommen wird.
Typisch würde bei einem Rohr 12 mit einem Außendurchmesser von 140 mm das Sandfilter 18 einen
maximalen Durchmesser von ungefähr 83 mm haben.
In Fig. 2 ist eine Ansicht der drei Lagen des gewickelten Drahtes des Sandfilters 18 dargestellt, wobei einige Teile weggeschnitten sind. Es sind eine
innere Sieblage 30, eine mittlere Sieblage 32 und eine äußere Sieblage 34 vorgesehen. Abstandsstäbe 36
halten die Sieblage 32 von der Sieblage 30 entfernt, und Abstandsstäbe 38 halten in gleicher Weise die
Sieblage 32 von der Sieblage 34 entfernt. Abstandsstäbe 37 sind auch vorzugsweise zwischen der inneren
Sieblage 30 und dem geschlitzten Rohr 40 vorgesehen. Eine genügende Anzahl von Abstandsstäben
36, 37 und 38 ist vorzugsweise vorgesehen, um einen guten Halt und radialen Abstand zwischen den verschiedenen Sieblagen zu schaffen, obwohl solche Abstandsstäbe nicht wesentlich sind. AU diese Sieblagen
umschließen ein geschlitztes Rohr 40. Jede der Sieblagen 30, 32 und 34 des als Beispiel in F i g. 2 gezeigten Sandfilters ist auch einem ein wenig spiralig
aufgewundenen Draht mit trapezförmigem Querschnitt hergestellt. Der Abstand zwischen den Drähten der äußeren Sieblage 34 ist am größten und der
Abstand der anderen Sieblage 32 und 30 wird vorzugsweise progressiv vermindert. Wie in Fig. 3 dargestellt ist, ist der Abstand zwischen benachbarten
Drahtspiralen der äußeren Sieblage mit α bezeichnet, der Abstand der mittleren Sieblage mit b und der der
innersten Sieblage mit c. Um die beste.! Ergebnisse bei den am häufigsten mit Sand auftretenden Schwierigkeiten zu erzielen, ist α größer als b und b größer
als c.
Zur Bestimmung der Abmessungen von a, b und c
ist es nach dem jetzigen Stand des Wissens das beste Verfahren, wenn eine kumulative Filteranalysenkurve des Sandes aufgestellt wird, welche das Filter
zurückhalten soll. Es ist manchmal schwierig, genaue
Proben des diese Schwierigkeiten verursachenden Sandes zu erhalten. Wenn jedoch ein Bohrloch versandet ist, muß der Sand aus ihm entfernt werden.
Es gibt herkömmliche Einrichtungen, um diesen Sand auszuwaschen. Der so entfernte Sand wird gesammelt und eine Probe davon genommen. Diese
Probe wird dann analysiert, um die kumulative Filteranalysenkurve zu bestimmen. Zwei solcher typischen Kurven sind in Fig.4 dargestellt. Die Ordinate stellt das kumulative Gewicht m Prozenten und
die Abszisse die Sandkomgröße dar. Die Kurve 42 stellt eine Probe eines Miozän-Sandes aus dem High-Island-Field in Galveston County in Texas dar. Die
Kurve 44 stellt eine Probe des Miozän-Sandes aus dem Edrjerly-Field in Calcasien Parish in Louisiana
dar. Das Verfahren zur Bestimmung dieser Kurven ist ziemlich unkompliziert. Die Probe wird durch ein
großes Filter gebracht und das Gewicht der zurückbehaltenen Probe aufgeschrieben. Fortschreitend
werden kleinere Filtergrößen verwendet und der zurückbleibende Sand jedes Filters wird notiert. Aus
diesen Messungen kann leicht eine kumulative Filteranalysenkurve aufgezeichnet werden. Es hat sich herausgestellt, daß der Abstand der Drähte in den verschiedenen Sieblagen 30, 32 und 34 ein Verhältnis
zur kumulativen Filteranalvsenkurve hat. Typisch sollte der Abstand der Drähte der äußeren Sieblage
glcicii oiicf cm wc η ig größer als der Durchmesser
der Sandpartikeln oder die Korngröße am 5°/o-Punkt der kumulativen Filteranalysenkurve der Schwierigkeiten verursachenden Sandprobe sein. Der Abstand
der Drähte der mittleren Sieblage 32 sollte gleich oder ein wenig größer als die Korngröße am 20° 0-Punkt der kumulativen Filteranalvsenkurve und der
Abstand der Drähte der inneren Sieblage 30 sollte größer als die Korngröße des Sandes am 50°VPunkt.
aber geringer als zweimal die Korngröße am 15°/o-Punkt sein. Wenn diese Kriterien dann für die kumulative Filteranalysenkurve des Miozän-Sandes aus
dem Edgerly-Field verwendet werden, so ist α größer
als 0,305 mm, b größer als 0,213 mm und c zwischen 0,178 und 0,457 mm.
Bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Sandfilters ist zu sehen, daß die Poren zwischen den an
der äußeren Sieblage anliegenden Sandpart kein relativ groß sind und mit jeder folgenden Sieblage der
Windungen kleiner werden. Die innerste Sieblage 30 ί· t fein genug, um die Sandpartikeln festzuhalten, aber
ermöglicht den Durchgang schluffigen Materials, welches häufig im während des Einbaus verwendeten
Wasser enthalten ist. Nach dem Einbau bilden der Zustrom und das Einschließen des Sandes innerhalb
des Filters an Ort und Stelle ein vorgeformtes durchlässiges Filter.
Es ist vorauszusehen, daß zumindest in der nahen Zukunft die weiteste Verwendung dieser Filter in
Bohrungen stattfinden wird, welche regelmäßig Versandungsschwierigkeiten haben. Es bestehen keine
großen Schwierigkeiten beim Einbau des in Fig. 1 dargestellten Filters, z. B. in diese Bohrlocher. Der
angesammelte Sand wird aus dem Bohrloch vorzugsweise mit sauberer Lange herausgewaschen. Üblicherweise is! ein Stopfbüchsenelement oberhalb der Filteranordnung angebracht Aus diesem Grunde sollte
das Rohr, an welchem die Anordnung angeschlossen werden soll, mit einem geringen Vorschub, z. B. ungefähr 9 Meter pro Minute, abgesenkt werden, mn
ein Schwingen der Gebirgsschicht zu vermeiden und zu verhindern, daß Sand in das Bohrloch eintritt, bevor
das Filter am Boden aufsitzt.
Wenn diese Filtervorrichtung genau bemessen ist, kann sie bloß im Bereich der Gewinnungsschicht eingesetzt
werden. Wenn das Bohrloch hergestellt wird, füllt der unverfestigte Sand den Rine.raum zwischen
dem Rohr und dem Filter, aber er verstopft das Filter auf Grund der Abstufung der öffnungen nicht. Wenn
es jedoch gewünscht wird, kann das mehrlagige Filter mit Kies »bepackt« werden, anstatt daß der Ringraum
zwischen dem Filter und dem Rohr mit einem Sand großer Korngröße gefüllt ist. Die Verwendung
des mehrlagigen Filters ermöglicht in diesem Fall die Verwendung gröberen Kieses als normalerweise verwendet
wird und würde noch das Verstopfen mit Sandpartikeln, welche in die Kiespackung eindringen,
verhindern und würde stark verstärkten Widerstand gegen Erosionsfehler bieten, weil Erosion eines Loches
in der äußeren Sieblage die anderen Sieblagen nicht vom Filtern abhält.
Das mehrlagige Filter wurde im Pan American's Research Center in Tulsa, Oklahoma, wegen seiner
Fähigkeit, das Eindringen von Sand in ein Bohrloch zu verhindern, entwickelt. Bei diesem besonderen
Bo.irlochfiltcr werden drei getrennte Sieblagen aus Draht mit trapezförmigem^ Querschnitt um ein geschlitztes
Rohr mit einem Durchmesser von 140 mm gewickelt. Der Abstand zwischen der äußeren, mittleren
und inneren Sieblage betrug 0,8, 0,5 bzw. 0,25 mm. Die Querschnitte des Drahtes betrugen
3,18 · 3,18 · 2,54 mm. Jede Sieblage war von der anderen durch längliche Abstandsstäbe, wie es in
F i g. 2 dargestellt ist, getrennt. Diese Abstandsstäbe trennen die Sieblagen um eine Entfernung, welche so
groß wie die Abmessung des Abstandes zwischen den Windungen der äußeren der zwei Sieblagen ist.
Typisch trennen diese Abstandsstäbe die Sieblagen um ungefähr 2,0 mm. Die Verwendung dieser Abstandsstäbe
schafft auch eine vertikale Strömung innerhalb der Filteranordnung. Das Sandfilter wurde in
einem Strömungsprüfstand, wie er in F i g. 5 dargestellt ist, angeordnet. Dieser weist eine Spülspaltfilteranordnung
SO innerhalb eines zylindrischen Gehäuses 52 auf, welches mit Einlassen 54 versehen ist. Die
Spülspaltiilteranordnung 50 ist mit einem oberen Rohrabschnitt 56 und einem unteren Rohrabschnitt
58 verbunden. Diese zwei Abschnitte sind am Gehäuse 52 abgedichtet. Das Gehäuse 52 hat einen
ao Deckel 60, so daß Sand 62 in das Gehäuse hineingebracht
werden kann. Bei einem Versuch war der Sand 62 ein reiner Athabasca-Tar-Sand, welcher einen
5O°/oigen Korndurchmesser von ungefähr 0,147 mm hatte. Seine Korngrößenverteilung fällt zwischen die
zwei Kurven der F i g. 4. Dieselöl wurde durch die Einlasse 54, durch den Sand 62, die Filteranordnung
50 hindurch- und aus dem unteren Rohr 58 und das Ventil 64 herausgebracht. Die Leistungsdaten, die bei
diesem Versuch erzielt wurden, sind in der Tabelle zusammengefaßt (s. u.):
Zusammenfassung der Durchfiußversuchsdaten
|
Gesamtvolumen
1 |
Q
Volumen/Min. l/Min. |
Gesamt
Zeit Min. |
Druck
kg/cm5 |
Druckflußindex
lyMin./kg/cml |
Sandmenge
g |
Sand menge
in B 10001 |
| 5 246 11492 14479 |
87,4 104,1 99,6 |
60 120 150 |
0,14 0,14 0,14 |
624 743 711 |
45 43 Spuren feinster Partikeln |
8,6 6.9 Spuren |
Die in der Tabelle gezeigten Daten zeigen, daß ungefähr 88 Gramm Sand während des Durchfließens
der ersten ungefähr 11 500 Liter Dieselöl durch das sandbeschichtete Filter herausgebracht wurden und
daß nur ein Hauch 'einer Partikeln mit den letzten 2987 Litern herausgebracht wurde. Der Betrag an
herausgebrachtem Sand pro Volumeneinheit nimmt scharf mit den folgenden Durchgängen ab. Das bedeutet,
daß eine wirksame Brückenbildung der Sandpartikeln nach dem Durchfluß eines relativ kleinen
Volumens von Strömungsmittel durch das Filter stattfindet. Theoretisch können nur diese feinsten Partikeln
weiter herausgebracht werden. In der tatsächlichen Praxis führt eine Winzigkeit feiner Partikeln
zu keinen Schwierigkeiten mit der Bohrausrüstung. Die Daten geben auch an, daß sehr hohe Produktionsrater
mit e'nem mehrlagigen Filter erzielt werden können.
Ein dreifach aus Draht gewickeltes Filter, wie es in F i g. 2 beschrieben ist und welches Abstände von a
von 0,76 mm, b von 0,51 mm und c von 0,25 mm aufweist, wurde hergestellt und dann zum Versuch im
Edgerly-Field, Calcasien Parish, Louisiana, eingesetzt.
Innerhalb von 5 Monaten hat das Bohrloch nun 18 930 Liter Strömungsmittel pro Tag hervorgebracht
mit ungefähr Vm Prozent Wasserabtrag. Kein Sand wurde hervorgebracht und keine sichtliche Verminderung
der Durchflußkapazität des Filters beobachtet. Nur zukünftige Gewinnungen werden die Dauer oder
Zeit der Wirksamkeit dieses Filters bestimmen. In der Vergangenheit wurden Kiespackungen als Sandfilter
vorgesehen. Die Kiespackungen verursachten einen bestimmten Betrag an Durchflußverminderung
und mußten gewöhnlich ersetzt und schon nach Vi Monat oder sogar früher gereinigt werden.
Ein weiterer Einbau der Filteranordnung wurde kürzlich im High Island Field, Galveston County,
Texas, vorgenommen. Eine Saiidßlteranordnung wurde eingebaut, bei welcher die Abmessungen der
Abstände zwischen den verschiedenen Lagen der Filter a, b ui.d c gleich 0,76, 0,37 bzw. 0,2 mm betrugen.
Am Anfang erbrachte das Bohrloch 18 930 Liter Ballastflüssigkeit und 47 300 Liter öl
mit keinerlei Sand. Jedoch nach ungefähr 3Vz Monaten war die Filterancrdnung verstopft Der genaue
Grund der Verstopfung wurde nicht bestimmt. Jedoch besteht vorläufig die Meinung, daß der größte Teil
der Verstopfung durch Rückstau schmutziger Flüssigkeit verursacht wurde. Nach diesen Einbauten wurden
ähnliche Filter zufriedenstellend in verschiedenen anderen Bohrlöchern mit augenscheinlich guten Ergebnissen
eingebaut.
309625/472
Claims (10)
1. Sandspülspaltfilter zur Verwendung in einem Bohrloch, das eine Mehrzahl konzentrisch zueinander
angeordneter Sieblagen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen
Sieblagen (30, 32, 34) mit radialem Abstand zueinander angeordnet sind und die öffnungen der
einzelnen Sieblagen jeweils nicht größer sind als die öffnungen der Sieblage größeren Durchmessers
und nicht kleiner als die öffnungen der Sieblage kleineren Durchmessers.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Sieblage (30) aus Draht in
langestreckter hohler Form besteht und mit einem bestimmten Abstand (c) zwischen den benachbar-.ten
Drahtwindungen gewickelt ist, die zweite Sieblage (32) aus Draht mit einem Windungsabstand
größer als der Abstand (c) zwischen den ao Windungen der erstet, Siebiage (30) und in langgestreckter
hohler Form die erste Siebiage (30) umgebend gewickelt ist und Einrichtungen das
obere und untere Ende des Ringraumes zwischen der ersten und zweiten La£,e abschließen.
3. Sandspülspaltfilteranordnung zur Verwendung in Jnem Bohrloch mit einem geschlitzten
Rohrabschnitt, mindest« ns einer ersten Sieblage
aus Draht um das Rohr mit einem bestimmten Abstand zwischen den ' '/indungen und einer
zweiten Sieblage aus Draht um die erste Sieblage herum mit einem bestimmten Abstand zwischen
den Windungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (b) zwischen den Windungen der
zweiten Sieblage (32) größer ist als der Abstand (c) zwischen den Windungen der ersten Sieblage
(30).
4. Filteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale Abstand zwischen
der ersten und der zweiten Sieblage (30; 32) aus ν Draht mindestens so groß wie der Abstand (b)
zwischen den Windungen der zweiten Sieblage (32) ist.
5. Filteranordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Sieblage
(34) aus Draht um die zweite Sieblage (32) herum angeordnet ist und der Abstand zwischen den
benachbarten Drähten der dritten Sieblage (34) größer als der Abstand (Jb) zwischen den Windungen
der zweiten Sieblage (32) ist.
6. Filteranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Entfernung zwischen
der zweiten und dritten Sieblage (32; 34) aus Draht mindestens so groß wie der Abstand
zwischen den benachbarten Drähten der dritten Siebiage (34) ist.
7. Filteranordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung und Stützung
des radialen Abstands langgestreckte Abstandsstäbe (36, 37, 38) zwischen den Sieblagen (30,32,
34) aus Draht angeordnet sind.
8. Filteranordnung hach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlitze des geschlitzten Rohrabschnitts (40) derart groß ausgelegt sind, daß sie im wesentlichen
keine Filterwirkung haben.
9. Mehrschichtenspülspaltfilteranordnung zur Verwendung in einem Bohrloch, welches in eine
Strömungsmittel hervorbringende Gebirgsschicht niedergebracht ist, die unverfestigten Sand enthält,
aus welchem eine kumulative Filteranalysenkurve erzielbar ist, wobei die Filteranordnung
mindestens eine innere Siebiage aus umlaufendem Draht und eine äußere Siebiage aas umlaufendem
Draht aufweist, die koaxial angeordnet sind und deren Windungen jeweils einen bestimmten Abstand
voneinander haben und bei denen der Raum zwischen den Sieblagen am oberen und unteren Ende geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Sieblage (30) aus umlaufendem Draht einen solchen Abstand (c) zwischen
ihren benachbarten Drahtwindungen aufweist, daß dieser Abstand (c) größer als die Korngröße
des Sandes am 5O°/o-Punkt und kleiner als zweimal
die Korngröße am 15°/o-Punkt der kumulativen
Filteranalysenkurve ist, daß eine mittlere Siebiage (32) umlaufenden Drahts im Abstand
um die innere Sieblage (30) und mit einem solchen Abstand (b) zwischen ihren benachbarten Drähten
gewickelt ist, daß dieser größer als die Sandkorngrölio
am 2O°/o-Punkt der kumulativen Filteranalysenkurve
ist, daß die äußere Siebiage (34) umlaufenden Drahts einen solchen Abstand (a)
zwischen ihren angrenzenden Drähten aufweist, daß dieser größer als die Sandkorngröße am 5 %-Punkt
der kumulativen Fi1(eranalysenkurve ist, und der Raum am oberen und unteren Ende zwischen
allen drei Sieblagen (30, 32, 34) geschlossen ist.
10. Filteranordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß vertikale Abstandsstäbe (36,
37, 38) zwischen den Schlagen (30, 32, 34) angeordnet sind, wobei der radiale Zwischenraum
zwischen der äußeren und mittleren Sieblage (34; 32) mindestens gleich dem Abstand (a) der Windungen
der äußeren SieHage (34) und der radiale Abstand zwLchen der mittleren und der inneren
Sieblage (32; 30) gleich oder größer dem Abstand (b) der Windung· η der mittleren Sieblage (32) ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US7749270A | 1970-10-02 | 1970-10-02 | |
| US7749270 | 1970-10-02 | ||
| US00298152A US3816894A (en) | 1970-10-02 | 1972-11-06 | Multi-layer well sand screen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2148161A1 DE2148161A1 (de) | 1972-04-06 |
| DE2148161C true DE2148161C (de) | 1973-06-20 |
Family
ID=
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