AT109273B - Verfahren und Maschine zum Vorreinigen von Flachs, Hanf u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Vorreinigen von Flachs, Hanf u. dgl.

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AT109273B AT109273DA AT109273B AT 109273 B AT109273 B AT 109273B AT 109273D A AT109273D A AT 109273DA AT 109273 B AT109273 B AT 109273B
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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description


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  Verfahren und Maschine zum Vorreinigen von Flachs, Hanf u. dgl. 



    Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Vorreinigen von Flachs, Hanf und ähnlichen Faser enthaltenden Pflanzenstengeln und zur Trennung des grössten Teiles der hölzernen Bestandteile, bevor das Fasermaterial dem Röstprozess unterworfen wird. 



  Das Vorreinigen der Pflanzenstengel durch mechanisches Trennen der Fasern von den übrigen Bestandteilen, um die entsrhälten Pflanzenfasern in einem besonderen Verfahren zu degummieren und zu entfärben, ist nicht neu. Bei diesem Verfahren wurden die Fasern lose und frei beweglich in durchbrochenen Behältern angesammelt und diese Behälter senkrecht durch Wasser hindurchbewegt. Auch ist das Entfernen der Holzteile von Pflanzenstengeln durch wiederholtes Biegen und Brechen derselben sowie die Benutzung von Kratzplatten allgemein gebräuchilch. 



  Bei dem üblichen Röstprozess wurden allerdings bisher die Pflanzenstengel als Ganzes behandelt, was beträchtlich Zeit in Anspruch nimmt, und die Behandlung grosser Massen sowie den Versand des zu behandelnden Materials nach besonders geeigneten Wasserstellen zu kostspielig macht. Diese Übelstände sollen gemäss der Erfindung dadurch überwunden werden, dass vor dem Rösten die Pflanzenstengel wiederholt gebogen und gebrochen und die Holzteile abgestreift und entfernt werden und hierauf die gebrochenen Pflanzenstengel einer zeitweilig aussetzenden Streich-und Kratzwirkungin derselben Richtung. zweckmässig von der Wurzel nach dem Kopfende zu, ausgesetzt werden. Dabei werden die Fasern in entgegengesetzter Richtung zur Bewegung der Kratzplatten befördert und die streich- und Kratzwirkung nimmt fortlaufend an Stärke zu. 



  Die Maschine zur Ausführung des Verfahrens hat eine Anzahl hintereinander liegender Walzenpaare von stetig abnehmenden Durchmessern, welche Paare abwechselnd vorwärts und rückwärts mit derselben Winkelgeschwindigkeit angetrieben werden, wodurch die hölzernen Bestandteile in kurze Längen zerbrochen und abgestreift werden. Eine Fördervorrichtung ist vor dem ersten Walzenpaar angeordnet, durch welche die Pflanzenstengel den Walzen mit einer solchen Geschwindigkeit zugeführt werden, dass die Stengel durch die Walzen hindurch gedrängt werden. Eine Falltüre ist zwischen der wagrechten Fördervorriehtung und dem ersten Walzenpaare angeordnet und erlaubt freien Durchgang der Pflanzenstengel nach vorn, verhindert jedoch Rückwärtsbewegung derselben.

   Zwischen der Fördervorrichtung und dem ersten Walzenpaare ist ausserdem ein Zu-führungstisch und eine Verteilungswalze angeordnet zur Ausspreizung und Verteilung des Materials über die Länge der Brechwalzen. Die Steichund Kratzvorrichtung für das Fasermaterial besteht aus einer endlosen Fördervorrichtung mit Querstangen, welche mit darüber liegenden ausschwingbaren Kratzplatten in Eingriff treten und dieselben mitnehmen, während Federn die Platten zwecks Streich- und Kammwirkung zurückschwingen, wobei die Platten in einem schräg zur Fördervorriehtung verlaufenden Rahmen gelagert sind, so dass ihre Wirkung auf das zwischen den Stangen und den Kratzplatten befindliche Fasermaterial fortlaufend stärker wird. 



  In den Zeichnungen ist : Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 eine Endansicht nach Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht, Fig. 5 eine abgebrochene, vergrösserte Teilansicht der Kratz-und Streichvorrichtung, Fig. 6 eine Ansicht der Kratzvorrichtung, Fig. 7 eine schaubildliche Ansieht eines Teiles der Kratzvorrichtung, Fig. 8 eine   
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 dieses Rückwärtsbewegung ausgeführt hat, Fig. 11 eine Ansicht der   Verteilungswalze.   



   In der dargestellten   Maschine   können die   frisch geernteten. noch nicht behandelten Pflanzenstengel   zufriedenstellend   vorgereinigt   werden. Die Pflanzenstengel werden vorzugsweise mit der Wurzel voran in die Maschine eingeführt. Die Stengel werden durch die Brechrollen in   kurze Längen zerbrochen   und die hölzernen Teile abgestreift ; durch das daran sich Anschliessdende Kratzen und Streichen der Fasern werden diese weiter gereinigt, ohne Verlust an Fasermaterial. 
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 und Leerlaufscheiben 26, über welche ein Treibriemen 27 geführt wird, der die Pflanzenstengel der Plattform   ; 28 zufÜhrt   und von da unter der Falltüre 2. 9 hindurch zu den Walzen befördert. Eine Spreiz- 
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 jedochRükwärtsbewegungdessclben. 



     Walzen 22. 23   sind vorgesehen. mit ungefähr in gleichem Abstand voneinander angeordneten Riffeln, zwischen welchen die Steugel hindurchgeführt, gebogen und gebrochen werden. Ummittelbar unter den   wagivchten   Brechwalzen   22. 2. i   ist ein Paar   Quetschwalzen. 32.. 3. 3 vorgesehen.   Diese sind ebenfalls mit Riffeln 34 ausgerüster und sind den Walzen 22, 23 ähnlich. Nur ist der Durchmesser diser Walzen etwas kleiner und die Riffeln sind et was näher aneinander angeordnet. Diese Walzen erhalten das Material von den Walzen   22. 2. 3. Zur Führung   des Materials ist eine Platte 35 vorgesehen   (Fig. i) ;.   



  Unmittelbar unter den Walzen 32, 33 befindet sich ein anderes Paar Walzen 36, 37 mit Riffeln 38. Der Durchmesser dieser Walzen ist kleiner als der der vorhergehenden, und die Riffeln stehen etwas näher zusammen. Ein viertes Paar 39, 40 mit Riffeln 41 befindet sich unter diesem Paar und der Durchmesser dieser Walzen ist wieder kleiner. Wenn notwendig, können noch mehrere Walzenpaare in Aufeinander- 
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 sein. um die Abgabe der Fasern zu erleichtern. 



   Wie am besten aus den   Fig. 2 und 3 ersichtlich,   sitzen die   Walzen 22.-32. 36.-3. 9   drehbar in den Rahmenenden 42, 43. und die   Walzen 2. 3, 3'3,. 37 und 10   sind einstellbar und werden nachgiebig in den 
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 wenn die Zahnstange nach unten bewegt wird. und die Förderwalze wird dabei um 1800 nach vorn gedreht. Bei der aufwärts- oder Rückwärtsbewegung der Zahnstange ist die Klinke 55 unwirksam. und während der Hälfte dieser   Rückwärtsbewegung   der Zahnstange wird die Klinke 56 durch Eingriff ihres Schwanzendes mit   dem Teil (j0 ausser Eingriff mit   dem Schaltrad 58 gehalten.

   Geht jedoch das Schwanzende der Klinke 56 an dem Anschlag 60 vorüber. so tritt die Klinke in Eingriff mit ihrem Schaltrad und verursacht Drehung der Walze 22 nm 90  oder um einen wünschenswerten Betrag. je nach Einstellung 
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 scheibe 25 für die Fördervorrichtung hat eine Rad 25'. welches von dem Zahnrad 22' durch ein Zahnrad   62   angetrieben wird. Diese Anordnung verursacht, dass alle Walzen und die. \ntriebsseheibe der   Förder-   vorrichtung gemeinsam bewegt werden. Der   Förderriemen   bewegt sich jedoch nur in   Vorwärtsriehtung.   



  Da die Riffeln der einstellbaren Walzen in Eingriff mit den Riffeln der nicht verschiebbaren Walzen stehen, so werden sämtliche Walzen gemeinsam rückwärts und vorwärts bewegt. Dadurch werden die Stengel gefaltet und   unmittelbar vor   jedem Walzenpaar gestaut, wenn die Walzen zuriickbewegt werden. Die   Vorwärtsbewegung   des   Förderriemens   ist jedoch schneller als die der Brechwalzen. und das Material wird daher gegen die Walzen gedrängt. wie in Fig. 10 gezeigt. 



   Wie in Fig. 1 und 4 gezeigt, hat der Hauptrahmen des Apparates eine passende Grundplatte 0. an welcher die senkrechten Pfosten oder Seitenwände 42, 43 durch Bolzen 71 und Streben   72. 7-3   befestigt sind. Ein   Förderrahmen M   mit einer Antriebsscheibe 75 und einer Leerlaufscheibe 76 ist an 
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 welche durch Querstangen 79. vorzugsweise von L-förmigem Querschnitt, miteinander verbunden sind. Die Querstangen sind durch Konsole 80 an den Ketten befestigt. Führungsstagern 81 halten die Fördervorrichtung in gewünschter Lage mit Bezug auf die Vorreigungs- und Kratzovorrichtungen 82. DIE   letztgenannte   Vorrichtung besteht aus Platten, welche an Haltestangen 83 betestigt sind. Jede Stange 

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 kleiner als an dem Ende E. wo das Fasermaterial zugeführt wird. 



   Der Arbeitsgang des Apparates ist wie folgt : Zum Vorreinigen von Flachs. Hanf oder anderen Faser enthaltenden   Pflanzenstengeln,     um   die hölzernen Bestandteile zum grössten Teil zu entfernen, werden die Stengel auf die Zuführvorrichtung 20 gebracht. vorzugsweise mit der Wurzel voran. Die Stengel werden dann unter der   Fallture   hindurch den WAlzen 22, 23 zugeführt. nachdem sie vorher über die ganze Länge verteilt worden sind. In besonderen Fällen kann das Kopfende der Pflanzen zuerst eingeführt werden. Unter der Wirkung der Breehwalzen werden selbst die grünen und noch nicht vorbehandelten Stengel zwischen den Riffeln 31 gebogen und gebrochen.

   Die Walzenpaare werden ungefähr eine halbe Umdrehung nach vorn bewegt. in   Übereinstimmung   mit der Vorwärtsbewegung der   Zahnstange. je   und des Schaltrsades 57. Bei Rückwärtsbewegung der Zahnstange ist die Klinke 56 
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 zugeführt. Dabei wird das Material gequetscht und gebrochen, und werden die hölzernen Bestandteile abgestreift. Das erste Walzenpaar dient   hauptsächlich zum Brechen,   während die nachfolgenden Walzen-   paare hauptsächlich zum Abstreifen   der hölzernen Teile von dem Fasermaterial dienen. 



   Von dem letzten Walzenpaar wird das Fasermaterial unmittelbar an die Reinigungs-und Kratzvorrichtung abgegeben. wo die Fasern vollständig gereinigt und gerade gemacht werden. Zu diesem 
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 glatt abgegeben. 



   Vor der Einführung wird die Faser lose auf dei Fördervorrichtung, gebracht und wird von der   nächsten   Kratzplatte   gehalten, während   die vorhergehende Kratzplatte arbeitet. Diese Wirkung geht aus der Lage der Kratzplatten hervor. die   nacheinander in   Wirkung treten. Infolgedessen ändert das Fasermaterial   allmählich   seine Lage mit Bezug auf die Querstangen 7 9. so dass alle Teile der Fasern gereinigt und   gekratzt   werden.   15a   die Kratzplatten während ihrer Arbeit nur in einer Richtung ausschwingen. so wird Abfallen und Abwerfen vermieden und das Fasermaterial wird in voller Länge erhalten. 



   Diese Vorreinigung bedeutet eine grosse Ersparnis in der   Behandlung   von Flachs und ähnlichen   Pflanzenfasern   ; nach der Vorbehandlung bleibt genügend Gummimaterial übrig, so dass die Fasern gut gerottet werden können. Die Pflanzenstengel können sogar nach dem Rotten auf diese Weise zwecks   vollkommener   Reinigung behandelt werden. In einigen Fällen kann der   Zufiilirrienien 27   in Wegfall   kommen,   und das Material wird dann ummittelbar der Plattform 28 zugeführt. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:  
1. Verfahren zum   Vorreinigen   von Flachs. Hanf und ähynlichen Faser enthaltenden Pflanzen vor dem Rösten, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzenstengel wiederholt gebogen und gebrochen und die Holzteile abgestreift und entfernt werden und hierauf'die gebrochenen Pflanzenstengel einer zeitweilig aussetzenden   Streich-und Kratzwirkung   in   derselben Richtung, zweckmässig von   der Wurzel nach dem Kopfende   zu.   ausgesetzt werden. 
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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> rückwärts mit derselben Winkelgeschwindigkeit angetrieben werden, wodurch die hölzernen Be- standteil in kurze Längen zerbrochen und abgestreift werden.
    5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet. dass eine Fördervorrichtung 620) vor dem ersten Walzenpaare die Pflanzenstengel den Walzen mit solcher Ueschwindigkeit zufuhrt, dass die Stengel durch die Walzen hindurchgedrängt werden. EMI4.1 walze (21') zur Ausspreizung und Verteilung des Materials über die Länge des Brechwalzenpaares vorgesehen ist.
    8. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Streich-und KratzvorrichtulK für das Fasermaterial aus einer endlosen Fördervorrichtung (77) mit Querstangen (79) besteht. welche Stangen mit darüber liegenden ausschwingbaren Kratzplatten nacheinander in Eingriff treten und dieselben mitnehmen, während Federn (88) die Platten zwecks Streich- und Kratzwirkung zurückschwingen. wobei die Platten in einem schräg zur Fördervorrichtung (77) verlaufenden Rahmen gelagert sind. so dass ihre Wirkung auf das zwischen den Stangen ('7. 9) und den Xratzplatten liegende Material xu- nehmend stärker wird.
AT109273D 1926-06-12 1926-08-25 Verfahren und Maschine zum Vorreinigen von Flachs, Hanf u. dgl. AT109273B (de)

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