DE256168C - - Google Patents

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DE256168C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 256168 KLASSE 29«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. März 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Entfaserungsmaschine mit zwei voreinander angeordneten, gegeneinander schräg gestellten Schälvorrichtungen und mit Fördervorrichtungen, welche die Pflanzenstengel der Quere nach durch die zwei Schälvorrichtungen hindurchführen. Die Erfindung besteht darin, daß durch Bearbeitung von Faserpflanzen einerseits deren Fasern dadurch in unversehrtem Zustande gewonnen
ίο ■ werden, daß die Flachsstengel oder ähnliche Pflanzenstenge] von den Enden aus gegen die Mitte zu, fortschreitend zuerst gequetscht werden und das gequetschte Gut (Oberhaut) und holzige Bestandteile hierauf ringsherum von der Faser abgestreift wird, während andererseits auch die Gewinnung der Samen dieser Pflanzen ermöglicht wird.
Zu diesem Zweck ist jede der beiden Schälvorrichtungen mit zwei Reihen von Stäben versehen, die miteinander in Feder- und Nuteingriff stehen und während eines Teiles ihrer Bewegung miteinander parallel laufen, und es ist gegenüber der vorderen Schälvorrichtung eine Dreschvorrichtung angeordnet.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Maschine dargestellt, und zwar in Fig. 1 in der Draufsicht, in Fig. 2 im Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1 und in Fig. 3 im Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1 im größeren Maßstabe. Fig. 4 zeigt eine teilweise nach der Linie 7-7 der Fig. 1 geschnittene Ansicht des vorderen Schälteiles und gesondert den vereinigten Halter und Träger im Schnitt. Fig. 5 zeigt in größerem Maßstabe den hinteren Schälteil in Endansicht in der Richtung des Pfeiles 8 der Fig. 1 gesehen. Fig. 6 ist ein Schnitt durch zwei einander ergänzende Stangen der Schälteile in größerem Maßstabe, der veranschaulicht, in welcher Weise das Gut mittels dieser Stangen behandelt wird, und Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 1 in größerem Maßstabe, in dem die Dreschvorrichtung besser veranschaulicht ist.
Das Gestell der Maschine ruht auf Ständern und besitzt Längsteile 11 und Querbalken 12, 13 und 14. Quer über die Vorderseite der Maschine reicht eine Hauptantriebswelle 15, die in Lagern 16 gelagert und mit Kegelrädern 17 und 18 versehen ist. An einem Ende der Welle 15 sind eine Leerscheibe 19 und eine Festscheibe 20 angeordnet. Mit der Unterseite des Querbalkens 12 ist bei 21 ein gekrümmtes Endstück 22 (s. auch Fig. 4) verbolzt, das mit Lagern 23 versehen ist. Ein ähnliches Endstück 24 ist am Querbalken 13 bei 25 befestigt und mit Lagern 26 versehen. In den Lagern 23 und 26 sind Wellen 27 angeordnet, auf denen vier Kettenräder 28 aufgekeilt sind, von denen je zwei mittels einer Kette 29 verbunden sind. Unterhalb der Endstücke 22 und 24 sind entsprechende entgegengesetzt gekrümmte Endstücke 30 und 31 angeordnet, die mit entsprechenden Rahmen-
teilen bei 32 verbolzt sind (Fig. 4). Die Endstücke 30 und 31 sind in gleicher Weise an ihren Enden mit (in der Zeichnung nicht dargestellten) Lagern versehen, ähnlich den entsprechenden Lagern 23 und 26 der oberen Endstücke, und in diesen Lagern sind Wellen33 angeordnet, die mit Kettenrädern 34 versehen sind, von welchen je zwei mittels einer Kette 35 verbunden sind. Die Wellen 27 und 33 sind in ihren Lagern drehbar, und am vorderen Ende der äußeren Welle 33 ist ein Kegelrad 36 angebracht, das mit dem Kegelrad 17 der Treibwelle 15 in Eingriff steht. An dieser Welle 33 ist in ähnlicher Weise nahe dem Kegelrad 36 ein Zahnrad 37 befestigt, das mit einem Zahnrad 38 in Eingriff steht, das am Außenende der Welle 27 des oberen Endstückes befestigt ist. Die Ketten 29 und 35 entfernen sich etwas voneinander. An den Ketten 29 sind im Querschnitt T-förmige Stangen 39 (Fig. 6) parallel zueinander so befestigt, daß sie sich mit den Ketten bewegen, und an den Ketten 35 sind Stangen 41 entsprechend befestigt, mit deren Längsnut 42 der Mittelsteg 40 der Stangen 39 in Eingriff kommen kann. Diese Stangen sind derart angeordnet, daß die Stege 40 der Stangen 39, ■ während sie in die Nuten 42 der Stangen 41 eintreten, mit dem Boden oder den Seitenwänden dieser Nuten nicht in Berührung kommen. Wenn sich die Welle 15 dreht, wird der Eingriff der Kegelgetriebe 17 und 36 bewirken, daß sich die zwei Sätze von Ketten 29 und 35 gleichzeitig bewegen, und daß infolgedessen die verschiedenen Stege 40 der oberen Reihen von Stangen allmählich in die Nuten 42 der unteren Stangenreihe eintreten werden und, da sich die Ketten zwischen den gekrümmten Endstücken annähernd parallel bewegen, so wird eine Anzahl ■ der bezüglichen Stangen gleichzeitig in gegenseitigem Eingriff stehen. Die beschriebene Vorrichtung bildet die vordere Schälvorrichtung A, deren Längsachse mit der Längsmittellinie der Maschine einen spitzen Winkel bildet.
Die hintere Schälvorrichtung B ist genau so wie die vordere Schälvorrichtung angeordnet. Ein Teil der vorderen Endstücke 43 und 44 ist in Fig. 5 ersichtlich. An der oberen Außenwelle 45 der hinteren Schälvorrichtung ist ein Zahnrad 46 befestigt, das mit einem an der unteren Außenwelle 48 des unteren Endstückes befestigten Zahnrad 47 in Eingriff steht. Ebenso ist an dieser Welle 48 ein Kegelrad 49 befestigt, das in ein am Ende einer Längswelle 51 befestigtes Kegelrad 50 eingreift. Die Welle 51 ist an ihrem anderen Ende mit einem Kegelrad 52 versehen, das mit dem Kegelrad 18 der Antriebswelle in Eingriff steht. Die hintere Schälvorrichtung ist an den Unterseiten der Querbalken 13 und 14 angeordnet, und ihre Endstücke sind an denselben bei 53 mittels Bolzen befestigt. Die Schälvorrichtung B ist in entgegengesetzter Richtung wie die vordere Schälvorrichtung schräg angeordnet. Ihre beweglichen Stangen 54 und 55 entsprechen den Stangen 39 und 41 der Schälvorrichtung A und werden von der Antriebswelle aus mittels der Kegelgetriebe 49 und 50 sowie der Zahnräder 46 und 47 bewegt.
Eine Tragstange 56 (Fig. 1 und 2) ist mit dem Gestell der Maschine verbunden und mit einer Reihe von Bolzen 57 versehen, welche mit Schraubengewinden versehene Unterenden 58 haben (Fig. 3), die in einer an ihrer Unterseite mit Längsnuten 60 versehenen Längsförderstange 59 eingeschraubt sind. Jeder der" Bolzen 57 ist mit einer Schraubenmutter 61 versehen. Am hinteren Ende der Schälvorrichtung A ist in Lagern 62 eine Querwelle 63 angeordnet, auf der ein Schneckengetriebe 64 aufgekeilt ist, mit dem eine Schnecke 65 in Eingriff steht. Am Innenende der Welle 63 ist ein Kettenrad 66 befestigt. 67 bezeichnet eine Führungsbahn, die an ihren Enden mit abwärts gerichteten Teilen 68 versehen ist, die Stützen bilden, und die von Stützteilen 69 gestützt wird, die an einem Längsteile 70 des Maschinengestelles befestigt sind. An den Enden der Führungsbahn 67 sind lose drehbare Kettenräder 71 und 72 angeordnet. Eine Kette 73 geht um die Kettenräder 71 und 72 und um das Antriebskettenrad 66 herum, das mittels des Schneckengetriebes 64 und 65 angetrieben wird, das seinerseits wieder von der Welle 33 der vorderen Schälvorrichtung angetrieben wird. Die Führungsbahn 67 zwingt die Kette 73, sich genau parallel zur Förderstange 59 zu bewegen, wobei geringe Abweichungen durch Einstellung der Bolzen 57 behoben werden können. Die aus der Förderstange 59 und der Kette 73 bestehende Fördervorrichtung reicht von der Vorderseite der Maschine bis zu einer Stelle dicht an der inneren Arbeitsseite der hinteren Schälvorrichtung ungefähr bis zur Mitte zwischen deren Enden. Links von der eben beschriebenen Fördervorrichtung (Fig. 1) ist eine zweite, ähnliche Fördervorrichtung angeordnet, deren Förderstange 76 (s. auch Fig. 2) an einem Längsträger 77 mittels Schraubenbolzen 78 in derselben Weise einstellbar angeordnet ist, wie dies bei der vorher beschriebenen Fördervorrichtung erklärt wurde, und die Gelenkkette 79 dieser Vorrichtung geht um lose drehbare Rollen 80 herum, die an den beiden Enden einer Führungsbahn 81 angebracht sind. Letztere ruht auf dem Maschinengestell mittels Ständer 82, und die genannte Kette läuft ebenso über ein Kettenrad 83, das auf der Welle 63 aufgekeilt ist. Die Führungsbahn 81 ist auf dem Gestellteil 70 mittels Stützteile 84 gestützt. C bedeutet eine Dreschvorrichtung,
die in Fig. 7 im Schnitt dargestellt ist. Dieselbe besitzt Endstücke 106; die in entsprechender Weise vom Gestell der Maschine getragen werden, und in denen sich entsprechende Sätze von drehbar angeordneten Wellen 107 , und 108 gelagert sind, die miteinander parallel laufen Und untereinander angeordnet sind. An beiden Enden dieser Wellen ist je ein Kettenrad 109 befestigt, und eine Kette 110 läuft um die sich entsprechenden Kettenräder jedes Paares der oberen und unteren Wellen. Jedes Kettenpaar ist in Abständen mittels halbrunder Stangen in verbunden, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß, wenn sich die Ketten 110 bewegen, jede Stange einer Kette der Reihe nach in den Zwischenraum zwischen zwei Stangen der anderen Kette eintritt. Die äußeren Wellen 107 und 108 sind je mit einem Zahnrad 112 versehen, die ineinander eingreifen, und die Welle 107 ist überdies mit einem Kettenrad 113 (Fig. 1) versehen, über welches und über ein Kettenrad 114 an der Welle 51 eine Kette 115 läuft. Die Anordnung der eben beschriebenen Ketten und Stangen schafft einen wagerechten Zwischenraum zwischen den Ketten 110, in welchem die Enden der Flachsstengel, welche die Samenkapsel und Samen enthalten, bearbeitet werden können.
Zur Bearbeitung werden die Flachsstengel 116 unter der Wirkung der Kette 73 gegen den hinteren Teil der Maschine bewegt, wobei die äußeren Endteile 117 der Stengel, welche die Samenkapsel und die Samen enthalten, zwischen den zwei sich bewegenden Ketten 110 hindurchgehen und die Stangen in derselben die Kapseln und Samen von den Stengeln abstreifen oder abziehen. Indes ist das dickere Ende der Stengel in den Zwischenraum zwischen den beweglichen Stangen der vorderen Schälvorrichtung A eingetreten, und die Stege 40 des oberen Satzes der Stangen werden der Reihe nach und fortschreitend die Stengel in die Nuten des entsprechenden unteren Satzes der Stangen 41 drücken, so daß die Stengel in entgegengesetzten Richtungen abgebogen werden (Fig. 6), wodurch die äußere Hülse oder die Oberhaut zerquetscht oder zerrissen wird; sowie sich die Stangen gegen das Ende der Stengel bewegen, streifen sie diese zerquetschten Teile ab oder nehmen sie mit sich, während sie gleichzeitig gegen den hinteren Teil der Maschine geführt werden. Die Stengel setzen ihren Weg gegen den hinteren Teil der Maschine fort, bis ihre gedroschenen Enden in den Raum zwischen den sich drehenden Sätzen von Stangen der hinteren Schälvorrichtung B eintreten, während praktisch gleichzeitig der Teil der Stengel, der entschält worden ist, zwischen der zweiten Fördervorrichtung hindurchgeht und durch die zweite Schälvorrichtung geführt wird, nachdem er die erste Fördervorrichtung verlassen hat. Da die zweite Schälvorrichtung B schräg gestellt ist, so daß sie über die Förderlinie der ersten Schälvorrichtung hinausreicht, wird diese zweite Schälvorrichtung auf die Art den Teil der Stengel bearbeiten können, der von der Fördervorrichtung gefaßt war und durch die erste Schälvorrichtung nicht gereinigt worden ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Entfaserungsmaschine mit zwei voreinander angeordneten, gegeneinander schräg gestellten Schälvorrichtungen und mit Fordervorrichtungen, welche die Pfianzenstengel der Quere nach durch die zwei Schälvorrichtungen hindurchführen, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Schälvorrichtungen mit zwei Reihen von Stäben versehen ist, die miteinander in Feder-und Nuteingriff stehen und während eines Teiles ihrer Bewegung miteinander parallel laufen.
2. Entfaserungsmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber der vorderen Schälvorrichtung (A) eine Dreschvorrichtung (C) angeordnet ist, um gleichzeitig mit den Fasern auch die Samen der Pflanzen zu gewinnen,
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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