AT107329B - Verfahren, lösliche Farben von photographischen Farbträgerkopien auf ein einziges, mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen. - Google Patents

Verfahren, lösliche Farben von photographischen Farbträgerkopien auf ein einziges, mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen.

Info

Publication number
AT107329B
AT107329B AT107329DA AT107329B AT 107329 B AT107329 B AT 107329B AT 107329D A AT107329D A AT 107329DA AT 107329 B AT107329 B AT 107329B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
paper
printing plate
image
water
print
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Diernhofer
Original Assignee
Hermann Diernhofer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Diernhofer filed Critical Hermann Diernhofer
Application granted granted Critical
Publication of AT107329B publication Critical patent/AT107329B/de

Links

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren, lösliche Farben von   photographischell Farbträgerkopien auf   ein einziges, 
 EMI1.1 
 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Photographien in natürlichen Farben auf Papier dadurch, dass gelöste Farbe nacheinander aus mehreren Gelatineschiehten auf ein mit Gelatineaufnahmeschicht versehenes Papierblatt übertragen wird. Bei den bisherigen Verfahren dieser Art, z. B. der sogenannten Pinatypie, werden von den verschiedenen Druckplatten der verschiedenen Farbenteilaufnahmen auf ein mit entsprechendem Gelatineüberzug versehenes Abzugspapier Teildrueke übereinander aufgebracht. Das soll, um ein wirklich scharfes Bild zu geben, in vollkommen genauer   Deckung sämtlicher   Teildrucke übereinander erfolgen.

   Bisher ist das nicht in auch nur annähernd genügendem   Masse erreichbar,   nur ganz ausnahmsweise   glückt   einmal ein vollkommenes Bild. Die Schwierigkeiten der meisten und besonders des bisherigen Pinatypieverfahrens sind folgende :
1. Stets gehen die Farben von den Druckplatten sofort auf das Abzugspapier über, sowie dieses mit der Druckplatte in   Berührung   kommt, u. zw. fast immer, ehe die genaue Konturendeckung erreicht ist. Infolgedessen werden die zweiten und weiteren Teildrueke stets mehr oder weniger ungenau deckend auf die ersten aufgebracht. 



   2. Haben die Pinatypiefarben die Eigenschaft, bei längerer Einwirkung von Wasser oder feuchter Luft auseinanderzufliessen, so dass die Umrisslinien verschwimmen. Die bekannte Technik der Pinatypie erlaubt nicht, so schnell zu arbeiten, dass diese schädliche Einwirkung von Wasser und feuchter Luft beseitigt wird. 



   3. Entstehen   beim gründlichen Ausquetschen   allen zwischen den Schichten befindlichen Wassers, namentlich bei weicher Gelatine bzw. bei übermässig hohen Reliefs der Druckplattenschichten durch den Druck auf die mit Wasser vollgesogene Gelatine zwischen Druckplatte und Papier leicht eine Unmenge kleiner   Luftbläschen,   besonders bei etwas hoher Temperatur, deren Beseitigung nicht vollkommen möglich ist. Dadurch wird   der gleichmässige Übergang   der Farben auf das Papier für einen scharfen Abdruck verhindert. 



   Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt. Sie sichert einerseits eine scharfe Deckung der verschiedenen Teildrucke aufeinander und anderseits eine vollkommen über die ganze Fläche sich erstreckende innige Berührung zwischen Druckplatte und Abzug und unter Ausquetschen allen   überschüssigen   Wassers. Sie besteht im wesentlichen darin, dass die genaue Deckung der Konturen von Druckplatte und Papierbild bereits erreicht wird, ehe die Möglichkeit des Überganges der Farben auf das Papier gegeben ist. Dabei kann man beispielsweise folgende zwei Wege einschlagen :
1. Man druckt alle Teilbilder auf eine einzige Gelatineschicht eines Papieres nacheinander auf, oder
2. man gibt für jeden Teildruck eine besondere Schicht auf den vorhergehenden Druck. 



   Der erste Teildruck wird bei den beiden Verfahren in der üblichen Weise hergestellt. 



   I. Die Deckung der Konturen des fertigen   Teildiuekes   mit denen der Druckplatte des nächsten Teildruckes erfolgt vor dem   Anfärben   der Druckplatte. Das Gelatinepapier mit dem ersten Teildruck wird kurz in Wasser getaucht, sofort wieder herausgenommen, an der Schichtseite von   überschüssigem   Wasser mittels eines Wattebausches befreit und sodann durch Schwimmenlassen auf Wasser mit der Schicht oben zur vollständigen Ausdehnung infolge Durchfeuchtung des Papieres von unten her gebracht, wobei die Gelatineschicht mit dem Wasser nicht in Berührung kommen darf. Auf diese Weise bleibt von dem zur vollen Ausdehnung gekommenen Papier die Schichtseite fast trocken.

   Daher kann das Papierbild Schicht auf Schicht auf die trockene Druckplatte aufgelegt und durch Verschieben unter 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 zu hohe Temperatur oder zu warmes Wasser   übermässig   erweicht werden sollte, auf die Druckplatten vor dem Auflegen des Papierbildes ein Blatt trockenes Fliesspapier eingelegt und die Druckplatte mit den so auf sie aufgebrachten Blättern in einem Raume mit etwas kühlerer Temperatur eine gewisse Zeit lang, z. B. 5-15   Minuten,   gebracht. Dadurch wird die Gelatine der Druckplatte verdichtet und gehärtet und der bei dieser Behandlung aus ihr austretende Wasserüberschuss wird von dem Fliesspapier abgesaugt. so dass dann in dem warmen Raume weitergearbeitet werden kann. 



   Beim   Pinatypie-und andern   Verfahren, die nasses Papier zum Drucken der Teilbilder verwenden, ist es unmöglich, vor dem Verbinden des Teilpapierbildes mit der Druckplatte sich zu überzeugen, ob das Papierbild genau die Ausdehnung infolge Feuchtigkeit hat, die nötig ist, um ein genau gleich grosses Bild wie das Druckplattenbild zu ergeben. Gemäss der vorliegenden Erfindung aber erfolgt die Deckung von Papierbild und Platte vor der Vereinigung derselben. Dem Papiere des Abzuges kann somit durch Wasserentziehung oder   Wasserzuführung,   wie oben angegeben, genau die Grösse gegeben werden, die erforderlich ist, um das Papierteilbild und das Druckplattenbild auch bei mehreren Drucken vollkommen gleich gross zu bekommen. Die Erzielung ganz scharfer Bilder ist damit gewährleistet. 



   II. Das zweite Verfahren zur Ausführung der Erfindung besteht darin, dass man auf den Abzug mit dem ersten Teildruck, der sogleich fixiert und z. B. mittels Wattebausches an der Oberfläche vollkommen getrocknet wird, die bereits mit dem ersten Teildruck versehene Schichtseite mit einer zweiten dünnen Gelatineschicht   überzieht,   auf die der zweite Teildruck aufgebracht wird.

   Diese dann getrocknete Schicht schützt also die Farbe des ersten Teildruckes gegen Einflüsse von Wasser und gegen Berührung mit der Druckplatte des zweiten   Teildruekes,   so dass die Verbindung des ersten   Teildruekes   mit der Druckplatte unter sicherem Ausschluss des Auslaufens oder sonstiger   schädlicher   Beeinflussung der Farbe des ersten Teildruckes wie auch unter Erhaltung der vollen Aufnahmefähigkeit des Abzuges für die Farbe der zweiten   Teildruch1Jlatte   vorgenommen werden kann. 



   Das Zur-Deckung-Bringen von Papierbild und Druckplattenbild erfolgt vor dem Einfärben der Druckplatte wie oben beschrieben. 



   In der gleichen Weise wird dann für jeden weiteren   Teildruek   verfahren, so dass jeder Teildruck seine besondere Gelatinesehicht besitzt. 



   Mit diesem Verfahren nach II ist es möglich, jeden   irgendwie vorkommenden schädlichen   Einfluss eines nachfolgenden Aufdruckes auf den vorhergehenden vollkommen sicher auszuschalten. Ganz besonders vorteilhaft ist dabei die folgende Arbeitsweise. 



   Nach dem Fixieren und oberflächlichen Trocknen des ersten Teildruckes, etwa durch Beseitigung aller   überschüssigen   Nässe mittels Watte, legt man eine Mattscheibe mit der matten Seite nach oben in eine Schale mit Wasser, lässt den Abzug auf dem Wasser oberhalb der Mattscheibe so lange schwimmen. bis die   Gelatineoberfläche   von der Luft bis zum Verschwinden der Klebrigkeit vom   Wasserüberschuss   befreit ist, und bringt ihn dann durch Anheben der Mattscheibe zur glatten Auflage auf dieser. Dann hebt man die Scheibe mit dem Abzug aus dem Wasser, so dass dieses ablaufen kann, jedoch so, dass kein
Wasser über die Schichtseite fliesst, quetscht das zwischen der Mattscheibe und dem Bild befindliche 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 dem die Zelluloidfolie überragenden Fliesspapier aufgesaugt wird.

   So ist das Bild vollkommen glatt auf die Mattscheibe   aufgedrückt,   die nun genau   wagrecht   aufgestellt wird, mit dem Abdruck nach oben. Dann wird dieser mit einer entsprechend verdünnten Lösung von Druekplattengelatine in einer dünnen Schicht überzogen, wobei man verhindern muss, dass die Lösung über die Abzugsränder hinaus auf die Mattscheibe läuft, und lässt die Schicht, etwa eine halbe Stunde, stehen, bis sie genügend erstarrt ist. Hierauf kann der Abzug von der Mattscheibe abgenommen und getrocknet werden, etwa durch Auf- 
 EMI3.1 
 
Alle weiteren Arbeiten gehen in der gleichen Weise vor sich, wie oben bei dem Verfahren nach I angegeben worden ist. 



   Bei der Ausführung, bei der die Deckung der Bildlinien vor dem Anfärben der Druckplatte erfolgt, wird vorteilhaft etwa vor dem Hochklappen des Abzuges zwecks Einfärbens der Druckplatte eine Zelluloidfolie od. dgl. entsprechender Grösse derart eingeschoben, dass sie nach dem Hochklappen zusammen mit dem Abzug diesen gegen Bespritzen mit Farbe oder Waschwasser oder gegen sonstige Beschädigungen beim Druckfertigmachen der Druckplatte schützt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren, lösliche Farben von photographischen Farbträgerkopien auf ein einziges, mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen, dadurch gekennzeichnet, dass der bereits mit wenigstens einem Teildruck versehene getrocknete Abzug vorübergehend in Wasser getaucht, sodann sofort an der Sehichtoberfläche weitgehend von Wasser befreit wird, im Papier jedoch nass und ausgedehnt bleibt, dann mit der Schichtseite gegen die trockene, noch nicht eingefärbte Druckplatte für den nächsten Teildruck gelegt, zur Deckung gebracht und in dieser Lage festgelegt wird, worauf der Abzug unter Beibehaltung seiner Lagensicherung gegenüber der Druckplatte von dieser hochgeschwenkt, gegebenenfalls mit einem Schutzblatt überdeckt und sodann die Druckplatte eingefärbt und der neue Abdruck bewirkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die vollständige Ausdehnung des Papierbildes dadurch erzielt wird, dass man es auf Wasser so lange mit der Schichtseite nach oben schwimmen lässt, wobei das Wasser die Schichtseite nicht berühren darf, bis die vollständige Ausdehnung des Papierbildes erreicht ist.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung genauer Bildliniendeckung spätestens unmittelbar vor der Vereinigung von Druckplatte und Papierbild letzteres auf der Rückseite so lange angefeuchtet oder der Feuchtigkeitsgrad der Rückseite des Papierbildes soweit erhöht oder vermindert wird, bis infolgedessen das Papierbild genau die gleiche Grösse wie das Druckplattenbild hat.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf jedem Teildruck nach seinem Fixieren vor Aufbringung des nächsten eine dünne Gelatineschicht aufgebracht und vollständig getrocknet wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Papierbild mit dem bereits darauf aufgebrachten Teildruck zwecks Aufbringung des nächsten Gelatineüberzuges auf eine Mattscheibe dadurch glatt aufgelegt und festgehalten wird, dass es mit der angefeuchteten Papierseite auf die Scheibe aufgelegt, dann mittels einer Zelluloidfolie od. dgl. möglichst vollständig bedeckt und über diese, sie über- greifend, Fliesspapier gedeckt wird, worauf das überschüssige Wasser des Abzugspapieres in der üblichen Weise ausgequetscht wird, so dass es an den Rändern der Folie von dem Fliesspapier aufgesaugt wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach erreichter Deckung der Konturen vor der Vereinigung von Teildruek und Druckplatte diese beiden gegebenenfalls unter Auflage eines Blattes Fliesspapier od. dgl. auf die Druckplatte, kurze Zeit in kühlere Luft gebracht werden.
AT107329D 1925-11-09 1925-11-09 Verfahren, lösliche Farben von photographischen Farbträgerkopien auf ein einziges, mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen. AT107329B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT107329T 1925-11-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT107329B true AT107329B (de) 1927-09-26

Family

ID=3624303

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT107329D AT107329B (de) 1925-11-09 1925-11-09 Verfahren, lösliche Farben von photographischen Farbträgerkopien auf ein einziges, mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT107329B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT107329B (de) Verfahren, lösliche Farben von photographischen Farbträgerkopien auf ein einziges, mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen.
DE424568C (de) Verfahren, loesliche Farben von photographischen Farbtraegerkopien auf ein einziges mit Gelatineschicht versehenes Bildaufnahmeblatt registerhaltig aufzubringen
AT74223B (de) Verfahren zur Herstellung von farbigen Photographien.
DE1002628B (de) Verfahren zur Herstellung von Druckformen
DE746621C (de) Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Zeichnungen auf festen Oberflaechen, insbesondere auf Leichtmetallblechen
AT122520B (de) Verfahren zum Herstellen von durch trockene Wärme abzuziehenden Abziehbildern.
DE546713C (de) Verfahren zur Herstellung von scharfrandigen Siebdruckschablonen
AT101965B (de) Verfahren zur Herstellung eines Schablonenblattes für Vervielfältigungen.
DE904733C (de) Lichtempfindliches Material fuer die Herstellung von Quellreliefs fuer Druckzwecke und Verfahren zum Drucken mit den Reliefs
DE581063C (de) Verfahren zur Herstellung von Mustern auf Celluloid oder aehnlichen Stoffen
DE389538C (de) Verfahren zur Herstellung eines photographischen Abziehdruckes
DE572898C (de) UEbertragbare Gelatineschicht
DE552069C (de) Verfahren zum Herstellen von durch trockene Waerme abzuziehenden Abziehbildern
AT136383B (de) Verfahren zur Herstellung von Druckformen.
DE358308C (de) Verfahren zum registerhaltigen Zusammenbringen mehrerer Teilbilder
DE592003C (de) Verfahren zur Herstellung von Negativen oder Diapositiven, insbesondere von Teilnegativen fuer farbige Reproduktion
DE6590C (de) Herstellung von Lichtdruckplatten, sogen. Photo-Electrotypen
DE510010C (de) Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern auf einem durchsichtigen Haeutchen
DE851642C (de) Walzen, die gegen die in Druckpasten und Appreturmassen enthaltenen Loesungsmittel bestaendig sind
DE746728C (de) Verfahren zum Aufbringen endloser Muster auf Druckwalzen mit Hilfe umgelegter Kopiervorlagen
DE747028C (de) Druckverfahren
DE907013C (de) Photoschablone fuer Diffusionsdruck
DE1912801C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Farbprüffolien
DE334327C (de) Verfahren zur Herstellung von seitenrichtigen photographischen Pigmentbildern
DE308030C (de)