AT107114B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgegenständen mit Kreisquerschnitt. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgegenständen mit Kreisquerschnitt.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Nach der altübernommenen Arbeitsmethode erfolgte bekanntlich die Herstellung der Glasflaschen bei ruhender Form und sich drehendem Glasgegenstand derart, dass der Arbeiter, nachdem er flüssiges Glas in die Form gebracht hatte, das Blasrohr mit der Hand in drehende Bewegung versetzte und dabei Luft hineinblies.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren für die Herstellung von Flaschen u. dgl. Glasgegenständen, sowie eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens und kennzeichnet sich insbesondere durch eine auf einer festen Abstützung drehbare Form, die während der feststehende Glasgegenstand geblasen wird derart gedreht wird. dass die Bewegung abwechselnd und fortlaufend von rechts nach links oder umgekehrt erfolgt, wobei jedesmal, sofern die Bewegung in einer halben oder Drittelumdrehung ausgeführt wird, die entgegengesetzte Bewegung der vorhergegangenen gleich sein muss.
Die Vorrichtung besteht aus einem Sockel, in dem ein Bolzen senkrecht eingesetzt ist, auf dessen oberem Ende eine der Bodenform des herzustellenden Gegenstandes angepasste, auswechselbare Scheibe aufgesetzt wird.
Auf dem Bolzen ist ferner eine mit einem Flansch versehene Hülse, von der die eigentliche Form getragen wird, drehbar gelagert.
EMI1.2
Formhälften.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung in Arbeitsstellung. Fig. : 2 ist ein Längsschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, bei geöffneter Form. Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
. : 1 bezeichnet den Sockel für den senkrecht eingesetzten Bolzen Z, auf dem eine entsprechend dem Boden der Flasche oder des herzustellenden Gegenstandes geformte Scheibe B auswechselbar aufgesetzt ist. Eine mit einem Flansche D versehene Hülse C, auf der die eigentliche Form E aufsitzt. ist um den Bolzen Z gelagert.
Die Teile E der Form werden durch Teilringe R', die von am Flansch D bei F befestigten Hebeln R getragen werden, geschlossen gehalten. Diese Teilringe R'sind an den Hebeln T ? abnehmbar befestigt, so dass sie durch solche anderer Abmessungen ersetzt werden können.
Die Bewegung der mit den Ringen R'fest verbundenen Hebel R geschieht mit Hilfe eines senkrecht geführten, konisehen Ringes H, dessen schräge Seite sich gegen die mit Kugellager oder Rollen G ausgerüsteten Enden der Hebel R legt, wobei sich während der Drehbewegung der Vorrichtung die Rollen oder Kugellager G auf dem konisehen Teile des Ringes H abwälzen können.
Mit Hilfe von zwei. einerseits an die Formteile. anderseits an den Flansch 7) der Büchse C befestigten Federn 0 wird ein selbsttätiges Öffnen der Form bewirkt u. zw. dann, wenn der konische Ring 77 die Enden der Hebel R freigibt, während bei der Schliessung der Form die Federn (I gespannt werden.
Die Bewegung des Ringes erfolgt durch die Füsse des Arbeiters u. zw. mittels eines Schwinghebels L, dessen eines Ende als Gabel, die an dem in den Führungen l'des Gestelles angebrachten Gestänge I des Ringes H angelenkt wird, ausgebildet ist, während das andere Ende mit einem senkrecht geführten Stössel 8. der das Pedal ll trzigt, in Verbindung steht. Eine um den Stössel gewickelte und gegen die feste
<Desc/Clms Page number 2>
Führung des Stössels S sich stützende Feder N drückt das Pedal M stets nach oben. Durch eine Feder N wird das Pedal M hochgehoben und durch den Ring H niedergedrückt, wodurch die Federn 0 die Form E öffnen können.
Drückt man hingegen, entgegen der Wirkung der Feder N, auf das Pedal M, so wird der Ring hochgehoben, der dann mittels der Hebel R die Form E schliesst.
Zweckmässig wird der Ring H mit Führungsbolzen P versehen, welche in den Ständern P'der Abstützung A der Vorrichtung geführt sind.
Die Bewegung des Ringes H kann auch anstatt mittels eines Pedales M mit Hilfe eines Handhebels durchgeführt werden, wozu nur das Pedal verlängert und unter Umständen auf Zug wirkend eingerichtet werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren für die Herstellung von Glasgegenständen mit Ereisquerschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass das Glas von einer festen, nicht drehbaren Abstützung getragen wird, während die Form drehbar ist.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer festen Scheibe (B), welche zur Abstützung des Glases dient und deren Ausbildung der des Bodens der Flasche oder des herzustellenden Gegenstandes entspricht, ferner durch einen drehbaren, die Form abstützenden Ring (D) und Mittel zum Öffnen, Schliessen und Festhalten der Form auf dem Ring (D).3. Vorrichtung nach Anspruch2, gekennzeichnet durch einen festen Bolzen (Z), dessen oberes Ende die zur Abstützung des Glases dienende auswechselbare Scheibe (B) trägt, wobei um den Bolzen (Z) ein auf Kugellagern laufender Ring (D) angeordnet ist, an den die Formteile (E) mit Hilfe von Teilringen (R') die mit Hebeln R versehen sind, angelenkt werden, ferner durch einen in senkrechter Richtung geführten konischen Ring (H), von dem die Hebel (R) derart bewegt werden, dass die Formteile (E) geschlossen oder geöffnet werden können, wobei das Öffnen von an den Formteilen (E) und an dem Flansch (D) der Büchse (0) befestigten Federn (0) bewerkstelligt wird.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der konische Ring (H) an einen Hebelbalken (L) angelenkt ist, der an seinem entgegengesetzten Ende mit einem mit einem Pedal (NI) ausgerÜsteten Stössel (8) in Verbindung steht, wobei eine Feder (N) den Stössel stets nach oben zu drücken bestrebt ist, so dass bei Niederdrücken des Stössels mittels eines Fusses die Form geschlossen wird, während bei Aufhören des Fuss druckes die Feder (, das Pedal (M) in seine Anfangslage zurückbringt.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Form (E) abwechselnd von rechts nach links oder umgekehrt erfolgt, derart, dass, sofern die Bewegung mit einer halben oder Drittel'mdrehung durchgeführt wird, die entgegengesetzte Bewegung der vorangegangenen gleich ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT107114X | 1926-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT107114B true AT107114B (de) | 1927-08-25 |
Family
ID=11134385
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT107114D AT107114B (de) | 1926-03-24 | 1926-06-21 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgegenständen mit Kreisquerschnitt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT107114B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1285103B (de) * | 1963-08-06 | 1968-12-12 | Nikoll Rupert | Einblasform fuer eine in verformbarem Zustand befindliche Masse, wie Glas |
-
1926
- 1926-06-21 AT AT107114D patent/AT107114B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1285103B (de) * | 1963-08-06 | 1968-12-12 | Nikoll Rupert | Einblasform fuer eine in verformbarem Zustand befindliche Masse, wie Glas |
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