DE466127C - Giessrinne mit Stuetzvorrichtung fuer Schleuderguss von zylindrischen Hohlkoerpern - Google Patents
Giessrinne mit Stuetzvorrichtung fuer Schleuderguss von zylindrischen HohlkoerpernInfo
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- B22D13/10—Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
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Description
Die Anwendung von Schleudergußmaschinen mit gegenseitiger Längsbewegung zwischen
Form und Gießrinne wird schwierig, sobald man beabsichtigt, zylindrische Hohlkörper
herzustellen, deren Innendurchmesser im Verhältnis zur Länge gering ist.
Um die hierbei notwendigerweise auftretenden Durchbiegungen der Gießrinne zu vermeiden,
ist bereits vorgeschlagen worden, die Gießrinne über das Ausflußende hinaus zu verlängern und durch entsprechende Lagerung
der Verlängerung außerhalb der Gußform eine von Durchbiegungen freie Führung
der Gießrinne zu ermöglichen.
Die Lagerung des freien Endes der Gießrinne durch eine mit der Gießrinne starr
verbundene und im Innern der umlaufenden Form anliegende Vorrichtung ist in den Fällen nicht möglich, in denen die umlaufende
ao Form an ihrem Ende einen Ring besitzt, der das Ausfließen des geschmolzenen Metalls
aus der Form verhindert. Durch diesen Ring kann das vollständige Austreten von Gießrinne
und Stützvorrichtung unter Umständen unmöglich gemacht werden.
Im Gegensatz zu einer derartigen Vorrichtung ist die gemäß der Erfindung ausgebildete
Anordnung der Gießrinne dadurch gekennzeichnet, daß die Stützvorrichtung der
Gießrinne derart beweglich an der Rinne angeordnet ist, daß die Vorrichtung sich entweder
auf die Innenoberfläche der Form stützen und so die Gießrinne tragen oder sich im Gegenteil von der Innenfläche der Form
abheben und frei über den Endring der Form hinweggehen kann, so daß die Gießrinne vollständig
aus der Form herausgezogen werden kann.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine Form, deren Merkmal darin besteht, daß die
Stützvorrichtung der Gießrinne eine Kugel enthält, die nur in einem Punkt auf der
Innenoberfläche der drehbaren Form aufliegt, so daß die Stützvorrichtung vollkommen frei
den Unregelmäßigkeiten folgen kann, die auf der Innenoberfläche der drehbaren Form
nach einer gewissen Betriebszeit entstehen.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf andere, weiter unten beschriebene Merkmale
und ihre verschiedenen Kombinationen.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen von Gießformen gemäß der
Erfindung beispielsweise dargestellt.
Abb. ι ist ein teilweiser Längsschnitt der drehbaren Form, welcher das Ende der Gießform
erkennen läßt, die mit einer Stützvorrichtung gemäß der Erfindung versehen ist.
Abb. 2 ist teils ein Querschnitt nach Linie 2-2 in Abb. 1 und teilweise eine Endansicht
der Gießrinne. 6p
Abb. 3 ist ein Längsschnitt durch die Gießrinne, der eine andere Ausführungsform
der Erfindung erkennen läßt.
Abb. 4 ist teils ein Querschnitt nach Linie 4-4 in Abb. 3 und teils eine Endansicht
der Gießrinne.
Abb. 5 zeigt im Längsschnitt schematisch einen Teil einer Schleudergußmaschine, die
mit der in Abb. 3 und 4 dargestellten Stützvorrichtung versehen ist, in dem Augenblick,
wo die Gießrinne aus der Form entfernt werden soll.
Abb. 6 ist ein Grundriß der Maschine, wobei die Gießrinne entfernt ist.
Abb. 7 ist eine schematische Seitenansicht der Maschine teilweise im Schnitt, wobei die
Gießrinne vollständig aus der drehbaren Form herausgezogen ist.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 1 und 2 wird die Gießrinne 1 von einer Kugel 2
getragen, die in einem Halter 3 sitzt, dessen Boden mit kleinen Kugeln 4 versehen ist. Die
Kugel 2 stützt sich auf die Innenoberfläche der drehbaren Form 5. Die Anordnung dieser
Kugel gestattet, daß die drehbare Form gleichzeitig Drehbewegungen und axiale Verschiebungen gegenüber der Gießrinne
ausführt. Es besteht nur ein einziger Berührungspunkt zwischen der drehbaren Form
und der Unterstützung der Gießrinne. Die Stützvorrichtung kann sich also allen Unregelmäßigkeiten
anpassen, die sich auf der Innenoberfläche der Form nach einer gewissen Betriebsdauer zeigen.
Der Halter 3 ist an einer Traverse 6 be- - festigt, an der zwei Kolben 7 angeordnet
sind, die sich in zwei Zylindern 8 verschieben. Auf diese Kolben/ wirkt der Druck eines
Druckmittels, z. B. Luft, Wasser, Öl usw., ein, welches durch die Leitung 9 zugeführt
wird. Hierdurch wird die Unterstützung des Endes der Gießrinne gesichert, indem man
den Druck des den Kolben zugeführten Mittels dem Gewicht der mit geschmolzenem Metall gefüllten Rinne 1 anpaßt.
Wenn die Mündung der Gießrinne sich nahe dem Ende der drehbaren Form 5 befindet,
so genügt es, den auf die Kolben 7 wirkenden Druck aufzuheben. Die Kugel 2 wird durch die Wirkung der Feder 10 angehoben
und kann frei über den Ring ι χ hinweggehen,
der am Ende der drehbaren Form angeordnet ist.
Die in den Abb. 3 und 4 dargestellte Vorrichtung ist eine abgeänderte Ausführungsform der oben beschriebenen Anordnung.
Die Kugel 2 und der Halter 3 sind an einer Traverse 12 befestigt, die mit zwei Stangen
13 verbunden ist, die um Zapfen 14 schwenkbar
sind. Die Stangen 13 besitzen an ihren Oberenden Gabeln 15, zwischen deren Schenkel
Zapfen 16 greifen, die an Stangen 17 befestigt
sind. Diese Stangen besitzen an dem einen Ende Kolben 7, die in waagerecht angeordneten
Zylindern 8 gleiten. Die Stangen 17 sind in Führungen 18 verschiebbar,
die mit der Gießrinne 1 fest verbunden sind. Der Druck des den Zylindern 8 zugeführten
Druckmittels schiebt die Stangen 17 vor; die Stangen 13 stellen sich infolgedessen senkrecht,
und die Kugel 2 stützt sich auf die drehbare Form 5.
Wenn der Druck beseitigt wird, so ziehen die Federn 19 die Stangen 17 zurück; die
Stangen 13 nehmen alsdann eine geneigte Lage 13' ein, die in punktierten Linien in
Abb. 3 angedeutet ist. Die Kugel 2 befindet sich hierbei in der Stellung 2', sie ist also
genügend weit abgehoben, um über den Ring 11 hinwegzukommen. Die Kolben 8 können
genügend weit von dem Ende der Gießrinne entfernt angeordnet sein, so daß sie nicht in
unmittelbarer Nähe des geschmolzenen Metalls liegen.
Die Abb. S und 6 zeigen eine Schleudergußmaschine, die mit einer der oben beschriebenen
Vorrichtungen versehen und durch eine Einrichtung, welche eine selbsttätige Einstellung
der Kugel 2 gestattet, und durch eine Vorrichtung vervollständigt ist, welche die
Durchbiegung der Gießrinne verhindert, wenn die Kugel 2 angehoben ist.
Die Abb. 7 zeigt die Maschine, wenn das Gießen beendet ist und die. drehbare Form
sich am Ende des Hubes befindet.
Ein Dreiweghahn 21 (Abb. S bis 7) ist in
die Leitung 9 eingeschaltet. Eine Feder 22 hält ihn gewöhnlich in einer solchen Lage,
daß die Verbindung zwischen der Druckmittelquelle und dem Zylinder 8 hergestellt
ist. Wenn die Kugel 2 im Begriff ist, den Ring ϊ ι zu überschreiten, so dreht eine auf
den Daumen 24 einwirkende Steuerfläche den Hahn 21 derart, daß die Leitung 9 durch die
Leitung 2 5 mit der Außenluft in Verbindung
gesetzt wird. Die Kugel 2 wird alsdann unter der Wirkung der Feder 19 von der
Form 5 abgehoben.
In diesem Augenblick kommt eine Anzahl von Rollen 26, die sich in der Längsrichtung
mit der drehbaren Form verschieben, zur Berührung mit einer abgerichteten Tragfläche 20,
die sich an der Gießrinne 1 befindet. Diese ist also stets in der Nähe ihres freien Endes
unterstützt, selbst wenn die Kugel 2 von der Gießform 5 abgehoben ist. Der Überschuß
des in der Gießrinne befindlichen flüssigen Metalls kann durch die Leitung 27 abfließen,
die zu diesem Zweck angeordnet ist. Wenn das Gießen beendet und das Gußstück aus
der Form herausgenommen ist, so bewegt man die Form für einen neuen Gießvorgang
zurück. Sobald das Ende der Gießrinne in die drehbare Form gelangt ist, nimmt der
Hahn 21 seine Anfangsstellung wieder ein, das Druckmittel gelangt von neuem in die
Zylinder 8, und die Kugel 2 kommt wieder zur Berührung mit der umlaufenden Form 5
und unterstützt von neuem das Ende der Gießrinne.
Claims (6)
1. An der Gießrinne angebrachte, sich während des Gießvorganges auf das Innere
der Schleudergußform aufsetzende Stützvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützvorrichtung beweglich an der
Gießrinne angebracht ist, und zwar derart, daß die Stützvorrichtung sich während
des Gießvorganges auf die Innenfläche der Form stützt, bei Beendigung
des Gieß\rorganges sich jedoch von der
Gießform abheben und frei über den Endring der Form hinweg bewegen läßt, so daß die Gießrinne vollständig aus der
Form herausziehbar ist.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz-
\-orrichtung (2) einerseits durch eine Feder (10, 19) und andererseits durch
Kolben (7) beeinflußt wird, die unter dem Druck eines Druckmittels stehen, wobei
die Stützvorrichtung die eine oder die andere Stellung einnimmt, je nachdem das Druckmittel zu dem Kolben geleitet oder
von ihm abgesperrt wird.
3. Die Kombination von Vorrichtungen gemäß Anspruch 1 oder 2 mit Steuervorrichtungen
(23, 24), die selbsttätig die Stützvorrichtung (2) der Gießrinne einstellen, wenn diese Stützvorrichtung
in die Nähe des Endringes (11) gelangt.
4. Ausführungsform der Schleudergußform nach Anspruch 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Einlaßhahn (21, 24) für das Druckmittel am Ende des
Hubes der Gießrinne (1) mit einer Steuerfläche (23) zum Eingriff kommt,
die den Austritt des Druckmittels bewirkt und das Abheben der Stützvorrichtung (2) von der Form hervorruft.
5. Ausführungsform der Schleudergußform nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gießrinne (1) bei abgehobener Stützvorrichtung (2) auf
einer Tragvorrichtung ruht, die aus Rollen (26) o. dgl. besteht und außen an der
Form fest angeordnet ist.
6. Ausführungsform der Schleudergußform nach Anspruch 1 bis S, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützvorrichtung für die Rinne eine Kugel (2) besitzt,
welche die Innenoberfläche der umlaufenden Form nur an einem Punkt berührt,
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| FR466127X | 1926-07-20 |
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