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Bremsvorrichtung für Fahrzeuge, Arbeitsmaschinen u. dgl., deren Antriebskraft. maschinen bei ihrem Betrieb DrucMl verwenden.
Zur Entlastung der die Bremsen von motorisch angetriebenen Fahrzeugen, Arbeitsmaschinen u. dgl. bedienenden Personen wurden bereits Bremsvorrichtungen vorgeschlagen, die unter Zuhilfenahme eines gesondert erzeugten, flüssigen Druckmittels oder mit Hilfe eines durch die Saugwirkung der Antriebsverbrennungskraftmaschine erzeugten Vakuums das Anziehen der Bremsen ermöglichen. Die bekannten, mit Druckmittel arbeitenden Bremsvorrichtungen dieser Art sind einerseits in ihrer Bauart äusserst kompliziert, da sie eine eigene Anlage zur Erzeugung des Druckes benötigen, anderseits auch in ihrer Bedienung und Wartung sehr umständlich, da die von der Antriebsmaschine nur angetriebene ansonsten gesonderte Bremsanlage eine ständige, besondere Überwachung bedarf.
Die bekannten mit Vakuum arbeitenden Bremsen sind nur in Verbindung mit Verbrennungskraftmaschinen verwendbar und besitzen auch den Nachteil, dass die angesaugte Zusatzluft sich beim jedesmaligen Betätigen der Bremsen ändert, wodurch der Wirkungsgrad der Antriebsmaschine ungünstig beeinflusst wird.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Bremsvorrichtung für Fahrzeuge, Arbeits- masehinen u. dgl., die durch Kraftmaschinen angetrieben werden, welche bei ihrem Betrieb Drucköl verwenden. Die Erfindung verfolgt den Zweck, eine Bremsvorrichtung zu schaffen, die einfache Bauart besitzt, keiner besonderen Bedienung, Wartung und Überwachung bedarf und ohne Beeinflussung des Wirkungsgrades der Antriebsmaschine ein rasches Bremsen und Entbremsen gewährleistet. Der Erfindung gemäss wird dies dadurch erreicht, dass zur Betätigung der Bremse der Druck des in der Kraftmaschine verwendeten Drueköles ausgenutzt wird.
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Bremsstellung.
Die Bremsvorrichtung besitzt eine die Energie des Drucköles der Zirkulationsschmierung der Kraft- maschine (Verbrennungskraftmaschine, Dampfmaschine u. dgl. ) in Druck und Bewegung umsetzenden Einrichtung x ; diese besteht aus einem Zylinder 1, der durch einen Kolben,} in zwei Räume 6 und 10 geteilt wird. 4 ist der Zylinderdeckel, der die Kolbenstange 5 führt. In den unteren Zylinderraum 6 mündet ein Kanal 7, der an die Zirhlationssehmierleitung der Kraftmaschine angeschlossen ist. In den oberhalb
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Kanälen 72, 73 wechselweise verbunden werden kann. Der Kanal 12 mündet in den Zylinderraum 6. der Kanal zist ein Entlastungskanal und führt beispielsweise in den Karter der Kraftmaschine.
Das Steuerorgan y besteht bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel aus einem Dreiweghahn, dessen Kanäle so angeordnet sind, dass in der einen Hahnstellung der Kanal 11 mit dem Kanal 12 und in der andern Hahnstellung der Kanal 11 mit dem Entlastungskanal 7-3 verbunden ist. Die Kolbenstange 5 wirkt auf einen Winkelhebel 20 ein. der bei 21 seinen Drehpunkt hat und der durch eine Stange 22 mit einem Hebelarm 23 verbunden ist. Der Hebelarm 2. 3 ist auf einer Welle 25 aufgekeilt. Von der Welle 25 werden die verschiedenen Bremsen des Kraftfahrzeuges betätigt. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist angenommen, dass das Kraftfahrzeug zwei Vorderradbremsen und eine auf der Getriebewelle angeordnete Getriebebremse besitzt.
Auf der Welle Z6 ist ein Arm. 30 befestigt, der durch ein Gestänge : 11 mit den Vorderradbremsen verbunden ist. Ausserdem ist auf der Welle 25 em Arm 33 befestigt. der durch
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zur Getriebewelle des Fahrzeuges verläuft und zur Getriebebremse führt.
Das Steuerorgan y wird von dem zur Betätigung der Fahrzeugbremsen vorgesehenen Organ bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel vom Bremspedal 40 des Fahrzeuges in Tätigkeit gesetzt. Zwischen dem Bremspedal 40 und der Bremse ist eine einen Leergang aufweisende Hilfseinrichtung s vorgesehen
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pedal 40 sitzt lose drehbar auf der Welle 25 und ist mit einem Arm 41 verbunden, der durch eine Stange 42 auf einen Hebelarm 44 des Steuerhahnes ?/einwirkt. Das Bremspedal 40 ist mit einem Zapfen 46 ausge-
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in Fig. 1 gezeichneten Stellung hält.
Im ungebremsten Zustand nehmen die Teile der Bremsvorriehtung die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung ein. Das. durch den Kanal 7 zufliessende Drucköl der Zirkulationssehmierung erfüllt die beiden miteinander kommunizierenden Zylinderräume 6 und 10 und ist der Kolben 3 vollkommen entlastet.
Soll gebremst werden, wo wird das Pedal 40 in der Pfeilrichtung p niedergetreten ; der Zapfen 46 gleitet im Schlitz 47 und der Dreiweghahn y kommt in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung. In dieser Stellung ist die Verbindung zwischen den Kanälen 11, 12 unterbrochen und die Verbindung zwischen dem Kanal 11 und dem Entlastungskanal 13 hergestellt. Der Zylinderraum 10 ist entlastet, während das durch den Kanal 7 dem Zylinderraum ss zufliessende Drueköl mit vollem Druck auf den Kolben 3 wirkt und diesen nach aufwärts schiebt. Diese Kolbenbewegung wird durch das Gestänge 20,22 auf den Hebel 23 übertragen und die Welle 25 in der Pfeilrichtung q gedreht, so dass die Bremsen des Fahrzeuges unter Ausnutzung des Druckes des Drucköles angezogen werden.
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Soll entbremst werden, so ist es nur erforderlich, das Bremspedal 40 loszulassen. Das Pedal 40 bewegt sich zunächst unter der Wirkung der Feder 52 zurück und bewirkt eine Verstellung des Dreiweghahnes y in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung, in die der Kolben 3 wieder entlastet ist. Bei der Zurückbewegung des Pedals 40 schlägt der Zapfen 46 an das Schlitzende 49 an und wird von diesem Augenblick an die ganze Einrichtung durch die Feder 52 in die Ruhestellung (Fig. 1) bewegt.
Die Bremsvorrichtung kann bei zweckentsprechender Umkonstruktion auch mit Vorteil als Bremseinrichtung für Arbeitsmaschinen, z. B. Windwerke, Baggermaschinen u. dgl. verwendet werden. die durch mit Drucköl arbeitende Kraftmaschinen angetrieben werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bremsvorrichtung für Fahrzeuge, Arbeitsmaschinen u. dgl., deren Antriebskraftmaschinen bei ihrem Betrieb Drucköl verwenden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Bremse der Druck des in der Kraftmaschine verwendeten Drucköles ausgenutzt wird.