<Desc/Clms Page number 1>
Verstärkeranlage für HocMreqnenzschwingtmgen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Verstärkeranlage für Hoehfrequenzsehwingungen, insbesondere für Schwingungen von sehr hoher Frequenz wie 3. 106 Perioden und mehr.
Senderöhren werden bereits allgemein fremdgesteuert und manchmal wird auch noch der Modulator als fremdgesteuerte Röhre ausgeführt. Die von dem Generator ausgesendete Energie wird somit von dem Modulator beeinflusst. Um eine vollständige Abhängigkeit der Frequenz des Generators von der des Modulators zu erlangen, muss jede Kupplung zwischen den Stromkreisen der beiden Röhren vermieden werden, und da die durch Anode und Gitter des Generators gebildete Kapazität eine solche Kupplung darstellt, war man gezwungen, zu Gegenmassnahme zu greifen, die entweder elektrostatischer oder elektromagnetischer Natur waren.
Diese Schaltungen bewirken das Fliessen von Strömen im Anodenkreis, durch die gleiche und entgegengesetzte Potentiale dem Gitterkreis aufgedrückt werden, so dass die Gitterspannung nur von dem Modulator abhängt. Man erreicht auf diese Weise befriedigende Resultate bis zu Wellenlängen von einigen Hundert Metern, aber bei kleineren Wellenlängen versagen diese Schaltungen
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
schaltet, in deren andern Zweigen die Kondensatoren 01, O2 und Cg liegen, deren Kapazitäten gleich der Kapazität zwischen Gitter und Anode sind. Um den Ohmschen Widerstand der Brückenzweige
EMI2.1
ist durch einen kleinen Kondensator n geerdet. Die Kapazität dieses Kondensators soll gleich der Kapazität zwischen Kathode F und Gitter G des Generators sein.
Der Primärkreis ist an die Eckpunkte 1 und 2 des Gitterkreises an die Eckpunkte 3 und 4 der Brücke angeschlossen.
Der Primärkreis besteht aus den Selbstinduktionen Z und L2 und den regelbaren Kondensatoren Et und Kg, die getrennt von den Brüekenkondensatoren ausgeführt sind und parallel zu diesen liegen. Statt
EMI2.2
die Induktionsspulen und L2 regelbar machen. Der positive Pol der Hochspannung wird bei X zwischen den beiden Induktionsspulen angelegt.
Der Gitterkreis wird durch die Induktionsspule V und die beiden regelbaren Kondensatoren R1 und R2 gebildet, die parallel zu den Brückenkondensatoren liegen. Es ist vorteilhaft aber nicht notwendig, die regelbaren Kondensatoren des Gitter-und Primärkreises in der dargestellten Weise als zwei Kondensatoren in Serie mit geerdetem Mittelpunkt auszuführen.
Parallel zum Gitterkreis liegen die beiden in Serie geschalteten Widerstände W1 und W2, deren Mittelpunkt durch einen Blockkondensator geerdet ist, dem eine Batterie B parallel geschaltet ist, um dem Gitter eine negative Vorspannung aufzudrücken. Die Induktionsspule V des Gitterkreises ist mit dem nicht dargestellten Modulator gekoppelt. Jede Schwingung im Gitterkreis veranlasst Spannungs- änderungen der Brückeneckpunkte 3 und 4 gegeneinander, die das Fliessen von Strömen durch die Brücke auf zwei parallelen Wegen veranlassen, u. zw. einerseits durch die Kondensatoren G, A und C in Serie, und anderseits durch die Kondensatoren O2 und 03 in Serie.
Sind die Spannungsschwankungen der Punkte 3 und 4 symmetrisch zur Erde und sind die Kapazitäten und Widerstände der Brüekenzweige gleich, so wird sich das Potential der Eckpunkte 1 und 2 weder gegeneinander noch gegen die Erde ändern und es wird daher kein Strom im Primärkreis induziert. Die Induktionsspulen Z-i und L2 und Kondensatoren ill und fizz des Primärkreises liegen dabei an Erde und bilden keinen Teil des Gitterkreises. Keine Änderung im Primärkreis beeinflusst daher die Abstimmung und das Gleichgewicht des Gitterkreises.
Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform, bei der die Kondensatoren O2 und n durch die Gitter-Anodekapazität und die Gitter-Kathodekapazität eines zweiten Generators ersetzt sind. Das Gleichgewicht der Brücke wird dadurch nicht geändert, während die Energieabgabe auf das doppelte gesteigert wird.
Durch die dargestellte Anordnung wird erreicht, dass Ströme im Anodenkreis keine Ströme im Gitterkreis induzieren und dass die Abstimmung des Gitterkreises durch Erdung des Anodenkreises oder Änderung seiner Kapazität gegen Erde nicht beeinflusst wird.
Mehrere solcher Verstärkeranlagen können in Kaskadenschaltung angeordnet werden und gestatten dabei eine hohe Energieabgabe bei Konstanthaltung der Frequenz und Steuerung durch einen kleinen Modulator. Bei Verwendung zweier solcher Anlagen wurden 25 Elf mit 25 m Wellenlänge gesendet.
Die Steuerung erfolgte durch einen 100 IF-Modulator.
Dieselbe Anlage kann auch durch den Empfang von kurzen Wellen verwendet werden. Es wurden auf diese Weise unter Verwendung der handelsüblichen Verstärkerröhren Wellen von 6'in Wellenlänge empfangen und in sehr befriedigender Weise verstärkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verstärkeranlage für Hochfrequenzsehwingungen, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Generatoren, deren durch Gitter und Anode jedes Generators gebildete Kapazität in je einen Zweig einer Wheatstonsehen Brücke eingeschaltet ist, deren gegenüberliegende Eckpunkte einerseits mit dem Gitterkreis und anderseits mit dem Anodenkreis in Verbindung stehen, die beide symmetrisch zu ihren Erdungsstellen ausgebildet sind.