AT104237B - Spinnbad für Viskose. - Google Patents

Spinnbad für Viskose.

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  Spinnbad für Viskose. 



   Es ist bekannt, dass Rohviskose in verdünnter Schwefelsäure zu glänzenden Fäden versponnen werden kann. 



   Dabei hat man aber die Erfahrung gemacht, dass   man nur   dann zu guten   Spinnergebnissen   kommt, wenn man den Reifegrad der   Viskose durch peinlich gewissenhafte Wahl   der Spinnbadkonzentration und   - Temperatur Rechnung trägt.   



   Bei   den vielen Fährlichkeiten   des praktischen Spinners ist es aber wünschenswert, sich von der Viskosereife soviel als möglich unabhängig zu machen. 



   Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, dass man den Reifegrad der Viskose weit weniger zu berücksichtigen braucht, wenn man der   Schwefelsäure   gewisse Mengen einer Oxysäure, insbesondere von Gärungsmilchsäure zusetzt. 



   In ein   450 C   warmes Bad, das 135 g   Schwefelsäure   und 50   9 milchsäure   auf   l ! enthält,   wird die übliche, verhältnismässig junge Viskose von etwa 8% Zellulosegehalt und von etwa 9"Reife (Chlor- 
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 Geschwindigkeit entsteigenden Fäden von etwa 7 Deniers werden sofort gewaschen und in üblicher Weise weiterbehandelt. Man bemerkt sofort, dass sich das Spinnen mit ausgesuchter Vollkommenheit vollzieht. Die erzielten Fäden haben grob   gezälmelten,   mehr oder weniger bohnenförmigen Querschnitt, wie man sie sonst bei stark salzhaltigen Bädern erzielt. Die Weichheit und der Glanz des Produktes sind ganz 
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 Milchsäure dem Bade zusetzt, also eine   fast   nur katalytische Menge. 



   Die Dehnbarkeit der Fäden steigt mit zunehmendem Milchsäuregehalt des Bades. 



   Verwendet man jedoch reine Schwefelsäurebäder ohne Milchsäurezusatz, so erhält man meist nur magere Fäden von pflastersteinartigem Querschnitt, die leicht brechen. 



   Es empfiehlt sich,   die Menge Milchsäure   um so grösser zu nehmen, je jüngere Viskose man verwenden will ; dennoch genügen schon recht geringe Mengen Milchsäure, und wenn man etwa die für Sulfatbäder üblichen Mengen Sulfat zum Vergleiche heranzieht, zeigt es sich, dass schon 50   (/Milchsäure genügen,   um 400 g Sulfat oder mehr zu ersetzen. 



   Der   Milchsäurezusatz   empfiehlt sich ganz besonders für die Herstellung sehr feiner Fädchen nach dem anderwärts beschriebenen Feinspinnverfahren, bei dem unter anderen Massnahmen die Schwefelsäure um so konzentrierter gewählt werden muss, je feinere Fäden gesponnen werden sollen. 



   Das Feinspinnen spielt sich in diesen Bädern ausserordentlich gut ab und ergibt ein sehr schönes,   îlusenfreies   Fabrikat, d. h. Fäden gleichmässig glatter, von vorstehenden   Fädchen   freier Oberfläche. 



   Die Reibung der Fädchen an den Spinnbadteilchen ist anscheinend auf ein Mindestmass heruntergesetzt. Das sich bildende Natriumsulfat schadet in keiner Weise und kristallisiert bei Anwesenheit von
Milchsäure auch nicht auf den Fäden aus. 



   Es hat nun zwar schon das Verfahren der schweizerischen Patentschrift Nr. 43016 die Verwendung von Säuren der aliphathischen Reihe neben   Schwefelsäure   oder einer anderen Mineralsäure im Fällbade vorgesehen. Indessen schien der Erfinder bei Anwendung verhältnismässig grosser   Mengen   organischer
Zusätze die Fadenqualität nur hinsichtlich der Weichheit etwas verbessert zu haben, während laut
Anmeldung schon geringere Qualitäten der besonderen Oxysäure Milchsäure nicht nur das Aussehen und das Gefühl der Produkte verbessern, sondern den Spinnprozess so zu beeinflussen vermögen, dass ein besonderes flusenfreies Fabrikat entsteht, was mit Rücksicht auf die spätere Verwendung, besonders bei den feinsten Fädchen von 6 Deniers abwärts, von hervorragender Wichtigkeit ist. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Spinnbad für Viskose jeden Reifegrades, bestehend aus Schwefelsäure und einer Oxysäure, besonders Milchsäure, wobei der Zusatz der Oxysäure die Wirkung hat, dass ein besonders flusenfreies Fabrikat, d. h. ein Faden von gleichmässig glatter, von vorstehenden Fädchen freier Oberfläche entsteht, und dass der Reifegrad der Viskose bei der Bemessung der zu verwendenden Sehwefelsäuremengen im Spinnbade weniger peinlich in Betracht gezogen werden braucht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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