DE337984C - Verfahren zur Herstellung von Faeden aus Viskose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Faeden aus Viskose

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DE337984C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Viskose. Es ist aus Patentschriften bekannt, daß man aus den rohen Lösungen des Zellulosethiokarbonates in verdünnter Natron- oder Kalilauge, der Viskose, durch Einspritzen in Lösungen von Ammonsalzen und sauren schwefelsauren Salzen bei Gegenwart freie Schwefelsäure brauchbare Fäden erhält.
  • Verspinnt man dieselben Lösungen der Viskose in verdünnter Schwefelsäure allein, ohne Zusatz von Salzen, so findet zwar auch leicht Fadenbildung statt, aber die Fäden sind milchig, mürbe und unbrauchbar.
  • Setzt man denselben Lösungen der Viskose aber geringe Mengen Ammoniak hinzu, oder aber ersetzt man einen Teil des zur Lösung verwandten Alkalis durch Ammoniak, so sind die durch Verspinnen in verdünnter Schwefelsäure erhaltenen Fäden zwar anfangs auch noch weich und haben ein milchiges Aussehen; läßt man sie aber kurze Zeit Stehen, so werden sie glasartig durchsichtig und derart fest, daß sie sofort oder nach dem Waschen abgespult werden können.
  • Das günstige durch Zusatz von Ammoniak zur Viskose erhaltene Resultat kann nicht dadurch erzielt werden, daß man das Ammoniak in entsprechender Menge dem Spinnbade zusetzt, wie folgende Vergleichsversuche zeigen 2 kg Zellstoff werden in üblicher Weise in Viskose übergeführt. Die Hälfte des rohen krümeligen Produktes wird in einem Gemisch von 2,75o kg 18prozentiger Natronlauge, 6 kg Wasser und 0,75o kg 20prozentigem Ammoniak gelöst, 24 Stunden bei 3o ° stehengelassen, darauf abgekühlt und in einem Bad von 24prozentiger Schwefelsäure bei 40° C versponnen. Die Fäden sind sofort nach dem Waschen glänzend, und die nach der üblichen Nachbehandlung der Fäden erhaltene Seide hat eine Festigkeit von z,8 g, auf den Denier bezogen. Der Gehalt der Viskose an Ammoniak beträgt etwa 1,3 NH3.
  • Die andere Hälfte der Viskose wird zur gleichen Zeit in 2,50o kg 18prozentiger Natronlauge und 6 kg Wasser gelöst und ebenfalls 24 Stunden bei 30' stehengelassen, darauf abgekühlt und in demselben Bad von 24prozentiger Schwefelsäure, welches auf jedes Kilogramm Säure noch einen Zusatz von 13 g N H3 in Form von 65 g Ammonsulfat erhält, so daß im Fallbade sich 1,3 Prozent Ammoniak befinden, unter den gleichen Bedingungen versponnen. -Die Fäden sind auch nach dem Waschen matt und haben nur eine Festigkeit von 1,2 bis 1,3 g auf den Denier.
  • Beispiel 1.
  • 1 kg Zellulose wird in bekannter Weise mit Alkali und dann mit Schwefelkohlenstoff behandelt. Die erhaltene krümelige Rohviskose wird wie üblich in 8 bis g kg 7 bis 8prozentiger Natronlauge gelöst, und dann wird dieser rohen Viskoselösung i kg 2oprozentige Ammoniaklösung hinzugefügt. Eine derart hergestellte Lösung läßt sich vorzüglich in 2o bis 30prozentiger Schwefelsäure verspinnen.
  • Aber auch zum Verspinnen in konzentrierten Salzlösungen mit oder ohne Gegenwart freier Säure sind die Ammoniak enthaltenden Viskoselösungen vorzüglich geeignet, da man die Salzlösungen dann bei weitem nicht so konzentriert anzuwenden braucht und es sich auBerdena- erübrigt, die Fäden während des Spinnens auf- den Spulen oder Walzen- mit Wasser zu' 'spülen. - .
  • Dasselbe ist der. Fall, wenn man nicht rohe, sondern mehr oder weniger gereinigte Viskoselösungen, mit Ammoniak versetzt.
  • Bei-spiel z.
  • Die aus i kg Zellulose-.erhaltene Rohviskose wird in 8 bis 9 kg Wasser gelöst, = das etwa 4 Prozent Natronhydrat und 3Pxozent Ammoniak, gelöst, enthält. fiese Lösung eignet sich besonders zum Verspinnen in einem Fällbade, bestehend aus etwa 3o bis 35 Prozent Natriumbisulfat und 65 bis 7o Prozent Wasser.
  • Die Verhältnisse können beliebig abgeändert werden, der Alkaligehalt der Lösungen kann noch geringer bemessen, der Ammoniakzusatz erhöht werden und umgekehrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren -zür $4stellung von Fäden aus Viskose; dadurch- gekennzeichnet, daB man solche Viskoselösungen verspinnt, die erhell Zusatz von Ammoniak erhalten haben, -oder bei denen ein Teil des Alkalis durch Ammoniak ersetzt worden -ist. --
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US2491937A (en) * 1944-09-12 1949-12-20 Rayonier Inc Method of producing rayon filaments from viscose

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DE353483C (de) 1922-05-18

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