AT104228B - Verfahren zur Herstellung von Polysaccharidestern hochmolekularer ungesättigter Fettsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polysaccharidestern hochmolekularer ungesättigter Fettsäuren.

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AT104228B
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  Verfahren zur Herstellung von   Polysaccharidestern     hociunolekularer     ungesättigter  
Fettsäuren. 



   Die Darstellung von hochmolekularen, in organischen Lösungsmitteln leicht löslichen Fettsäurepolysaccharidestern ist wiederholt beschrieben worden. Diese Ester stellen feste, an der   Luft unveränder-   liche Substanzen dar. Dagegen sind   leichtlösliche     Polysaccharidester von ungesättigten hochmolekularen     Fettsäuren   bisher nicht bekannt geworden. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich diese Ester leicht und in guter Ausbeute durch Veresterung der entsprechenden   ungesättigten Fettsäuren mit Polysacchariden   in an sich bekannter Weise gewinnen lassen, ohne dass bei dieser Reaktion die Doppelbindungen, selbst die der mehrfachen   ungesättigten Säuren,   angegriffen werden. Demzufolge unterscheiden sich diese Substanzen auch ganz charakteristisch von den Polysaccharidestern der gesättigten Fettsäuren. Die neuen Verbindungen stellen je nach den Ausgangsstoffen viskose Öle,   zähflüssige   oder kaum fliessende Massen dar, die sich an der Luft leicht oxydieren und 
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 keit beibehalten, gehen die ungesättigten Ester nach einiger Zeit in eine   unlösliche   Form über.

   Diese Umwandlung ist nicht durch den Luftsauerstoff bedingt, da sie auch im Vakuum oder in indifferenten Gasen glatt vor sich geht. Wegen dieser Eigenschaften stellen die Ester vorliegender Anmeldung hochwertige 
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 von Anstrichmaterialien kann man die Ester in Substanz, in   geeigneten Lösungen, gegebenenfalls   unter Zusatz von Sikkativen, anderen Ölen oder Harzen, Farbstoffen usw. verwenden. Durch geeignetes Erhitzen namentlich der   Zelluloseester   vorliegender Erfindung in Substanz, in Mischung mit Füllmitteln, Weichmaehungsmitteln, Harzen, Ölen und Farbstoffen gelangt man zu mechanisch gut bearbeitbaren 
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Beispiel 1. 



    Leinölsäuresaccharoseester.   



   30 Gewichtsteile Rohrzucker werden in etwa 500 Gewichtsteilen Pyridin von   70-80'gelöst.   Diese Lösung versetzt man allmählich unter Rühren mit 220-240 Gewichtsteilen Leinölsäurechlorid. Nach beendeter Umsetzung wird die Reaktionsflüssigkeit in verdünnte Salzsäure eingetragen und der ausgeschiedene Saceharoseester durch Waschen mit verdünnter Sodalösung von freier Leinölsäure befreit. Der Ester stellt ein helles, viskoses, nicht destillierbares Öl dar, das sich in jedem Verhältnis in aromatischen Kohlenwasserstoffen, Benzin, Terpentinöl, Leinöl und anderen trocknenden und   nichttrocknenden   Ölen löst. 



   Beispiel 2. 



    Leinölsäurestärkeester.   



   15 Gewichtsteile Kartoffelstärke werden in eine Mischung von 130   Gewiehtsteilen     Leinölsäure-   chlorid und 35 Gewichtsteilen Dimythylanilin unter kräftigem Rühren eingetragen. Die   Mischung   wird unter Rühren auf   110-120'vier   Stunden lang erhitzt. Sodann lässt man sie unter Rühren in Alkohol eintliessen. Das Reaktionsprodukt scheidet sich als   zähflüssige,   gelbbraune Masse ab, die durch wieder- 
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 befreit wird. Die   Löslichkeitseigenschaften   sind die gleichen wie beim Leinölsaccharoseester. 



   Beispiel 3. 



   Leinölsäurestärkeester. 



   In eine   Mischung von   10 Gewichtsteilen ,,löslicher" Stärke uach Lintner, 50 Gewichtsteilen Pyridin, 70 Gewichtsteilen Leinölsäure und 80-100 Gewichtsteilen Toluol werden unter Rühren und unter Vermeidung einer wesentlichen Temperatursteigerung bei gewöhnlicher Temperatur 25 Gewichtsteile Phosgen eingeleitet. Nach einiger Zeit wird die Mischung unter Rühren zwei Stunden auf   1000 erhitzt.   Die Aufarbeitung erfolgt nach den in Beipiel 1 oder 2 beschriebenen Verfahren. Die Eigenschaften dieses aus löslicher   Stärke erhaltenen   Esters sind die gleichen wie die des nach Beispiel 2 erhaltenen Produktes. 



  Eine Lösung von 50 Gewichtsteilen   Stärkelinoleat (nach   Beispiel 2 oder 3) in 50 Gewichtsteilen Terpentin- öl trocknet auf Zusatz von 1   Gewichtsteil leinölsaurem   Kobalt im Aufstrich in etwa sechs Stunden zu einer hartelastischen, unlöslichen Schicht von   hoher Widerstandsfähigkeit gegen mechanischen   Angriff. 

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   Beispiel 4. 



   Zelluloselinoleat. 



   10 Gewiehtsteile Hydrozellulose werden mit 23 Gewichtsteilen Dimethylanilin unter Rühren auf 110-120  erhitzt. In die Mischung lässt man 90-95 Gewichtsteile   Leinölsäurechlorid   fliessen und erhitzt unter kräftigem Rühren fünf Stunden lang auf 110-120  weiter. Hierauf wird die diekfliissige Reaktionsmasse wiederholt mit frischem Alkohol durchgerührt. 



   Der Ester, der eine zähe, weiche Masse darstellt, wird   zweckmässigerweise   in alkoholfeuehtem 
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 hiebei Alkohol oder Lösungsmittel durch längeres Erhitzen im Vakuum auf 100 , so geht der   zurück-   bleibende Ester in eine hochschmelzende Form über, die in den meisten Lösungsmitteln praktisch unlöslich ist. Man kann diese Reaktion statt mit Hydrozellulose auch mit Zellulose durchführen. In diesem Falle muss die Reaktionsdauer unter   Reinhaltung   der angegebenen   Mengenverhältnisse   auf 8 bis   10   Stunden verlängert werden. 



   Beispiel 5. 



   Linolensäurestärkeester. 



   Eine Mischung von 25 Gewichtsteilen getrockneter Kartoffelstärke mit 140 Gewichtsteilen Dimethylanilin wird unter Rühren auf 125  erhitzt. Hiezu lässt man unter stetem Rühren 160 Gewichtsteile Linolensänrechlorid fliessen, derart, dass die Reaktionstemperatur ca. 130-140  beträgt. Nach mehreren Stunden ist die Reaktion beendet ; man lässt auf ca. 90  abkühlen, arbeitet nach Beispiel 2 auf oder rührt die Reaktionsmasse mit Salzsäure durch, wäscht den als   zähflüssige   Masse abgeschiedenen 
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 oder Kaliumhydroxydlösung oder mit Alkohol.   Linolensäurestärkeester oxydiert sich besonders   in dünner Schicht   ausserordentlich   schnell an der Luft zu einem sehr harten und in den üblichen Lacklösungsmitteln   unlöslichen     Fberxug.   



   Beispiele   Stärkeoleat.   



   50   Gewichtsteile lösliche Stärke (nach Lintner) werden mit   270 Gewichtsteilen Dimethylanilin gemischt : die Mischung wird auf 120  erhitzt und unter Rühren mit 310 Gewichtsteilen Ölsäurechlorid versetzt. Die Temperatur wird unter fortgesetztem Rühren einige Stunden auf   1300 gehalten. So dann   lässt man die Reaktionsmasse nach dem Abkühlen auf ca. 80-90  in Alkohol fliessen, rührt kräftig durch und wiederholt das Auswaschen des sich als viskoses Öl abscheidenden Esters bis zur Entfernung der freien 
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   Beispiel 7. 



   Polyamyloenlinoleat. 



   4 Gewichtsteile Polyamylosen (nach Pringsheim) werden in 70 Gewichtsteilen Pyridin in der Wärme gelöst und durch Zusatz von 40 Gewichtsteilen Leinölsäurechlorid verestert. Man erhält ein helles Öl, das in seinen Eigenschaften dem in Beispiel 1 beschriebenen Saccharoselinoleat nahe steht. An der Luft trocknet dieses Estergemisch im Aufstrich wie Standöl. 



   Beispiel 8. 



   Linolsäureester einer   Rohrzucker-Stärkemischung.   



   Eine   Mischung von   17 Gewiehtsteilen Rohrzucker und 25 Gewichtsteilen Kartoffelstärke wird in 
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 wertigenemaillackenvorzüglicheignet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von leichtlöslichen Polysaceharidestern hochmolekularer ungesättigter Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man Polysaccharide oder Polysaccharidgemische mit diesen Säuren oder mit Mischungen dieser Säuren in an sich bekannter Weise verestert.
AT104228D 1924-01-30 1924-10-29 Verfahren zur Herstellung von Polysaccharidestern hochmolekularer ungesättigter Fettsäuren. AT104228B (de)

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