DE372855C - Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen

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DE372855C
DE372855C DEF47166D DEF0047166D DE372855C DE 372855 C DE372855 C DE 372855C DE F47166 D DEF47166 D DE F47166D DE F0047166 D DEF0047166 D DE F0047166D DE 372855 C DE372855 C DE 372855C
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DE
Germany
Prior art keywords
parts
preparation
synthetic resins
acetaldehyde
naphthylamine
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Expired
Application number
DEF47166D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Daimler
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/06Amines
    • C08G12/08Amines aromatic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Paints Or Removers (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen. -Nach der Patentschrift 3oo685 erhält man durch Kondensation von Acetaldehyd und ß-Naphthylamin ein Weichharz oder durch Kondensation einer Mischung von gleichen Teilen a-Naphthylamin und ß-Naphthylamin ein flüssiges balsamartiges Produkt. Beide Produkte sind für sich allein nicht als Lackgrundlage verwendbar. .
  • In weiterer Ausarbeitung .des Verfahrens wurde nun gefunden, .daß man durch Koridensation von Acetaildehyd mit a-Naphthyla@min oder mit einem Gemisch von a-Naphthylamin und Anilin oder auch durch Kondensation von Acetaldehyd mit Anilin, Toluvdin, Xylidin unter bestimmten Bedingungen Produkte erhalten kann, welche von denjenigen des obenerwähnten Verfahrens verschieden sind. Dieselben sind Hartharze, die eine ausgezeichnete Grundlage für äußerst rasch trocknende Streichlacke bilden, welche weder eines Zusatzes von Leinöl noch von Kopalen bedürfen. Zur Durchführung,der Kondensation muß die Umsetzung bei erhöhter Temperatur, nämlich bei 8o bis roo° durchgeführt werden, und zwar unter Zusatz von wenig Säure, vorteilhaft Oxalsäure, wodurch die Umsetzung zu einer vollständigen gestaltet wird, so daß auch die letzten Spuren des Amins verschwinden und damit jeder lästige Geruch des Produktes vermieden wird.
  • Da die nach diesem Verfahren entstehenden Hartharze hauptsächlich als Streichlackgrundlage in Frage kommen, ist es zweckmäßig, sie von vornherein in dem Lösungsmittel herzustellen, da:s für .den Lack gefordert wird, nach vollendeter Reaktion mit etwas Alkali oder Ammoniak die verwendete Säure zu neutralisieren und das entstehende Salz gelöst in dem nun besonders -leicht sich abscheidenden Reaktionswasser zu entfernen. So erhält man in einer einzigen Operation aus den Ausgangsmaterialien direkt einen streichfertigen Lack. Dieser trocknet selbst bei Verwendung hochsiedender Lösungsmittel in kürzester Zeit und gibt helle Überzüge von außerordentlichem Hochglanz, unempfindlich gegen Wasser, Alkalien und Schweiß. Die Lacke können auch mit löslichen Farbstoffen gefärbt und zwecks Erzielung besonders weitgehender Elastizität mit Weichmachungsmitteln versetzt werden. Ein Zusatz von Leinöl oder Kopalen ist überflüssig.
  • An- Stelle des Acetaldehyds kann Aldol oder Krotonaldehvd bei der Kondensation verwendet oder der yAcetaldehyddurch dieselben teilweise ersetzt werden. Als Lösungsmittel zur Durchführung der Kondensation kommen besonders in Frage Benzol und seine Homologen sowie Solvent-Naphtha und Tetrakn. Beispiele. r. 570 Gewichtsteile a-Naphthylarnin und to Teile Oxalsäure werden in :4oo Teilen Xylol 2 Stunden lang auf 8o° gehalten, während welcher Zeit die Mischung von 3ioTeilen Acetaldehyd und Zoo Teilen Xylol zuläuft. Nach einstündigem Nachrühren und erfolgtem Erkalten wird mit .1 .5 Volumteilen konzentrierter Natronlauge und 3ooTeilen Xylol verrührt. Nach einigem Ruhen läßt man .die abgeschiedene Lösung von saurem, oxalsaureni Natrium abfließen und erhält so eine trockne Xylollösung des Kunstharzes; letzteres kann durch Abdestillieren des Xylols isoliert werden. Ebensogut kann die Xylollösung direkt als streichfertiger Lack verwendet "verden. Mit demselben hergestellte Anstriche trocknen in etwa i Stunde zu harten, hochglänzenden, nicht oder höchstens schwach obstartig riechenden, hellgelben Überzügen ein.
  • 2. 93 TeileAnilin, i43Teile a-Naphthylamiii und 5 Teile konzentrierte Salzsäure werden mit Zoo Teilen Solvent-Naphtha 3 Stunden auf 70 bis 80° gehalten. Gleichzeitig fließt die Lösung von ioo Teilen Acetaldehyd, 5o Teilen Aldol und So Teilen Krotonaldehyd in Zoo Teilen Solvent-Naphthahinzu. Es wird so lange bei der gleichen Temperatur nachgerührt, bis keinerlei Aldehydgeruch mehr wahrnehmbar ist. Nach dem Erkalten wird mit Natronlauge oder Ammoniak neutralisiert. Der durch Absitzenlassen und Entfernung des Salzwassers gereinigte Lack wird mit 5 Prozent seines Gewichtes naphthalöslichem Schwarz und 5 Prozent naphthalöslichem Weichmachungsmittel @ errührt und abgefüllt. Er liefert tiefschwarze, spiegelglänzende Aufstriche, die in wenigen Stunden erhärten und alsdann einen schwachen Blumengeruch besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, daß man zwecks Herstellung von streichfertigen Lacken Anilin, Toluidin, Xylidin oder a-Naphthylamin - jedes für sich oder dieselben gemischt - miteinander in einem Lacklösungsmittel unter Erwärmung und unter Zusatz von Säure als Kondensationsmittel mit Acetaldehyd, Aldol oder Krotonaldehyd, für sich oder in Mischung. kondensiert.
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